Wie digital ist Kirche 2026? - mit Holger Sievert
Shownotes
Die Studie „Digitalisierung im Raum der Kirchen“ (kurz: DiRK) wurde zum ersten Mal 2023 von der Hochschule Macromedia unter der Leitung von Prof. Dr. Holger Sievert durchgeführt. Dabei zeigten sich Kirchenmitglieder deutlich digitaler als die Gesamtbevölkerung, kirchliche Institutionen hinkten aber bei vielen Digitalthemen hinterher (vgl. dazu auch unsere yeet-Podcast-Folge: "Wie wird Kirche digitaler?"). Drei Jahre später nun ist die Nachfolge-Studie da, über 7.000 Befragte haben diesmal Rede und Antwort gestanden - auch wieder zu Themen wie Social Media, aber auch zum Beispiel zu "Künstliche Intelligenz". Holger Sievert stellt in dieser etwas längeren Kurzfolge die wichtigsten Ergebnisse vor und bezieht auch Stellung dazu. Die wichtigsten Ergebnisse der beiden DiRK-Studien gibt es auf der Website des Studien-Kooperationspartners vrk: https://www.vrk.de/dirk Das LinkedIn-Profil von Holger Sievert: https://www.linkedin.com/in/profsiev/ Der Instagram-Kanal von Holger Sievert: https://www.instagram.com/profsiev/
Social Media für Glaube und Kirche - das ist der yeet-Podcast: yeet-Redakteur* innen befragen Expert* innen und Influencer* innen und begeben sich auf die Suche nach den großen und kleinen Perspektiven auf die digitalen Kirchen-Räume und Welten in den Sozialen Medien.
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zum Jeet Podcast, dem Podcast für Glaube, Ethics Social Media und Digitale Kirche.
00:00:12: Ich bin Claudius Grigartt und in dieser Folge mit dabei!
00:00:16: Und das bereits zum zweiten Mal.
00:00:18: beim Jeet podcast ist Professor Dr.
00:00:20: Holger Sievert von der Macrometer University of Applied Sciences in Köln.
00:00:26: Das ist kein Zufall denn Holger hat zum zweiten mal Dirk mitgebracht.
00:00:31: Holga wer ist denn diese Dirk?
00:00:33: Zwei und magst du uns den mal kurz vorstellen?
00:00:37: Der Dirk II ist eigentlich der Dirk zwanzig, sechsundzwanzig.
00:00:41: Und jetzt steht für Digitalisierung im Raum der Kirchen und ist eine breit angelegte Studie bei der wir kirchenmitarbeitende und vor allem Kirchenmitglieder befragt haben wie sie digitalisieren um Raum der Kirche erleben welche Digitals tu es die selber nutzen und insbesondere auch wie Sie bei all diesen Fragen aktuell mit KI umgehen.
00:01:02: Sehr spannend.
00:01:03: Dann ist ja kein Wunder, dass wir dich zum zweiten Mal eingeladen haben.
00:01:06: Das erklärt sich von selbst, das wir da total interessiert dran sind an den Ergebnissen.
00:01:11: Aber vorab vielleicht noch mal zur Klärung was leistet die Dirk-Studie?
00:01:15: Wie würdest du es beschreiben und was leistset sie nicht?
00:01:17: Also was sie leistets gibt glaube ich denenjenigen, die in Kirche Verantwortung tragen oder denenjenigen die Kirche mitgestalten
00:01:24: möchten.
00:01:25: Die Möglichkeit basiert auf Daten Und nicht nur aus dem Bauchgefühl heraus zu planen und überlegen, wie künftige Kommunikationsarbeit, die künftig Gottesdienstformen, die Künftigen Organisation in Kirche aussehen kann.
00:01:39: Das leistet sie!
00:01:40: Was sie nicht leistets, sie liefert dazu keine fertigen Lösungen, sondern sie liefert Rahmen-Daten um Situationen einzuordnen.
00:01:48: also wenn man so will ja vielleicht evidenzbasiertes Kirchenmanagement oder evidenz basiertes Kommunikationen-Management in Kirsche Was in meiner Beobachtung durchaus öfter stattfinden kann.
00:02:02: Ja, also das heißt man kann daraus jetzt Schlüsse ziehen und auch Konzepte daran überprüfen anhand der Daten.
00:02:07: aber sie liefert natürlich keine Lösungen logischerweise.
00:02:10: Genau zumindest keine direkten Lösungen.
00:02:11: Sie legen die Dinge nahe gewisse Schritte zu gehen.
00:02:15: Aber sie liefert eben die Möglichkeit, das basierend auf Daten und Erfahrungen zu machen.
00:02:20: Und da wir über siebentausend Befragte haben – also wirklich auf einer sehr breiten Datenbasis auch zu gucken – im evangelischen wie im katholischen Bereich in Deutschland wieder diese Themen gesehen werden.
00:02:31: Okay
00:02:31: dann lass es doch gerade nochmal da genauer hingucken!
00:02:33: Wer wurde denn befragt?
00:02:35: Was war dieses Mal bei Dirk II oder XXVI neu und anders als gerade bei der befragten Struktur als beim ersten Dirk-Studio?
00:02:44: Also befragt wurden in beiden Fällen Kirchenmitdieder und Kirchen-Mitarbeitende.
00:02:49: Das Vorgehen war so, dass wir zusammengearbeitet haben mit der EKD, mit der Bischofskonferenz, mit vielen Landeskirchen und Bistümern.
00:02:56: Und die haben das quasi in ihre Fläche gestreut diesen Link gestreuert und versucht möglichst viele Befragte für die Studie zu generieren.
00:03:05: Das war der eine Arm.
00:03:06: Der zweite Arm war der Versicherer im Raum der Kirchen.
00:03:10: Die haben das an etwa vierzigtausend ihrer Kundinnen geschickt die ein Doppel opt in hatten und die man sozusagen befragen durfte oder konnte, ob sie an der Befragung teilnehmen möchten.
00:03:21: Und aus diesen beiden Armen zusammen hat sich dann die Befragerung zusammengesetzt.
00:03:26: Insgesamt sind das so sieben Tausend geworden.
00:03:28: Der Unterschied ist, dass wir diesmal ein bisschen mehr befragt den älteren Altersgruppen haben.
00:03:33: Das können wir aber bei den Mitgliedern entsprechend runterrechnen, sodass also die Vergleichbarkeit zu den repräsentativen Daten und dem Sample vom letzten Mal da auch hergestellt ist.
00:03:43: Umgekehrt können wir dadurch sehr viel tiefer in gewisse Alterskruppen reingucken als
00:03:47: wenn das bisher kommt.
00:03:48: Sehr spannend!
00:03:49: Du dann lass uns mal in die Ergebnisse einsteigen vielleicht?
