Nur Mut - Kraftquellen im Leben und Social Media - mit Alex Brandl, live auf dem Katholikentag 2026 in Würzburg

Shownotes

"Hab Mut, steh auf!" - das war das Motto des Katholikentags 2026 in Würzburg. Deshalb haben sich Lilith und Claudius in dieser Folge, die live auf der vrk-Podcastbühne auf dem Katholikentag aufgezeichnet wurde, damit etwas tiefergehend beschäftigt: Wofür braucht es eigentlich Mut, was gibt Kraft und Energie dafür - und wie lässt sich das am besten vermitteln, insbesondere medial? Dafür haben sie jemanden eingeladen, der ein echter Experte für diese Fragen ist: Alexander Brandl aus dem yeet-Netzwerk. Er ist evangelischer Pfarrer, war früher aber katholisch. Außerdem ist er Theologisch-Pädagogischer Vorstand im Geistlichen Zentrum des Klosters Schwanberg und arbeitet im Team der landeskirchlichen Beauftragten für Hörfunk und Fernsehen beim Bayerischen Rundfunk. Auf Instagram ist er als @alpha.oh.mega unterwegs und bloggt unter dem Hashtag „Himmelwärts“. Auf der Bühne hat er unter anderem verraten, wie man auch aus dem Scheitern Kraft ziehen kann und warum Freaks unbedingt in die Kirche gehören.

Alex' erstes Buch: Hoffnungsschimmern – Geschichten und Gebete mit guten Aussichten, edition chrismon 2024

Social Media für Glaube und Kirche - das ist der yeet-Podcast: yeet-Redakteur* innen befragen Expert* innen und Influencer* innen und begeben sich auf die Suche nach den großen und kleinen Perspektiven auf die digitalen Kirchen-Räume und Welten in den Sozialen Medien.

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00:00:01: Es war knallhart.

00:00:02: Mitten meine Krise, in meinen Jammern... ...in mein Weinen!

00:00:06: In meinem Selbst-Mitleid.

00:00:07: Das hätte mich gepackt und einfach mal eine gescheuert.

00:00:10: Setz dich jetzt hin und sei still.

00:00:13: Und dann haben wir einfach geschwiegen.

00:00:14: Das war meine erste harte Erfahrung mit Meditationen.

00:00:17: Jetzt geht es noch weiter.

00:00:19: Ich habe an diesem Tag entschieden dass ich Pfarrer werden möchte.

00:00:23: Das ist genau das Ding.

00:00:24: Es gibt ja nicht den evangelischen Gottesdienst.

00:00:26: Das sind immer die Wundertüte.

00:00:27: Deswegen wenn ich wohl im Urlaub bin egal wo auf dieser Welt gehe ich lieber in die katholische Kirche, aber da weiß ich heute was ich krieg.

00:00:36: Ich will einfach dass die Menschen sind wie sie sind und ich will auch die Freaks!

00:00:39: Ich will die Freakes in der Kirche das sie da ihren Ort finden und es tun sie oft noch nicht und ist so schade weil ich mir denke gerade hier seid ihr willkommen.

00:00:53: Hallo und herzlich Willkommen zum Yid Podcast deinem Podcast für die Digitalität Die digitale Realität Und für Social Media In-und Für Glaube und Kirche.

00:01:04: Wir sind heute zum ersten Mal auf dem Katholiken Tag.

00:01:07: Wir, das ist mein Kollege Claudius Grigart.

00:01:10: Hallo!

00:01:11: Schön dass du dabei bist und mein Name ist Lilith Becker.

00:01:14: wir sind die Host des Jeet Podcasts.

00:01:19: Das Wort jeet kommt von dem Namen Jeet Netzwerk.

00:01:23: Das Yid-Netzwerk ist ein Netzwerk für Menschen, die über ihren christlichen Glauben in den sozialen Medien sprechen.

00:01:30: Und die mein Kollege Claudius und ich haben dieses Netzwerk mitgegründet für die evangelische Kirche in Deutschland.

00:01:36: Und Alex Brandl der heute mit uns hier sitzt was wunderbar ist, ist einer unserer ersten Influencer in unserem Netzwerk auch mit gewesen schon ganz lange.

00:01:45: Was auch wichtig zu wissen ist du warst mal katholisch Jetzt bist du evangelischer Pfarrer.

00:01:51: Aber im Herzen bist du natürlich ökumenisch oder postkonfessionell?

00:01:54: Ja, das sagst Du jetzt!

00:01:59: Wir haben noch Zeit es zu entfallen.

00:02:00: Wir haben auch

00:02:01: eine Stunde Zeit es auszudiskutieren.

00:02:04: Habe ich wieder falsche Sachen verbreitet.

00:02:06: Nein, nein, nein...

00:02:08: Aber darüber wir sagen in Social Media dass wir post-konfessional sind weil wir ganz schnell festgestellt haben dass mediales überhaupt gar nicht wahrgenommen wird oft ob wir jetzt evangelisch oder katholisch sind.

00:02:18: Deswegen haben wir gedacht, können wir auch heute hier sein.

00:02:21: Alex, warum haben wir dich mitgebracht?

00:02:22: Nicht nur weil du ökumenisch vielleicht auch im Herzen bist sondern du bist tierlogisch-pädagogischer Vorstand im Kloster Schwanberg und das ist hier ganz in der Nähe.

00:02:33: Also wenn ihr nach einer spirituellen Auszeit sucht, dann können wir euch das Kloster in dem Alex arbeitet sehr empfehlen.

00:02:39: Da waren wir nämlich auch schon und es ist wirklich wunderschön gelegen.

00:02:42: Darüber möchten wir reden.

00:02:43: Das steckt auch so ein bisschen im Titel Kraftquellen im Leben kann man ja wahrscheinlich durch so einen Klosterbesuch ganz gut erlangen.

00:02:50: darüber reden wir auch gleich.

00:02:51: Und was Alex noch macht mit der anderen Hälfte seiner Lebenszeit also zumindest einem der Arbeitslebenszeit Ist dass er beauftragt dafür Hörfunk und Fernsehen beim Bayerischen Rundfunk.

00:03:04: Alex hat ganz früh angefangen auf Instagram auch über seinen Glauben zu sprechen, als Alpha Omega.

00:03:12: Und ich finde das ist was man nicht einfach so sagen kann.

00:03:14: Das musst du jetzt ganz kurz erklären, was das sein soll?

00:03:16: Genau

00:03:16: also Alpha Omega, das klingt nach einer Schnapsidee und es war eine im wahrsten Sinne.

00:03:20: Also diese Idee ist morgens um vier entstanden tatsächlich nach einem Schnapsel bei der Schwiegermutter weil ich mir dachte, zwanzig war das tatsächlich ja doch genau.

00:03:33: Und ich hatte da entschieden, dass sich Pfarrer werden möchte.

00:03:37: Ich habe was anders gemacht.

00:03:38: Ich war in der Wirtschaft unterwegs, Unternehmenskommunikation und kann noch genau erzählen den Weg dahin.

00:03:44: aber ich wusste auf einem bestimmten Punkt mit Anfang dreißig.

00:03:49: In meinem Fall will evangelischer Pfarrern werden und dachte mir okay das heißt für mich vor allem öffentlich zu sein, weil das ist der große Unterschied.

00:03:58: Was heißt eigentlich heutzutage noch?

00:04:00: Pfarrer zu sein dachte ich mir sind es bestimmte Aufgaben.

00:04:03: Ich glaube Es Ist Das Öffentlich Zeuge Meines Glaubens Zu Sein Tatsächlich.

00:04:09: und dann habe ich und es ist nicht gelogen ich hatte wirklich hatte so ein Nokia Handy aus Datenschutz Gründen wirklich was Nicht internetfähig war.

00:04:18: also ich konnte nicht mal ich musste SMS so ganz mühsam schreiben völlig völlig out of space.

00:04:24: aber ich war da so Datenschutz war mir wichtig und alles.

00:04:27: Und hab dann von heute auf morgen, von diesem nicht internetfähigen Handy bin ich zum Influencer sozusagen geworden, bin auf Instagram sehr bewusst weil ich gesagt habe das ist jetzt meine Rolle Ich gehe raus mit meinem Glauben an die Öffentlichkeit.

00:04:41: und wo ist sie?

00:04:42: Die ist auch in der Kirche im kirchengebäude aber sie ist eben vor allem digital unterwegs.

00:04:48: Und deswegen Alpha Omega nur kurz als Übersetzung.

00:04:51: Ach so, genau auch die Schnapsidee!

00:04:53: Also

00:04:53: dieser Name den musst

00:04:55: du... Also Alpha Omega hört man raus und dann hat man halt Alpha Omega ist halt irgendwie der Hippel-Drehter hinter.

00:05:02: ich glaube mehr ist es gar nicht.

00:05:04: Hast Du mehr erwartet?

00:05:05: Ich habe mir die Wortbedeutung.

00:05:06: weißt Du Dictionary Die Übersetzungen?

00:05:08: Jetzt bin ich gespannt.

00:05:09: Nee, die musst du sagen.

00:05:11: Was meinst Du?

00:05:11: LV

00:05:12: Omega Anfang bis Ende.

00:05:14: Ja das ist doch klar!

00:05:15: Katastrophin Katolikentag hier, das wissen noch alle was es bedarf.

00:05:18: Das studierte

00:05:18: Theologe wir sind Bildungspartner.

00:05:20: Also Alpha und Omega dass Jesus Christus das Anfang und Ende ist ja genau und dann dieser Dreh dem Omega weil ich ja so ein Hipper Influencer wurde.

00:05:30: Meine Schwiegermutter fand's gut eingespeichert und seit er heißt sich so...

00:05:35: Ja, schön.

00:05:35: Danke schön!

00:05:36: Wir steigen jetzt noch nicht gleich ganz tief ein und da kommen wir gleich hin.

00:05:39: Wir gehen nicht gleich mit euch tief ins Kloster oder an eure Spiritualität.

00:05:43: Das kommt später.

00:05:44: Wir arbeiten uns langsam vor.

00:05:46: Wir haben in diesem Podcast immer so eine schnelle Einstiegsrunde.

00:05:49: sieben Fragen an unsere Gäste...

00:05:50: Die Sie vorher nicht wissen, nicht kennen?

00:05:53: Wenn Sie falsch beantworten, liegt's hoch.

00:05:55: Schleudersitz, nein.

00:05:59: Nein,

00:05:59: es sind eigentlich Persönlichkeitsfragen.

00:06:01: Nach Vorlieben und Dingabend dich ein bisschen besser kennen zu lernen lieber Alex.

00:06:04: Okay, schieß mal los!

00:06:07: Gut... Erste Frage?

00:06:09: Franken oder Oberpfalz?

00:06:11: Oh Gott!

00:06:11: Ah!

00:06:12: Franken?!

00:06:14: Das findest manche Leute hören, oh Gott.

00:06:18: Darf ich das jetzt sagen?

00:06:20: Warum des Frages sitzt?

00:06:20: egal ne?

00:06:21: Ich darf nichts dazu sagen, oder?

00:06:22: Naja, ähm ... Es hat beides was in deinem Leben eine Rolle gespielt.

00:06:25: Genau,

00:06:26: genau.

00:06:26: Beide Regionen.

00:06:27: Ja,

00:06:27: ne.

