Social Media und die Angst, das Leben zu verpassen - mit Jannik Müller

Shownotes

Jannik Müller kommt nicht aus dem Kreisverkehr seines Lebens heraus – zumindest zeichnet er dieses Bild von sich, stellvertretend für die Zellenials, die Generation zwischen Millennials und Generation Z.

So viel Freiheit ist zu viel Freiheit. Für ihn ist Social Media das Symptom einer orientierungslosen Generation, die sich nach Gemeinschaft sehnt, aber einsam ist. Eine Generation, die sich nach Echtheit sehnt und deshalb Waren konsumiert, die sie nicht braucht, aber haben will, weil andere sie haben.

Im Podcast sprechen Jannik und Lilith über sein im Mai 2026 im Herder-Verlag erschienenes Buch „Mein Gott, warum mache ich das?”

Der Triathlon bildet den Rahmen für die Frage nach dem Sinn des Lebens und danach, wie wir in einer Zeit der kompletten medialen und technischen Überforderung nach ihm suchen.

Social Media für Glaube und Kirche - das ist der yeet-Podcast: yeet-Redakteur* innen befragen Expert* innen und Influencer* innen und begeben sich auf die Suche nach den großen und kleinen Perspektiven auf die digitalen Kirchen-Räume und Welten in den Sozialen Medien.

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00:00:01: Ich begehre immer das Leben, dass andere leben.

00:00:04: Das ist so anstrengend, weil bei Instagram jeder irgendwie... Da ist so

00:00:07: viel Leben auch.

00:00:08: ...da ist soviel Leben und jeder stellt sich gut dar und vielleicht ein bisschen besser als es ist.

00:00:12: und dann begehr ich, da geht's mir immer schlechter mit!

00:00:17: So merken wir, da ist eine ganz wichtige Beziehung zu Ende gegangen und gleichzeitig habe ich dadurch gemerkt wie viele andere wichtige Bezieherungen und tiefe Beziehungen in meinem Leben haben.

00:00:25: Und das gleichzeitig da und das eine revidiert nicht das andere aber es ist eben beides nebeneinander da.

00:00:32: Das ist so, wenn man in Bayern Gemeinde gründet und dann ich regelmäßig was vom Essen poste.

00:00:36: Dann wird man von Markus wieder persönlich umgetäckelt.

00:00:39: Damit sind wir da einmal halb hoch abgegrätscht!

00:00:48: Hallo und herzlich willkommen zum YID-Podcast.

00:00:52: Deinem Podcast für das Leben in der Digitalität... In der digitalen Realität heißt das?

00:00:57: Weil Janik, der hier sitzt, guckt schon zu fragen.

00:01:01: Und für Social Media, für und in Glaube und Kirche.

00:01:04: Mein Name ist Lilith Becker und heute zu Gast ist Janik Müller In real.

00:01:09: Sogar hier im Studio, aufregend!

00:01:13: Also danke schön, dass du heute zu mir ins Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik

00:01:18: gekommen bist.

00:01:19: Das ist ja unser Heat-Headquarter in Frankfurt

00:01:21: am Main.

00:01:22: Ja, danke für die Einladung.

00:01:23: Ich freue mich hier zu sein.

00:01:25: Sehr gerne.

00:01:25: Du bist Pastor in einer Gemeinde für Young Professionals in München.

00:01:30: Leben wie Gott in Münchens ist euer Slogan und so heißt ihr auch auf Instagram, man kann euch folgen.

00:01:36: Und du hast ein Buch geschrieben.

00:01:38: Das erscheint heute am neunzehnten Mai, im Herderverlag.

00:01:43: Mein Gott!

00:01:44: Warum mache ich das?

00:01:45: Heißt dieses Buch und ich möchte mit dir vor allem über das Buch sprechen.

00:01:48: aber erklär mal ganz kurz bitte was eine Gemeinde für Young Professionals ist.

00:01:53: Eine Gemeinde for Young Profesionals ist eine Kirche.

00:01:57: Menschen die im Berufsleben stehen, haben so ihr Studium abgeschlossen.

00:02:01: und wenn man im Studium ist das ist ja wie als würde man jetzt mit dem Zuge hergekommen.

00:02:04: Als würde man auf so Schienen an ein ganz bestimmtes Ziel fahren weil es immer was kommt.

00:02:07: und dann auf einmal hören diese Schienen mitten irgendwo auf muss man sich bewerben und auf einmal in der Wachstumsleben leben.

00:02:14: Obwohl man das gar nicht in Wirklichkeit gar nicht ist, man tut nur so als wäre man das?

00:02:19: Und dann hat man ja so große Fragen.

00:02:21: wofür lebe ich denn jetzt eigentlich?

00:02:23: diese Fragen die ploppen dann auf einmal wieder so auf.

00:02:26: Manche Leute haben den Mut sich diesen Fragen auch zu stellen und so, da wollen wir wieder noch mal christlichen Glauben der zwar alt ist aber deswegen nicht schlecht sondern total gut.

00:02:34: Wir versuchen ein bisschen neu zu erklären wie das bedeutet.

00:02:37: Wie hat es wirklich mit Menschen in München dazu tun?

00:02:39: Der Mitte dreißig ist und sich jetzt fragt wofür lebe ich denn hier eigentlich?

00:02:43: Und du bist Angestellter Pastor beim Bund Freier Evangelischer Gemeinden und das ist jetzt eine gemeinde Neugrundung seit September, twenty-fünf.

00:02:49: Genau.

00:02:50: Das Interessant wie Du es gerade gesagt hast.

00:02:51: also ist ne Gemeinde für mutige junge Leute?

00:02:54: Genau!

00:02:55: Man muss auch nicht mutig sein... Ich meine, man kommt dahin und kriegt erst mal einen guten Cappuccino oder eine Zimtschnecke.

00:03:01: Dafür muss man jetzt nicht so wahnsinnig mutig sein!

00:03:03: Dann muss man einfach nur Bock haben, sondern das ist nachmittags auch ne Zimtschnecke...

00:03:06: Das ist doch mal ne Werbung?

00:03:08: Wo sollen wir alle

00:03:09: hinkommen?!

00:03:10: Genau!

00:03:11: Einfach mal ein München in der Milchstraße vorbeischauen.

00:03:14: Milchstrasse?

00:03:15: Ja war noch ein schöner...

00:03:16: Zimte-und-Milch gibt es doch aus einer Stelle in der Bibel.

00:03:18: Er war hoh nicht, aber das ist ja egal.

00:03:20: Das landet im Zimtes und Milch.

00:03:23: Und Cappucinofliesen.

00:03:29: Ich fasse mal kurz dein erstes Buch, das du geschrieben hast.

00:03:33: Wir haben vorhin schon Nachrichten ausgetauscht bei WhatsApp und da hast du quasi Sätze geschrieben die auch in das zweite Buch reinkommen könnten.

00:03:40: Dein Buch würde ich jetzt so zusammenfassen.

00:03:41: Du darfst es doch gleich selbst noch machen also vordergründig schreibst über deinen Training bis zum Triathlon dass er zumindest der Rahmen den Buch hat und eigentlich geht's darum aber nicht wirklich finde ich zumindest.

00:03:53: du schreibest eher als Zeitzeuge, und es ist sehr essayistisch.

00:03:57: Und ich würde auch sagen phänomenologisch über mögliche Lebensgefühle der Generationen zwischen denen du dich befindest.

00:04:04: Du bist ja gg.

00:04:04: Femmonneunzig und deswegen bist du genau zwischen Millennials und Generation Z. Die Millennials gehen ja von Achtzig bis Femmeunneunzig und Femmeneunzig bis Zweitausendzehn.

00:04:13: Sagt man, wer ist die Generation Z?

00:04:16: Und dieses Generationengefühl oder diese Gefühle, die du da aufgreifst, die finden sich auch in der Empirie an ganz vielen Stellen Und über einige davon möchte ich mit dir sprechen.

00:04:25: Ich tieser schon mal an, FOMO wird dabei sein.

00:04:28: Four of missing out die Angst etwas zu verpassen.

00:04:31: Das Thema Selbstoptimierung spielt eine Rolle.

00:04:34: Da vielleicht auch der Triermann Dann die Einsamkeit trotz Vernetzung und dann noch ein paar mehr Themen.

00:04:41: Du sagst es?

00:04:42: Ich wollte immer total gern vom Phänomen ausgehen.

00:04:45: Also hat man einen Satz gelesen den ich absolut niemandem gerade zuordnen kann Aber der geht ungefähr so.

00:04:52: Das ist wahrscheinlich irgendein selbstoptimierter Sales Satz, aber ich sag das trotzdem, wenn ich den gut finde.

00:04:58: Du musst sozusagen erst mal die Probleme der Leute besser verstehen und erklären können als sie selbst können... ...und dann vertrauen Sie auch Deine Lösung!

00:05:07: Und ich habe mir sozusagen meine erste iPhone Notiz mit in dem Ordnerbuch kommt aus im Jahr-Zweißen-Zweiundzwanzig.

00:05:14: Ich hab so zu sagen schon seit vier Jahren jetzt mir Gedanken gemacht warum ticke ich eigentlich, wie ich ticcke.

00:05:18: Warum ticte meine Generationen?

00:05:20: Wie sie tickt und wenn dann da vom Phänomen ausgegangen hat versucht der Antworten zu finden und so... Und ich bin so beim Schreiben mir gefühlt doch immer so ein bisschen selbst wieder ins Wort gefallen weil ich gedacht habe das ist so ah nee es aber auch so und so könnte es aber irgendwie auch sein Und wollte irgendwas abbilden, so einen Raum den man betreten kann.

00:05:35: So ein Resonanzraum in denen so Millennials reingehen oder Generation Set also... Oder man sagt ja auch die ninety bis zweitausend das sind so Ziel-Lennials.

00:05:45: Okay, das habe ich noch nie gehört.

00:05:47: Ein Resonanzraum für die Schaffen dem man betreeten kann wo du dann irgendwie reingest und das liest und erst mal sagst, so ich!

00:05:54: Und da dachte ich dafür muss ich dann irgendwie vom Phänomen ausgehen.

00:05:57: Ja und erstmal Dinge die ich irgendwie beobachtet hab Und deswegen steht auch hinten auf dem Backcover drauf.

00:06:02: Ich wünschte die Geschichten dieses Buches werden erfunden, weil sie sind es leider nicht und da wollte ich irgendwie Dinge aufnehmen, die ich genauso Gesprächen aufgeschnappt habe oder selbst erlebt hab und so und die natürlich dann so ein bisschen abstrichiert haben.

00:06:17: aber alles was man da liest wird irgendwie mal irgendwo genau so passiert

00:06:21: sein.".

00:06:22: Wer jetzt aber hofft dass er Lösungen für alle seine Probleme bekommt?

00:06:25: Es ist nicht wirklich so, ne?

00:06:27: Also ich finde ja du machst den Raum auf und du beschreibst da ganz viele Sachen.

00:06:31: Und zwischendurch... Ich habe es super schnell gelesen, weil ich mir dachte wann kommt denn jetzt die Auflösung?

00:06:36: Das kommt nicht so wirklich eine!

00:06:38: Ja also das ist jetzt kein Geheimnis.

00:06:40: dann dass sich da ein bisschen über Selbstoptimierung und so harte und sage das ist glaube ich jetzt nicht des Rätsels Lösungen am Ende sich bis zum Sankt Nimmerleins Tag irgendwie zu selbst optimieren aus allen Problemen raus und sowas wird irgendwie nicht funktionieren.

00:06:53: Und würde sagen, das ganze Buch ist eher so ein Gegenentwurf zu dem.

00:06:57: Weil das Buch tut dann im Endeffekt auch wovon es erzählt und versucht zu verstehen.

00:07:03: Ja weil ich sagen würde, dass wäre glaube ich da ohne irgendwas zu spoilern aus einem Buch kann ich das sagen.

00:07:08: Ich glaube was total Schöne was ich mir total in meinem Leben wünsche ist verstanden werden.

00:07:12: Und nicht nur Verstanden werden wenn jetzt noch sogar jemand irgendwie mit mir fühlen würde.

00:07:18: Also mir geht's auch so wie dir Oder das kann ich irgendwie nachvollziehen.

00:07:21: Dann würde ich sagen, da wäre mir sehr mitgeholfen viel mehr als mit.

00:07:25: hier sind jetzt die nächsten vier Schritte von oder noch viel schlimmer.

00:07:28: Hier sind jetzt noch die vier göttlichen Prinzipien von wie ist mein Leben total?

00:07:32: Mein Leben ist total toll oder besser oder komme ich irgendwie ins gelobte Land sondern würde sagen das Gelobte land wär sozusagen der Ort an dem wir miteinander so ein bisschen Mitgefühl haben.

00:07:42: Ja und dort ist gerade eingangs bevor wir aufgenommen haben gesagt wenn in der Resilienzforschung es ja auch Leute die was formulieren können Ein Gefühl und ist das eigene, die können dann besser auch damit umgehen.

00:07:53: Also weil du gerade gesagt hast Spoilern ich habe schon ein paar Zitate mitgebracht.

00:07:56: Das ist dein Buch.

00:07:56: deswegen wir spoilern jetzt gleich was bevor wir das aber machen.

00:07:59: Ich hab sieben persönliche Fragen an dich dass es immer üblich hier in diesem Podcast Dass wir sieben Fragen stellen erst mal diese Um euch ein bisschen kennenzulernen unsere Gäste Du sitzt gut

00:08:09: Ja, ich bin gespannt.

00:08:11: Sollte ich mich irgendwo festhalten noch?

00:08:14: Schleuder sitzt das nicht und fliegt es nicht weg.

00:08:16: Das kann man

00:08:16: nicht sehen, aber ich halte mich jetzt gerade sehr fest an meinem Leben.

00:08:18: Du

00:08:18: kommst mir auch nicht raus!

00:08:19: Wir haben hier vier Türen bis zum Ausgang.

00:08:23: Also erste Frage.