00:03:52: Wenn du erlaubst frage ich mir also ganz allgemein und naiv Wie digital zeigt sich Kirche?
00:03:57: Zwei tausend, sechsundzwanzig.
00:03:58: Kann man das vielleicht so beantworten?
00:04:01: Die Frage ist, wie zeigt sich wer in Kirche?
00:04:04: zwanzig, sechs und zwanziger?
00:04:05: weil dass sehr unterschiedlich aussieht für kirchenmitglieder, für kirchenmitarbeiter und Fürkirche als Institution.
00:04:12: Interessant!
00:04:14: Für Kirchenmitlider ist es so.
00:04:16: Kirchen-Mitglieder sind und das bestätigt sich auch zwanzzig, sechsunzwanzIG deutlich digitaler als die Gesamtbevölkerung.
00:04:23: Das läuft so ungefähr zwei bis drei Jahre der Gesamtentwicklung voraus.
00:04:27: Das liegt daran, dass wenn man den heiligen Geist hat das man dann digitaler wird, weil man das aus vielen Grunden tut oder was auch immer sondern es liegt daran dass einfach die Leute die noch Mitglieder in Kirche sind andere so zu ökonomische und so zu demografischen Merkmale haben die eine höhere Digitalität mit sich bringen.
00:04:46: Ja alles klar.
00:04:47: Und deswegen... Das heißt
00:04:48: da gibt's Überschneidungen?
00:04:49: Genau und deswegen sind Kirchenmitglieder digitaler als Gesamtbevölker.
00:04:54: Kirchen-Mitarbeitende sind ungefähr im Gesamtdurchschnitt der Bevölkerung, also weder digitaler in der Nutzung oder Art, wie sie es machen noch und digitaler Als andere.
00:05:03: das sind die beiden sag ich mal guten Nachrichten und die spannenden Nachrichten.
00:05:07: Die schwierige Nachricht ist, dass sowohl Kirchenmitglieder als auch Mitarbeiter, wenn man sie an einzelnen Items fragt wie Sie Digitalisierung von Kirche wahrnehmen bei ganz vielen Fragen mit Werten antworten, die hätte es für deutsche Unternehmen vor zehn bis fünfzehn Jahren gegeben.
00:05:22: Also in Kurzform, Kirchen-Mitglieder sind so zwei bis drei Jahre voraus.
00:05:27: Kirchenmitarbeitende sind so Mainstream.
00:05:29: Kirchliche Institutionen sind zum Beispiel, wenn es um Social Media-Arbeit, wenn's um andere Themen geht in der Gesamtfläche der Institution.
00:05:36: Ungefähr zehn bis fünfzehn Jahre hinterher.
00:05:40: Entschuldigung aber zehn bis fifteen das ist ein gigantischer Wert oder?
00:05:43: Das ist doch schon außergewöhnlich oder herausstehend oder?
00:05:47: Es ist herausstechend, ob es außergewöhnlich ist wenn man sich auch andere Strukturen anguckt und andere Rahmenbedingungen.
00:05:54: Ich meine wir haben als Kirche größtenteils Gebietstrukturen von neunzelzwanzig oder sowas ja?
00:05:58: Also das ist
00:05:59: vielleicht nicht komplett überraschen.
00:06:01: ich mache es vielleicht mal in einem Beispiel klar, wenn man Mitarbeiter von Unternehmen fragt welche Bedeutung inzwischen soziale Medien für ihre externe Kommunikation hat Ja.
00:06:11: Dann antworten einen den letzten Erhebungen, die wir da mit deutschen Unternehmen gemacht haben dann antwortend da ungefähr sechzig bis siebzig Prozent große oder sehr große Bedeutung und zwar für die Gesamtheit der deutschen Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern.
00:06:26: Wenn man kirchliche Mitarbeitenden fragt welche Bedeitung denn in ihrer Organisation externe Social Media haben?
00:06:32: Dann landet man so bei Werten um die dreißig.
00:06:35: etwas über den Dreißig Prozent das sind wertete hatten wir bei Unternehmen zwanzig dreizehn.
00:06:40: ja als es gerade so anfing, größer zu werden sozusagen oder im Bewusstsein zu sein.
00:06:46: Natürlich gab's schon länger soziale Medien.
00:06:47: aber ja ich verstehe
00:06:49: genau und dadurch kommt dieses Gap halt zustande um.
00:06:51: wenn man die Fläche schaut kann man das auch ganz konkret sehen.
00:06:54: Kirchengemeinden und viele Einrichtungen also auch soziale Einrichtung haben in der Regel eine Webseite.
00:06:59: also das andere ist gibt es auch ob es die Riesen Ausnahme Aber sie haben ganz häufig keine Social Media Accounts.
00:07:05: Und wenn Sie Social Media accounts haben werden sie nicht oder ausgesprochen stiefmütterlich bespielt und dann gesagt, nein wir müssen uns auf die Präsenzarbeit konzentrieren.
00:07:14: Und ich finde Präsensarbeit mega wichtig!
00:07:16: Ich halte auch gar nichts von einer rein digitalen Kirche als führendes Format.
00:07:22: Die Zukunft der Kirche ist hybrid aber sie ist eben hybrid nicht nur analog.
00:07:27: Wenn man Leute motivieren mitnehmend in der Fläche erreichen will muss man da deutlich digitaler werden.
00:07:33: Da gibt es, was gerade das Thema Social Media angeht und auch andere Bereiche von Digitalisierung angeht einen riesigen Aufruf bedarf.
00:07:40: Es gibt eine Ausnahme?
00:07:42: Das ist das Thema KI.
00:07:43: also da kann's ja noch gar keinen Backup von zehn, fünfzehn Jahren geben.
00:07:47: Das hat sich in Kirche deutlich schneller durchgesetzt als mancher anderen Themen.
00:07:52: Also wir sind jetzt schon beim Thema künstliche Intelligenz so, dass uns zum Beispiel kirchenmitarbeitende und Mitglieder gleichermaßen sagen ungefähr jeder zweite nutzt KI zumindest selten für gewisse Tätigkeiten also jeder Zweite.
00:08:06: Ungefähr so jeder fünfte macht es wirklich regelmäßig.
00:08:11: Und dann gibt's einige die haben es mal probiert Einige wollen gar nicht probieren und da gibt es ganz verschiedene Einstellungen.
00:08:16: Wenn wir auf die Institutionen gehen Dann haben wir wenn man so will die eigentlich Wenn es vernünftig gemacht wird, erfreuliche Tendenz, dass ungefähr sechzig Prozent in irgendeiner Form der kirchlichen Institutionen bereits künstliche Intelligenz insbesondere generative KI also LLMs in irgerer Form nutzen.
00:08:34: Also muss es
00:08:35: bei vielen Digitalisierungsthemen nicht ganz so groß ist beim Thema KI?