00:06:29: Zweite Frage Wenn du jetzt nicht hier wärst, was würdest du dann machen?

00:06:34: Das weiß ich ganz sicher.

00:06:35: Ich wäre tatsächlich im evangelischen Kloster Schwanberg und würde da arbeiten.

00:06:39: Vielleicht würde ich auch im Stundengebiet bei den Schwestern sitzen, hängt von der Uhrzeit ab aber jetzt würde ich wahrscheinlich arbeiten.

00:06:44: Ja mein Büro.

00:06:46: Frage Nummer drei.

00:06:48: Du wohnst seit nicht allzu langer Zeit hier ganz in der Nähe von Würzburg umgeben von Weinbergen.

00:06:54: Welches Lebensgefühl und welche Gedanken löst so eine Landschaft in dir aus?

00:07:00: Ha, das ist tatsächlich ... Es ist dieses Ankommen und zur Ruhe kommen.

00:07:05: Was ich auch in meiner Biografie gar erlebe.

00:07:07: Ich hab sehr umzibige Jahre hinter mir.

00:07:10: Hab lang gesucht nach dem, wer ich sein will was sich sein will.

00:07:13: Hab Höhen- und Tiefen erlebt.

00:07:15: Und gerade komme ich beruflich an, komm privat an und komm auch räumlich an.

00:07:19: Das ist diese sanfte der Gegend, spiegelt auch so ein bisschen eine Sanftheit wieder, die ich auch mit mir spüre.

00:07:25: Was Schönes!

00:07:26: Ja, schön.

00:07:29: So, jetzt kommt hier die Katholikentags-Standardfrage.

00:07:32: Weil das Motto ist ja nur Mut auch ne?

00:07:35: Also wofür brauchst du Mut?

00:07:38: Wofür ich Mut brauche?

00:07:40: Ich brauche Mut.

00:07:43: Bzw.

00:07:43: fällt mir als erstes meine Lebenssituation ein dass sich mit einem Mann zusammenwohne Dass wir in einer Regenbogenfamilie sind also da hängen noch zwei Frauen dabei quasi die Kinder aufziehen.

00:07:59: Mein Mann ist Vater dieser Kinder.

00:08:01: Ähm, das hätte ich noch vor zwei Jahren glaub' ich nicht gesagt, als es immer wofür ich Mut brauche.

00:08:07: Und da merk' ich immer mehr, dass auszusprechen, dazu zu stehen jetzt hier übrigens auch... Das verlangt Mut!

00:08:14: Merk' ich ja.

00:08:16: Ja danke schön dafür.

00:08:20: Bleiben wir im weiteren Bereich Thema Mut?

00:08:23: Welche Frau aus der Geschichte würdest du dir gerne zum Vorbild nehmen?

00:08:27: Und habt ihr Fragen

00:08:30: eigentlich?

00:08:31: Das sind wir berüchtigt.

00:08:33: Welche Frau aus der Geschichte?

00:08:36: Wahrscheinlich Theresa von Avila, weil die so ganz, ganz umtriebig war, eine Gründerin war ihrer Zeit, spirituell eine ganz tiefe Gottesverbindung hatte.

00:08:46: und dass das einer, die konnte still sein, die Konte beten, die Konnte aber auch machen finde ich

00:08:51: gut.

00:08:53: Danke!

00:08:56: Und ihr seht ja schon, der Alex kleidet sich gerne schön und er sitzt auch ohne Jacke, obwohl es ihm kalt werden könnte.

00:09:01: Aber das ist wichtig!

00:09:02: Deswegen jetzt die gemeine Frage.

00:09:04: Lieber ein sichtbarer Fleck auf einer hellen Hose oder Schweißflecken unter den Achseln?

00:09:12: Ich glaube dann nehme ich die Schweiß-Felken unter den Axteln.

00:09:16: tatsächlich.

00:09:17: Ich kann gar nicht bewundern warum...

00:09:19: Man kann die Arme einfach unten

00:09:21: lassen.

00:09:21: Genau, ja, ja.

00:09:21: Das sieht mir an hübsches Hübsches Westchen drüber.

00:09:29: Aber

00:09:29: noch wärmer dann?

00:09:30: Hab

00:09:30: ich genug!

00:09:33: Du hast schon fast geschafft, letzte Frage.

00:09:35: Frage Nummer sieben Wenn du zur Ruhe kommen willst Kirchenbank oder Strandkorb Hand auf Herz Oh Gott

00:09:41: Okay wenn ich echt die Wahl hab und die habe ich im Leben ja nie Dann Strand Korb.

00:09:45: aber da ich die Wahl nicht hab nicht die Kirchen Bank.

00:09:52: Jetzt seid ihr dran.

00:09:53: Ich habe schon angekündigt, dass wir euch auch was fragen.

00:09:55: Also jetzt... Ihr müsst nur mit Handzeichen reagieren um euch aufzuwärmen damit ihr nicht gleich weg rennt.

00:10:00: Wie ist es denn bei euch?

00:10:02: Wer ist denn eher Team Kirchenbank?

00:10:06: Aha!

00:10:06: Ja, der achten Moment kommt noch nach einmal oben lassen.

00:10:08: Zögerlich aber.

00:10:09: Ja

00:10:09: zögerlig.

00:10:11: Überzeugt geht anders.

00:10:11: Es kostet jetzt auch Mutes zuzugeben das ihr noch auf der Kirchen Bank sitzt.

00:10:16: und wer ist Team Strandkorb?

00:10:19: Du hast ihn schneller

00:10:20: Ja, das ging schneller genau.

00:10:22: Aber etwa halb-halb, ne?

00:10:25: Danke schön!

00:10:29: Kirche im Strandkorb haben wir hier im Angebot.

00:10:31: Das nehmen

00:10:34: wir auch.

00:10:39: Wir haben gesagt jetzt steigen wir langsam ein bisschen tiefer ein und wollen noch mehr über dich erfahren.

00:10:44: Du bist noch gar nicht so lange evangelischer Pfarrer.

00:10:47: Früher hast du ganz andere Sachen gemacht.

00:10:49: bis zum achtzenden Lebensjahr warst du katholisch Warst sogar acht Jahre lang Ministerin.

00:10:54: Nach dem Abitur hast du neben Deutsch und Französisch auch Theologie für das Lehramt an Gymnasien studiert, aber nach dem Staatsexamen haste dich für eine Karriere in den Bereichen PR-und Öffentlichkeitsarbeit entschieden und Achtung unter anderem ausgerechnet einer Beauty Agentur, Beauty & Mode Agentur in München gearbeitet.

00:11:13: sieht man oder?

00:11:16: Du hast selbst mal gesagt dass es eine lustige und lehrreiche Zeit war.

00:11:19: wie viel Glitzer und Glamour war da wirklich?

00:11:23: Ich weiß nicht, wer in dieser Runde den zweiten Teil gesehen hat von der Teufel-Treck-Parada.

00:11:28: Wir haben letztens im Kino ganz neu ... Da hab ich ein Handzeichen da hinten.

00:11:34: Ja genau!

00:11:35: Ich muss zugeben und dann merkt man die Seite an mir... Ich bin wirklich bei schönstem Wetter vor einer Woche ins Kino.

00:11:42: Und das war wirklich so.

00:11:42: eine wunderschöne Abend hier in Würzburg übrigens.

00:11:45: Und wenn hier in diesem Film weil ich weiß, dass dieser Film erstaunlich nahe abbildet was sich da erlebt habe.

00:11:52: Also es war knallhart!

00:11:53: Ich war unterbezahlt... Ich weiß noch, ich hab um in dieser Branche arbeiten zu können In diese Beauty-Modewelt die mir so wertvoll war vermeintlich.

00:12:01: Aber damals war ich so.

00:12:04: Das Sparbuch meiner Oma das sie für mich angelegt hatte Für die Karkenzeiten hab' ich dann quasi verwenden müssen, um meine Münchner Miete zu zahlen.

00:12:14: Ich weiß nicht ob ihr klar war, sie hat dann nicht mehr gelebt, aber ich glaube das sich das bitte nehmen, um diese dreckigen Beautybranche zu arbeiten.

00:12:20: Aber so was!

00:12:21: Ja genau.

00:12:22: also es war wirklich wie in diesem Film, ich war richtig wie diese, wer das kennt, diese Assistentin, diese Andrea die da rumrennt und ja ist erstaunlich wie nah das dem war.

00:12:32: Und ja tatsächlich, genau, aber es war auch glemmer.

00:12:35: Ich habe heute noch ein paar Anzüge und ein paar Films aus der Zeit.

00:12:39: Tests, Kits proben.

00:12:41: Die hingen da so.

00:12:43: Darf man das erzählen?

00:12:44: Jetzt ist es raus!

00:12:47: Ach schön... Was war dann eigentlich zuerst da?

00:12:51: eher das Entdecken von Religion wiederentdecken oder die kritische Auseinandersetzung damit?

00:12:58: Bei mir war das ein Versöhnens.

00:13:00: Es waren endlich ein Versöns sein auch mit meiner katholischen Herkunft tatsächlich.

00:13:05: also ich bin Gut katholisch aufgewachsen in der Oberpfalz Genau und auch gar nicht gar nicht negativ.

00:13:13: Das katholische war für mich nie was beengendes eigentlich.

00:13:16: Ich war gerne Ministerin jetzt im Mai, wie ich jeden Abend war da mein andach gewesen knallhart den ganzen monat durch Und genau.

00:13:26: aber mit achtzehn Jahren war doch dieses dieses rebellische in mir dieses.

00:13:31: Da ging es schon um Themen wie Frauen dürfen nicht Priesterinnen werden.

00:13:34: Wie kann das sein?

00:13:36: Das ist Thema, mein eigenes Schwulsein war auch eins aber das lag jetzt gar nicht so oben auf in dem Alter noch nicht.

00:13:44: Genau und es ging vor allem dieses Ich will zwischen Gott und mir will ich niemanden haben keine Kirche kein Mittler keinen Priester der die Eucharistie einsetzt nichts.

00:13:53: diese Direktheit die wollte ich.

00:13:55: dann bin ich raus mit Karacho und hier ich trete aus im Standesamt und alles.

00:14:02: Ich bin dann aber recht bald wieder eingetreten.

00:14:06: Das hat nur ein paar Wochen gedauert, tatsächlich.

00:14:08: Es hat noch nicht ausgehalten da draußen in der Sekularenwelt und bin evangelisch geworden, lustige Weise mit einer, die später meine Kollegin war, die Pfarrerin ist auch ganz witzig.

00:14:21: Aber bei dieser Pfarrin bin ich quasi dann eingedreht in eine Gemeinde genau und habe dann zwischen Station auf so einem Wühltisch... Wie es manchmal so läuft im Leben?

00:14:30: Auf so einen Wüheltischen.

00:14:31: in der Buchhandlung war Luther für Dummies quasi, so ein Buch für

00:14:37: fünf

00:14:37: Euro.

00:14:38: So ein verramschtes Ding!

00:14:39: Für fünf Euro, so knallgelbes Teil und das habe ich gekauft.

00:14:44: Das hat mich wirklich so inspiriert, dass er mir dachte krass, der hat Sachen gesagt die berühre mich im Innersten und bin dann aus einer Laune heraus... Ich hab eh ganz viel aus einer laune heraus gemacht in meinem Leben, dann evangelisch

00:14:54: geworden.