00:08:24: Was war dein letzter ehrlicher... Ich kann nicht mehr Moment.

00:08:29: Jetzt gerade.

00:08:30: Hallo?

00:08:37: Bei dieser Frage.

00:08:38: war mein letzter ehrlicher, ich kann nicht mehr Moment.

00:08:41: Im Friathlon-Training hatte ich viele... Ich will da was anderes zu sagen.

00:08:47: Das habe auch in meinem Buch zugeschrieben.

00:08:49: Dieses ich kann mich mehr.

00:08:50: Also ich mag diese Formulierung und versuche mich das sehr gegen zu wehren als das Stromwerk Zitat.

00:08:57: Ich kann nicht wohnen der ich will nicht Straße.

00:09:01: Genau, wohnt in der.

00:09:02: ich Will Nicht Straße!

00:09:04: Und ich kann dich heißt eigentlich immer nur ich will NICHT.

00:09:07: Und ich hatte letzte Woche ... Ich kann nicht beziehungsweise, ich will nicht Moment.

00:09:11: Das war nämlich dann vor dem nächsten Gottesdienst, das war der fünfte Gottesdienste insgesamt in dieser Gründung und dann war langes Wochenende und das Wetter war gut.

00:09:18: Und ich dachte, wer will denn da jetzt, wenn wir hinkommen?

00:09:20: Da hat doch keiner Bock drauf!

00:09:22: Ja... Dadurch so, ich'll nicht mehr Moment.

00:09:24: Ich will einfach hier irgendwie auch zwei Monate Weltreise machen und alles vergessen raus aus aller Verantwortung und hab keinen Bock mehr auf irgendwas.

00:09:31: Und das war so, und ich will nichts mehr.

00:09:33: Gleich zwei Monate wegen eines Gottesdiens

00:09:35: zu sein.

00:09:36: So eine stabile Quote, oder?

00:09:38: Total

00:09:38: verhältnismäßig.

00:09:40: Als Faster.

00:09:41: Ich arbeite eh nur Sonntags, das ist klar!

00:09:43: Das wissen wir alle.

00:09:44: und nach einem Gottesdienst zwei Monate Urlaub finde ich doch eigentlich gute Work-Life Balance durchgespielt.

00:09:54: Auch schon symptomatisch für das was in deinem Buch steht.

00:10:00: Wann hast du dich zuletzt wirklich gelangweilt und war das gut oder unangenehm?

00:10:06: weiß ich nicht, schreibe ich auch in einem Buch.

00:10:11: Das wäre das Ziel meines Lebens wieder mal langweilig zu entwickeln, schreib' ich sogar direkt im ersten Kapitel drüber und sage würde sagen... Ich weiß nicht wann ich mich das letzte Mal so richtig gelangweilt habe.

00:10:21: In diesem Moment kann ich mich nicht erinnern.

00:10:23: Doch also als Kind

00:10:24: irgendwann.

00:10:26: Ah ja, guck!

00:10:27: Wenn ich so ein Silvestern Nachmittag noch einmal schlafen sollte weil ich abends lange wach bleiben wollte gar keinen Bock gehabt hat aber danach selten.

00:10:36: Was haben dir deine Eltern beigebracht oder gesagt, dass du nie vergessen müsst?

00:10:52: Das ist ganz lebenspraktisch auf jeden Fall.

00:10:54: Gut das du auf sie gehört hast!

00:10:57: Wir hören sonst wirklich ganz vieles... So ein Grundvertrauen ins Leben und so eine grundlegende Fähigkeit irgendwie klarzukommen.

00:11:05: Und es ist dann immer wieder witzig, wenn ich dann in die Heimat komme weil da ganz viel Familie sozusagen ist in diesem Dorf.

00:11:11: Dann wundern sich manche darüber wie das eigentlich sein kann dass der Junge irgendwie überlebt den München.

00:11:17: Dass er jeden Tag was zu essen auf dem Tisch hat oder so.

00:11:20: Das ist manchmal noch so unvorstellbar aber irgendwie haben wir mir alles mit auf den Weg gegeben um ziemlich gut in diesen Leben so zurechtzukommen Und vor allen Dingen so ein Grundvertrauen, das wird schon irgendwie klappen.

00:11:33: Ich habe in mir Wohnzonen nicht totzukriegende Optimismen oder hoffnungen.

00:11:39: Was ist schlimmer?

00:11:40: Einen Bauchklatscher zu machen oder deine Badehosen einer Welle zu verlieren?

00:11:47: Das

00:11:52: Buch fängt an mit einem Erlebnis im Schwimmbad!

00:11:56: Deswegen habe ich mir schon gedacht, dass du bestimmt mal Bauchklatscher gemacht hast.

00:12:01: Wenn Du ein Mysterium auflösen könntest, welches wäre das?

00:12:08: Keins!

00:12:09: Weil sie machen ja das Leben irgendwie schön.

00:12:11: also da würde ich jetzt auch als Theologe sprechen.

00:12:14: Das ist ja sozusagen ein Mysterion.

00:12:16: alles was mit dem Jesus irgendwie so ist Und dieser Jesus, der so ganz gott und ganz mensch ist und sowas.

00:12:23: Da liegt ja das Besondere auch zum Beispiel an meinem Glauben und so... ...und es wäre ja ganz furchtbar wenn ich das jetzt auflösen könnte!

00:12:32: Das was das Leben schön macht sind nicht die Dinge die erklärbar sind,... ...die Dinge die anfassbar oder irgendwie gegenständlich sind,... Sondern das was das Lebens schön macht, sind alles Dinge die nicht greifbar sind.

00:12:45: Liebe Vertrauen Vergebung Hoffnung Die Luft zum Atmen Und deswegen für ich das ganz furchtbar bin, jetzt irgendwie das Serium auflösen zu müssen.

00:12:54: Ich glaube, das Schlimmste was ich machen könnte in meinem Leben.

00:12:57: Ja, wie du es begründet hast finde ich total plausibel.

00:13:02: diese Momente die man auch nicht wiederholen kann vielleicht auch ne?

00:13:07: Das ist das so Dinge so in Resonanz geraten einfach.

00:13:10: Ich habe heute mich so gefreut weil ich hab heute ein kleines Kind ich glaub zwei fünf oder sechs und wahrscheinlich sechs hatte einen Schulrand sind aber sah aus wie erste Klasse war sehr klein Und es hat an den Busfahrer gewunken, der vorbeigefahren ist.

00:13:23: Der Busfahrers hat auch so gestrahlt und die haben beide so gestrallt... ...und ich habe die ganze Straße, die ich lang gefahren habe, mit meinem Fahrrad so gelächelt weil ich mich so gefreut habe darüber!

00:13:34: Das ist sowas ne?

00:13:34: Genau solche Resonanz-Erfahrungen.

00:13:36: also wenn ich gerne gänze du, wenn du lachst, lache ich und so dass sich so Dinge einfach übertragen das ist ja nicht lebensnotwendig das ist vielleicht kein Mysterium oder so aber irgendwie ja doch.

00:13:47: Und warum ist das irgendwie schön, dass Menschen zusammen, wie wir zusammensitzen sich Geschichten erzählen, lachen und Bier trinken oder so.

00:13:53: Also das ja auch alles nicht erklär bei uns ohne aber diese ganzen Mysterien irgendwie die würde ich ganz gerne aufrechterhalten.

00:14:00: also weil das ja alles das Leben schön macht.

00:14:02: Ja wohl das sind ja die Spiegelzellen, wir sprechen gleich noch über... ... mimetisches Begehren.

00:14:08: Das heißt ja auch in deinem Buch verarbeitet, aber... Genau!

00:14:10: Da kommen wir gleich zu.

00:14:12: Aber so ein Mysterium.

00:14:13: warum nicht sozusagen alle Menschen einfach nur auf am Ende auf Erfolge drin sind und auch wir müssen jetzt irgendwie besser und schneller und höher und weiter und so, sondern am Ende sind das doch die einfachen Dinge, die sich bis heute irgendwie durchziehen?

00:14:24: Das ist für mich natürlich, kann ich so Dinge irgendwie erklären, ne?

00:14:27: Aber es ist trotzdem eher ein Mysteriom, warum sich das irgendwie durchhält, finde ich

00:14:32: zumindest.

00:14:34: Siebte Frage Wenn wir in zwanzig Jahren auf heute zurückschauen, was werden wir am meisten vermissen?

00:14:41: Das ist eine richtig gute Frage.

00:14:43: Zwanzig Jahre, das ist ein viel zu großer Zeitraum.

00:14:46: ich könnte noch nicht mal sagen in zwei Jahren Ja, was ich schon immer vermisst habe wenn ich jetzt mal zwanziger Jahre zurückgucke dann ist es so

00:14:53: ein

00:14:54: jugendlicher Leichtsinn.

00:14:56: Jetzt bin ich hier mit meinem ersten Buch irgendwie und in zwanzig Jahren wenn ich vielleicht noch so Gott will mit irgendwie meinem Wie viel Buch irgendwie beschäftigt und so.

00:15:05: Und es ist mit der Gemeinde alles viel weiter, dann gibt's vielleicht mehr Klarheiten in meinem Leben.

00:15:10: Aber es gibt auch weniger Möglichkeiten.

00:15:12: und so dieser jugendliche Leicht sind diese Eifer dieses Diese Aufbruchstimmung und bei manchen Dingen einfach nicht zu wissen wie was funktioniert.

00:15:19: Also das ist ja auch ein Segen Manchmal nicht zu Wissen wie was ist.

00:15:22: man kennt das so wenn man jetzt seine Lieblingsserie durchgeguckt hat und manchmal denkt Ich bin voll eifersüchtig von neidisch auf die Person die das noch vor sich hat die zu gucken Ja, okay.

00:15:33: Und so ein bisschen, dieses noch so naiv in irgendwas reingehen und auch gar nicht zu wissen was kommt und wie das eigentlich wird und sowas.

00:15:39: Das ist irgendwie auch total schön.

00:15:41: Das wird mir dann fehlen.

00:15:43: Ich weiß genau, was du meinst?

00:15:44: Ich habe neulich einen Bekannten, einen Buch empfohlen und der hat es dann gelesen, hat mir immer geschrieben, wie weit er ist und ich war so neidisch dass ich's nicht grad lesen darf, weil die schon kennen.

00:15:53: Okay, ich weiß, was Du meinst.

00:15:54: ja schön!

00:15:55: Das waren deine sieben Fragen.

00:15:57: Danke

00:15:58: Die Kernaussage deines Buches, ich habe ja gerade schon versucht es zu beschreiben.

00:16:01: Wir haben auch schon ganz ein bisschen drüber gesprochen.

00:16:03: Was würdest du sagen?

00:16:04: Wenn du jetzt einen zwei Sätze dazu sagen müsstest.

00:16:08: Wir fahren im Aufzug hoch, elevator pitch.

00:16:10: was sind die Kernausagen deines buches?

00:16:12: Ich bin so lost.

00:16:13: Das ist die Kante.

00:16:15: Fertig!

00:16:15: Ding dong aussteigen.

00:16:18: Ja genau dann sind wir leider in den halben Stockwerk weitergekommen.

00:16:21: Perfekte Zusammenpassung.

00:16:23: So habe ich es auch im Pfund.

00:16:26: Ich bin so lost, aber bisschen witzig auch.

00:16:30: Ja stimmt steht auch in deiner Insta-Bio ne?

00:16:32: Krise all day, aber ein Witzig und als Buch.

00:16:35: Stimmt

00:16:35: das ist ja schon die Zusammenfassung.

00:16:38: Die Generation Z bevorzugt sich alle Möglichkeiten offen zu halten.

00:16:43: Das findet sich so in der Empirie wieder.

00:16:47: Statistik halt und Abfragen kann man nicht immer für jeden sagen, aber so grundsätzlich.

00:16:51: Und das gibt es habe ich gefunden.

00:16:52: Das ist vielleicht auch gehört.

00:16:54: Kreisverkehr statt Sackgasse sagt eine Psychologin dazu dieses sich alle Möglichkeiten offen zu halten Immer in der im Kreis verkehr rumfahren Aber die sich nie für eine richtung entscheiden.

00:17:06: So dann hab ich auch was aus deinem buch.

00:17:07: da sagst du nämlich alles kann nichts muss.

00:17:10: So das wäre für mich dieses kreisverkehr.

00:17:14: Ist das, als wir uns getroffen haben und du mir erzählt hast letzten Sommer dass du ein Buch schreibst über die Quarter Life Crisis.

00:17:19: Ich wusste ja erst nicht was das sein soll weil dann hast du ein bisschen erzählt würdest du sagen dieses alles kann nichts muss.

00:17:24: ist so ein zentraler Ausdruck für die quarter life crisis oder?

00:17:27: Was ist es für dich?

00:17:29: Ja Alles Kann Nichts Muss so heißt ja Ein Kapitel Und ich würde sagen alles Kann Nichtes Muss.

00:17:34: ist So Das Einfach Erst Mal so eine Zustandsbeschreibung und ist der Kern sozusagen des Problems dieser Generation weil das so anstrengend ist und dieses alles kann nichts muss, dass es fast eine Mitleidsbekundung würde ich sagen.

00:17:49: Weil das so ein anstrendendes Leben ist wenn immer alles kann.

00:17:53: Wow!

00:17:53: Ist das anstrent?

00:17:55: Das ist ja schon... Ich wohne in München allein am Samstag.

00:18:00: Ey was da alles

00:18:01: kann?!

00:18:03: Da weiß ich wirklich nicht mehr wo vorne und wo hinten ist.

00:18:05: und dann schaffe ich das manchmal nicht einfach wirklich an einem Ort zu sein Und mich selbst davon überzeugt zu kriegen, das ist jetzt gut gerade hier zu sein.

00:18:13: Weil ich könnte auch noch irgendwie an vier anderen Orten sein.

00:18:16: Entscheidungsparalyse?

00:18:17: So und da gibt es ja auch eine... Aus der Psychologie gibt's auch Versuche zum sogenannten Auswahl-Paradox.