00:08:39: Okay da frage ich dich nachher auch nochmal genauer zu was mich jetzt interessiert ist als wenn wir jetzt sagen Kirche ist zehn bis fünfzehn Jahre Hinterher im Vergleich zu deutschen Unternehmen, was digitale Kommunikation betrifft.
00:08:52: Glaubst du das denn dass überhaupt ein hinterher ist?
00:08:55: oder ist es vielleicht sogar eine bewusste Entscheidung dagegen?
00:08:57: Sprich da ist es auch eine Grundsatzentscheidung zu sagen digitale kommunikationen is nichts wo wir uns als kirche sehen.
00:09:04: Ich glaube dass das in eiselfällen tatsächlich auch ne bewusster entscheidung ist.
00:09:09: ich glaube dass diese bewussten Entscheidungen an vielen stellen vorgeschoben wird Und das gesagt wird, wir sind ja so analog.
00:09:16: Also machen wir es nicht, weil man Angst hat vor was Neuem, was Anderem, was Größeren und Angst hat, etwas weiterzuführen, was nochmal ein Mehraufwand bedeuten könnte.
00:09:25: Ich glaube Ja!
00:09:26: Es geht hier um Mehrauffand oder es geht um Andersaufwand.
00:09:29: also man wird gewisse Kapazitäten umorientieren müssen.
00:09:32: aber ich glaube an vielen Stellen ist sozusagen der Wunschanalog zu sein Ein Vermeidungsargument in diesen anderen Dingen nicht so aktiv sein zu müssen.
00:09:40: Es gibt ganz viele Gründe auch dazu auf Social Media sich zurückzuhalten, ja?
00:09:45: Auch gerade als Kirche und auch gerade als Gemeinde.
00:09:47: Ja, wir haben hier ganz viele Grunde ein, auch gerade bei den Plattformstrukturen die wir haben.
00:09:51: Es ist doch ganz viele gründe, sich bei KI zurückzuhalten.
00:09:54: Auf der anderen Seite gibt es aber auch ganz viele.
00:09:58: Und wenn ich mit Gemeinden und Landeskirchen spreche, dann ist mein Eindruck eher das sind jetzt nicht große bewusste strategische Argumente, warum man das nicht tut.
00:10:06: Sondern es ist eher so eine Vermeidungstrategie in dieses Thema nicht richtig reingehen zu wollen auf das andere zu setzen was man halt gewohnt war.
00:10:16: Ich glaube es hat auch ein bisschen etwas mit einem Reflex zu tun Kircheneig dazu sich an Kerngemeinde oder an vermeintlich regelmäßigen Kirchgängern zu orientieren Und eigentlich nicht an der Gesamtheit ihrer Mitglieder.
00:10:29: Ich glaube, wenn man das stärker machen würde dann könnte man auch das Thema Mitgliederschwund und andere Dinge vielleicht nicht nur reduzieren und vielleicht auch in gewissen Gruppen und Bereichen deutlich Personen noch hinzugewinnen.
00:10:39: Ja ja kann ich mir vorstellen, kann ich dir sehr gut folgen?
00:10:43: Du Holger, dann lass uns mal bitte jetzt ein bisschen vor allen Dingen natürlich einen Bereich gehen, der uns beim YID-Podcast besonders interessiert logischerweise des Thema Kirche und Social Media.
00:10:52: du hast ja schonmal Andeutungen gemacht.
00:10:55: Da würde ich gerne ein bisschen tiefer mit dir jetzt in die Ergebnisse einsteigen.
00:10:58: Also wie ist das mit der Social Media?
00:10:59: nur zum Beikirche und bei Kirchenmitgliedern?
00:11:02: Wir haben gehört, es ist bei Kirche Institutionen nicht so weit her.
00:11:06: Bei Kirchen-Mitgliederen schon.
00:11:08: Welche Plattformen werden denn zum Beispiel bevorzugt?
00:11:10: Fangen wir vielleicht mal damit an!
00:11:11: Wenn man sich das insgesamt anguckt dann ist die Plattform wenn mir jetzt wirklich klasse über Social Media sprechen die vorne liegt Dann ist das Instagram je nachdem ob man jetzt gewichtet oder nicht gewichtet, dass er sich anschaut.
00:11:22: Dann geht das in die Größenordnung.
00:11:24: mehr als jeder Zweite in diesem Umfeld nutzt mindestens einmal wöchentlich Instagram und das ist die Plattform, die da mit großem Abstand führt was ungefähr je nach Gewichtung gleich auf ist YouTube wobei mein YouTube inzwischen eher als Streamingdienst einstuft denn als soziales Medium.
00:11:41: es wäre das vergleichbare.
00:11:43: alles andere ist deutlich dahinter Und gegenüber.
00:11:46: zum letzten Mal hat insbesondere Facebook und hat auch X oder damals Twitter deutlich verloren.
00:11:52: nochmal.
00:11:54: Was auch ganz spannend dabei ist, dass Instagram tatsächlich führend ist... Bis hinein in höhere Altersgruppen, also der KIP sozusagen für Instagram und Facebook.
00:12:06: In der Struktur.
00:12:07: Der verzieht sich tatsächlich erst in der Gruppe.
00:12:10: Sechzig bis neunundsechzig.
00:12:12: Also bis Ende Fünfzig führt Instagram.
00:12:14: bei sechzig- bis neuneinundsechszig sind sie quasi gleich auf und erst ab siebzig ist Facebook vorne Das heißt, der führende Social-Media-Kanal quer durch alle kirchlichen Altersgruppen.
00:12:26: Wenn ich wirklich ganz unterschiedliche Gruppen erreichen will ist Instagram.
00:12:30: Ist tatsächlich Instagram.
00:12:31: Mit einem Kanal alles zu bespielen kann man diskutieren.
00:12:34: für Gemeinden halte ich das durchaus wenn man nicht viel macht für einen Ansatz den man erst nach verfolgen kann eine gewisse Basisinformation und ein gewissen Basis Dialog.
00:12:43: Und dann ist es tatsächlich Instagram und nicht mehr Facebook und auch nichts anderes in dem Bereich.
00:12:48: wie gesagt
00:12:48: YouTube
00:12:49: relativ gleich auf, aber ganz anders gestrickt als Medium und auch durch das Aufwendige zu bespielen.
00:12:54: Ja
00:12:55: natürlich ja!
00:12:56: Und natürlich würden wir immer sagen man muss sich trotzdem die Zielgruppe genauer anschauen auch wenn man das mit einem Kanal machen möchte.
00:13:03: nur oder vielleicht kann man auch verschiedene Formate machen.
00:13:05: klar aber davon ab.
00:13:06: du hast jetzt die alter Struktur auch schon kurz angesprochen.