00:14:55: Noch

00:14:55: keinem Fahrer aber erst mal evangelisch.

00:14:56: Ja,

00:14:56: dass du dann evangelischer Pfarrer geworden bist?

00:14:59: Außerhalb meiner Vorstellungskraft damals

00:15:01: Ja, das war dann das Jahr.

00:15:04: Und es hat tatsächlich was mit dem Kloster Schwanberg zu tun wo du heute auch arbeitest.

00:15:08: Was ist da passiert?

00:15:09: Genau

00:15:09: also ich war eben ganz lang in dieser... Also ich hab dann eben Lehramt studiert genau wollte aber nicht Lehrer werden was eine gute Entscheidung auch war.

00:15:18: Ich mag Kinder Aber Nicht die ganze Woche Und bin ja in diesem komische Beauty und Mode Welt und es war ein kurioser Ausflug Kommunikationswelt einige Jahre unterwegs.

00:15:33: Man hat dann, in den letzten Jahren, eine ganz klassische Lebenskrise gehabt im Nachhinein.

00:15:39: Das sagt sich jetzt immer so locker.

00:15:41: Aber damals war das ... Ich habe es nie diagnostizieren lassen.

00:15:44: Deswegen bin ich vorsichtig mit dem Begriff Depressionen oder Depressionen, weil ich weiß es nicht.

00:15:49: Jetzt, wo ich auch als Delessorger geschult bin, geschult darin auch zu erkennen, die man mit der Depression Menschen auch zu begleiten.

00:15:57: Würde ich sagen ja wahrscheinlich, wenn man morgens Gaggen ansteht mehr hat aufzustehen und die große Sinnfrage stellt was mache ich überhaupt noch hier?

00:16:07: Und in dieser Zeit hat eine Freundin von mir mir vom evangelischen Kloster Schwarnberg erzählt und ich wusste wieder dass es das gibt.

00:16:15: Ich wusste nicht dass es evangelische Klöster gibt.

00:16:18: weiß ich ob das hier so bekannt ist überhaupt genau?

00:16:20: gibt's tatsächlich?

00:16:23: Ja, und bin dahin zu meditieren.

00:16:26: Ich wollte ehrlich übernachten aber noch zu wenig Geld.

00:16:28: umzübernachten war dann Samstagmorgen drei Stunden aus München hin am Abend wieder zwei Stunden zurück und dazwischen Meditieren.

00:16:35: ich habe noch nie in meinem Leben hatte ich meditiert.

00:16:38: also es waren ganz viele ganz viel neu.

00:16:40: erste Male ja erst einmal

00:16:42: meditiere erst mal in dem evangelischen Kloster und dann kommt da diese Schwester sitzen da schon bereit in diesem Raum.

00:16:49: sie kommt rein.

00:16:51: Soll es nicht abwerten klingen, aber ich habe halt irgendwie so eine Frommeschwester halt erwartet.

00:16:56: In Ordnstracht und so eine liebe Fromme Nonne so ein bisschen.

00:17:02: Dann kam sie rein.

00:17:03: Ich hätte das nie vergessen.

00:17:06: Schmalibig.

00:17:09: Also quasi neutraler Gesichtsausdruck.

00:17:12: Nicht

00:17:12: freundlich lächelnd, nicht böse gar nichts einfach nur neutral.

00:17:18: Man setzt sich hin, im Schneidersitz auf den Boden und hat glaube ich drei Worte gesagt.

00:17:22: Irgendwie setzen, hmhm hmhm irgendwie ist okay bin ich hier gelandet und ich glaub sie hatte im Laufe des Tages diese raspelkurzen grauen Haare.

00:17:32: inzwischen weiß ich sie also.

00:17:34: die war auch damals schon deutlich über achtzig Jahre und genau Und saß da und es war knallhart.

00:17:42: Es war wirklich, das war wie so eine, als hätte sie mir eine gescheuert.

00:17:46: So mitten in meine Krise, in meinen Jammern, in mein Weinen, in meinem Selbstmitleid.

00:17:52: Das hätt sie mich gepackt und einfach mal einer gescheuert.

00:17:55: Setzt ich jetzt hin?

00:17:56: Und sei still!

00:17:58: Dann haben wir einfach geschwiegen.

00:17:59: Und dann im Tag war ganz wenig Impuls.

00:18:02: Sie hat ganz wenig gesagt, ich muss sagen halt was.

00:18:04: Dachte ich mir immer sag halt was.

00:18:05: oder kann man mal beten?

00:18:06: Oder mein Lied singen oder so.

00:18:08: Das hat sie einfach nicht gemacht.

00:18:10: Ich saß einfach da!

00:18:11: Genau, das war meine erste harte Erfahrung mit Meditation und jetzt geht es mal noch weiter... Und das verkläre ich auch nicht im Nachhinein.

00:18:20: Es war tatsächlich so.. Ich habe an diesem Tag entschieden dass sich Pfarrer werden möchte

00:18:25: An diesem Tag.

00:18:26: Nein, nicht... also ich habe es an diesem Tag gespürt.

00:18:29: Das

00:18:30: formulieren konnte ich erst Monate später aber ich hab's gespürt weil ich am tag so eine tiefe gottes erfahrung hatte Die ich nie in Worte, ich finde keine Worte.

00:18:42: Wie zu fragen wie war das?

00:18:43: Ich kann es nicht beschreiben!

00:18:45: Es war auch kein Wow, es war auch keinen Wunder... Keine

00:18:48: Erleuchtung...

00:18:49: Nein, es waren weit von der Erleichterung, wirklich weit davon entfernt.

00:18:53: aber es war ein tiefes Ergriffensein und ein tiefes Berührtsein oder ein Tiefes.. Es ist okay so, wie oft sage ich Menschen du bist ok wie du bist.

00:19:03: Und da habe ich zum ersten mal selbst annehmen können ohne einen Wort nur zu hören Wie

00:19:08: wertvoll?

00:19:08: Nur

00:19:08: in dieser Stille und wie wertvoll.

00:19:10: Und aus diesem Impuls heraus bin ich später Pfarrer geworden, weil ich mir dachte das was ich da erlebt habe, das würde ich anderen Menschen auch ermöglichen Das war mein Grundimpulspfadder zu werden um Menschen das zu ermöglichend was sich da erfahren hat.

00:19:22: Oh

00:19:22: wie schön!

00:19:22: Ja gut als Pfadder macht man ganz viele andere Sachen aber es war der Grundimpuls.

00:19:27: Du hast ja dann auch... Ich hab ein schönes Zitat hier im Studium da Aber

00:19:31: so darf ich immer alles sagen, ich bin gespannt.

00:19:34: Wir haben ein paar schöne Zitate gemacht.

00:19:35: Du

00:19:37: musst jetzt bitte autorisieren, du wolltest der evangelischste Fahrer ever die alte Weihrauchschleuder werden.

00:19:45: Also der evangelische Fahrer die alte weihrauchschleuder?

00:19:48: An anders herum!

00:19:50: Was habt ihr

00:19:50: gemacht?

00:19:51: Du warst ja Ministerant und dann hast du gesagt ich... Die alte

00:19:53: Wehrauch-Schleuder.

00:19:56: Genau,

00:19:58: hab ich gesagt irgendwann.

00:20:00: Hat geklappt tatsächlich!

00:20:02: Ja weil ich mir dachte das was für mich evangelisch im besten Sinne ist quasi dieses absolut Befreiende im Glauben Das wollte ich rüberbringen.

00:20:11: Und nicht so ein Schmalspur, hier mache meine Gottesdienste und ich mache in meinem Gloria und mein Kürje und mache meine Fürbitte aus dem Internet, die mir sonst irgendwas muss irgendwie abzuarbeiten sondern wirklich aus voller Überzeugung.

00:20:23: Das habe ich wahrscheinlich damit gemeint.

00:20:25: Der Evangelist

00:20:26: der Pfarrer Eva ist ja oft so dass die Konvertiten bei der Konfession auch auf die überzeugtesten sind und das hat seine Kehrseite.

00:20:35: aber vielleicht kommen wir dazu auch noch.

00:20:38: Du hattest gerade schon die Szene erzählt, wie du Luther für Dummies gefunden hast und dann hast du dich hinten reingestellt.

00:20:44: Hast du gesagt in den Buchlarmen ganz verschämt gelesen?

00:20:49: Weil du hast nämlich auch Zitat nicht weit entfernt von satanischen Zaubersprüchen sei Luther in Bayern.

00:20:56: Deswegen hast du dir so ein bisschen das zugehalten, so hast du das beschrieben?

00:20:59: Ja ja, was ich alles gesagt habe.

00:21:04: Wie groß empfindest du?

00:21:05: Du ist der Unterschied zwischen evangelisch und katholisch, auch in deiner eigenen Person.

00:21:09: Also wie war das denn dann wirklich?

00:21:12: Jetzt muss man glaube ich ganz stark differenzieren also jetzt im Jahr zwanzig und es ist Gott sei Dank so dass da ganz ganz vieles zusammen

00:21:19: wegwächst

00:21:20: und ganz ganz Vieles eben nicht mehr über Differenz geht.

00:21:23: und ich würde auch heute Ich schaue heute ganz anders auf die kathodische Kirche als damals noch Und es war auch ein spezieller Katholizismus, nämlich natürlich auch aufgewachsen bin.

00:21:31: Also meine Eltern ... Ich hab sie gern und ich darf das erzählen!

00:21:35: Die haben dann auch diesen katholischen Priester auf mich angesetzt.

00:21:39: Ohohoho...

00:21:39: Wirklich?

00:21:40: Jaa, der noch mal mich zurückholen sollte und das hat aber dann auch überhaupt nicht funktioniert.

00:21:46: War ein schönes Gespräch, aber ne?

00:21:48: Genau, ähm genau.

00:21:50: und deswegen, also heutzutage würde ich sagen Es ist nicht dasselbe, aber ja, mein neunzig Prozent Teilen wir einfach und ich darf an einem Ort arbeiten, wo man schon viel gespür braucht für die Unterschiede um da überhaupt noch einen Unterschied zu sehen.

00:22:06: Und es ist eben das evangelische Kloster Schwanberg und es ist kein Zufall dass sich da arbeite weil dann die beiden Seelen in meiner Brust sozusagen da kommt jetzt alles zusammen.

00:22:16: Da kommt dann sozusagen die Liturgie, das schöne, die Lituale zusammen mit einer Pfarrerin die das Ganze aber vollzieht.

00:22:24: Das ist doch schön!

00:22:25: Und

00:22:25: die Schwestern haben, glaube ich, benediktinische Liturgie dort?

00:22:29: Genau,

00:22:29: genau.

00:22:30: Die geschieht jetzt nochmal.

00:22:31: eine ganze eigene... Was nicht interessant ist von diesen evangelischen Schwesten, wie das gegründet wurde damals in den Nachkriegsjahren junge Pfadfinderinnen, die sich ein Kastell nicht weit weg von hier von Würzburg verkürze setzen bisschen, aber so eines Nachts geschworen haben Wirklich, das ist Filmreif.

00:22:52: Nachts auf einem Friedhof geschworen haben, beieinander zu bleiben und ihr Leben quasi Christus zu widmen.