00:18:25: Das hat man so... Da gab es einen Versuch mit Marmeladen.

00:18:29: Und sozusagen ganz einfach umso mehr Marmeladens zur Auswahl gab.

00:18:33: Umso öfter war es so dass Menschen sich dann gar nicht entschieden haben Und wenn sie sich entschieden haben sehr viel unzufriedener waren mit ihrer Wahl.

00:18:40: Das heißt, wenn es jetzt nicht mal mehr laden sollten gibt und du sollst eine wählen dann sagst du ich hab zwei ne ausgewählt aber... Ich weiß nicht ob ich doch die andere nehmen kann.

00:18:47: Wenn das so vier fünf sechs zur Auswahl gab da nimmst du einen und sagst ja klar er hat meine Lieblingsorte natürlich nämlich die.

00:18:54: Da gibts schon irgendwie.

00:18:55: ich glaube das war vor fünfundzwanzig Jahren schon.

00:18:57: irgendwie gab's so eine Versuchsreihe dazu.

00:18:59: Also da gibts auch einfach also sozusagen Daten zu dass das erwiesenermaßen so ist Und ich formuliere das dann so.

00:19:07: Ich sage dann, der größte Schicksalsschlag der Generation ist nie einen erlebt zu haben und immer in diesem Kreisverkehr, das sind jetzt deine Worte in dem Kreis-Verkehr, da zu viele Möglichkeiten festzustecken und niemals eine Ausfahrt zu nehmen und die dann sozusagen bis zur Ende einfach weiterzufahren mit allen Konsequenzen.

00:19:28: Und selbst wenn man eine Ausfahrt nimmt, es besteht zu jedem Moment die Gefahr dann doch wieder ein U-Turn zu machen Und doch wieder ein Kreisverkehr irgendwie zurück, weil es ist auch weniger so ist.

00:19:39: Ich leg mich auf was fest und dann mehr so geworden würde ich sagen ja was bietet mir denn jetzt diese Ausfahrt hier?

00:19:45: Dass sich jetzt da langfahren sollte.

00:19:47: Deswegen sage ich so wir alles kann nichts muss ganz furchtbar... ...und die Konsequenz daraus ist Triathlon machen.

00:19:54: Weil es gibt natürlich andere Sachen manche machen High Rocks und manche backen dann Brot und wollen ihren Pizzateig perfektionieren oder was weiß ich aber einfach diese als Coping Mechanismus um sich von diesen vielen Möglichkeiten dann irgendwie abzulenken.

00:20:09: Obwohl es natürlich auch eine bestimmte Szene ist, in der das so funktioniert.

00:20:12: Es gibt bestimmt Menschen die in anderen... Deswegen habe ich ja vorhin gesagt beschreibst Lebensgefühle mögliche und du beschreibts natürlich aus deiner Sicht Phänomenologisch das was Du auch so erlebst bei Menschen in Deiner Umgebung.

00:20:24: Genau Ja auf jeden Fall.

00:20:26: Und deswegen das musst Du an der Stelle nochmal ein bisschen

00:20:29: eingrenzen

00:20:29: wahrscheinlich

00:20:30: Natürlich sind ganz bestimmte Bubble auch irgendwie.

00:20:34: Aber klar, wir leben in einer Welt.

00:20:37: Instagram wo es soziale Medien gibt die unsere Aufwachsen total bestimmt haben und die Definition für Generationen was ich finde ist ja immer total schwer weil du hast jetzt auch Zylennials gesagt das können dann auch die Mischwesen sozusagen.

00:20:50: aber es ist ich habe heute tatsächlich erst gehört Es geht darum dass wir geprägt sind durch bestimmte Entwicklungen oder Ereignisse die wir erlebt haben und dass das unser aufwachsen so vormt.

00:21:02: Und bei uns wäre es wahrscheinlich eben auch diese Technik und eben die sozialen Medien, die dann auch extrem aufgekommen sind.

00:21:08: Und du schreibst an einer Stelle in Insta-Kommentarspalten erreicht die Menschheit ihr Limit?

00:21:15: Was passiert da genau und warum erreichen wir da unser

00:21:18: Limit?".

00:21:19: Da würde ich jetzt als Autor sagen das fand ich vor allem sprachlich witzig weil eben ja ganz oft in Instakommentarspallen steht die Kommentare oder diesen Beiträgen sind limitiert.

00:21:28: Aber gleichzeitig lese ich auch ganz oft und der Post Sky's The Limit.

00:21:31: Man hat gesagt, okay das ist witzig dass sich an dem Ort wo ich oft lese Sky is the Limit auch oft lse.

00:21:36: Okay allein schon die Beiträge sind limitiert.

00:21:40: Das war erstmal eine witzige Beobachtung... ...und will irgendwie sagen.. ..das so spannend dass dieser Ort der ja sozusagen wo er zum Beispiel Aufmerksamkeit und Kontakt haben können sehr unlimitiert möglich ist Dann auch irgendwie so die Art und Weise miteinander zu kommunizieren, auf einmal sehr limitiert werden muss.

00:22:01: Wenn man dann nochmal so sieht ach guck mal so sind Menschen ja.

00:22:04: also das ist dann irgendwie... Manchmal sind da Leute so man müsste bestimmte Dinge verbieten.

00:22:09: man muss irgendwie Instagram verbieten oder erst ab sechzehn zum Beispiel in Australien ne?

00:22:14: Oder ganz.

00:22:15: oder ich nehme ein anderes Beispiele aus einer anderen Lebensfälle.

00:22:17: ums deutlich zu machen wenn immer wieder wenn Oktoberfest es in München sagt ah das Oktober fest ist so schlimm dass muss man verbieten.

00:22:23: Ich denke dann immer Ja, nicht dass oktoberfest ist schlimm sondern die menschen zeigt das zeigt doch einfach nur wie unter so einem brennglas oder unter so eine mikroskop.

00:22:33: Wie Menschen eben sind ja nur halt eben sehr zugespitzt und sagt so ja und vielleicht haben wir sozusagen ein paar probleme damit wie wie menschen sind.

00:22:40: da kommt dann wieder der theologe in mir und er sagt dann ja gut da reden wir halt dann irgendwie von sünde und nicht irgendwie als anklage sondern als klage.

00:22:47: also Boah, es ist tragisch dass das so ist.

00:22:50: Dass Menschen so sind und wie können wir denn da mit einem Umgang finden?

00:22:53: Und mich alle müssen sich verhindern, alle müssen besser werden... ...und er hilft auch nicht selbst Optimierung oder sowas, sondern sich dann gegenseitig haten.

00:23:00: Sondern irgendwie müssen wir Resonanz aufschaffen und sich vielleicht irgendwie verstehen gegenseitsich.

00:23:05: Und stattdessen darf man dazugehen.

00:23:07: Ich erzähle ja auch eine Geschichte vom München-Aktoberfest.

00:23:09: Ja, schrecklich!

00:23:11: Voll!

00:23:11: Und ihr auch wirklich

00:23:12: die wirklich genaue... Das weiß ich, dass ich da nicht hin muss ...

00:23:14: genau so zugetragen hat, wo da so eine wirklich sagte.

00:23:16: Ey guck mal ich bin Anwaltsschwester... und weil du jetzt hier ne Fünsche nur zu spät bist, darfst du jetzt nicht am Tisch sitzen?

00:23:23: Und da wurden sozusagen meine Beiträge in dieser Runde auch sehr limitiert!

00:23:28: Weil ich da irgendwie eine Fünche nur zu Spät an diesem Tisch war, den ich reserviert hatte.

00:23:31: Ja selbst schuld.

00:23:32: Genau und dann können wir natürlich nicht mehr miteinander reden und dann vergessen wir auf einmal dass wir Menschen sind die sich einfach nur getreffend zum Bier trinken sondern wird hier wirklich darum gekämpft als wird es um Leben und Tod gehen.

00:23:43: Und so sind eben Menschen.

00:23:44: und ich denke ja okay, vielleicht müssen wir da mal grundsätzlich ran.

00:23:47: irgendwie wie komme ich denn als Mensch gut durch dieses Leben hier durch indem es so zu viele Möglichkeiten gibt sondern sind alle überfordert.

00:23:54: Das kennt jeder.

00:23:54: wenn man überfordern ist dann ziehe ich mich auch völlig zurück oder Schlag um mich oder keine Ahnung und dann wundert mich das gar nicht dass menschen somit aneinander umgehen wie sie es eben tun weil er ist überfordernd.

00:24:03: so eine grenzenlose Freiheit wo ich irgendwie so ein Ort habe wie das Internet wo ich alles überall immer sagen kann Ja, was ist das denn?

00:24:13: Also da ist ja auch absoluter Wahnsinn.

00:24:16: Und ich finde es gleichzeitig so faszinierend weil die sozialen Medien für mich zeigen was eigentlich wie du's gerade auch gesagt hast was da ist und es wäre ohne die ist es vielleicht gar nicht so aufgefallen wie wir eigentlich miteinander umgehen nämlich in diesen Täter-Opfermechanismus Täter Opfer und Retter die sich dann da auftun.

00:24:36: Und das ist eigentlich nicht geil, weil es nicht funktioniert auf Dauer?

00:24:39: Also gar nicht.

00:24:40: und so Instagram-Öffnern ist so wie jeden Tag irgendwie so Inventur machen.

00:24:45: Was haben wir denn für Probleme?

00:24:48: Auf

00:24:48: dieser Welle für Probleme und so und zeigt einfach nur was da ist und vielleicht verstärkt das natürlich

00:24:54: auch.

00:24:54: Genau, apropos was da is der Algorithmus der Belohnschönheit.

00:24:58: darüber schreibst du auch, der belohnt sie auch mehr als echt sein würde ich jetzt sagen, obwohl Adam Mozzeria sagt, jetzt echt sein ist volles Ding.

00:25:07: Also Authentizität ist ja eh so ein Wort was ganz wichtig ist.

00:25:10: und du beschreibst es dann so in deinem Buch irgendwo weint gerade jemand mit Regenlicht an eine Kamera.

00:25:16: In schön!

00:25:18: Und da gibt's auch Forschung zu.

00:25:19: performative Authentikität nennt sich das und das heißt also das ist ne gelernte Technik und die Generation Z kann das wohl besonders gut laut Forschung.

00:25:30: Ich kann es sagen, ich habe kleine Geschwister.

00:25:32: Also ein bisschen jünger als ich.

00:25:32: die sind auch online im Alter und die haben sofort immer mein Vater Fotos gemacht und konnten auf Knopfdruck lächeln.

00:25:40: Ich fand das total faszinierend.

00:25:42: also dieses Jahr so erst in den neunzigern Anfang der zweitausende diese ständige fotografiert werden hat er ja angefangen.

00:25:48: Und meine Schwester, auch Mitte der Neunziger die ist so voll des... Die kann einfach Insta-Fotos machen.

00:25:54: Aber sowas von!

00:25:55: Meine Schwestern und ich machen das versuchen sie mal nachzumachen und wir gucken richtig blöd weil wir können es einfach nicht so gut.

00:26:00: Die ist richtig da in diese performative Ästhetik reingewachsen.

00:26:03: aber wieso ist das für dich ein wichtiges Thema im Buch?

00:26:06: Was ist das was du damit zeigen willst?

00:26:08: Ich würde jetzt einfach mal eine These aufstellen.

00:26:11: wenn's dir so richtig richtig richtig beschissen geht dann kannst du keine Kamera mehr bedienen.

00:26:16: Und ich habe eben was über Können gesagt, dann willst du keine Kamera mehr bedienen.

00:26:19: Und alles solche Vorstufen in denen man noch irgendwie Bock hat eine Kamera zu bedienen und dazu sogar vielleicht noch so ein Licht anzumachen damit man einigermaßen gut ausgeleuchtet ist und da anfängt reinzuheulen.

00:26:32: das mögen Momente sein den es Menschen nicht gut geht aber dafür ist genau das was Du sagst diese performative Authentizitäten fantastisches Wort Einsatz ist ja dann von mir so Krisen von Menschen im Internet sehen, so geil aus dass ich Bock kriege die gleichen zu entwickeln.

00:26:49: Also trotzdem

00:26:50: gehst du sofort mit den resonant

00:26:54: Und trotzdem ist es so.

00:26:56: Ich habe mir gesagt, ich falle mir auch immer wieder selbst ins Wort und das ist auch hier gerade so weil ich da sagen würde ja und trotzdem ist das eine gute Entwicklung auch dass Menschen anfangen mehr von dem zu zeigen wo irgendwie Schwierigkeiten im Leben da sind wo Versagen da ist und so Ende des Tages werden damit halt trotzdem Klicks generiert und Mieten bezahlt und Essen bezahlt ein schönes Leben bezahlt.

00:27:16: Und in jedem Post über meine Schwächen steckt auch natürlich ganz viel Egoismus drin, weil ich damit Aufmerksamkeit generieren will irgendwie.

00:27:24: Deswegen hat das alles noch auf jeden Fall eine Kehrseite und würde sagen manches davon ist einfach dann okay.

00:27:31: wenn ich jetzt zum Beispiel weiß der Algorithmus belohnt das Belohn sozusagen authentisch sein und sagt ok Ich mache was der Algorytmos gut findet und ich versuche jetzt einfach authentisch zu sein sozusagen als Sales Strategie Dann ist es wieder nicht.

00:27:45: Ja genau, dann ist

00:27:46: das wieder nicht.

00:27:47: Dann ist es wieder einfach nicht authentisch?

00:27:49: Dann bediene ich sozusagen etwas, dass von der Form vom Phänomen her authentisch aussieht... ...das aber nicht ist weil sozusagen mein Top-I bewegt und dafür das zu machen ist Aufmerksamkeit kriegen.

00:27:59: Und dann ist es nie authentisch!

00:28:00: Dann ist das am Ende des Tages im Endergebnisses nie authentische.

00:28:03: Ich habe mir auch so ein Satz gefunden, zwanzig, fünfundzwanzig oder sechsundzwantzig.