00:13:09: das interessiert mich natürlich noch ein bisschen weiter.
00:13:12: wer nutzt Den was besonders?
00:13:14: Also ist es auch bei Kirchens Prinzip so, dass... Du hast ja jetzt Facebook schon angesprochen.
00:13:18: Dass das eher vom Senior-Innenkreis genutzt wird und TikTok immer noch meist von jungen Leuten.
00:13:22: oder ist es bei Kirchen ein bisschen anders mit den Altersstrukturen?
00:13:25: Nee, der
00:13:26: ist im Prinzip genauso.
00:13:27: Wobei diese Seniorengruppe, das Facebook wirklich vorne liegt tatsächlich über siebzig inzwischen beginnt.
00:13:33: Das war aber am letzten Mal noch eher über sechzig.
00:13:34: also es hat sich nach oben nochmal verschoben in der Struktur und ist insgesamt deutlich zurückgegangen in allen Altersgruppen.
00:13:42: Und in der Tat ist es so, dass Snapchat und TikTok noch eine relativ große Bedeutung in der Gruppe unter dreißig haben.
00:13:48: Insbesondere auch Snapchat was natürlich aus diversen Gründen besonders schwer zu bespielen ist.
00:13:54: Was ich auch niemand empfehlen würde als Erstkanal- und Erstehmer anzugehen ja dann schon tatsächlich eher TikTok.
00:14:00: Aber wenn man so als Gemeinde unterwegs ist, wäre meine aktuelle Empfehlung einen allgemeinen meinten Kanal auf Instagram haben.
00:14:06: Wenn man sich dazu entschließt, Social Media Arbeit zu machen dann kann man überlegen ob man davon noch ein Spin-off als Jugendkanal da ähnliches macht.
00:14:13: Und wenn man das hat, dann kann man auch überlegen ob man das in einer angemessenen Form noch auf TikTok ausspielt oder nicht.
00:14:19: Das wäre aber tatsächlich nochmal so ein Add-on also nicht add on im Sinne von man darf auch gern bei TikTok starten.
00:14:25: Es muss nur klar sein dass man bei TikTok auch in den jüngeren Altersgruppen weniger Leute erreicht als bei Instagram.
00:14:31: Okay interessant!
00:14:33: Kann man denn überhaupt sagen oder wurde Fragen in die Richtung gestellt warum?
00:14:38: Welche Menschen bestimmte Plattformen nutzen, warum es da Vorzüge gibt?
00:14:41: Gibt's da über motive Erkenntnisse?
00:14:44: Also nicht aus dieser Studie.
00:14:45: Aus anderen Studien ja!
00:14:47: Und es hat halt sehr viel damit zu tun mit sozialer Identifikation, mit Gruppenbildung und anderen Dingen.
00:14:52: Also gerade die unter zwanzigjährigen, die dann bei Snapchat unterwegs sind, da hat das sehr viel mit Gruppens Bildung und fleißigen wechselseitigen Flammengenerierungen und täglichen Snaps verschicken oder auch Roundsnaps oder andere Dinge zu tun.
00:15:06: also da gibt's so einen gewissen gruppendynamischen Effekt und ansonsten ist Instagram glaube ich immer mehr auch so eine Art Ja News und Abspielkanal geworden.
00:15:15: Also was wir hier beobachten, das kann man ja umgekehrt auch sehen wenn man sich anguckt auf welchen Kanälen wird so etwas wie Tagesschau konsumiert und wahrgenommen.
00:15:23: Auch das verlagert sich in soziale Medien und da auch ganz stark hin Richtung Instagram.
00:15:29: Nicht weil ich Instagram jetzt für eine tolle Plattform halte, auch da gäbe es politisch und im Hintergrund ganz viele Themen die man diskutieren könnte.
00:15:36: Aber ich finde das mal als Gemeinde so eine gewisse Basisinformation was findet bei uns statt?
00:15:40: Was für Events gab's bei uns?
00:15:42: Was wir?
00:15:42: Möglichkeiten gibt's da dass man das da auch sehr gut machen kann?
00:15:45: Es gibt natürlich auch Möglichkeiten eigene Plattformen zu hohe aus den eigenen Sachen aufzubauen aber halt alles viel komplizierter und auch sehr viel kompliziert hat die Leute hinzubekommen.
00:15:53: Ja klar muss man ganz klar sagen muss alles Alternative Plattformen sind, ja wie Blue Sky oder Mastodon oder andere Dinge.
00:16:02: Da muss man einfach sagen die versinken auch im kirchlichen Umfeld aktuell in der Bedeutungslosigkeit.
00:16:08: also das kann man tun aus politischen Gründen als einen weiteren Kanal Als Hauptkanal das zu tun damit wird man leider ein paar Nerds spielen aber kaum eine breitere Gruppe in der Wirtschaft erreicht ist.
00:16:21: genauso die Entscheidung gehe ich auf den Marktplatz auf dem es laut ist und schmutzig vielleicht auch noch Dreck von den letzten Ständen rumregt oder was auch immer und auch andere ihren Stand aufbauen, die mir vielleicht nicht gefallen.
00:16:32: Aber die Leute sind... Oder gehe ich in meine Kirche auf dem Berg am Waldesrand, die sicherlich als Location sehr viel hübscher und sehr viel militärtiver und sehr viele angemessener ist aber wo ich halt niemand erreiche?
00:16:46: Und beides kann Sinn machen!
00:16:48: Beide Formaten machen auch Sinn.
00:16:50: Aber ich weiß nicht, ob Sie glauben, dass diese Kirche am Waldrand das Hauptmotiv ist was die Mehrheit der Gemeinden und Landeskirchen und Bistümer wirklich als Hauptangebot im Kopf hat.
00:17:00: Das ist eine Nische definitiv auch mega wichtig!
00:17:03: Ich halte auch Offline-Seine oder Analogität für wahnsinnig wichtig.
00:17:07: Und wie gesagt, ich glaube nicht, dass wir über digitale Kirche reden sollten, sondern über Libriide-Kirche reden, aber auch für diese Hybridität brauchen wir aktuell Social Media als Ergänzung.
00:17:18: Da interessiert mich jetzt tatsächlich, wie stark und in welcher Form werden soziale Medien?
00:17:23: Also die verschiedenen Plattformen, die verschiedenen sozialen Medien, die zur Verfügung stehen.
00:17:26: Da hat es sich auch als Kommunikationskanal genutzt.
00:17:29: also man kann ja damit Verkündigung machen, man kann bisschenieren, man können einfach nur informieren oder man kann Community aufbauen und betreiben mit den Leuten im Gespräch bleiben.
00:17:39: Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten aber welche Kanäle werden überhaupt zur Kommunikation genutst und wie stark?