00:22:59: Und dann wussten sie noch nicht wohin mit diesem Ruf den diese drei jungen Frauen also wirklich Anfang zwanzig um die zwanzzig gespürt haben und sind in Abteil Münster-Schwarzach bekannt von Anselm Grün auch hier um die Ecke und sind dahin Und waren da oft in diesen Stunden gebeten, saßen oft in der Kirche und ich hoffe, ich gebe es jetzt nicht wieder.

00:23:22: Aber die haben dann auch mit dem Abt dort damals in Kontakt gekommen und haben gesagt wir wollen ins Kloster.

00:23:29: Das ruft uns sozusagen!

00:23:32: Und der Gedanke war quasi, welches Kloster könnte zu uns passen?

00:23:35: Es waren drei evangelische Pfadfinderinnen... ...und er meinte ja abt aber damals ne-ne-ne.

00:23:41: Ihr macht was Eigenes ihr bleibt evangelisch und ihr gründet sozusagen So war die Vision zumindest einen eigenen Ort, einen eigenen Orten wie auch immer.

00:23:51: Also wahnsinnig visionär!

00:23:53: Es waren wahnsinnige visionäre Zeiten gewesen sein nach dieser großen Krise des Zweiten Weltkriegs und was dann da auch wieder aufgegangen ist bei den Menschen.

00:24:01: also es fasziniert mich total diese Story Und so ging's dann los mit diesen Schwestern.

00:24:07: kurz

00:24:09: Ja, danke schön.

00:24:10: Ich möchte kurz noch bleiben dabei bei dem evangelisch-katholisch und zwar weil du es gerade aber auch selbst als Gegensatz aufgemacht hast um es dann wieder zu schließen.

00:24:18: und zwar hast du gesagt ne die alte Weihrauchschleuder und dann aber das protestantische von Herzen und der richtige Glaube dass eine so irgendwie überladen mit spirituellen Elemente irgendwie diese ein bisschen Aufladen und das andere so trocken.

00:24:30: also das ist zumindest der Stereotyp.

00:24:31: Klischee ist genau

00:24:32: ein klischee.

00:24:33: und jetzt hast Du grade gesagt aber deswegen ist es kein Zufall dass du im Kloster arbeitest das offensichtlich zusammenbringen kannst.

00:24:40: Mein Mann ist katholisch gewesen, ist evangelisch geworden und sagt jetzt immer zu mir er hat seinen Glauben verloren.

00:24:45: also für mich weil es ist nicht so feierlich im evangelischen Gottesdienst oft.

00:24:50: Was erlebst du da?

00:24:51: Wie feierlig ist das wirklich?

00:24:52: wie spirituell?

00:24:55: Das ist ja genau das Ding!

00:24:56: Es gibt ja nicht den evangelischen Gottesdienst.

00:24:59: Das ist immer die Wundertüte.

00:25:00: deswegen

00:25:00: wenn ich wohl im Urlaub bin egal wo auf dieser Welt gehe ich lieber in eine katholische Kirche Aber da weiß ich heute was ich kriege.

00:25:07: Ja, ja.

00:25:09: Da weißt du halt was du

00:25:10: kriegst?

00:25:13: Das ist wie alle im Urlaub zu Starbucks.

00:25:15: Weil der

00:25:16: schmeckt gleich

00:25:18: immer gleich.

00:25:19: Bei mir fragt man katholische Gottes, wie es ist wie Starbucks.

00:25:21: Es ist so ein bisschen ...ja natürlich!

00:25:23: Das ist eine geniale Marke.

00:25:24: Schönes

00:25:25: Zitat.

00:25:26: Der

00:25:26: Titel des Podcasts.

00:25:30: Genau.

00:25:31: Also deswegen... Und deswegen, es gibt ja nicht den evangelischen Gottesdienst.

00:25:36: Aber das ist schon mühsam.

00:25:37: Jetzt habe ich lange in München gelebt und es war ein bisschen leichter weil ich viele Gemeinden dieser Stadt hatte und so Kirchenhopping machen konnte auch bevor ich selbst am Vater war.

00:25:46: dann war natürlich meine Gottesdienste die besten aber davor war's halt so ein bisschen rundkuchen und genau und tatsächlich da waren... Natürlich!

00:25:55: In der katholischen gibt es das natürlich genauso.

00:25:56: Man sieht, ich war da grössliche Sachen dabei wo ich dachte was ist das jetzt hier noch?

00:26:00: Ist es überhaupt doch ein Gottesdienst weil es keine Form mehr hatte.

00:26:05: und dann merke ich schon da kommt eine kleine Katholikin mit durch.

00:26:08: ich brauche einfach meine Form um mich reinfallen zu lassen um nicht auch ständig kognitiv gefordert zu sein weil ich ganzheitlich als Mensch mehr bin als nur meine Kognition oder so.

00:26:19: und dieses ganzheitlichen Dasein können auch körperlich sich in ein mystisches Erleben reinbegeben.

00:26:27: Jenseits von Wort?

00:26:28: Jenseit von Worten, ganz genau!

00:26:31: Das geht dann besser.

00:26:31: und dann gefahren wir die ritualisierten Formen besser.

00:26:34: Und es gibt sie auch im evangelischen.

00:26:36: Man muss halt suchen.

00:26:38: Ja, Olympiadorf in München, da warst du zu zwei Jahre lang

00:26:41: Fahrer

00:26:42: oder warst so sehr stark ökumenisch unterwegs.

00:26:45: Ich weiß, ob es jemand weiß oder jemand kennt im Olympiadorf.

00:26:49: In twohundsiebzig olympische Spiele, Olympia Park ist entstanden alles und das Olympiadorf was ja leider Bekanntheit erlangt hat vor allem über das Attentat.

00:27:01: genau aber in diesem Olympiadorff gibt es ein Bayern's erstes ökumenisches Kirchenzentrum.

00:27:09: damals zweihundsebzig war ja alles wahnsinnig ...progressiv, visionär gedacht.

00:27:15: Also jetzt Olympia auf acht Stunden erzählen!

00:27:18: Weil ganz, ganz witzig wie das auch konzipiert ist... Es gibt zum Beispiel eine Sache, das finde ich wirklich spannend, wenn man sich maximal abgrenzen wollte von den Nazi-Spielen.

00:27:27: Die letzten die da am meisten Deutschland... Hat man zum Beispiel, gibt es keine Aufmarschflächen.

00:27:35: Es ist alles kleinteilig und alle kleine Straßen.

00:27:39: Man hat vielleicht Systeme über so farbige Art Röhrensysteme damit's möglichst niederschwellig ist, damit die Sprachbanieren nicht sind.

00:27:46: also ein wunderschöner Geist der da bis heute herrscht.

00:27:50: Und in diesem verbindenden Geist ist Bayerns erstes ökumenisches Kirchenzentrum entstanden.

00:27:55: Damals auch noch eine multi religiös genutzt dieser Raum Und heute eben ein Gebäude, so einen typischen siebzigerjahrer Flachbau mit ganz dünnen Pappschachtel wenden.

00:28:06: Wenn ich einmal es so mache und mit dem Fuß kicken würde ist die Wand weg.

00:28:10: Und warum?

00:28:10: Bewusst!

00:28:11: Man hat gesagt jetzt sind wir noch getrennt aber das wächst doch eh bald zusammen.

00:28:17: Wir sind auch eh bald eins also bauen wir... Das war die architektonische Idee.

00:28:21: Wir bauen die Wände nur ganz so ein bisschen improvisiert dass wir bald eins sein können.

00:28:26: Das war das Denken.

00:28:29: Dann gab es auf und ab.

00:28:30: Und ich kann nicht sagen, dass das wirklich eine lineare Entwicklung der Annäherung war.

00:28:34: Wir haben leider nichts zu sagen zwischen katholisch und evangelisch.

00:28:37: Aber ich durfte da zwei Jahre arbeiten.

00:28:39: Das war meine erste Fahrstelle.

00:28:41: Ich wurde Darbfahrer und habe mit meinem katholischen Kollegen viele Gottes in sich gemeinsam auch gehalten.

00:28:48: Genau!

00:28:48: Es hat dort auch eine Tradition des gemeinsamen Abendsmals und dann wird's quasi schon kritisch.

00:28:53: Aha!

00:28:54: Genau!

00:28:54: die zipinarrechtliche Konsequenzen auch heutzutage haben für den katholischen Priester, wenn er das gemeinsam durchführt.

00:29:03: Aber es war da Jahrzehnte lang gang und gäbe tatsächlich.

00:29:05: Ja also da bin ich quasi... Da hab' ich's Vater sein gelernt!

00:29:09: Und das war schön im Miteinander mit dem Katholiken.

00:29:13: Jetzt haben wir wieder eine Frage für euch.

00:29:15: Wir haben ja vorhin schon gesagt, dass wir uns so im Jied-Netzwerk ein bisschen postkonfessionell fühlen also christliche.

00:29:21: Wir unterstützen christliche Influencerinnen deswegen.

00:29:23: Wir sind sowohl evangelische als auch katholische als die im Herzen manchmal ökumenischen.

00:29:30: Wie fühlt ihr euch denn?

00:29:31: Wer fühlt sich denn

00:29:31: katholisch

00:29:32: oder ist es sogar?

00:29:33: auch Das war zu erwarten ganz viele auf dem Katholisch.

00:29:40: Also da sitzt Jörg Niesler.

00:29:42: Ja, das wollen wir doch kurz mal sagen.

00:29:44: Die

00:29:44: Leute, die das später hören werden.

00:29:47: Aber natürlich auch früher katholisch war.

00:29:50: Genau.

00:29:50: Er hat sich auch gemeldet und Jörgg meldet es dich jetzt gleich nochmal.

00:29:54: Vielleicht.

00:29:55: Wir beobachten dich jetzt auf jeden Fall!

00:29:57: Und wer ist denn evangelisch oder fühlt sich evangelisch?

00:30:00: Ah ja, haben wir auch guck mal da ist der Jörg.

00:30:02: Wer fühlt sich post-konfessionell?

00:30:06: Ja das sind drei vier... Ja beim nächsten Mal werdet ihr alle hinfahren.

00:30:13: Das kriegen euch schon.

00:30:13: Ist hier das Missionarszelt.

00:30:15: Eine Agenda!

00:30:16: Konfessionellen.

00:30:18: Nein.

00:30:18: Dankeschön.

00:30:20: Alex du hast mal im Sonntagsblatt gesagt von Wiedereinstituten.

00:30:24: Hab ich schon wiedergesagt.

00:30:25: Tat

00:30:25: ist ein Toll ne und man wird dann später immer wieder damit konfrontiert dass es was bleibt.

00:30:31: Also Achtung, Zitat beginnt.

00:30:32: Es reizt mich wahnsinnig eine Sprache und Inhalte zu finden dank der ja auch kirchenferne Menschen am Ende sagen so ist es eigentlich doch ganz spannend.

00:30:42: wie gut gelingt dir das?

00:30:44: was ist dein Rezept?

00:30:45: Und gibt's da auch Widerstände?

00:30:47: stößer damit auf Wiederstände?

00:30:50: Ist jetzt komisch über sie selbst zu sagen ich habe mit irgendwas Erfolg.

00:30:55: Aber ja,

00:30:57: man

00:30:58: darf es schon mal sagen.

00:30:59: also ich würde schon sagen meine Gottesdienste vor Ort waren jetzt nicht schlecht besucht.