00:28:07: Wulnerability Content ist die am stärksten wachsende Format auf Instagram und TikTok.

00:28:12: Ja, genau!

00:28:14: Und es ist ja auch gut... Also ich finde das auch gut aber es bericht sich dann doch immer wieder an der Wirklichkeit irgendwie wenn die Kamera aus ist und du einfach mit Freunden zusammen bist und so mit Familie und da sagst wie's dir geht.

00:28:30: Das ist einfach ein anderes Game.

00:28:32: Es würde man zwei unterschiedliche Spiele spielen.

00:28:34: Also muss ich ja nicht erklären, jeder hat schon mal so Videos gesehen wo er sich fremdgeschämt hat.

00:28:40: So über irgendwelche Videos wo dann jemand da in die Kamera geholt hat und diese Videos werden auch ganz viel dann wieder parodiert von anderen.

00:28:48: Genau das so von wegen der, hey du weinst jetzt in die Kamerad wie schlimm alles ist und so.

00:28:51: aber es ist halt ein perfektes Setting und du bist da perfekt geschmeckt.

00:28:57: Und was auch alles authentisch und verkauft wird so von einem klassischen Fitness-Mouse Account Ja, wo ich immer dann irgendwie so meine Fitness-Journey und zeigt dann da irgendwie so einen perfekten Body und so.

00:29:09: Und dann steht aber in der Bio oben... ja, irgendwie so.

00:29:13: ihr USP ist jetzt.

00:29:14: irgendwie habe ich neulich erst wieder gesehen.

00:29:16: Ich esse aber was ich will.

00:29:20: Lassen Sie das denn?

00:29:21: Also das ist sozusagen die niedrigschwelligste Form von Authentizität, die ich mir nur vorstellen kann.

00:29:25: Und irgendwie so ja, weil ich esse ja was ich Will.

00:29:28: Das braucht die Welt nicht.

00:29:29: Und wenn es diesen Account von heute auf morgen nicht mehr gibt, dann dreht sich die Welt weiter irgendwie...

00:29:34: Du hast gerade gesagt dass natürlich auch eine gute Seite gibt und das was du aber grade auch jetzt grad als letzten Satz gesagt hast hat ein bisschen weh getan.

00:29:43: Gerade ist auch das was ich manchmal denke es braucht die welt manchmal eigentlich gar nicht und das ist ja auch die absolute Krise ne?

00:29:50: Was du ja auch beschreibst eigentlich mit wir uns da ablenken und wo diese performative Ästhetik die wir da leben?

00:29:57: Eigentlich brauchen wir es nicht, weil das tatsächlich dann die vermeintliche Lösung wieder zu einer Ware macht und wir bleiben da drin gefangen.

00:30:05: Das hilft uns eigentlich gar nicht weiter.

00:30:07: Oh Gott ist das niederschmetternd dieses Gespräch mit dir wirklich!

00:30:23: Ich zitiere dich noch mal.

00:30:24: Du beschreibst nämlich so Mangel erleben trotz Fülle, ja?

00:30:27: Ist das die ganze Auswirkung von Social Media dass ich ständig denke, ich habe etwas weniger als alle anderen?

00:30:34: also da stecken jetzt zwei Studien drin die ich dazu gefunden haben.

00:30:36: einmal es fand ich interessant dass Digital Natives mehr als andere Generationen je zuvor soziale Vergleich anstellen Was ich überhaupt nicht überraschen finde, das ist einfach nur weil wir es können.

00:30:47: Wir können auch ein soziale Vergleich anstellen, weil wir so viel zu sehen kriegen.

00:30:51: Das überrascht mich gar nicht.

00:30:52: und die FOMO-Forschung... Ich wusste auch nicht, dass sie FOMOO Forschung gibt.

00:30:56: aber wenn man die sagt, dass Menschen mit ausgeprägter FOMo häufiger Produkte kaufen, die andere besitzen?

00:31:02: Was hast du da für Erfahrungen?

00:31:03: Wie viele FOMOs siehst du bei dir und den Menschen, über die du geschrieben hast?

00:31:08: Auf der Skala von eins bis zehn

00:31:10: Endstufe also.

00:31:14: Also ja total, ich denke jetzt gerade ein Gespräch von letzter Woche.

00:31:22: an so einem freitag Nachmittag saßen wir zu zweit auf so einer Bank und dann war so.

00:31:26: dieses war so das Thema.

00:31:28: am nächsten tag ist irgendwie eine Hochzeit und trotzdem war es irgendwie schwer an diesem Freitagabend einfach zu sagen Ich gehe jetzt mal in Frieden nach Hause Und bin da einfach, ich geh nochmal einkaufen.

00:31:37: Koch mir vielleicht was.

00:31:38: Bereit mich doch vor.

00:31:39: Schlaf ruhig!

00:31:40: Weil es ist Freitagabend und irgendwo könnte immer etwas gehen.

00:31:43: Das ist furchtbar.

00:31:44: Ich würde sagen ein Antrieb für mich gewesen dieses Buch zu schreiben weil ich für mich einen Weg gesucht habe.

00:31:50: Ich suche ein Gegenmittel... ...für diese Vormut die in mir steckt.

00:31:54: Wie treibe ich mir die aus?

00:31:55: Also falls irgendjemand da draußen weiß wie bitte melden.

00:31:59: Ich hab dir doch gestern was geschickt über Instagram.

00:32:01: Es gab einen Beitrag bei Tagesthemen.

00:32:05: Ja.

00:32:06: Das ist ein Rentner und der hat die Dullosphäre ausgerufen, ja das ist genau das weil er doch gesagt hat, die Leute suchen ständig nach Ablenkung und wollen ständig was machen und deswegen ist er absolut für die Langeweile.

00:32:18: also Janik mal bisschen in die Dulleosphere eintauchen?

00:32:21: Ja

00:32:21: wirklich okay.

00:32:22: doch stimmt ich habe es dann doch verstanden.

00:32:25: jetzt wo du sagst kommst wieder

00:32:28: Dein eins Komma sieben Sekunden Hirn hat es nicht erfasst.

00:32:30: Wirklich, wirklich?

00:32:33: Hat's irgendwie nicht langfristig abgespeichert und das ist genau wo nach ich suche.

00:32:38: dass ist sozusagen die Sehnsucht die in diesem Buch drinsteckt auch der Schmerz Dass Ich Das Nicht schaffe.

00:32:43: also wie kriege ich finde das Richtige zu tun einfach gegen alle Widerstände Und Einfach an dem Ort so sein an dem ich Bin Weil Sie Schreibt An Einer Stelle Ja schnell Im Ziele Ankommen Ist zwar schön Aber Wer Langsamer ist halt ist Halt Auch Länger Dafür an Orten und Es ist IrGendwie auch Schön und Vielleicht sogar schöner.

00:32:57: Ja, interessant dass du sagst wie bekomme ich es dir in das Richtige zu tun.

00:33:00: Wenn das die Frage ist ne?

00:33:02: Wie da zieht ihr dich nochmal?

00:33:04: Ich kann nicht mehr unterscheiden ob das was ich will wirklich das ist was ich Will oder ob ich es will weil andere es haben.

00:33:11: Es gibt einen Kulturantropologen René Girard heißt er.

00:33:14: der hat das mimetisches Begehren genannt.

00:33:17: also wir armen Begehre nach und Du hast das eben so beschrieben in dein Buch.

00:33:22: Und kannst Du das vielleicht mal an so einem konkreten Erlebnis festmachen Dass es zu deinem Gefühl wurde oder deiner Beobachtung.

00:33:28: Dass du das überhaupt festgestellt hast, weil ich würde mal sagen Leute die das noch machen also ich sehe eine Influencerin, die benutzt einen Produkt und dann möchte ich das auch kaufen.

00:33:36: Das wäre jetzt ein Social Media.

00:33:38: Wann ist das bei dir selbst aufgefallen?

00:33:41: Also immer schon!

00:33:42: Ich bin auf jeden Fall ein wahnsinniges Konsumopfer.

00:33:46: Es kann sein von jetzt auf gleich hält irgendjemand was in so einer Kamera und ich denke mir das will ich haben und dann kaufe ich mir das.

00:33:52: Und auch wenn das so absurd teuer ist.

00:33:53: Bestes Beispiel Radleutfit, die ja wahnsinnig teuer sind.

00:33:57: Also wenn du da jetzt irgendwie von diesen gängigen Marken... Da mal also mein erstes Kapitel heißt ja auch Paranormal angelehnt an eine Marke Die ziemlich teure Radoutfits machen, die ich hier halt einfach völlig geil finde.

00:34:09: und dann gehe ich dahin und dann kostet halt so ein Set ... Vierhundert Euro.

00:34:16: Man ist das einfach so, man wird es einfach gekauft weil ich das nice finde.

00:34:20: Ja.

00:34:20: So

00:34:21: leicht dann auch schon aus.

00:34:22: und jetzt ist also letzte Woche ein Freund aus München sehr neu hingezogen, ist dann mit seinem ganz normalen Fahrrad Stadtfahrrad, ist ja in so einem Ort gefahren die Ludwigshöhe so außerhalb von München wo alle halt machen mit dem Rennrad.

00:34:37: Und er stand da halt an soem Sonntag neben zweiter Rennradsfahrern sozusagen in enger Klamotte Also die hatten alle enge Klamotte an und alle irgendwie so schwer sexy Rad Outfits.

00:34:48: Und teure Fahrräder und so, und er sagte so ja er stand da halt in seinem Baumwoll-Shirt und seiner ganz normalen schlabrigen Sporthose und seinem Trekkingfahrrad da... ...und dann ist er halt nach Hause gefahren.

00:34:57: das erste was der gemacht hat in den Tagen danach ist halt sich ein anderes Outfit zu kaufen.

00:35:02: Echt?

00:35:02: Ja komplett!

00:35:03: Und ich verstehe es komplett und ich bin auch so.

00:35:07: also nicht habe wir auch sozusagen ganz ironisch von Video gepostet Wenn es um die letzten Tage, wo's dann einfach darum geht.

00:35:13: Also momentan in der Rinderbabel.

00:35:15: man zieht halt einfach weiße Schuhe an.

00:35:17: Weiße Schuwe, weißer Helm.

00:35:19: So wenn du was auf dich gibst, weiße schuhe und weißer helm.

00:35:21: Du musst mal kurz auf deinen Cover schielen von deinem Buch, weißes Schuhen und

00:35:25: weißen Helmen.

00:35:26: Zieht man Mann an?

00:35:27: Genau,

00:35:27: zieht Mann an!

00:35:28: Und dass ich so ein bisschen darüber lustig macht, wenn das manche Leute irgendwie keine weißen Schuher irgendwie an haben... ...und dieses Video hat inzwischen über zweihunderttausend Views Weil es macht scheinbar was auf.

00:35:41: Spannend, irgendwie machen das alle und dann mache ich das halt einfach auch weil ich einfach will was irgendwie andere wollen.

00:35:46: Das scheint irgendwie so zu sein.

00:35:48: Ich weiß nicht dass ich beobachte das einfach.

00:35:49: Ich mach das einfach wenn ich irgendwas haben will.

00:35:50: Dann will ich etwas haben und meistens dann weil anderes sehen und allein der Beweis dafür ist ja schon... So der Job des Influencers existiert.

00:35:58: Warum existierter?

00:35:59: Weil er funktioniert.

00:36:01: Mein Gott warum mache ich da's weil ichs kann.

00:36:04: René Girard hat eben was spannendes beobachtet.

00:36:06: Er hat eben in der Literatur beobachtet Das was Menschen begehrte nie einfach frei erfunden ist, dass die einfach morgens aufschwimmen sagen ach ich möchte gern jetzt nicht Rennrad fahren sondern.

00:36:17: Da fällt gar nichts ein weil ich mir nichts ausdenken kann weil jemand begehrt was andere wollen.

00:36:21: also und er hat gesagt zum Beispiel in Literatur es immer so und so baut sich jede Geschichte auf das menschen sozusagen immer etwas wollen was andere haben.

00:36:30: biblisches Beispiel ganz am Anfang kein Unabel oder sowas.

00:36:32: ja der hat im Endeffekt auch nichts anderes gemacht als das was wir eben über Instagram gesagt haben wird einfach beobachtet.

00:36:38: was ist denn da?

00:36:40: Wenn das in Literatur so da ist, dann heißt es ja nichts anderes als Menschen haben sich das ausgemacht.

00:36:45: Geschichten die Menschen aufschreiben kommen ja irgendwie aus Menschen aus deren Fantasie und sie sind ja nicht vom Himmel gefallen sondern irgendwie... ...aus dem wie diese Menschen ticken.

00:36:52: und scheinbar denken sich Menschen Geschichten aus auf eine Art und Weise dass die immer so funktionieren.. ..dass da Charaktere sind die immer begehren was ein anderer Charakter aus diesem Buch auch will.

00:37:02: Ja!

00:37:02: So wenn ich jetzt dann eben morgens aufstehe und Instagram öffne Dann fällt mir das auch an mich auf.

00:37:08: ich begehre immer, dass Leben das andere leben.

00:37:10: Und es ist so anstrengend weil natürlich bei Instagram jeder irgendwie... Da ist so viel Leben und jeder stellt sich irgendwie gut da und vielleicht ein bisschen besser als es ist und dann begehren wir das dann geht's mir immer schlechter mit Dann will ich das und dann will ich irgendwann, dass ist das Schlimme.

00:37:24: Und es ist so ein Drama, dass sich da abschüttelt.

00:37:26: So ein Drama!

00:37:27: Da will ich raus und deswegen suche ich das Gegenmittel.

00:37:29: Deswegen will ich ständig jeden Tag eigentlich nicht gerade das Leben leben, was ich habe.

00:37:34: Ich komme nicht in meinem eigenen Leben an weil ich stendig das Leben nehmen will, dass irgendjemand anderes vor mir lebt.

00:37:39: Das ist doch das größte Drama überhaupt.

00:37:41: Es ist einfach frei zugänglich auf meinem Handy-Telefon.