00:17:45: oder ist das tatsächlich Unterentwickelt, dass das eigentlich gar nicht richtig zur Verfügung steht als Medium zu Kommunikation?
00:17:51: Die Frage hat eine Reihe von Aspekten.
00:17:53: Also der Hauptkanal, der genutzt wird überhaupt ist nach wie vor die Gemeinde-Website.
00:17:58: Das liegt daran, dass die überall verfügbar ist und man sie sozusagen hat.
00:18:02: Man hat nicht überall Social Media-Kanal in der Gemeinde.
00:18:04: den Wunsch gibt es zwar breit aber das Verhandensein ist nicht da.
00:18:07: Die gute alte Homepage!
00:18:08: Und verlangt seit immer noch so ein zentraler Ankerpunkt.
00:18:11: Das
00:18:11: ist ja schon relativ klar, das ist ne sehr einseitige Kommunikations.
00:18:14: Ja, da sende ich was und man kann sich hier angucken und verstehen oder nicht verstehen.
00:18:19: Ich kann dazu auch theoretischen Rückkanal bauen aber in der Regel sind Gemeindefatblorn, Informations- und Verkündigungsplattformen wir haben etwas zu sagen.
00:18:26: hört es euch bitte an so.
00:18:28: Das gilt auch für den Großteilen muss man ganz klar sagen der Social Media Angebote auf breiten Plattform inklusive dem, was zunehmend auch bei WhatsApp mit diesen Broadcast-Geschichten da passiert.
00:18:39: Das ist also in der Struktur eh nicht gestrickt.
00:18:42: Bei allen Problemen die sowas datenschutzmäßig und sonstwas auch wieder in Teilen haben kann.
00:18:47: aber es geht tatsächlich erstmal um man sendet Informationen an eine breite Zielgruppe.
00:18:53: Dann gibt es dazu Interaktionen und das gibt auch Dialog.
00:18:57: Aber wenn wir ganz ehrlich sind bis auf Ausnahmen Ist er überschaubar?
00:19:01: Da muss man aber auch ehrlich sein, das gilt für den Großteil von Social Media-Plattformen.
00:19:06: Also sehr viel Social Media Plattform sind Darstellen und Senden und möglicherweise im Kontext weiterteilen.
00:19:12: Aber sind anders als bei den Anfängen von Twitter oder Facebook wenig Diskussionen oder echte Abstimmung oder andere Vorgänge?
00:19:19: Also gibt es – aber ist nicht das Dominiente dabei!
00:19:22: Insofern ist es keine wirklich zwei Wege-Kommunikation, außer in der Form.
00:19:27: man lässt halt Kommentare zu.
00:19:28: Man geht damit um und geht auch wieder auf den Kommentar.
00:19:31: Man kann direkt eine Direct Message schicken.
00:19:33: also es gibt da Ansätze zu einer Wechselseitenkommunikation aber das ist nicht die Haupttriebfeder.
00:19:39: Kirchenkanäle
00:19:39: sind jetzt nicht die mit den höchsten Engagementraten oder so ja?
00:19:43: In irgendeiner Form oder Kommentarraten oder sowas Wobei es von Thema Kommentar vielleicht sogar ganz gut ist.
00:19:48: Also offenbar sind ja auch Kirchen Kanäle nicht die... Also es kommt vor Nicht schön, dass es vorkommt.
00:19:54: Das ist ein Thema.
00:19:55: aber auch was Hate Speech und andere Dinge angeht gibt's andere Kanäle die dafür sagen wir mal interessanter und prädestinierter sind und mehr darunter zu leiden haben als jetzt die Instagram-Accounts von Kirchengemeinden.
00:20:06: Zum Glück!
00:20:07: Und damit wäre leider eine passende Überleitung zur christlichen Info-EnzerInnen.
00:20:11: das interessiert uns natürlich als Siednetzwerk besonders Die Ergebnisse die ihr da rausgefunden habt.
00:20:16: Was gibts denn da?
00:20:18: Zu diesem Thema zu berichten, also wer folgt christlichen Influencer in?
00:20:21: wie viele Menschen nutzen deren Angebote Kanäle und Communities?
00:20:25: Also das nimmt tatsächlich immer weiter zu.
00:20:28: Wir hatten beim letzten Mal in unserem befragten Sample so ungefähr jeden Fünft-Gun der ist zumindest in einer gelegentlichen Form nutzt und wahrnimmt.
00:20:36: Ich habe jetzt nachher höchblich gefragt.
00:20:38: wir sind inzwischen wenn mir das Sample vom letzten mal zugrunde legen bei
00:20:43: ca.
00:20:44: Also das ist schon jeder Viertel.
00:20:45: Ich werde durch alle Altersgruppen mit einem Schwerpunkt bei jüngeren Menschen, aber durchaus auch bei älteren.
00:20:51: Da ist eine Interessenslage und ein Struktur da und das Thema hat tatsächlich nochmal zu genau.
00:20:57: Toll!
00:20:57: Also sehr zugespitzt formuliert es gibt deutlich mehr Menschen die einmal in der Woche einen christlichen Influencer folgen oder sich das anhören oder anschauen als es Leute gibt, die von einer normalen Kanzel erreicht werden können.
00:21:10: Was wir auch gefragt haben, was ganz spannend war.
00:21:12: Wir haben mal gefragt welche Art von Influencerinnen die den folgen?
00:21:16: Das wollte ich dich gerade fragen genau also Kizizen zum Beispiel was man so den Eindruck hatte immer diese amerikanischen Fundies dass sie sehr stark vertreten sind beim following.
00:21:25: irgendwie aber ist das denn eigentlich noch so überhaupt
00:21:28: Also nicht so stark wie wir befürchtet hatten.
00:21:31: Die Haupt-Following Geschichte betrifft klassisch deutsche Landeskirchen und bis drüber Ich ordne die meiste das.
00:21:37: Es gibt viele deutsche Privatpersonen, denen auch gefolgt wird – wo man es nicht weiß!
00:21:41: Es gibt auch durchaus welche, die bei Yidruach jetzt oder an der Netzwerke zusammengeschlossen sind, den man folgt... Also das sind so die dominierenden Gruppen aber ganz, ganz rupend klar bis Thürme und Landeskirchen.
00:21:51: Die internationalen spielen eine deutlich geringere Rolle in der Grammstatistik.
00:21:57: Guckt man sich an wie jüngere Menschen folgen?
00:21:59: Dann bleibt die Rangfolge so?
00:22:01: Aber zum Beispiel kommen dann amerikanische Influencerinnen schon auf niedrig zweistellige Werte.
00:22:07: Das heißt, in der jüngeren Gruppe gibt es durchaus einige die für das was dort über den Teich an inhaltlichen Missionsanstrengungen kommt sehr empfänglich sind.