00:31:03: Tatsächlich kann mich das nicht beschweren über leere Kirchenbänke tatsächlich nicht gemischt das will was heißen doch das ist schön genau.

00:31:16: und in sozialen Medien ich habe keine Riesen-Account aber immerhin gut fünf tausend Menschen folgen mir da Genau.

00:31:24: Also insofern würde ich schon sagen, das ist meine kleine Personalgemeinde dichter so mit mir mitschleppe wobei das für eine Gemeinde großkirchengemeinden sind meistens kleiner.

00:31:34: Insofern ja, ich würd sagen es gelingt mir die Widerstände sind nicht da!

00:31:38: Die Widerstande sind dann da wenn es bedeutet dass sich was was für die Gemeinde vor Ort zu tun wäre liegen lasse weil ich auch nichts zaubern kann wenn mein Tag auch noch so und so viele Stunden hat.

00:31:49: und dann aber was auf Social Media mache.

00:31:52: Also alles sagen wir, oh ist so cool der junge Pfarrer und er erreicht die neue Generation.

00:31:57: Und genau das braucht's!

00:31:59: Das unterstützen.

00:32:01: Aber wehe?

00:32:02: Es bleibt dann was liegen von meiner vermindlich normalen Arbeit... ...und dann bin ich aber auf Social Media zu sehen.

00:32:09: Dann kann man natürlich schon einen Kommentar da für harter Zeit.

00:32:13: Da rumspringen, ein bisschen so flotte Sprüche im Internet.

00:32:20: Kam nicht oft, aber kam.

00:32:22: Genau.

00:32:22: Kann ich mir vorstellen?

00:32:23: Ja ja ja.

00:32:24: Also insofern... Das ist immer große Offenheit, aber es hat auch Konsequenzen.

00:32:28: Aber

00:32:28: gerade gestern wieder und wir reden mich

00:32:30: mal.

00:32:32: Und

00:32:33: heute noch.

00:32:35: Der Schaubfahrer!

00:32:36: Du

00:32:36: hast mal gesagt, schon wieder ein Zitat Ich mache aus meinem Predigten normalerweise eine kleine Show.

00:32:41: Mit

00:32:42: viel Gestik und Mimik deswegen.

00:32:44: Ich merke das auch jetzt hier.

00:32:46: Deswegen findet Alex auch radio prädigten prinzipien herausfordern, weil da kann man eben nicht viel Gäste machen.

00:32:53: Also wie viel hat predigt denn generell für dich tatsächlich mit show zu tun?

00:32:56: Sehr viel und das ist für mich total positiv besetzt.

00:32:58: ja ich habe überhaupt keinen Bock auf dieses ständige gegeneinander ausspielen.

00:33:02: deswegen ich war in dieser beauty- und modebranche und so viele menschen sagen Das muss oberflächlich gewesen sein, aber das hast du jetzt hinter dir gelassen.

00:33:11: Jetzt bist du ja Pfarrer geworden!

00:33:13: Bist du mal in die Tiefe gegangen?

00:33:15: Und ich dachte, hast Du eine

00:33:16: Ahnung?!

00:33:17: Hast Du eine ahnung wie tief die Gespräche waren, die ich dann mit meinen Beauty Girls auf dem Balkon geführt habe zwischen den Shows und sonst irgendwas... ...und wie oberflechlich Gespräche sein können in der Gemeinde?

00:33:28: also bitte!

00:33:29: Das würde ich nicht gegeneinander ausspielen.

00:33:31: und genauso würde ich auch sagen dieses Begriffe wie Event-Show sind leider Echt super negativ gesehen in kirchlichen Kontexten.

00:33:40: Und da geht uns ganz viel verloren, weil die Frage ist immer noch was ist das Ziel meiner Show?

00:33:44: Ein Show verbinden wir gleich mit Belustigungen der Massen und Verblödung oder irgendwas.

00:33:50: aber ich kann auch eine kluge Show machen.

00:33:52: Ich kann auch ne relevante Show machen Mit echten Inhalten Aber mit Show!

00:33:58: Etwas

00:33:58: zeigen.

00:33:59: Etwas auch von mir zeigen, genau!

00:34:01: Mich als Person erkennbar machen die ganzen Showmaster früher.

00:34:04: Ich durfte einmal... Das war eine prägen Erfahrung für mich einen Fernseh-Gottesdienst machen vor einigen Jahren.

00:34:10: Gemeinsam mit Karolin Reiber.

00:34:13: Ja

00:34:14: sie kennt, ja da raunen geht durch die Runde ein Raunen.

00:34:19: Caroline Reiber, genau tatsächlich.

00:34:22: Die haben wir uns geschnappt!

00:34:23: Die hatte erstaunlich schnell zugesagt.

00:34:26: Es war schön, es war so vor vier Jahren und da habe ich gemerkt, boah das ist eben nicht nur einfach das perfekte Lächeln oder das perfette Sprechen sondern die zeigt sich als Mensch.

00:34:41: Die zeigt sich hinter der Bühne als Mensch, die kannte alle.

00:34:44: Die ist zu jedem Kameramann hin und hat sich vorgestellt

00:34:48: Ah ja.

00:34:48: Die war da, die war ganz, ganz da als voller Mensch.

00:34:51: und das ist auch eine Art von Show, ne?

00:34:53: Ja.

00:34:54: Die mich alle im Blick habe... Und also deswegen, Show heißt immer ich Kommand mach meine Show!

00:35:00: Gute Shows sind hinaus Gegenteil, gute Shows beziehen alle mit ein und es ist ja cool.

00:35:04: Ich küsse sich auf

00:35:05: diese Schauen sollen, für die sie da sind.

00:35:07: Genau.

00:35:09: Dass ich mal bei dem Bereich bleibe, du hast gerade vom Fernsehen Gottesdienst erzählt Du sprichst auch zwei bis dreimal pro Jahr morgen feiern fürs Radio ein und du stehst bei mehreren Fernsehgottesdiensten eigentlich vor der Kamera.

00:35:20: Und du hast v.a.

00:35:21: auch einen TV-Format für den bayerischen Rundfunk mitentwickelt, das heißt Sinn und Seele.

00:35:26: Kennt ihr alle oder?

00:35:28: Ja jemand... Spätestens jetzt!

00:35:32: Genau das ist quasi meine andere Seite.

00:35:34: also ich bin evangelischer Pfarrer, das ist glaube ich hindlänglich bekannt genau und eben in zwei Sonderrollen gerade unterwegs.

00:35:41: die eine Sonderrolle Das ist eben Vorstand des geistigen Zentrums auf dem Schwarnberg, in diesem evangelischen Kloster Schwarnberg bin.

00:35:48: Und mit der anderen Hälfte bin ich zuständig auch für Fernseh-Gottesdienste, Radio-Gotta-Dienste der Evangelischen Kirche in Bayern mit einem Team.

00:35:58: Teil des Teams sitzt das dickenweise auch hier genau und Betreu da quasi auch übertragen werden.

00:36:04: Genau.

00:36:05: Kodische die Leute!

00:36:07: Dann bist du ja auch noch bei Instagram und diversen Medien bist du eigentlich ganz gut aufgestellt.

00:36:11: Die spannende Frage finde ich jetzt mal, wo spürst Du oder wann spürt Du auch am stärksten, dass Du mit sowas wirklich Menschen erreicht?

00:36:17: Im Gottesdienst bei der Show hast Du eine unmittelbare Rückmeldung oder zumindest kann man da einen Gespür entwickeln.

00:36:22: Wie ist das bei den medial vermittelten Sachen die Du machst?

00:36:26: Ich will überhaupt nicht!

00:36:27: Ich liebe Gottesdienstefeiern vor Ort, wirklich aus tiefstem Herzen.

00:36:30: Das ist das ist mit des schönste was man machen kann auf dieser Welt glaube ich, Gottesdiensetefeiern.

00:36:36: Aber ich kann nicht sagen, dass die Rückmeldung unmittelbarer wäre als im Vergleich zu Social Media Formaten zum Beispiel.

00:36:43: Also wenn ich in sozialen Medien irgendwie ein Video veröffentliche oder einen Gedanken beitrage und dann kommt der Rückmellungen warum soll das weniger mittelbar sein?

00:36:53: Nur weil es digital funktioniert also ist super intim.

00:36:58: Das ist sogar so, dass es sich teilweise auch überträgt in die analoge Welt.

00:37:02: Es gibt Leute, die fahren dann durch ganz Deutschland um meine Gottesdienste zu kommen oder mit mir zu sprechen und das bahnt sich digital an viele Kirchenferne.

00:37:14: Und das muss ich schon sagen.

00:37:15: Das gelingt natürlich für soziale Medien gut, die Kirchenfernen wiederzuerreichen.

00:37:20: Insofern ist das total unmittelbar.

00:37:23: Das war ziemlich krass!

00:37:25: Ich kann sogar von Geschichten erzählen und das kennen die, die da unterwegs sind sicher auch.

00:37:30: Wo ich dann sage okay jetzt muss ich gut überlegen wie gehe ich damit um?

00:37:35: Also es gibt dieses hin-und-her Pingpong was einen seelsaugerlichen Charakter hat

00:37:40: ja

00:37:41: aber was ist denn wirklich in die Tiefe geht wo ich merke es tut sich hier eine Krise auf Von den Menschen denen wo ich nur ein Foto sehe nicht mal den Klarnamen kenne.

00:37:51: Und ich hatte tatsächlich einen Fall Wo jemand, wo auch eine Form von Suizid zum Beispiel im Hintergrund stand.

00:38:00: Nicht bei der Person selbst aber in unmittelbaren Umfelden.

00:38:04: und das war ganz am Anfang meiner Zeit auf Instagram.

00:38:06: Ich war völlig... Und ich war noch kein fertiger Pfadder sozusagen!

00:38:11: Und wer das nie vergessen will wie ich am Abend meine Sachen packen wollte, hatte Feierabend, war WK also Pfader in Ausbildung, Sachen packten und guck nochmal kurz auf mein Handy und dann ist er diese Nachricht.

00:38:22: So Jacke ausziehen Tasche runter, weil ich wusste genau das wird jetzt was längeres.

00:38:27: Okay.

00:38:28: Genau und da ist natürlich auch die Frage... Und es ist immer noch eine Frage, die mich sehr beschäftigt... Instagram!

00:38:34: Das ist der Meta-Konzern.

00:38:36: Will ich diesem Konzern persönlichste, intimste Daten preisgeben?

00:38:42: Und dann versuche ich immer sehr schnell wenn ich merke jetzt gehts echt in eine Tiefe.

00:38:46: also zum Andocken ist es toll aber wenn es in tiefe geht können wir's verlagern.

00:38:50: Ich biet an, dass wir telefonieren können.

00:38:52: Wir uns live begegnen können.

00:38:54: ich vermitle an Stellen vor Ort zum Beispiel solche Sachen.

00:38:58: Aber in dem Fall war das so akut, dass sich nicht rauskommt aus der Situation.

00:39:02: Ich hätte nicht sagen können lass uns am Morgen weiter reden oder machen es weiter.

00:39:05: Wir mussten akut eine Lösung finden.

00:39:06: genau ich will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen hat dann auch was mit Polizei einschalten und so zu tun.

00:39:13: In Absprache mit dieser Person haben dann quasi einen Plan gemeinsam entwickelten Krisenplan.