00:37:45: Ich liebe ja den Spruch, die Probleme von heute sind die Lösungen von gestern.

00:37:49: Und ich finde...

00:37:49: Oha!

00:37:50: Da muss ich mal kurz warten.

00:37:50: Das ist richtig kompliziert.

00:37:52: Die Probleme von Heute sind die Lösung von Gestern weil ich würde das was du jetzt beschreibst dieses mimetische Begären was auch Girada beschreibt es ja.

00:37:59: Das fängt ja auch schon früher an bei Kinder Wenn sie klein sind, orientieren sich ja an den Eltern.

00:38:04: Und zum Beispiel wenn Erwachsene essen kleine Kinder wollen meistens das Essen was die Erwachsenen essen.

00:38:10: Das heißt da fängt es Begehren an.

00:38:11: aber es ist auch eine evolutionäre Grundbedingung dass wir das machen was die anderen machen weil die überleben ja.

00:38:17: Also wenn wir uns an anderen orientieren, die ja überleben dann ist das für unser Überlebengut.

00:38:23: Das heißt unser Gehirn was ja viel archaischer ist als der moderne Mensch so von sich glaubt.

00:38:28: unsere Instinkte würde ich jetzt mal vermuten machen dass und wir machen das einfach weil wir gelernt haben dann überleben wir gut.

00:38:34: Das heisst gestern war es eine gute Lösung für unseren Überlebensdrang.

00:38:38: Heute in der Gesellschaft, in der wir heute leben ist das zum Problem geworden.

00:38:42: Weil zu viel uns vorgelebt wird und wie in dieser pervertierten Konsumlogik dann gefangen sind aufgrund eigentlich etwas Gutes.

00:38:51: Das war zumindest gerade mein Gedanke als du es so beschrieben hast irgendwie.

00:38:56: Und dann sind wieder bei alles kann nichts muss.

00:38:58: Es ist einfach dann alles ein bisschen zu viel geworden.

00:39:01: Dann ist das nicht nur immer gutes Beispiel daran zu lernen an dem was man sieht sondern manchmal auch die heilose Beforderung Und da gibt es auch sozusagen soziale Vergleichstheorien, auch in der Psychologie und so.

00:39:11: Dass man sozusagen auch im Vergleich mit anderen tendenziell immer sich selbst ein bisschen schlechter einsortiert oder sich selbst halt auch irgendwie so ein bisschen besser darstellen und so... Das ist ja wirklich das einfachste aller Beispiel, dass jeder kennt Schule kriegst du irgendwie eine Klassenarbeit zurück?

00:39:27: Oder Klassenarbeit wurde gerade geschrieben, man redet danach darüber sich da zu vergleichen.

00:39:32: Da gibt's ja natürlich irgendwie die, die immer gut sind und dann gibt es alle anderen, die sich da nie gut gefühlt haben

00:39:36: danach.".

00:39:37: Ja und entweder du erhebst das Zertugend dass du halt schlecht bist ne?

00:39:40: Dann bist du so der Spaßvogel vielleicht damit... Genau

00:39:43: genau und da versucht jeder irgendwie da so sein umgang seinen Umgang mitzufinden.

00:39:47: aber das passiert schon immer und so das fühlt sich schon auch irgendwie so ohne Instagram oder so ist jetzt nicht besonders gut an.

00:39:53: Ich glaube eine gute Überleitung zum weiteren Thema was Du aufmachst Angststörung Schreibst.

00:39:59: viele in dieser Zeit haben Angststörungen, mit sich selbst sein ohne sich selbst helfen zu können.

00:40:03: Und da gibt es auch eine Studie von zwanzig-vierundzwanzig, dass die Angststörung bei achtzehn bis neun und zwanzigerjährigen plus zweiundvierzig Prozent in zehn Jahren.

00:40:11: also das fand ich schon ganz schön krass so.

00:40:15: für mich wäre das so eine deutung dieser entscheidungsparalysen weil glaube leute die angst stöhrung haben ist ja oder depression dann auch sowas vielleicht in die richtung Das ist ja auch, wenn man das Gefühl hat keine Kontrolle zu haben glaube ich.

00:40:31: Und also was denkst du?

00:40:32: Wir haben jetzt schon so ein bisschen angefangen darüber zu philosophieren, woran es liegen könnte.

00:40:37: Was denkst Du?

00:40:37: Was sind die Ursachen?

00:40:39: Also erstmal diese Zahl muss man natürlich sagen, wir haben natürlich angefangen da viel mehr auch hinzugucken und da wo man hinguckt findet man noch etwas oder wo man sucht findet mal noch was.

00:40:46: deswegen sind diese Zahlen natürlich deswegen auch nochmal so krass angestiegen.

00:40:51: sind die in Wahrheit vielleicht auch nicht so sehr angestiegen, aber wir haben da jetzt einen so ein Bewusstsein für.

00:40:57: Ja ich weiß nicht Omni Krise das ist ja auch so ein Begriff der sich geprägt hat ne?

00:41:01: In einer Zeit von Kriegen und von technologischer Entwicklung und von Zukunftsangst und so... Ich meine in den Neunzigern oder neunundachtzig bin ich eingeschult worden.

00:41:09: ja und es ist eine zeit neun und achtzig da ist die Mauer gefallen.

00:41:14: Ich dachte so als Kind dann, weil meine Eltern es auch dachten.

00:41:16: Es wird keinen Krieg mehr geben!

00:41:18: Ja ja... ich bin so aufgewachsen mit Oro und Arbeitslosigkeit und vielleicht kriegst du, ich bin Generation Praktikum?

00:41:24: Ich habe sechszehn Praktika gemacht in meinem Leben.

00:41:26: Ich dachte, ich werde nie Geld verdienen mit irgendwas, weil ich immer nur Praktikantin bin.

00:41:30: So das ist mein Problem.

00:41:32: jeder hat ja so sein.

00:41:34: Aber ich dachte, es würde nie wieder Krieg geben Und das kannst du ja jetzt von heute.

00:41:38: Kannst du das nicht mehr sagen, weißt Du wie sich die Unternehmen entwickeln in diesem Land?

00:41:41: Weißt Du, wie sich unsere Sozialversicherungen entwickeln?

00:41:44: und da kann ich schon verstehen dass man da Panik kriegt.

00:41:47: werden wir irgendwie unsere Kinder im Krieg eingezogen?

00:41:49: also

00:41:50: auf jeden Fall ich wollte es gar nicht.

00:41:52: Ich

00:41:53: wollte

00:41:54: nur diese Sachen.

00:41:58: Ich

00:42:02: wollte diese, ich wollte die Zahlen nicht relativieren.

00:42:05: Sondern sie müssen ins Verhältnis setzen.

00:42:06: aber es ist auch eine, also da sage ich an einer anderen Stelle was zu, wo ich auch versuche etwas zu relativieren und dann auch mir selber wieder ins Wort fahre und mich frage Ist das eigentlich gerade World of Autism so?

00:42:18: Weil alles hart an der Grenze zu World of autism weil manchmal kann man Sachen auch so ein bisschen relativieren Und die einfach ans Verhältnissen setzen und das auch irgendwie heilsam.

00:42:25: Ich würde sagen, es ist total einfach nachvollziehbar.

00:42:28: Also für viele... ich habe versucht so dieses Thema Angststörung ein bisschen einfach ins Greifbade zu holen weil das vielleicht für manche noch so ein bisschen so einen Hokus-Pokus ist.

00:42:37: Sagt jetzt mal so übertrieben aber ich denke dass es ja ganz nachvollzieht.

00:42:42: In meiner Wahrnehmung ist Angst nichts anderes als... also man redet auch immer so eine Auswirkungen von Angst, dass dann klassisch Todstellen, Flucht oder irgendwie so erstarren einfach würde sagen das ist ja nichts anderes als ich bin ganz auf mich selbst zurückgeworfen und weil ich in so einer mich in so eine situation wieder finde in der ich gerade mit mir selbst bei mir selbst keine möglichkeit finde mir zu helfen.

00:43:09: also jetzt säbel zahn tiger vor mir steht sondern hilft jetzt irgendwie nicht so viel tot stehen genau aus dem tutsch ich bin gar nicht selbst zurück geworfen ich wüsste nicht wie ich mir grad irgendwie helfen kann.

00:43:22: Und jetzt verbinden wir das mit dem, wo vor drüber gesprochen haben.

00:43:25: Ja wenn alles kann und nichts muss Wenn ich so viel Möglichkeiten habe und so überfordert bin Dass sich einfach nicht mehr wissen kann Was eigentlich nochmal das Richtige ist für mein Leben Ich weiß welche Abliebung ich im Kreiswerk her jetzt nehmen soll Wo es jetzt lang gehen soll und wo jetzt irgendwie das Ziel ist für meine Leben und der Sinn ist für meinen Leben und so Weil's soviel geben kann.

00:43:44: und dann Hör' ich immer wieder in Gesprächen gerade am Dienstag wieder passiert Gespräche bei Glaube und so.

00:43:51: Also weil ich dann Pastor bin und dann höre ich immer den Satz.

00:43:54: Ja aber am Ende des Tages, ich finde ja einfach nur wichtig dass jeder für sich selbst einfach wissen muss was er will.

00:44:00: Und ich will wirklich also da muss ich wirklich jeden Funken Selbstbeherrschung, den ich mir habe in die Waagschale werfen und nicht völlig mich selbst zu vergessen.

00:44:09: Weil das ist genau das Problem.

00:44:14: Weil jeder immer alles für sich selber wissen muss... ...und wie kann man denn da anders als Angst kriegen?

00:44:19: Weil ich es doch einfach nicht mehr wissen kann.

00:44:21: Es gibt einfach so viele Möglichkeiten, jede höhere Instanz wird gecancelt.

00:44:25: Alles sozusagen was mir mal irgendwie vielleicht noch nicht mal normativ aber sagen wir mal so intersubjektiv als Wahrheit gelten soll.

00:44:31: man sagen kann das gilt jetzt mal wenigstens für zwei Menschen gleichzeitig.

00:44:35: Das ist ja schon für viele zu viel und deswegen heißt auch mein letztes Kapitel zum Beispiel Situation ship weil dass die Ausbrechung schlechthin ist dieser Generation Wir schaffen's noch nicht einmal sozusagen eine intersubjektive Wahrheit zu finden, die für zwei Personen einfach mal gleichzeitig gilt.

00:44:49: Die das dann vielleicht Beziehungen nennen und sagen diese und jene Dinge, die gelten jetzt für uns.

00:44:52: Dann kommt man in so Beziehungskonstellationen wo Menschen dann sagen... Ich wusste jetzt ja gar nicht, dass wir hier keine offene Beziehung haben.

00:45:00: Dann werden so Beziehungen so einseitig geöffnet und so.

00:45:02: Und ich dachte mir machen das jetzt einfach so oder so?

00:45:04: Das kann man ja meinetwegen auch... Denn

00:45:06: ist aber eine andere intersubjektive Wahrheit offensichtlich mit einer anderen Gruppe geschlossen worden, nicht mit der Person.

00:45:11: Genau!

00:45:12: Wo man dann merkt, okay für diese beiden Personen galt es irgendwie doch nicht.

00:45:16: So und es kann so viel und das ist doch einfach wahnsinnig beängstigend zieht man, also dann will er von mir reden.

00:45:22: Dann ziehe ich mich zurück weil mir dann alles zu viel ist.

00:45:24: Dann stelle ich mich tot und dann gibt es also reden alle davon Ich bin überfordert!

00:45:29: Ich brauche mal wieder Mietheim Ja, wieder Zeit für mich.

00:45:34: Weil mir ist einfach alles zu viel und es ist nicht weil's vom Workload so viel ist sondern von Mental load so viel und das ist doch total nachvollziehbar dass sozusagen das alles das alles kann dass das zur Angst führt dieses auf mich selbst zurückgeworfen sein... ...und mich handlungsunfähig fühlen weil ich einfach nicht weiß wofür ich mich entscheiden muss.

00:45:54: ja das schlimme ist dass der Mechanismus dann sein kann auch ich lenke mich ab Und es gibt so viele Ablenkungsmöglichkeiten, die super bequem sind und dann bleibst du ja erst recht.

00:46:03: Dann kannst du dich auch wirklich erst recht schlecht fühlen weil dann bist du irgendwie fünf Stunden auf Tiktok hängen geblieben oder so aus versehen.

00:46:09: Sollte ich den richtig coolen Ablenkungsmöglichkeit empfehlen?

00:46:12: Ja sag mal Triathlon.

00:46:13: Oh ne auch gar keinen Teil.

00:46:16: Aber da also du siehst das ist schon spannend.

00:46:18: wir drehen uns auch wieder sozusagen bei diesem Thema die ganze Zeit.

00:46:20: Wir kreisen die ganzezeit um dieses Thema und kommen dann irgendwie in meiner Wahrnehmung immer wieder an so einem Punkt raus.

00:46:26: Das war deine Strategie?

00:46:27: Ja,

00:46:28: das war meine Strategie auch im Buch.

00:46:29: Weil man kann in so einem dummen Satz vielleicht ein Bild gesprochen... Zu viele Hasen sind des Jägers tot und weiß ja nicht mehr welchen Hasen ich erlegen soll.

00:46:39: oder man spricht ja auch wirklich von vollen Tellern verhungern, weil da zu viele Teller sind und dann weiß ich nicht von welchem ich jetzt essen soll, ob ich Bock habe auf Lasagne oder auf Schnitzel oder auf Verlaffeltüre.

00:46:53: Ah ist die Frage wer der Hase ist!

00:46:58: Der Angsthase.

00:46:59: Du bist

00:46:59: nämlich selbst Jäger und Hase?

00:47:01: Das ist so spannend, dass du das sagst.

00:47:02: Ich habe das formuliert, da hast du aus dem Buch wieder rausgeschmissen.

00:47:04: Ich hatte dann also einen Teil formuliert wo ich dachte vielleicht dreht sich es aber irgendwann rum.