00:22:15: Zumal die ja teilweise auch deutsche Dependants haben und das entsprechend weiterverbreiten und da entsprechend gucken.
00:22:21: Also das ist ein Thema, wo ich glaube es sehr wichtig ist, dass Landeskirchen und Bestümer aktiv bleiben oder vielleicht sogar noch aktiver werden.
00:22:29: Und zwar alleine um einen Gegenpol auch gegenüber denjenigen zu setzen die sonst diese Märkte, diese Bedürfnisse dieser Themen übernehmen werden.
00:22:38: Sorry, dass ich davon merken spreche aber kommunikativ Ist es dann eben Marktanteil?
00:22:42: Es gibt ein Bedürfnis nach Themen, nach Inhalten in einem sehr sorglichen existenziellen, transcendentalen Bereich.
00:22:50: Dies Bedürfenes ist da.
00:22:52: Das suchen Leute und das wird Leuten auch angezeigt.
00:22:54: Die Frage ist nur, möchte man denn den nur amerikanischen Fundamentalisten... Und das gilt für einen großen Teil dort nicht für alle!
00:23:02: angezeigt werden oder möchte man, dass denen eben genauso Angebote von Landeskirchen und Bistümern in Deutschland da entsprechend präsentiert und angezeigt wird.
00:23:11: Also ich halte das Engagement sowohl von Landes-Kirchen bis Tümern und genau so auf was EKD und Beschaffskonferenz angeht für dringend ausbauffähig, was dieses Thema Influencer angeht.
00:23:22: Einige Landeskirschen machen das ja auch sehr systematisch über eigene lokale Netzwerke, über Produktionsunterstützung, über andere Themen Und ich halte das wirklich für ganz, ganz wichtig.
00:23:31: Wenn man so diesen Share-of-Volls, diesen Anteil an Wahrnehmungen und Gespräch da nicht verlieren möchte und das komplett andere aufgegeben
00:23:39: wird.
00:23:40: Die letzte Frage zum Thema Social Media die mich noch interessiert vielleicht mehr am Rande aber trotzdem ganz spannend.
00:23:46: fast von Anfang an seit Social Media gibt ist ja auch Social Media Sucht eigentlich immer ein Thema vor allem bei jüngeren Menschen.
00:23:55: Argumente der Befürworterinnen von Social Media Alters schreiten, die jetzt ja sehr in der Diskussion und auch im Prinzip entkommen sind.
00:24:01: Gibt es da auch eine Reflexion bei kirchlich orientierten Menschen?
00:24:05: Was sagen die Ergebnisse eurer Studie dazu?
00:24:07: Also eine Reflektion gibt es!
00:24:09: Die Reflexionen sieht allerdings so aus dass Kirchenmitglieder und Mitarbeitende – das war ne Frage, die an beide ging weil sich selber kaum Indikatoren für Social Media sucht sehen auch viel geringer als in der Gesamtbevölkerung mit der gleichen Fragebatterie quasi abgefragt.
00:24:24: Und da sind wir so ein bisschen unschlüssig, wie man das jetzt interpretieren soll ja?
00:24:30: Also ob man sagen soll okay also offenbar haben Leute in einem religiösen Glaubensumfeld eine Resilienz für gewisse Suchthemen in einem etwas stärkeren Maße als vielleicht Gesamt Bevölkerung nicht in der gesamten Fläche aber in einer gewissen Tendenz.
00:24:44: und oder haben sie einfach nur eine unkritischere Selbstreflexion an der Stelle und sind in Wirklichkeit genauso abhängig, sind sich dessen aber aus welchen Gründen auch immer nicht bewusst weil dann selbst und fremdbildlich so stark unterscheiden.
00:24:58: Was da wirklich das Treibende ist weiß ich nicht.
00:25:00: Ich glaube was wichtig ist es sich klar zu werden zwischen Media sucht ist ein Thema was es in der Gesellschaft gibt.
00:25:07: Es ist kein Thema was ausschließlich junge Menschen betrifft.
00:25:11: Natürlich kann es da besonders viel Schaden anrichten.
00:25:13: Es ist ein Thema, das in einem ganz großen Maße auch ältere Menschen betrifft und das kommt im letzten Jahren sehr stark empirisch gezeigt werden.
00:25:20: Und insofern ist es auch ein Thema wo kirchliche Social Media Inhalte gegebenenfalls aufpassen müssen gewisse Suchtfaktoren nicht zu stark zu triggern und dann bisschen zurückhalten dazu sein.
00:25:30: Also den Anspruch sollte man da haben und genauso über Social Media suchten andere Dinge zu informieren.
00:25:36: Ungekehrt glaube ich aber auch dass es nicht bedeuten sollte man zieht sich daraus zurück Weil, kommen wir zurück auf den Marktplatz.
00:25:42: Da sind halt die Menschen und ja da passieren viele Dinge, die wir nicht gut finden.
00:25:46: und auf dem Marktplatz werden auch Produkte verkauft von denen wir vielleicht nicht so toll finden dass sie verkauft werden weil sie klimaschädlich sind, weil sie ethisch problematisch sind oder was auch immer.
00:25:55: Und trotzdem ist es glaube ich wichtig der Präsenz zu sein.
00:25:57: überhaupt
00:25:58: wagen um ein anderes Angebot zu machen
00:26:00: Ja genau zumal Ich glaube bei Kirche ist immer mehr um eine Bringe als um eine Hohlstruktur geht.
00:26:05: Also zu erwarten das die Leute zu uns kommen um etwas abzuholen wird, glaube ich immer schwieriger werden.
00:26:10: Wir müssen dahin kommen, dass wir quasi schon da sind wo die Leute was suchen.
00:26:14: Das gilt für Social Media das gilt für andere Webauftritte und das gilt natürlich noch stärker für KI-Kompatibilität oder Aufhindbarkeit in LLMs oder anderen Dingen.
00:26:24: Was eine Sache ist, die auf jeden Fall ein Stück weit noch eine hohe Struktur ist, ist Seelsorge.
00:26:30: Deswegen ist digitale Seelsorge auch noch ein bisschen ein neueres Thema.
00:26:33: Wurden dazu jetzt eigentlich auch Fragen gestellt und wie sind die Meinungen dazu?
00:26:37: Und vor allen Dingen, welche Use Cases gibt es dazu überhaupt?
00:26:40: Also es wurden dazu Fragen gestellt einerseits dahingehend ob man überhaupt digitale Seele Sorgeangebote kennt und wie man damit umgeht ungefähr so... Fortzig Prozent kennen in irgendeiner Form digitale Seelenorgeangebote, also inklusiven Dingen wie Chat oder Online-Plattformen oder Chatbots oder ähnliche Bereiche.