00:39:18: Ich habe parallel tatsächlich, weil ich ja auch kein Profi bin noch nicht wahr vor allem zu der Zeit mich einfach auch informiert.

00:39:25: parallel was mache ich in solchen akuten Fällen?

00:39:28: und es ging dann ganz gut aus sozusagen.

00:39:31: Also würdest du sagen, Orte wie Instagram sind gute Orte um erstmal was auszusenden?

00:39:37: Wie Ermutigung und sowas.

00:39:38: auch gute Orten um in Kontakt zu kommen aber keine guten orte um dann zum Beispiel tiefergehend Seelsorge zu leisten.

00:39:45: da würde man den Ort wechseln.

00:39:46: Diese Person hat nach vier Wochen sich gemeldet und gesagt danke ich hätte nie.

00:39:50: und jetzt kommt der Mut!

00:39:51: Ich hatte nie den Mut gehabt zu irgendeinem jemanden im Umfeld nicht mal und das ist spannend nicht einmal zu meinen engsten Freunden wär ich hingegangen mit dem Problem.

00:40:00: Aber zu dir, weil du mir einerseits vertraut bist und du zeigst dich... Ich hab das Gefühl, ich kann dich einschätzen.

00:40:06: Ja?

00:40:07: Ich erzähl sehr freigeblich von mir in sozialen Medien.

00:40:10: Dazu stehe ich auch.

00:40:12: Und zugleich kann ich aber anonym bleiben!

00:40:14: Diese Mischung ist einmalig.

00:40:16: Da zeigt sich jemandes persönlich, es ist ansprechbar, aber ich muss mich nicht völlig aus der Reserve quasi locken lassen.

00:40:24: Das fühlt eine Lücke.

00:40:25: Das finde ich sehr schön.

00:40:29: So Seelsorge ist ja auch urkirchliche Aufgabe, finde ich.

00:40:34: Und das Öffentlichmachen vielleicht von Sachen steckt ja auch in diesem Motto ab Mutsteh auf und du hast gerade gesagt, dass du jetzt sagst, dass Du mit einem Mann zusammenlebst und es hättest Du vor ein paar Jahren noch nicht gemacht.

00:40:47: Auf dem evangelischen Kirchentag in Nürnberg, den Abschluss prädigt, da hast Du eine Predigt in so genanter leichter Sprache gehalten?

00:40:55: Und du hast einen Teil deiner Predigt konstanze Pot überlassen, die eine Transition hinter sich hat.

00:41:01: War das also ein großer Schritt und was war wichtiger der persönliche Mut oder das kirchliche Signal?

00:41:08: Genau!

00:41:08: Also vielleicht noch zwei Dinge dazu... Der Gottesdienst war ein leichter Sprache.

00:41:13: Vielleicht war ja sogar jemand da, Kirchentage Nürnberg einer der beiden Abschlussgottesdienste.

00:41:17: Es gab den großen auf dem Hauptmarkt und den etwas kleineren mit mir als Prediger auf dem Kornmarkt.

00:41:23: Aber

00:41:23: immer noch zehntausend Menschen oder so verbrauchten im Vertragung alles genau.

00:41:27: Und ich bin angefragt ihn zu übertragen, dazu predigen.

00:41:31: Ah natürlich mehr.

00:41:32: wow schon was Besonderes das zu dürfen.

00:41:35: Und dachte ich mir, wir reden... Da war dieses Thema auch in meinem privaten Umfeld von Transitionen.

00:41:42: Also vom Mann zu Frau zum Mann zu werden einfach lag sehr oben auf und ich dachte mir, ich habe keine Lust mehr über das Thema zu reden weil ich ab eigentlich keine Ahnung davon.

00:41:55: Ich will endlich mal jemand zur Wort kommen lassen den es selbst betrifft und ich dachte mir, hm ich hab die Gelegenheit zehn tausend Menschen hier Diese Geschichte, diese Geschichte.

00:42:07: Ich dachte nicht mehr, die nutze ich, die Chance und habe dann quasi meine Predigtzeit sozusagen abgetreten bewusst.

00:42:14: Hab immer noch ein bisschen was sagen dürfen aber hab' quasi einen Teil abgetrehten an Konstanze Pott Die selbst am Anfang ihrer Transitionsstand.

00:42:21: also wir hatten da intensivte Gespräche davor ob sie das überhaupt will Ob sich so verletzlich zeigen will vor diesen Massen.

00:42:28: Genau, aber sie hat ja gesagt Und genau kann man heute um abrufen des Video glaube ich ganz

00:42:33: beeindrucken.

00:42:34: ich von

00:42:35: mich hat selber bewegt

00:42:36: abster zu reaktion.

00:42:38: also wie war das

00:42:39: genau?

00:42:39: es gab einen.

00:42:42: Also es gab eine riesigen shitstorm dem pediker gegenüber quintensieser auf dem hauptmarkt als es war ein ausgewachsener shit orkan

00:42:52: für seine aussage gottes queer

00:42:54: für die außer goddess queer das ist noch das eigene thema waren oder Gottesdienst Uns, auch weil wir medial.

00:43:00: Wir waren halt nicht im ZDF-Übertrag mit Millionen Publikums und wir waren halt quasi nur gestreamt.

00:43:05: auf der Seite des Kirchentags war deswegen die Reaktion weniger stark aber auch interessant.

00:43:10: wer hat es abbekommen?

00:43:11: Der Schuldige bin ja eigentlich ich!

00:43:13: Ich hab's ja quasi verbrochen.

00:43:15: Ja.

00:43:15: Ich bin da quasi der Verantwortliche als Pfarrer für diese Predigt.

00:43:18: Ja... Ich

00:43:18: bin verantwortlich für meine Predigt Aber der junge Mann, der junge charmante Mann dem lässt man das anscheinend eher durchgehen als Konstanzepott die in ihrer Transition steckt und so verletzlich ist.

00:43:32: Aber natürlich durch, anscheinend für manche, so irritierende oder wie auch immer... Die hat es abbekommen!

00:43:36: Die hat Hassnachrichten bekommen.

00:43:38: Nicht sie direkt meistens auch aber meistens über sie auf irgendwelchen Facebook-Gruppen.

00:43:43: Und das konnte man halt dann von außen sehen, wie's da abging.

00:43:47: Das war natürlich für Sie im vielleicht... Wie soll ich sagen?

00:43:52: In dem Moment wo sie so angreifbar wie nie zuvor in ihrem Leben BAM!

00:43:56: Das einzukriegen.

00:43:59: Was seid ihr für Menschen?

00:44:00: Ja, aber so war es ja...

00:44:01: Wie erklärst du dir das?

00:44:02: Trampeln andere gerne auf Schwächeren rum oder was?

00:44:04: Wahrscheinlich.

00:44:05: Ja wie erkläre ich mir das?

00:44:06: Wenn ich mir erklären könnte, klar ist es dieses typische Otherring und ich stecke meine eigene Identität in die mich abgrenzen.

00:44:14: Und es geht so schnell auch in kleinen Dingen.

00:44:16: Es muss ja nicht durch Abwerten sein.

00:44:18: Aber wir spüren sie auch nur diesem katholisch evangelisch.

00:44:21: Es ist nicht böse, Das ist ja immer so, es stiftet auch Identität etwas nicht zu sein quasi.

00:44:27: Und das ist ja erst mal nicht schlecht.

00:44:29: Schlecht wird's quasi wenn ich mit dessen nicht bewusst bin.

00:44:31: erstens und man so natürlich in Hass umschlägt.

00:44:34: Und Abwertung!

00:44:35: Gerade

00:44:35: die

00:44:37: anderen sind das, ich ja...

00:44:39: Ich will ganz ehrlich, ich wills doch nicht verstehen.

00:44:42: Viele

00:44:43: haben, ich war lange dachte mir Ja, kann man diese Angst vor dem fremden Nachvollziehen?

00:44:48: und so?

00:44:49: Nächstes Märchen zwischen egal.

00:44:53: Psychologe spielen und von all diesen Hatern, von allen diesen Hasswahrheiten Menschen der psychische verstehen.

00:44:58: Ich will es nicht mehr aber ich will dagegenhalten und ich will andere Geschichten erzählen.

00:45:01: Und nach deswegen bin ich in social media.

00:45:04: Nicht weil ich ist so sehr liebe soweit ich einfach sage na ja ich mag's auch Nein Aber weil ich mir denke wenn ich jetzt nicht mache dann machen sie halt nur noch die Ja sozusagen die sind da Die sind da

00:45:16: hab grad das Gefühl ist nicht so.

00:45:17: Zitat.

00:45:18: was wir von dir haben passt auch dazu.

00:45:19: zu diesem Thema Zu dem thema Dinge runtermachen, die so anders sind als wir.

00:45:27: Weil das ist ja ... was ja funktioniert, am besten sind alle gleich, dann müssen wir auch wenig Angst haben voreinander, ne?

00:45:32: So, dann wissen wir, was kommt!

00:45:34: Du hast gesagt zu deinem Verhältnis zur Kirche aber die besteht ja eben aus den Menschen.

00:45:39: Ich mag keine Kirche, die höfliches Mittelmaß isst.

00:45:43: Also für dich soll's entweder rotzfrech oder gelassen sein und stille also.

00:45:47: das Zitat ist ich will eine heillos heruntergekommene kirche Und eine grotesk aufgepräzelte Kirche.

00:45:55: Ich will eine linksgrünversiffte und eine bürgerlich-wertkonservative

00:46:00: Kirche.".

00:46:02: Ganz schön viel Spannung, aber auch ich habe das Gefühl ne riesige Weite, ne?

00:46:06: Ja

00:46:07: genau!

00:46:08: Aber es ist genau das.

00:46:10: Ich will einfach, dass die Menschen sind wie sie sind und ich will auch die Freaks in der Kirche.

00:46:16: Dass Sie da Ihren Ort finden – und das tun Sie oft noch nicht!

00:46:18: Und es ist so schade weil ich mir denke gerade hier seid ihr willkommen.

00:46:23: eigentlich müssten wir nicht der Orte sein wo eine Transition von mancher Frau toleriert wird sondern wir sollten der Ort sein als Kirchen die das gerade ermöglichen.

00:46:32: Die gerade dazu ermutigen es zu tun oder Die Räume bieten, wo man das aussprechen darf sozusagen.

00:46:38: Also gerade da soll es doch eigentlich sein.

00:46:41: Sollte es Mensch sein in seiner Vielfalt gefeiert werden und passieren dürfen.

00:46:46: Und das mache ich damit.

00:46:47: Ich will nicht die Kirche, die in eine politische Richtung gehen aber sprecht es doch aus steht dazu geht in die Diskussion streitet Aber dieses Belanglose, weil das Interessante ist.

00:46:59: Da gibt es ja die Studien dazu, warum treten die Menschen aus der Kirche aus?

00:47:02: Vor allem bei der Evangelischen?

00:47:04: nicht, weil sie die evangelische Redo finden, sondern weil sie sie belanglos finden.

00:47:08: Irrelevant!

00:47:09: Weil Sie sagen, es hat keine Bedeutung mehr für mich und das ist die eigentliche Aufgabe gerade.

00:47:14: Wir kommen wieder in eine Bedeitung quasi... Die Kirchenhasser, die gibt's hier auch.