00:47:08: Vielleicht bin ich irgendwann gar nicht mehr der Jägers oder selbst ergejagte von so vielen Möglichkeiten.

00:47:13: Ja, das passiert an vielen Stellen in deinem Buch, dass sie immer beides wissen.

00:47:17: Ja ja total.

00:47:19: Und dann denke ich mir okay, dann suche ich irgendwas was mich so sehr... ablenkt von all dem, dass ich darüber nicht mehr nachdenken muss.

00:47:26: Und meine Metapher dafür sehen Triathlon für anderes was anderes.

00:47:30: Wir haben vorhin schon gesprochen über Scheitern, über Vulnerabilitäts-Content.

00:47:36: Was würdest du sagen weil du auch eher gesagt hast und da sind wir noch gar nicht hin zurückgekommen?

00:47:40: Weil das ist ja nicht nur Negatives was sichtbar wird.

00:47:43: Es gibt ja schon auch Menschen die andere Menschen in Social Media kennenlernen wo man, dass man sich zugehörig fühlen kann in bestimmten Communities.

00:47:52: Dass man Themen finden kann die andere für einen Aussprechen, die man sonst so nicht gefunden hätte wenn man vielleicht auch einfach irgendwo im Dorf wohnt.

00:48:01: also wie zum Beispiel auch im Internetzweck wir kriegen schon häufiger mal Nachrichten oder Leute sagen danke das ich euch gefunden habe und es ist voll schön.

00:48:09: Also man kann sich da auch finden und gute Sachen finden.

00:48:12: Wenn wir jetzt über das Scheitern sprechen ja weil du auch gesagt hast Das kann ja eigentlich was Gutes sein auch Gefühle zeigen, aber eben nicht wenn es dann umgekehrt ist.

00:48:21: Also was würdest du sagen?

00:48:23: Es gibt ein gutes Scheitern im öffentlichen Raum und was könnte das bedeuten?

00:48:27: Auf jeden Fall!

00:48:28: Das definitiv so nicht nur Gefühles zeigen können manchmal sondern dasses Leben also wenn ich fühlt lebt nicht.

00:48:36: Also das geht gar nicht anders.

00:48:37: Gefühlen die müssen raus, sollen raus aus einem ganz einfachen Grund weil sie finden hier einen Weg ihr raus Und wenn du die nicht bewusst sozusagen rauslässt auch, dann die nicht raustürfen.

00:48:47: Dann ändern sie ihre Strategie so lange bis die herauskommen irgendwann.

00:48:51: Irgendwann einen Weg finden die mal draußen und wenn sich es dann in die körperlich aussageht oder so.

00:48:55: Fantastisch dass es so ein Ort gibt ich rede jetzt ganz anders darüber ist fantastisch das es um Ort gibt wie Social Media und Instagram was passieren

00:49:01: kann.

00:49:04: Das revidiert nichts von dem was ich eben gesagt habe.

00:49:07: Was am andern gefragt ist gibt's so ein Mysterium Ob es um das hier gibt, dass ich auflösen will.

00:49:12: Dann hab' ich gesagt ne und auch das hier ist einzeln.

00:49:14: Das will ich nicht auflösen.

00:49:15: Ich würde das mal nennen, das ist das Mysterium der Gleichzeitigkeit... ...dass manche Dinge einfach gleichzeitig da sind.

00:49:21: Und ich glaube, man kommt umso besser durchs Leben.. ..und ist um so resilienter, umso mehr man das aushalten kann!

00:49:26: Die Spannung noch?

00:49:27: Ja genau, ich war dieses Jahr sehr in Kontakt mit Tod und Trauer....

00:49:32: ....und

00:49:32: habe gemerkt wie gleichzeitig die Dinge sind.

00:49:35: Das Schöne und das Schwere... zu merken, da ist eine ganz wichtige Beziehung zur Ende gegangen.

00:49:41: Gleichzeitig habe ich dadurch gemerkt wie viele andere wichtige Bezieherungen und tiefe Beziehungen in meinem Leben haben.

00:49:46: Und das gleichzeitig da.

00:49:47: Das eine revidiert nicht das andere aber es ist eben beides nebeneinander da.

00:49:52: Es passieren auch einmal neue Sachen und Dinge verschieben sich im Leben die total schön sind... ...und trotzdem ist Tod und Trauer immer noch da!

00:50:00: Und das jetzt mal ganz zugespitzt wenn du sagst also.. ist sozusagen was.

00:50:05: das habe ich da nochmal ganz neu für mich gespürt und kennengelernt.

00:50:07: Merkt, dass es in allen Bereichen im Leben so also die Dinge sind gleichzeitig.

00:50:11: deswegen revidier ich auch immer wieder was ich das schreibe oder formuliere das ohne.

00:50:15: Ich falle mir immer wieder selbst ins Wort Und würde sagen Es ist fantastisch, dass Instagram gibt's.

00:50:21: Fantastisch Dass Menschen sich da austauschen können.

00:50:24: Endlich gibt's für Menschen eine Plattform wo Menschen sich die ähnlich denken und Ticken gegenseitig erreichen können Was vorher gar nicht ging.

00:50:31: Besser gehts doch gar nicht.

00:50:32: Ja, guck mal.

00:50:33: Du hast doch deine Lösung für deine unendliche Freiheit.

00:50:36: Also du musst einfach noch die Balance finden zwischen Sicherheit und Freiheit.

00:50:40: Einfach nur ganz einfach?

00:50:42: Ganz einfach, ja

00:50:43: okay.

00:50:44: Na man ey, jetzt ist er erst drauf gekommen.

00:50:46: Dann hätte ich

00:50:47: das alles sparen können mit dem Buch und so.

00:50:49: Einfache das nächste Mal bevor im nächsten Buch komme ich zuerst in den Podcasts und dann wäre es so wie ein Buch, sondern vielleicht muss

00:50:53: ich da nicht mehr... Das ist ein ganz langweiliges Buch, weil du so voller Gleichmut bist.

00:51:00: Schreibst du als nächster Dalai Lama sozusagen?

00:51:04: Ich falte alles aus!

00:51:06: Du schreibst, wovon du abhängig bist, ist dein Gott.

00:51:10: Wer oder was ist der Gott unserer Generation?

00:51:15: Aufmerksamkeit.

00:51:16: Dopaminsucht.

00:51:17: Es ist auch so geil wenn da bei Instagram seit diesem Update es jetzt oben rechts dieses Herzchen da so rot leuchtet Rote eins.

00:51:27: daneben ist so ein roter Punkt, dass du weißt.

00:51:30: Da gibt es irgendwie einen Like oder einen Follow oder einen Kommentar oder so mega.

00:51:35: Ist bei dir dauernd ne?

00:51:37: Hey ich bin ja jetzt so Part-Time Influencer weil man muss ja dann irgendwie auch sein Buch nehmen muss man nicht.

00:51:44: aber ich will das irgendwie auch vermarkten und das schon spannend wenn man jeden Tag was postet auf einmal Es wird sich immer, wenn ich auf Posten drücke.

00:51:53: Ich habe richtig Angst da Menschen zu vergrauen weil ich denke er hat doch gar keiner Bock darauf sich das jetzt anzugucken was ich da gemacht hab.

00:52:01: So meine People-Bleasing Anteile die ja auch irgendwie wahrscheinlich jeder hat in dieser Generation.

00:52:06: und dann aber wenn Leute das dann liken und toll finden und kommentieren und so sagen war es aber so witzig mega also und ich würde sagen ist es so ein... Das ist die Währung der auch irgendwie Social Media funktioniert das Aufmerksamkeit.

00:52:21: Ich weiß nicht, ob Werbung das richtige Wort ist.

00:52:23: Aber

00:52:23: ja, ich mein, Social Media... Du bist ein Gott der mich sieht.

00:52:26: in die nächste Jahreslosung?

00:52:28: Ja letztes Jahr.

00:52:29: Nee vor zwei Jahren, ne?

00:52:31: Glaub' ich!

00:52:31: Du bist

00:52:31: dein Gott der mir sieht.

00:52:33: Und dass wirklich krass jemand, der mich einfach so sieht und einfach so da ist.

00:52:37: und während Aufmerksamkeit, der Aufmerksamkeitsspanne so kurz ist wünsche ich mir selber ein Leben zu leben, mit dem ich es auch wieder schaffe meine Aufmerksamkeit ganz an einen Ort zu richten oder in ganz bestimmte Personen zu richt'n und so.

00:52:51: Und das wäre das beste Leben, dass man leben kann.

00:52:54: Das beste Leben was ich leben kann Am Ende des Tages ist ja doch Gottesbeziehung auch nichts anderes sozusagen die Frage danach Ich denke jetzt gerade an Matthäus sechs dreißig Drache zuerst nach dem Bereich Gottes Kann man ja auch einfach meinen anderen Worte gießen.

00:53:08: also Richte doch mal deine Aufmerksamkeit sozusagen auf das was da vielleicht vor dir war im Leben Wo du hergekommen bist und wo du hingehst und so, das sage ich ja ganz am Anfang.

00:53:18: Einfach nur diese Frage womöglich ganz eventuell habe ich mir dieses Leben ja nicht selbst gegeben von Viktor Frankl der dann irgendwann gesagt hat... Ich hab ja einen Bauchnabeln.

00:53:29: Der weiß mich ja ständig darauf hin dass da schon mal was vor mir war.

00:53:33: Es sei denn, du hast vielleicht auch schon Prenatal ETFs bespart.

00:53:36: Dann hast du aber vielleicht also bist vielleicht auch irgendwie dein eigener Gott und so.

00:53:38: Das jetzt von dir nicht von Viktor Frankel?

00:53:41: Genau das eine war von Viktor Frankl und ich mache daraus dann immer sowas sehr viel.

00:53:45: Aktualisierst du es ein bisschen.

00:53:47: Ja, das ist ein schönes Framing dafür.

00:53:50: ja.

00:53:50: Victor Frankl für die, die das nicht wissen, ist Auschwitz Überlebender und ein Wiener Arzt.

00:53:56: Begründer der Logotherapie, der sozusagen mit den Menschen genau danach gesucht wofür Lebchen eigentlich.

00:54:01: Er sagt jemand, der keinen Sinn hat Lenkt sich so ein Rest seines Lebens einfach nur ab.

00:54:06: Ja, deswegen finde ich das Ganze natürlich für mich als Pastor und Theologe wahnsinnig anschlussfähig.

00:54:10: Ich weiß nicht in welchen Buch der es gesagt hat aber steht in meinen Quellenverzeichnissen.

00:54:14: Der hat so viele Bücher geschrieben und diese noch alle eher dünnen.

00:54:18: Und deswegen weiß ich da nie wo was steht.

00:54:20: Okay also schlagt es in Janix Buch nach?

00:54:22: Ich mach' das noch und dann schreibe ich das in die Schornung.

00:54:25: Bertelsmann Stiftung.

00:54:26: zwanzig vierundzwanziger weder eine Studie.

00:54:27: fast die Hälfte der Sechzehn bis Dreißigjährigen in Deutschland fühlt sich einsam!

00:54:32: Du hast geschrieben, wenn du nur für dich lebst wirst du auch niemandem fehlen.

00:54:35: Wenn du nicht mehr da bist.

00:54:38: Ist das eine Beobachtung oder eine Warnung?

00:54:41: Herr Prophet!

00:54:46: Wie können

00:54:47: wir das so hoch aufhängen wie es irgendwie geht?

00:54:50: Das ist ne These, die ich mal so aufgestellt habe und die müsste noch zu überprüfen sein.

00:54:56: jetzt weil wir ja gerade in dieser Phase sind wo so Mitreißiger dann halt irgendwie so Weltreise machen und ihren Job kündigen und so.

00:55:04: Habe ich gedacht, wenn das möglich ist also wenn du ein Jahr durch die Welt reißt dann kannst du es schon machen aber dann hast Du halt auf die Karte gesetzt Ich kümmere mich um mich Und das mag auch sein und man kann das ja auch als Investition begreifen in mich Damit ich danach mehr Energie habe mich wieder einen Anderen zu investieren können.

00:55:19: ganz fantastisch sein Das ist ja dann auch jeder Urlaub im Miniformat funktioniert ja so irgendwie auch irgendwie dieses Gefühl haben Ich bin wer und so, das kommt glaube ich sehr durch meine Theorie

00:55:33: auch

00:55:34: aus meiner christlichen Welt sich daraus so durchgebraucht werden.

00:55:36: Durch seinen nächsten Lieben irgendwie Verantwortung übernehmen für wen anders und sowas.

00:55:41: Das was ich erzählt habe am Sonntag über den Gottesdienst dann wollte ich einfach zwei Monate Weltreise machen ist genau dieser Widerspruch.

00:55:46: Ich will ihn einfach weg aus aller Verantwortung.

00:55:49: aber wenn ich die wahrnehme oder einfach da bin, dann mache ich so tolle Resonanzerfahrungen Kann man auch mal wissen, um nochmal einfach ein bisschen Name-Dropping zu betreiben.

00:55:57: Ein bisschen Hard-Motosa lesen.

00:55:59: Ich mache so tolle Resonanzerfahrung und das nur weil ich irgendwie diese Verantwortung angenommen habe vor der ich dann manchmal auch irgendwie fliehen will.

00:56:07: Dann möchte ich auch das nochmal wiederholen von eben die Gleichzeitigkeit der Dinge.

00:56:10: Irgendwie wichtig sein für andere Menschen erfülltes Leben leben Das gibt's irgendwie nun Gemeinsamkeit mit dem schweren.

00:56:16: So es gibt nicht dieses Good Wipes Only Ding Die Abwesenheit von Schwerem Und dann ist einfach alles nur toll und so.

00:56:23: Das funktioniert nicht.

00:56:23: und da ist dann auch mein Beispiel aus dem Triathlon Training.

00:56:26: Ich erreiche eben nur dieses Ziel durch Konstanz, durch Training, durch Dinge wiederholen... Auch dann zum Training gehen wenn ich keinen Bock darauf habe und so.