00:27:01: Allerdings sagen die meisten davon ja kenne ich habe ich aber selber noch nie benutzt.
00:27:07: Das ist für die Haupterspektive.
00:27:09: Dann gibt es eine relativ kleine Gruppe, die sagt nutze ich oft das sind so zwei Prozent und dann gibt's noch mal so fünf sechs Prozent die sagen ja kenne ich und habe mich schon einmal benutzt.
00:27:18: Das heißt generell ein diffuse Kenntnis ist da aber das Thema selber nutzen und das andere spielt in der geringen Rolle.
00:27:26: Insofern bisschen überraschend ist dass die meisten sagen Eigentlich ist es wichtig, dass die Seelsorgeangebote und spirituelle Angebote und Spirituellunterstützung auch zunehmend digital verfügbar sind.
00:27:37: Also die allermeisten also so um sechzig Prozent sagen das ist wichtig und sehr wichtig, daß man digitale Seelsorge-Angebote hat auf dieser übergeordneten Ebene.
00:27:47: Wenn man dann aber konkret auf einzelne Angebote geht, was man machen könnte, dann begegt man einer riesigen Zurückhaltung.
00:27:55: Also wenn man zum Beispiel ganz konkret danach fragt, wie wäre es denn?
00:27:58: Wenn man ein Chatbot hätte der automatisiert ist, der immer verfügbar ist und der gemeinsam mit Seelsaugerinnen entwickelt wird um so eine Art Erstbetreuung zu machen.
00:28:07: Ja also gibt solche Überlegungen ähnlich auch im psychologischen Bereich richtig
00:28:11: in der Forschung sowieso
00:28:12: Genau.
00:28:12: wir sollen so einen Angebot haben und dann sollen die Leute sich halt nicht von chat GPT oder Gemini oder Co-Pilot beraten lassen sondern von einem Chatbot deren entsprechend geschulten Hintergrund hat und der an kritischen Stellen nicht immer weiter berät, sondern direkt Kontakt zum Menschen herstellt oder zumindest das anbietet.
00:28:28: Das andere war datenschutzmäßig schwierig aber anbietet direkten Gespräch zu führen oder ein Chat zu führen Oder irgendwas anderes.
00:28:34: also so ein erstes Auffangbecken zu haben.
00:28:36: Ja
00:28:37: Und wenn man das fragt dann kriegt man dafür ja eher eine sag mal mittelmäßige Ablehnung für das Thema.
00:28:45: Also es gibt ne wahnsinnig Zustimmung zu den Themen auf einer übergeordneten Ebene ziemlich starke Ablehnung auch auf einer konkreten Anwendungs-Ebene.
00:28:54: Und es hat aus meiner Sicht aber viel damit zu tun, dass nur ein sehr diffuses Wissen über das Thema existiert.
00:29:00: Weil an sich würde man's nämlich sonst als Widerspruch interpretieren oder?
00:29:03: Also in sich sozusagen eigentlich wäre das total wichtig digitale Seelsorgeangebote zu haben.
00:29:08: wenn man dann aber nach konkreten Beispielen fragt, dass sie im Prinzip abgelehnt werden.
00:29:13: Ja, das geht aber für ganz viele Dinge gerade auch im kirchlichen Umfeld.
00:29:17: Also ich weiß nicht, ob das Vorsicht ist oder Konkretisierung ist.
00:29:21: Oder ob das in Teilen manchmal auch schon so ein bisschen Richtung Doppelmoral geht?
00:29:26: Ja also es hat ja eine gewisse Struktur wie dusch mich aber mach mich nicht nass.
00:29:32: Es ist so ein bischen schwierig.
00:29:34: Wir begegnen das bei anderen KI-Themen und zum Beispiel wenn man nach Ethik und KI fragt Ganz, ganz hären hohen ethischen Anforderungen.
00:29:42: Also ganz starke Zustimmungswerte dahingehend dass man zum Beispiel immer einen Menschen im Blub haben sollte also den Tumen in Selug haben sollte oder ganz starken Zustimmungswerten wenn es darum geht das immer klar zu kennzeichnen und sowas was ich alles gut finde.
00:29:56: aber all diesen ethischen Themen haben ganz klare Zustimm-Werte bis hinzu dass manche der Auffassung sind man sollte sogar KI und alles was psychologisch ist gesetzlich stärker regeln.
00:30:07: Also was gibt's?
00:30:08: ganz hohe Anforderungen?
00:30:10: Auf der einen Seite und auf der anderen Seite, wenn man dann gerade Kirchenmitarbeitende nach ihrer eigenen KI-Nutzung fragt.
00:30:17: Dann erfolgt ihr zu meistens unabhängig von Guidelines weil es angeblich keine gibt kann der Fall sein muss nicht der falls in einer eigenen Einwand.
00:30:24: Es sagen einem zwanzig Prozent aber auch ganz klar also knapp zwanzich Prozent.
00:30:28: ich würde meine KI-Anwendung weil sie meine Arbeit so stark erleichtern auch dann weiter nutzen wenn meine eigene Organisation das mir verbieten würde.
00:30:37: Und in Teilen mache ich das auch, ja?
00:30:38: Willkommen beim Thema Schattenkai.
00:30:41: Das heißt also, wenn ich über meinen eigenen VPN-Tunnel und mein eigenes Zugang... ...über meinem kirchlichen Rechner das nicht darf, dann mache ich es halt auf dem privaten Rechler.
00:30:50: Das ist für die Sachen hin und her!
00:30:51: Und gestalte ist da weil der die Arbeitserleichterung so groß ist.. ..und sieben mir den offenen Antworten, weil meine Motivation und mein Thema so stark und heuer gut ist.... so stark ein Thema ist, was sich vorantreiben will und was eine höhere Wertigkeit verfolgt.
00:31:08: Dass das schon okay ist, wenn ich das mache in dem
00:31:09: Bereich.".
00:31:11: Das heißt es gibt wenig Guidelines und da wo es welche gibt werden sie offenbar auch nicht wirklich respektiert.
00:31:15: Und wir reden hier nicht über wenige – das sagt uns jeder fünfte Befragte –.
00:31:20: jetzt muss man wissen, dass fünfzig Prozent überhaupt KI nutzen, halbwegs regelmäßig oder zumindest selten.
00:31:26: Das heißt also ungefähr vierzig Prozent der kirchlichen Mitarbeitenden haben da einen sagen wir mal entspanntes Verhältnis zu KI-Zogenen Regelungen, hat aber auch damit was zu tun das nur ein Bruchteil nämlich so jeder vierte bis fünfte überhaupt irgendeine Form von KI Weiterbildung hatte.
00:31:43: Viele hätten gerne eine haben aber noch keine absolviert.
00:31:45: und dann reden wir doch nicht über die Qualität der Weiterbildung sondern wir reden überhaupt über irgendein Form von Weiterbildung.