00:47:19: vorhin ist auch irgendein komischer Typ herumgelaufen oder wie man da immer gesehen mit so einem komischen Schild.

00:47:23: Die gibt's natürlich, die kennt man.

00:47:25: Das ist aber nicht die Jose-Masse.

00:47:27: Die Jose- Masse sagt wir haben mir einfach nichts mehr zu sagen.

00:47:30: Es

00:47:30: ist mir egal?

00:47:31: Ja.

00:47:31: Und das ist viel schmerzhafter für mich!

00:47:35: Okay jetzt dürft ihr mal ganz kurz nachdenken und wir möchten zwei drei Schlagworte einsammeln Wie werden wir eine Kirche, die nicht mehr belanglos

00:47:44: ist?

00:47:45: Von

00:47:45: bräuchten wir mehr.

00:47:46: Also Alex hat jetzt gerade ... Jeder den Freak in sich rauslassen.

00:47:49: Wir rochen mehr Freaks in der Kirche!

00:47:51: Aber vielleicht hat jeder auch so einen Freak-Insicht, den er nicht den Mutter hat, rauszulassen.

00:47:56: oder

00:47:56: eine Klosterschwester.

00:47:58: Ja also weißt du ich meine es nicht, ihr seht ja jeder Halligali bitte nicht, bitte nicht.

00:48:03: Oder ne ganz stille KlosterSchwester aber die dann bitte hegen und pflegen Und rauskommen lassen und sein lassen Na, drück Zug und verstecken.

00:48:13: Jeder mache ich nicht mehr mit!

00:48:15: Ihr dürft euch melden?

00:48:16: Ich komme kurz zu euch.

00:48:18: Die Begeisterung... Was wünscht ihr euch in Kirche?

00:48:22: Warte, ich halte das Mikrofon hin.

00:48:24: Freak ist es ganz bestimmt nicht, aber Frauen die predigen.

00:48:27: Die wünsche ich mir im katholischen Kirchen.

00:48:31: Amen!

00:48:32: Was noch?

00:48:33: Was haben wir im Angebot außer Frauen hier?

00:48:36: Toleranz für jeden.

00:48:37: Ganz egal, wo er herkommt wie er heißt, wer er ist, wie er aussieht was für einen Menschen erliebt, was für eine Geschlechtsidentität er hat.

00:48:44: wir sollten alle willkommen sein und ich glaube Gott hat uns so geschaffen wie wir sind und es hat ein Grund.

00:48:49: und da darf die Kirche ruhig mal sagen ja du bist wertvoll und Gott liebt dich so wie du bist.

00:48:55: Dankeschön auch.

00:48:56: Haben wir noch dazu?

00:48:59: Zurück zu mehr Frauen in der Kirche insgesamt speziell in einer katholischen Kirche.

00:49:05: Ja, viele Frauen sind da.

00:49:06: Aber Frauen amtern oder?

00:49:08: Ich muss net unbedingt ein offizielles Amt haben aber einfach präsent sein in der Gemeindearbeite.

00:49:15: Das ist wichtig!

00:49:16: Unbedingt Dankeschön

00:49:18: Danke Danke.

00:49:20: Wir biegen auf die Ziehgerade ein, lieber Alex Huy wird's verschloss

00:49:23: Wozweilig.

00:49:25: Zum Thema Mut und Kraft gehört auch das Scheitern Und wie man damit umgeht.

00:49:31: Alex ist mittlerweile berühmt und bekannt, prominent regelrecht für eine Scheitern-Geschichte die ja nicht gerade unter Ausschluss der Öffentlichkeitsstadt fand.

00:49:42: Wir reden über einen ganz raben schwarzen Tag in deinem Leben!

00:49:46: Der hat eine Vorgeschichte was mit Umzugskartons zu tun und dann ging es noch um die Stadt Bückeburg...

00:49:52: Gibt's nicht!

00:49:56: Und eine Fernsehsendung, die wirklich fast jeder kennt.

00:49:59: Moderiert von Günther Jauch.

00:50:01: Erzähl doch mal bitte was war da eigentlich aus?

00:50:04: Vor erst vier Wochen.

00:50:06: Alle gesehen oder?

00:50:07: War ich bei Günter Jauch?

00:50:08: Wer wäre Millionär tatsächlich?

00:50:10: Es waren Oster Montagabend!

00:50:12: Osterspecial besonders hohe Quote Primetime, zwanzig über fünfzehn erster Kandidat.

00:50:18: Genau.

00:50:18: Hinterrunde ist es so ein Überraschungsspecial.

00:50:20: meine Schwiegereltern haben mich eingeladen dazu als ich wusste dass echt nichts davor.

00:50:26: Im Rückblick gab es Indizien in den Wochen davor, wenn man so ein bisschen Detektivarbeit betreibt.

00:50:30: Aber ich wusste tatsächlich nicht!

00:50:31: Ich war eingeladen und hatte die Karte geschenkt bekommen zum vierzigsten Geburtstag dieses Jahr.

00:50:37: Es erschien mir auch plausibel weil ich das wirklich gerne kuckel zurzeit mit meiner Schwiegermutter hingezogen bin ins Nachbarhaus.

00:50:43: also wie auch immer ist eine Ritual geworden für uns.

00:50:47: Und dann saß ich da ja und dann hieß es irgendwann... Also dann wurde quasi.

00:50:54: Also es wurde, da wohl ich gerade Hause bei meinen Schwiegereltern.

00:50:57: Ich hause da in so einem Zimmer und das ist an meiner Umzugskartons.

00:51:01: alles steht dass seit einem Jahr und die Unterbäste liegt offen rum und alles.

00:51:04: meine Mutter denkt sich filme ich alles ab.

00:51:07: schickig Günther ja auch hat sie ernsthaft so gemacht.

00:51:11: Ja genau das war ich!

00:51:13: Jetzt, er bin ich.

00:51:15: Die

00:51:15: Fotokommer heißt es gerade, werden Erinnerungen wachsen und doch Leute gesehen?

00:51:18: Das finde

00:51:19: ich aber noch gar nicht peinlich!

00:51:20: Ich bin in Instagram, bin ich gewohnt, dass sich viel von mir zeige, das will ich noch gar nich' peinlig.

00:51:24: Peinlich wird's dann leider dann am...am...das war quasi die Sendung zu Ende.

00:51:28: im nächsten Tag ging´s dann quasi weiter und ich war der erste Kandidat an diesem zweiten Abend, am unteren Abend.

00:51:35: ähm genau nun saß ich da auf diesem Stuhl und dann gings so los.

00:51:38: für die ersten Fragen, die sind immer noch ein bisschen lustig ne Und habt ihr auch ganz zu verrähen, bin da glaube ich auch ganz zackig durch.

00:51:45: Und stand dann bei zweitausend Euro, wer sich da auskennt weiß es ist noch relativ früh.

00:51:51: Genau und dann war die Frage welches das Fürstentum in Schaumburg Lippe an welchem Ort sozusagen ihren Sitz hat?

00:52:01: Und dann hieß es irgendwie Backeburg Bückeburg, Knickeburg und Knackeburg.

00:52:05: Und irgendwas?

00:52:09: Ich denke mir ... Es ist peinlich!

00:52:12: Es ist auch noch der Sitz der Landeskirche.

00:52:15: Schauenburg-Lippe.

00:52:17: Ich hab inzwischen auf meinem Schreibtisch ein Kärtchen des Landesbischofs.

00:52:21: Von Schauenburger Lippen.

00:52:24: Herrlich.

00:52:24: Ja also wie auch immer ich hör Backeberg und denk mir ja klar.

00:52:31: Klar.

00:52:31: Backeyburg.

00:52:32: Ich kenne Backeysburg Günther ja auch fängt an und sagt, jetzt gucken wir mal den Telefon-Joker an.

00:52:38: Der guck ich uns einfach mal an, ist so ne, die wissen das nicht.

00:52:41: Die hat meine Schwiegermutter für mich ausgesucht und ich abusse alles.

00:52:43: der Nachbar, das ist der andere Nachbar.

00:52:45: Aha!

00:52:46: Nee, nee, das wissen die nicht.

00:52:47: Aber ich weiß es ja?

00:52:48: Ackeburg.

00:52:48: Ja.

00:52:49: Ich weiß es,

00:52:50: ja.

00:52:50: Genau.

00:52:51: Und dann sagt er, jaa, geht doch in den Fünfzig-Fünftig-Jokerns, was ist so ... genau, da laufen mir jetzt bei zweitausend Euro einen Joker abjuchsen.

00:52:58: Ackeborg und der guckt so.

00:53:00: Akeburg.

00:53:01: Also wirklich knallhart Da war es vorbei.

00:53:05: Und die Sendung, also mein Aufzehtaute in der Summe wahrscheinlich zehn Minuten.

00:53:09: nicht mal, nicht mal zehn Minuten ja.

00:53:12: Aber ich bin nach Hause und dann sind wir zuhause mit dem Auto gefahren alle zusammen.

00:53:17: Dann war ich wieder schon fast wieder im Kloster, weil sie haben drei Stunden lang geschwiegen.

00:53:23: Also wir haben wirklich drei Stunden lange, wir saßen da zu viert in diesem Auto.

00:53:27: Wir haben einfach nur drei Stunden ganz richtig geschwiegt.

00:53:33: Es war so schlimm.

00:53:35: Man kann es nicht fassen!

00:53:37: Das ist diese einmalige Chance im Leben und jetzt lache ich drüber, das ehrlich an dem Tag.

00:53:44: Und ich will dich wirklich nicht mehr lachen.

00:53:48: Du bist auch tatsächlich damit berühmt geworden?

00:53:50: Das war in der Presse rauf und runter – der Pfarrer und Bückeburg.

00:53:55: Vor allem diese Tageszeitung in Bückeburg.

00:53:59: Die haben sich ausgelassen, eine halbe Seite lang.

00:54:02: Der Landesmischstoffe hat jetzt zu mir.

00:54:03: so viel Presse hatte ich noch nie!

00:54:08: Also wenn die ihre eigene Stadt auch falsch schreibt?

00:54:10: Ja!

00:54:11: Ich denke mir so wie kommt ihr auch drauf.

00:54:13: also inzwischen tatsächlich weiß ich sehr viel und weiß man müsste sie auch wirklich kennen.

00:54:16: Rada, als ich von Gilles Schapfada musste man sie kennen.

00:54:18: Ich habe es in dem Moment nicht gekannt.

00:54:20: Blöd ist so war so genau

00:54:22: Mutig war das auf jeden

00:54:23: Fall.

00:54:23: Und dann habe ich verdient und die hab' ich auch schon überwiesen bekommen.

00:54:25: Ah, ist es denn?

00:54:25: Ich hab's auch schon ausgegeben.

00:54:31: Hoffentlich für Kletzer!

00:54:32: Ja, für die Renovierung tatsächlich.

00:54:33: Das war ja der Hauptanlass.

00:54:35: Aber kleine ernste Nachfrage... ...das war auf jeden fall mutig.

00:54:38: dich dazu exponieren so oder so.

00:54:41: Inwiefern ziehst du auch aus Fels, aus diesem Scheitern, aus ähnlichen Scheittern Kraft?

00:54:46: Also ich muss ehrlich sagen, dass... ...ja, das waren scheitern aber das war auch witzig.

00:54:53: Aber und jetzt wird es eben viel spannender.