00:56:35: Und es gibt nicht nur diesen Moment von über den roten Teppichelaufen am Ende vom Ironman und sich freuen und alles ist geil sondern da waren halt irgendwie acht Monate Training vorher.

00:56:46: Da hab' ich noch ein Zitat für dich.

00:56:48: Schmerz ist unausweichlich aber Leiden ist optional!

00:56:52: Schmerz ist unausweichlich, aber Leiden ist optional.

00:56:56: Verstehe ich nicht!

00:56:57: Das menschliche Leben die Grundbedingung ist schmerz auch mit das was du eigentlich gerade gesagt

00:57:02: hast

00:57:03: und wie sehr du aber in dem schmerzt bleibst?

00:57:06: Auch wenn er schon vorbei ist.

00:57:07: dass es optional

00:57:09: ist

00:57:09: leiden so das ist damit gemeint muss dich grad dran denken.

00:57:13: Jetzt habe ich's verstanden genau total und das ist eine bewusste Entscheidung auch zu sagen okay ich gehe jetzt mal für was Und deswegen leide ich ganz bewusst, um da ans Ziel kommen zu können und so.

00:57:23: Und sagt dann auch irgendwie... Ich kann ja echt total doof, aber dann habe ich geschrieben auch, ja... ...ich ruf ja nicht bei der Iron Man GmbH an und sage, könnt ihr mir das Ziel entgegen tragen?

00:57:34: Aber ganz oft wird irgendwie sonst so gelebt, irgendwie auch in Beziehungen und so, dann ist du dieses Jahr... ...Ich bin halt einfach so!

00:57:40: Entweder du passst dich mehr an oder ich gehe.

00:57:42: Das ist so, als würde ich sagen, tragt mir mal das Ziel entgegen.

00:57:44: Aber da versteht jeder, dass das nicht geht?

00:57:45: Ja, obwohl man oft andersrum formuliert habe... ...ich das Gefühl, wenn man formulierte mit Du bist halt so, ne?

00:57:50: In der Regel um es ja von sich abzuweisen.

00:57:52: Ich bin halt so wer schon, aber das wäre schon der,... ...wenn man schon die Flucht angetreten hat.

00:57:58: Die größte Ironie meiner Generation über Achtsamkeit reden während wir alles gleichzeitig machen.

00:58:04: Da gibt's auch in der FOMU Forschung, hab' ich was

00:58:07: gefunden?!

00:58:08: dass Achtsamkeit eine Super-Konsumkategorie ist, es gibt Apps und Retreats und Content zur Achtsammkeit.

00:58:15: Und das ist eigentlich das was wir jetzt auch gerade schon besprochen haben, dass mit der Lösung dann dieser, dadurch dass ein Aufmerksamkeitsmarkt entsteht, dass es damit schon wieder Teil des Problemes ist, dass das eigentlich lösen soll.

00:58:27: Du nennst es Ironie?

00:58:29: Das hört sich aber irgendwie auch noch nach Falle an!

00:58:32: Wie meinst du nach einer Falle?

00:58:34: Ja, weil man wieder was zu lösen versucht und schon wieder wird das Teil zum Problem.

00:58:38: Die Lösung ist schon wieder Teil des Problems geworden.

00:58:41: Man sieht, dass Achtsamkeit ja nicht schlecht ist.

00:58:43: Aber vielleicht landen wir jetzt auch insgesamt immer da also... Das habe ich so das Gefühl ne?

00:58:47: Dass wir uns ein bisschen auf zentrale Aussage deines Buches, dass es dazwischen eigentlich das Interessante ist.

00:58:54: Also ich finde das total gut!

00:58:55: Weil genauso wie unser Gespräch funktioniert, funktioniert dort das Buch.

00:58:59: Ich gucke mir einfach eine und dieselbe Sache aus verschiedenen Perspektiven an.

00:59:03: Also das ist weniger so linear, wir gehen jetzt hier von A nach B sondern Wir haben hier einen Gegenstand und den schaue ich von da und von da.

00:59:09: Und von da mal an und merke immer wieder okay Im Kern zieht es irgendwie auf eine ähnliche Frage ab und versuche eben dieses Problem So gut zu beschreiben was ich am Anfang meinte, ne?

00:59:19: Dass das Mensch manchmal stimmt, nee Das ist wirklich irgendwie das Problem jetzt mal aus allen Perspektiven betrachten, also dass es vielen aus allen sind.

00:59:26: Zu hoher Anspruch!

00:59:28: Dieses ganze Achtsamkeitsthema ist natürlich... Das ist genau das auch wieder sehr gleichzeitig.

00:59:33: Total gut, dass Menschen anfangen auf sich selbst zu achten und dann ist es ja total absurd wenn irgendwelche... ...hochdotierten Manager... ...inneres Gleichgewicht finden wollen.

00:59:42: aber am Ende des Tages ist das dann auch wieder nur ein Akt der Optimierung um irgendwie gute Entscheidungen treffen zu können oder sowas Und dann um dann wieder damit Geld zu verdienen.

00:59:50: und so wie sage ich Ja okay das ist jetzt glaube ich Dann ist es auch wieder keine Achtsamkeit mehr sondern Selbstoptimierung!

00:59:56: Und da weiß sich die Katze irgendwie in Schwanz

00:59:59: Oder?

01:00:00: Was ist der Ausweg?

01:00:02: Die Frage war ich nicht vorbereitet.

01:00:05: Wir haben ja nicht angekündigt, dass es Lösungen gibt.

01:00:07: stimmt okay lass weiter.

01:00:09: Das ist der Aussicht das ist so eine gute Frage.

01:00:14: Das ist überhaupt ja die Frage bei diesem Buch.

01:00:16: Das Buch ist vielleicht auch so ein bisschen wie so ein Labyrinth, durch das man durchgeht in der ganzen Zeit den Ausweg sucht und vielleicht am Ende auch findet... Der Ausweg ist vielleicht diese Gleichzeitigkeiten mal auszuhalten allein schon zu sagen, allein schon festzustellen dass jetzt ich bin jetzt achtsam halt eben nicht des Rätsellösungs ist, dass sich hier mein sechs Minuten Tagebuch jeden Tag mal aufschlage und da ein bisschen da umeinander-Journal.

01:00:38: Das ist jetzt nicht der heilige Gral, um durchs Leben zu kommen.

01:00:46: Aber es ist gut und das ist einfach total gleichzeitig... ...und vielleicht muss man die Dinge einfach wieder so ein bisschen an ihren Ort rücken jeweils.

01:00:52: Und es ist auch gut sich selbst zu optimieren.

01:00:54: aber es ist also auch nicht irgendwie alles.

01:00:56: Auch nicht gut sich einfach nur gehen zu lassen.

01:00:58: Es ist nicht gut irgendwie nur Weltreise zu machen.. ..aber sie auch nicht gut, irgendwie

01:01:01: nur

01:01:02: in allem Verantwortung zu tragen und denken.

01:01:04: Ich muss jetzt hier auf der anderen Seite der Medaille weh ja ich bin jetzt für alles und jeden verantwortlich Und mache mir jede Stimmungsschrankung meines Gegenübers zu meinem Problem und zu meinem Thema.

01:01:15: Und ich glaube, die Dinge wieder ein bisschen zurück an ihr Nordrücken einfach.

01:01:19: Alles findet seinen Platz wie in so einem Wohnzimmer das eingerichtet wird.

01:01:22: Schon auch eine gewisse Grundordnung, die irgendwie auch einen Sinn ergibt.

01:01:26: Komplett random geht es nicht.

01:01:27: Also gehe mal in ganz viele unterschiedliche Wohnzimmers von unterschiedlichen Menschen.

01:01:31: Natürlich hat jeder andere Bilder hängen, andere Couchs stehen oder anderen Fernseher oder was weiß ich?

01:01:36: Oder anderes Bücherregal... Aber so sehr unterscheiden sich Wohnzimmer jetzt nicht.

01:01:41: Die sind schon alle sehr ähnlich aufgebaut, ne?

01:01:43: Das gibt

01:01:45: doch einfach Orientierung!

01:01:46: Genau, genau da stehen meistens stehen da irgendwie ein paar Regale rum und dann stehen ein paar Bücher in so eine Kommode oder so.

01:01:53: Da steht ja so ein Fernseher drauf.

01:01:56: Dann hat man vielleicht noch einen Tisch, ein Ess-Tisch oder sowas.

01:02:00: Es ist auch keine Rocket Science in den Wohnzimmern einzurichten, ob das am Ende sehr schön ist und so ist ja eine E-Geschmackssache.

01:02:07: Die meisten wohnsten auf der welt findet man in einer e auch doof.

01:02:09: Man denkt zuher würde ich nie so machen,

01:02:11: gut dass die meisten wohnst du mal nicht dein wohnzimmer brauche es ja nur.

01:02:18: Und das finde ich ein gutes bild.

01:02:19: also irgendwie ist da steckt eine form von selbst entfaltung.

01:02:22: total gutes ist dann doch relativ ähnlich soll das mensch sein.

01:02:26: und ich glaube das finde sehr gutes bild für das was sich da versucht zu beschreiben.

01:02:29: dieses Alles kann nichts muss und jeder muss sich jetzt nochmal hier aber wahnsinnig selbst entdecken und selbst erfinden.

01:02:35: Und Selbstliebe betreiben und sich selbst optimieren, weiß ich nicht.

01:02:39: vielleicht sind wir uns dann am Ende des Tages doch auch alle so sehr ähnlich und so und vielleicht ist das ja auch schön noch nochmal neu anzugucken zu sagen es ist auch schön dass wir uns ähnlich sind.

01:02:47: Vielleicht ist was nett oder?

01:02:49: Am ende machst du doch noch mal ein bisschen Lösungsversuch im Ende des Buches.

01:02:54: da zitierst Du Kant Wir sollten wenigstens zu tun als gelbes Eingott.

01:02:59: Also, weil religiöse Praxis Halt gibt und ethisch Orientierung bietet.

01:03:03: Und Einsamkeit durchbricht.

01:03:05: Glaubst du das wirklich oder ist es jetzt dein letzter Ausweg aus der Argumentation?

01:03:09: Nein, da bin ich fest von überzeugt!

01:03:10: Das ist richtig gut in einer Geschichte vom letzten Sonntag.

01:03:14: Da hatten wir eben einen Gottesdienst in der Gemeindegründung... ...und dann war ein Freund da und er hat gesagt, den hat er total gerührt auch und so.

01:03:24: Der würde sonst nicht im Gottesdienste gehen.

01:03:26: Und der hat dann auch so wirklich mit Inbruns so mitgesungen und die Lieder mitgeschmettert.

01:03:34: Hat mich auch während der Predigt zu ganz aufmerksam angeschaut, ich hab gemerkt das macht was mit dem!

01:03:38: Das hatte mir auch gesagt danach und war ganz besiebt und dankbar und so.

01:03:43: Dann hat er zu mir am nächsten Tag gesagt... Du weißt ja es ist alles voll schön aber ich bin ja nicht so religiös.

01:03:50: Ich dachte ja, also zum einen glaube ich genau das ist es irgendwie diese Gemeinschaftserfahrung zu machen und genau dass ist sozusagen Gott den in all dem so zu erleben.

01:03:59: Und würde sagen da hat er genau das zu einem Prozent so erlebt.

01:04:02: Also... Diese religiöse Gemeinschafterfahrung von zusammen singen, zusammen glauben, zusammen auf irgendwie dieselbe Predigt hören.

01:04:11: Das hat eine Form von Einsamkeit oder Form von... Irgendwie in meinem Trotz sein und die ganze getrieben seien einfach durchbrochen für einen Moment.

01:04:19: Ja Interessant, dass er dann aber sagt ich bin nicht so religiös was sich ja so anhört wie Ich kann hier nicht performen.

01:04:26: Also auch da ist für mich gerade wie so.

01:04:28: ein performance Druck Hörte sich für mich an

01:04:33: Als

01:04:33: hätte erwartet das er da auch performen müsste.

01:04:36: also ich bin Nicht so.

01:04:37: du weißt Ja, ich bin so religios

01:04:38: nicht so gar nicht.

01:04:40: Ich habe schon gehört dass es dann auch als gut empfunden hat Aber schon alleine dass der gedanke da war er hätte religiösein müssen um davon teil zu sein.

01:04:46: das heißt auch, dass die religiosität verbunden ist mit der vorstellung performen zu müssen.

01:04:51: also ich muss da funktionieren damit ich da reinpasse sozusagen.

01:04:55: Ich glaube jetzt gar nicht performen weil er hat ja total performed im sinne total mitgesungen

01:04:59: und genau.

01:05:00: aber ich meinte das auch eher dieses performance druck thema Dass man immer reinpassen will und dann nur durch eigene Leistungen.

01:05:06: Und darum ging es ja jetzt gerade nicht, ne?

01:05:08: Ja genau der hat schon irgendwie nochmal gekennzeichnet.

01:05:10: Irgendwie pass ich aber doch nicht so richtig rein und ich war so doch-doch weil mehr mache ich auch nicht.

01:05:13: also ich meinte dazu Ich gehe auch nicht sonntagsabendst nach Hause und da trifft mich noch der Schlag und dann War das jetzt eigentlich Gott den ich noch erlebt habe oder sowas.

01:05:21: Dann sagt für mich war das auch genau dass diese Gemeinschaftserfahrung diesen gemeinsamen Inhalt, um den sich die Lieder und die Predigt gedreht hat.

01:05:29: Und für den war das ja sozusagen mindestens das was Kant gesagt hat.

01:05:32: also der hat mal so getan als würde es denen irgendwie geben und das hat ihm total geholfen.

01:05:37: Ich würde sagen für mich geht das dann noch weiter.

01:05:38: ich tue nicht nur so als würdest ihn geben aber ich merke wie dass Menschen auf jeden Fall hilft und glaube natürlich dass in der ganzen Form auch der Inhalt drin steckt und das auch wirklich passiert und hab das dann gedeutet.

01:05:48: für den habe gesagt ne ne pass mal auf!

01:05:49: Ich würde schon auch sagen das was Gott war Ja, du hast dann andere Worte für und dann habe ich versucht dem so ein paar Worte zu leihen.

01:05:57: Was

01:05:57: hat er dazu gesagt?

01:05:58: Dazu gesagt dass mich trifft abends auch nicht der Schlag.

01:06:01: Hat er gelacht, wir lachen viel zusammen Und das ist irgendwie bei dem gelandet.

01:06:06: also es war mehr so vielleicht auch das was du sagst oder stimmt?

01:06:10: ne ich brauche ja noch sowas extra so ein extra oder so.

01:06:13: Ich brauch hier nicht noch irgendwie das premium Abo damit ich irgendwie so exklusiven Zugang hab zu Gott sondern Achso stimmt!

01:06:19: Das ist das ja.

01:06:20: Und wenn das das ist, dann ist es vielleicht dem so... hat's jetzt Spekulation von mir, den vielleicht so ein Stück näher gerückt.

01:06:26: Weil er da gemerkt hat, ah ja okay gut, das is' es dann auch schon.

01:06:29: Ja aber wenn du wirklich dazugehören willst, kaufst du diesen Milch auf Scheimer?

01:06:34: Genau und eben nicht so.

01:06:36: Das einfach für die Leute neu zu deuten würde sagen, ja das hilft wirklich weil diese einfach in unserem Gottesdienst sitzen oder eine Gemeinschaftserfahrung zu haben Das ist natürlich das heftigste Kontrastprogramm und das durchbricht natürlich genau all das, worüber wir gesprochen haben.

01:06:50: Weil da geht es mal nicht nur um mich, was Gemeinsames.

01:06:54: Da geht's um Gemeinschaft die nicht verzweckt is'.

01:06:57: Wir haben dann in unserem Fall... Es muss halt die besten Zimtschnecken der Stadt geben.

01:07:03: Besten Cappuccino geben!

01:07:04: Einfach damit dass richtig Bock macht zusammen zu sein.

01:07:06: Damit es einfach... Leute einfach sagen ja das ist jetzt einfach schön hier zu sein wenn ich kriege das einfach so ... vor free, ich muss dafür nichts zahlen.

01:07:12: Ich bin einfach da und dann bin... ...ich einfach da im Moment irgendwie.

01:07:16: Und wann habe ich mal irgendwie so was?

01:07:18: Denkt dann auch an... Das ist aus dem Johannes-Effekt in den Johannes-Fünfzehn.

01:07:21: Niemand hat größere Liebe als der, der sein Leben gibt für seine Freunde oder so.

01:07:25: Geht auch diese eine Fährs.

01:07:27: So Pi Mal Auge geht er so.

01:07:31: Du bist der Pfarrer hier!

01:07:32: Dann hab' ich gedacht.

01:07:34: Na ja, einfach das Beste von dem, was man hat, irgendwie so zu geben.

01:07:38: Wenn das mein Leben ist, oder in dem Fall ist es halt irgendwie... Zeit und gute Zimtschnecken und Kaffee und so.

01:07:42: Und dann können Leute da irgendwie merken, ach guck mal hier ist irgendwie so eine Gemeinschaftserfahrung... ...dies gespeist sozusagen vom besten was wir irgendwie geben können und bringt uns irgendwie zusammen.

01:07:50: und da ist mal Aufmerksamkeit für eine Stunde einfach an diesem Ort und das habe ich da irgendwie so erlebt.

01:07:55: Und dass es für mich dann und da merke ich immer wieder, oh das ist es hier!

01:07:59: Ich will gerade also einen Tag an diesem ort in diesem Zustand ist besser als tausend sonstwo Und das erlebe ich dann irgendwie da, dieses ganz Dasein mit diesen Menschen.

01:08:08: Weil alle Menschen sich für diese Stunde darauf eingelassen haben bei twenty-fünf Grad im Sonne an so einem dritten Mai am verlängerten Wochenende zu sagen... Ich hock mich da jetzt eine Stunde rein für so ein Gottesdienst und das sozusagen was Heiliges.

01:08:20: Also heilig vom Altersdamen.

01:08:24: Dieses also abgesondert irgendwie anders.

01:08:27: Das ist mal abgesonderd von allem, was sonst irgendwie passiert.

01:08:30: Da passiert irgendwie sowas ganz anderes einfach.

01:08:33: Und da denke ich, das wäre für mich so ein Lösungsansatz.

01:08:37: Das erlebe ich auch immer wieder und ist aber spannend wie wenig ich das schaffe in meinen Alltag zu implementieren... ...und dann bin ich trotzdem lost!

01:08:45: Deswegen bin ich sozusagen der losste Pastor unter allen um so ein bisschen...

01:08:50: Nenn dich doch so auf Instagram LostPastor.

01:08:51: Der losteste Pastor.

01:08:52: Das ist ja

01:08:53: Hanni Betra, aber du kannst mal eine Umbenennung nachdenken.

01:08:56: Vielleicht, der so angelehnt an Paulos sagt, ich bin hier der erste oder größte Sünder unter allen und ich bin auch irgendwie der losste Pastor unter allen, der mir einfach nach Sinn sucht, obwohl er es irgendwie gefunden hat, das ist auch sehr gleichzeitig in meinem Leben.

01:09:09: Ich habe gesagt diese nicht totzukriegende Hoffnung in mir.

01:09:13: Auch trotz Tod und Trauer.

01:09:15: Und gleichzeitig suche ich auch nach meinem Leben dass irgendwie... Sie sich diesem Sinn so annähert und Angleichen auch danach aussieht.

01:09:20: Und denkt dann, ich glaube das auch nicht irgendwie.

01:09:23: Und gleichzeitig habe ich es.

01:09:24: Ich überlegte ob das auch was mit Social Media zu tun haben könnte dieses Gefühl oder ob das einfach nur wie Ariadne von Schierach das nennen würde.

01:09:33: Philosophen die ja auch im Podcast meinbar sind als Beleuchtungswechsel genannt.

01:09:36: sie hat auch jemanden damit zitiert.

01:09:38: dass ist auch eine Grund Also eine Grundfrage aller Menschen.

01:09:42: immer ist zu jeder Zeit nur die Beleuchtung ändert sich.

01:09:46: Wir werden von dem Schein unserer Handys beleuchtet sozusagen, weil ich hab gerade überlegt verlieren wir den Kontakt zu uns selbst wenn wir Instagram Stories machen oder finden wir uns dort manchmal auch?

01:09:55: also weil du riehst über Zimtschnecken und ich kann mir die super vorstellen.

01:09:58: Ich habe auch richtig Bock jetzt eine zu essen Und das ist wie auf Instagram.

01:10:01: Du siehst es dann in der Story vielleicht Von eurer Gemeinde und denkst oh geil Jetzt will ich auch einer.

01:10:08: Also bringt uns das näher hin oder bringst du es weg?

01:10:11: Und sind wir schon wieder in diesem Bereich dazwischen.

01:10:14: Ich habe da auch schon Teile von mir gefunden, die mir mir geholfen haben.

01:10:17: So, die ich dann auf einmal mein Leben so eingebaut hab.

01:10:20: Einfaches aller Beispiele und Rezept.

01:10:22: Super!

01:10:22: Perfekt!

01:10:22: Mega!

01:10:24: Besser geht doch nicht.

01:10:25: Ich hab da schon so viele Rezepte gefunden wo ich dachte okay wenn ich das hier jetzt mal koche.

01:10:30: also das sehe ich nur schon und denke boah das scheppert anders.

01:10:36: Ja, und das habe ich dann so ein paar mal gemacht.

01:10:39: Mega!

01:10:39: Fantastisch.

01:10:41: Und hat ja mein Leben irgendwie wirklich buchstäblich verändert?

01:10:44: Aber ich verliere mich da mehr als was ich mich finde.

01:10:47: Also es hält sich nicht ganz die Waage also der Return of Invest von der Zeit die ich da reinstecke ist nicht so wahnsinnig hoch.

01:10:55: Gott wird auch dich verlorenes Schaft erfinden in deinem tiefen Teil.

01:11:00: Den Lostpasto.

01:11:03: Ich hab jetzt noch zwei Fragen für dich.

01:11:05: sind die Standardfragen?

01:11:06: Ja.

01:11:06: Die bekommen

01:11:07: alle Gäste, die eine ist wenn du eine Bühne hättest und dürftest dir das Publikum und dein Thema selbst aussuchen vor wem würdest du über welches Thema sprechen wollen?

01:11:17: Also jetzt kommt natürlich mein Buch raus.

01:11:20: ich habe natürlich schon Bock einfach auf so ne erste Lesung, ne?

01:11:22: So ne erste richtige Lesung.

01:11:24: es fällt mir schon als erstes jetzt auch ein

01:11:26: Wer soll zuhören?

01:11:28: Alle die richtig Bock haben zuzuhören aber die Leute.

01:11:31: also die erste und wichtigste Zulade sage ich mal ist Bock im Publikums.

01:11:35: Wenn die das hätten, das wäre richtig gut.

01:11:38: Würde sagen ja dass was im wo wir gerade am Ende drüber gesprochen haben.

01:11:41: Es spitzt sich dann schon auch wieder alles zu für mich im Leben in dieser Kontrastreiffahrung mit müssen wenigstens so tun als ob es ein Gott gäbe.

01:11:49: also auf einer Bühne zu stehen und irgendwie von der guten Nachricht irgendwas zu sagen hat sich für mich als irgendwie so eine der schönsten und besten Erfahrungen irgendwie rauskristallisiert im Leben.

01:12:01: Und das würde ich auch einfach so weitermachen, dass es so ein klassisches Better Than Sex-Ding.

01:12:08: Weil's eigentlich so eine viel höhere Halbwertszeit hat.

01:12:12: Menschen freuen sich da auch noch nach Wochen drüber.

01:12:15: Ich mich ja auch!

01:12:16: Da würde ich schon sagen, dass also ne Bühne wo vor der Menschen sitzen die richtig Bock haben zuzuhören Das Ziel von diesem Ganzen ist schon darüber nachzudenken und zu sprechen.

01:12:26: Warum ist das denn mit Gott?

01:12:28: Alles gar nicht so scheiße.

01:12:33: Ja also das ist so und so funktioniert, ne?

01:12:35: Weil es so funktioniert.

01:12:36: So rede ich gerne darüber.

01:12:36: Und so funktioniert auch das Buch weil es alles so geht erst mal so lowkey ran und sagt erstmal Leute wir nehmen erst mal einen Anlaufweg und dann merken am Ende ja vielleicht ist das ja weil wir haben jetzt lange das Problem beschrieben wie im Buch auch in einem Ende.

01:12:50: Da gibt's noch eine Kontrasterfahrung.

01:12:52: Umso tiefer man da eintraucht umso größer wird die Sehnsucht sozusagen nach der Lösung irgendwie... Und dann merke ich immer wieder, warum die gute Nachricht ist.

01:13:03: Zweite Frage Digitale Kirche.

01:13:06: Was ist das für dich?

01:13:08: Ja, digitale Kirch ist das was wir eben gesagt haben Das sozusagen für mich eine ganz positive Ausprägung von Social Media Wenn wir so einen Ort an dem sich Menschen finden, die ähnlich ticken und so, die da auch ihren Glauben leben können und eine Bereicherung erfahren Für ihr Leben.

01:13:23: ja Und ganz praktisch ist es für mich in den letzten Wochen Bilder hochladen von Zimtschnecken, dann Menschen in der Gemeindegrundung waren.

01:13:32: Typisch die Bayern wieder so da immer nur Essen posten?

01:13:35: Ja

01:13:35: genau!

01:13:35: Der seine

01:13:36: Wurst und so dein...

01:13:37: Ja genau deswegen ist es so wenn man in Bayern eine Gemeinde gründet und ich regelmäßig was vom Essen poste, dann wird man von Markus wieder persönlich umgetäckelt.

01:13:44: Dann wird man da einmal halbhoch abgegrätscht

01:13:47: auf dem Weg sein Gott besitzt.

01:13:47: Abmahnungen

01:13:51: ja.

01:13:52: Aber jetzt müssen wir vielleicht auch Zimtschnecken machen mit Lieberkastgeschmack oder so.

01:13:56: oder weißwurscht

01:13:57: Geschmack.

01:13:58: Stimmt, es gibt ja so verschiedene Zimtschnecken.

01:14:00: Ja genau mit so vielleicht weißwurstopping.

01:14:02: Ja und es gibt diese Rezepte Hackfleisch und Zimten.

01:14:05: das ist ja gar nicht so ungewöhnlich.

01:14:07: in meiner Welt ist das sehr ungewönlich.

01:14:09: Ja aber das also im Google machen Hackfleis mit Zimt.

01:14:14: Die

01:14:14: Hackfleish-Zimtschnäcke aber auch bitte vegan Variant

01:14:18: für

01:14:20: den Mittagssnack.

01:14:21: Danke schön!

01:14:23: Das war es schon, das war der Yeet Podcast.

01:14:25: Wenn ihr mehr über Janik Müller und sein Buch erfahren wollt dann lest doch in den Show Notes noch nach.

01:14:30: da haben wir das Buch euch verlinkt und auch deinen Instagram Account.

01:14:34: Und wenn ihr mehr auf das Yeet-Netzwerk wissen möchtet dann abonniert unser Newsletter unter yeetdschreckstrich newsletter.

01:14:41: Da bekommt ihr Social Media Tipps und Tricks und erfahrt Neuigkeiten aus dem Netzwerk!

01:14:50: Feedback überhaupt, dann schreibt uns sehr gerne at infoatide.

01:14:53: Danke schön fürs Zuhören!

01:14:55: Danke schön Janik dass

01:14:56: du da warst.

01:14:57: Ja vielen Dank dass ich da sein durfte.

01:14:58: das war mir eine Ehre.

01:14:59: Wir

01:15:00: haben wir auch Bis zum nächsten Mal bis zum nächsten Buch und in zwanzig

01:15:06: Jahren.

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