00:54:55: Ich hatte den Punkt in meinem Leben, der ist noch gar nicht so lange her, da dachte ich mir... Und ich habe leider auch eins der Menschen im Leben die haben mir diese Deutung quasi nahegelegt, die meint sich mal böse.

00:55:07: aber sie haben letztlich gesagt Alex eigentlich bist du immer nur gescheitert in deinem Leben und das stimmt!

00:55:14: Man kann, wenn man genau hinschaut, meine gesamte Biografie als eine Liste des Scheiterns sehen.

00:55:20: Okay.

00:55:20: Hab leer umstudiert, hab gemerkt ich bin nicht geeignet für die Schule, bin nicht in der Schule.

00:55:24: Na?

00:55:25: Ich war an der Beauty-Agentur ein Jahr lang ... hab gemerkt es nicht in meiner Welt, ich bin hier nicht gut genug für diesen Job und ich bin raus!

00:55:32: Es waren immer Krisen, Krisen krisen Kriesen.

00:55:34: Das ist die Riesenkriegzwelle aus den Achtzehn, bin daraus... Ich habe auch mal ne Doktorarbeit angefangen tatsächlich, hab sie nicht beendet.

00:55:42: Man kann mein Leben als eine Liste des Scheiterns problemlos sehen und ich glaube viele Biografien könnte man so sehen.

00:55:49: Und die große Kunst sozusagen, verdient ist eine Kunst... Das sind zu ermächtigen und zu sagen, es ist kein Scheitern.

00:55:58: Es ist kein Schalter!

00:55:59: Ne genau... Aber das muss ich mir immer wieder sagen Und dann wird's quasi auch spirituell oder geistlich Weil das kann ich mir halt von Gott gut sagen lassen Quasi Ja Das kann ich mich von anderen Menschen nicht gut sagen Lassen.

00:56:12: Da weiß ich immer die wollen mich jetzt trösten.

00:56:14: Wenn sie mir so was sagen Dann denk' ich mal ja... Kenne ich schon Ich tröste auch manchmal Menschen Und da kann ich's auch nicht so annehmen.

00:56:23: Aber und das Gott sei Dank habe ich diesen Glauben tatsächlich, dass sie sagt aber von Gott kann nichts annehmen.

00:56:29: Weil ich diese wirklich also wirklich diese tiefe Überzeugung hab es ist nicht alles gut in meinem Leben, aber Es ist gut so wie es ist quasi.

00:56:40: Also dieses große Es ist gutes über allem steht.

00:56:44: Das kann ich Gott sei dank spüren.

00:56:46: Mal mehr mal weniger im leben, aber es ist da Wie schön.

00:56:50: Ja ja

00:56:51: wer weiß Was du mit der Prominenz zum Thema Böckeburg noch anfangen kannst.

00:56:56: Es wird auch schon eingeladen von Bürgermeistern, also es kommt alles noch.

00:56:59: Er ist Ehrenbürger der Stadt.

00:57:00: Wer erinnert

00:57:01: sich?

00:57:02: Goldene Buch!

00:57:04: Wer würde es nicht an den Pfarrerinnern in der Bökeburg gesagt hat und ein Pfarrerer der Backeburg dann erinnerte sich die Welt.

00:57:10: Genau.

00:57:12: Ja, ja, deswegen... Also das war für mich kein echtes Scheitern.

00:57:15: Aber es gibt durchaus Stellen wo ich sage dass... Das habe ich als scheitern erlebt Und deshalb war viel Arbeit und auch viel Gebet, um es nicht mehr als Scheitern zu sehen.

00:57:28: Manchmal kommt's wieder durch.

00:57:30: Dabei denke ich mir, vielleicht haben sie doch rechts.

00:57:34: Zweifel gehört dazu?

00:57:38: Ja, wo so stark die Sonne scheint, da fällt hinten halt der Schatten runter an

00:57:42: Solid.

00:57:42: Oh, Kalendersprung.

00:57:45: Das war jetzt inspiriert von der Schlage am Musikkind?

00:57:47: Ja super!

00:57:48: Sehr gut sehr gut.

00:57:50: Wir haben jetzt noch unsere zwei Abschlussfragen.

00:57:52: wie üblich sind in diesem Podcast den du ja ständig hörst.

00:57:55: deswegen kennst du sie schon?

00:57:56: Deswegen

00:57:56: kenne ich sie aber ich muss mal einmal nochmal ganz kurz hören glaube ich.

00:57:59: Die erste Frage ist Digitale Kirche.

00:58:01: das ist ein Schlagwort geworden.

00:58:03: es gab's bei Twitter zum ersten Mal vor locker zehn Jahren und da haben sich die Leute auf Twitter getroffen um Trump Play zu feiern.

00:58:10: eine andere Und digitale Kirche ist aber auch so ein Hashtag geworden.

00:58:14: Wenn ihr in Social Media geht und nach dem sucht, dann findet ihr ganz viele Inhalte dazu.

00:58:18: Eine ganze Bewegung, eine ganze Netzwerke wenn ihr gleich vielleicht noch mal beim Versicherer am Raum der Kirchen gegenüber vorbeischauen wollt.

00:58:24: Da sind ganz viele Netzwerker aus der digitalen Kirche auch präsentiert.

00:58:28: Ganz viele Menschen könnt ihr da entdecken die in Social media über ihren Glaubens sprechen.

00:58:32: Für dich die Frage ist jetzt ich erkläre das sonst nicht so ausführlich Aber hier

00:58:37: für Alex digitale

00:58:38: kirche was ist das für dich?

00:58:40: Was bedeutet dir das und was fällt dir dazu ein?

00:58:43: Ja, das bedeutet für mich vor allem.

00:58:48: Und jetzt ist wieder etwas, was man immer nicht sagen darf quasi aber mir geht es schon manchmal auch um Masse.

00:58:55: ich will manchmal auch schon viele Menschen erreichen und nicht nur was für eine Special Interest Nische machen.

00:59:01: Das reicht mir nicht mehr!

00:59:02: Ich habe den Anspruch dass wir wirklich rausgehen in die breite Masse und das geht über Social Media denn bei aller Liebe auf diesen Katholikentag kommen Dreißigtausend Menschen oder sowas.

00:59:13: Habe ich gehört, dreißig tausend oder so was?

00:59:17: Sorry aber ich muss mich... Ich und meine diese anderen Influencer müssen einmal nur husten!

00:59:21: Einmal nur husten auf Instagram und erreichen auf Anhieb mehr Menschen sozusagen Oder mit unseren Gebeten.

00:59:27: das muss jetzt kein Houston sein Aber es sind ja auch Gebete oder gemeinsamen Gottesdienstfeilen oder Seelsorge.

00:59:33: Das sind einfach da stehen.

00:59:34: da stehen hundert Tausende von Menschen wirklich die da erreicht werden manche ganz intensiv manche Wie Fans, wie in der Gemeinde.

00:59:43: Manche haben sich längst von der Kirche verabschiedet und zufällig sehen sie wieder was!

00:59:48: Vielleicht berührt sie es für eine Sekunde?

00:59:50: Und dann auch nicht mehr... Allein diese

00:59:52: Kraft?!

00:59:53: Und ich muss echt sagen dass ihr dieses deine Nische dahinten bekommen habt hier auf dem Katholikentag.

00:59:59: eigentlich müsste das ein ganzes Platz müsste ihr eigentlich kriegen.

01:00:02: Wenn man sieht, wie viel über Social Media erreicht wird – das ist Wahnsinn und nur weil es nicht sichtbar ist mit Menschen, mit Köpfen sozusagen – wird so leicht übersehen.

01:00:13: Das fällt mir dazu ein!

01:00:14: Das ist so unfassbar wichtig!

01:00:17: Ich glaube Paulus würde heute einfach Social-Media-Post schreiben.

01:00:22: Ich weiß nicht….

01:00:23: Paulus hat damals Briefe geschrieben, Gründerbrief oder irgendwas.

01:00:28: Social Media ist nicht meins, denke ich mir.

01:00:30: Ich weiß nicht, ob Paulus gesagt hat, ob Briefe schreiben Seins isst?

01:00:33: Er hat es halt gemacht, dass das Medium seiner Zeit war und wir müssen das Video unserer Zeit verwenden weil wir's nur mal haben!

01:00:39: Ich bin inzwischen kompromisslos, merkt man vielleicht.

01:00:42: Ich hab' der Keilverständnis mehr wenn man's nicht macht muss ich leider sagen.

01:00:46: Und

01:00:46: trotzdem gibt's diese Wunder- und gleichzeitig gibt's die wunderbaren Veranstaltungen wie auch den katholiken Tag Wenn man sich da ja auch treffen kann und sogar noch viel tiefer ins Gespräch kommt.

01:00:56: Das ist auch schön, ne?

01:00:57: Da hast du ja auch.

01:00:59: Uns

01:01:00: wäre

01:01:00: ich ja nicht hier!

01:01:01: Deswegen

01:01:02: ist die zweite Frage – die haben wir auch immer – wenn Du Dir jetzt eine Bühne aussuchen könntest, außer dieser wo Du ganz besonders gerne jetzt gerade sitzt mit uns natürlich, wenn Du dir irgendeine Bühnen irgendwo aussuchen kannst und das Publikum dazu vor wem würdest Du gerne über welches Thema sprechen?

01:01:18: Ja da würde ich tatsächlich gerne... Ah, hab ich es eigentlich noch nicht gemacht, fällt mir da ein Diese Beauty und Mode Welt, die ist riesig.

01:01:29: Die ist wirklich riesig!

01:01:30: Und die ist maximal weit von den meisten kirchlichen Kontexten entfernt... ...und eigentlich würde ich mal dazu auf so einem Modesshow oder so einem Catwalk oder irgendwie sowas machen.

01:01:42: Vielleicht mit dem Catwalk integriert?

01:01:44: Keine Ahnung, warum nicht?

01:01:45: Ja zu dem Thema.

01:01:48: Jetzt komme ich gerade auf seine Idee.

01:01:50: Oh, Catwalk

01:01:52: und Kirche.

01:01:55: Genau.

01:01:58: Wir arbeiten noch am Titel.

01:02:01: Also

01:02:02: viel Lohns mit rein, ja?

01:02:07: Das waren deine Fragen!

01:02:09: Ja vielen lieben Dank Alex dass du heute hier bei uns warst und was von deiner Zeit geschenkt hast.

01:02:15: Vielen lieben dank euch fürs zuhören fürs mitmachen fürs dabei sein fürs mitgehen.

01:02:20: ihr wart ein tolles Publikum.

01:02:21: vielen dank dafür.

01:02:22: Und natürlich auch dank an euch alle da draußen fürs Zuhören, an den Podcast-Empfangs-Entgeräten.

01:02:28: Alle Infos und Links zu dieser Podcast Episode gibt's natürlich in den Show Notes!

01:02:33: Wenn es sonst noch Ergänzungen gibt oder Fragen, Kommentare, Anregungen, Lob oder Ärger bitte WDM auf unserem Insta-Kanal, etiedunterstrichnetzwerk oder über unsere Webseite www.jit.de jederzeit erreichbar Oder folgt uns einfach und abonniert diesen kleinen, orangenen Podcast.

01:02:54: Vielen lieben Dank!

01:02:55: Wir würden uns freuen und auf Wiederhören bitte.

01:02:58: Tschüssi und danke!

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