00:31:52: also heißt KI erscheint bei Kirche wie Digitalisierung insgesamt an vielen Themen als einen relativ strategieloses Thema zumindest so wie es bei den einzelnen Mitarbeitenden ankommt.
00:32:02: Es mag von oben anders gedacht sein, aber es klappt offenbar nicht das nach unten durchzudeklinieren und zu kommunizieren.
00:32:09: Und der Eindruck ist eher dass viele sich da orientierungslos fühlen und gerne Guidelines oder andere Zugänge noch mal hätten.
00:32:15: Das heißt da wenn man auf die Studie schaut sieht man einen ganz klaren Nachholbedarf als ein Ergebnis?
00:32:20: Ja, und zwar gerade beim Thema KI Grund- und Weiterbildung.
00:32:24: Kirchliche Mitarbeiter, die es richtig im Kopf haben so ungefähr, um ca.
00:32:27: thirty-fünfzig Prozent wünschen sich genau diese Art von Weiterbildung.
00:32:31: aber hatten sie bisher nicht und haben Sie dieses Jahr auch noch nicht konkret geplant?
00:32:35: Und das ist sicherlich ein Riesenfaktor wo man viel machen kann.
00:32:38: Genau wie das ganze Thema Guidelines sind ja auf die EKD und andere dran glaube ich nochmal eine Rolle spielen würde um überhaupt zu einer gewissen Orientierung in diesem Bereich zu haben und die Vorteile zu nutzen Aber eben auch bewusst zu sein, wo die Grenzen gerade bei allgemein verfügbaren nicht speziellen Tools da tatsächlich sind.
00:32:57: Das bringt mich direkt zur abschließenden Frage Heuger.
00:33:00: Ich weiß, dass du mit dieser Studie schon sehr viel unterwegs warst seit sie veröffentlicht worden ist vor Kurzem.
00:33:06: Dass du bei ganz vielen Kirchenleitungen und Tagungen und so weiter Ergebnisse vorgestellt hast.
00:33:12: deswegen interessiert mich tatsächlich nochmal wie denn Dirk II bisher aufgenommen wurde?
00:33:16: Ob vielleicht sogar schon erste Konsequenzen gezogen wurden oder was du dir vielleicht auch wünschen würdest welche Entwicklung das Ganze dann nimmt.
00:33:23: Also die Studie ist bisher gut angekommen, sie ist von vielen Leuten rezipiert worden.
00:33:27: Wir haben viele Einladungen und ganz, ganz viele Gesprächsmöglichkeiten Und wir merken auch ganz konkret dass das insbesondere auch an den Stellen wo kirchliche Strategiarbeit zu diesen Themen stattfindet direkt einfließt.
00:33:40: also man direkt merkt Das hat jetzt Auswirkungen auf Richtlinien Auf Guidelines, auf Empfehlungen oder auch auf strategische Kommunikationsplan.
00:33:49: Naja
00:33:49: es gibt doch schon mal gut
00:33:51: und es ist auch viel mehr Als es sozusagen beim letzten Mal war, wo wir da angesprochen werden wie es wahrgenommen wird und wie es aufgenommen wird.
00:33:57: Und zwar sowohl in der kritischen Praxis als auch in der Wissenschaft.
00:34:00: Also das funktioniert tatsächlich gut!
00:34:03: Auf der anderen Seite muss man sagen Es sind die Leute, die danach fragen und dies wahrnehmen, die ohnehin eine Affinität für diese digitalen Themen haben Und in der Summe beobachte ich beim Thema Digitalisierungsstrategie und KI-Strategie von Kirche tatsächlich primär noch eine relativ große Strategielosigkeit.
00:34:23: Also zumindest, wenn es darum geht das runterzubrechen zu den Mitarbeitenden.
00:34:28: Wir haben zum Beispiel die Mitarbeiterinnen befragt wie sie denn selber wahrnehmen was die Digitalisierung Strategie oder die KI Entwicklung in ihren Organisationen treibt?
00:34:38: Die Antwort ist, was nicht ist, ist Theologie Was es nicht ist, ist Strategie.
00:34:43: Was das ist sind zufällig vorhandene Budgets, extremer lokaler Bedarf und persönliche Affinitäten zum Thema durch einen leitenden Geistlichen.
00:34:54: Das sind die Sachen, die das Ganze treiben.
00:34:55: Und wenn man sich mal insgesamt Strategieentwicklung auch auf Landeskirchlich oder auf EKD eben in den letzten Jahren anschaut mit einem gewissen Abstand zur Corona dann ist das Thema Digitalität zurückgedrängt oder komplett verschwunden?
00:35:10: Der Hauptberichtband der KMU, also der Kurzbericht-Band mit diesen hundert Seiten hat das Thema digital online Internet oder sowas nur dann drin wenn er über die eigene Internetpräsenz der Studie redet.
00:35:24: Ansonsten spielt es beim Thema Zukunft der Kirche keine Rolle.
00:35:27: Im großen Band gibt's einen Kapitel dazu mit zwei drei Beiträgen, die auch super sind.
00:35:30: Es gibt auch zwei drei Fragen im Gesamtkatalog da drinnen.
00:35:33: Das ist nicht der Punkt aber es ist so ein Thema was ganz klar extrem nachgeordnet und zwar auch sehr bewusst strategisch.
00:35:41: Und das halte ich für falsch, und ich würde mich freuen dass diese Studie und ihre Daten zusammen mit dem was ganz viel KollegInnen zu dem Thema auch machen gerade auch im Wissenschaftsumfeld ein bisschen so einen Wegruf ist als Kirch ist sich bewusst zu werden digitale Strategie und KI-Strategie ist kein nice to have es ist ein must help.
00:36:01: Es ist nicht das alleinige zentrale Element einer zukünftigen Strategie.
00:36:05: Das sollte geistig sein in der Stunde Das sollte inhaltlich sein.
00:36:08: Aber wenn ich diese Komponente nicht habe, sondern einfach so weitermache wie bisher, dann werde ich noch mehr Probleme bekommen mit Mitgliederstrukturen und Aktivitäten oder anderen Dingen.
00:36:20: Und das wäre schade weil es sozusagen relativ einfach vermeidbar wäre.
00:36:24: Also ich wünsche mir ein bisschen dass die Studie vielleicht auch als Wegruf an die Leute wirkt, die bisher diesen Themen eher auswählen.
00:36:35: Machen sie auch aktive, machen tolle und hervorragende Arbeit.
00:36:39: Und die nutzen es jetzt schon sehr stark für ihre eigenen Argumentationen – was mich sehr freut!
00:36:44: Dann vielleicht als allerletzte Frage wie ist denn der Ausblick?
00:36:47: Werdet ihr weiter dranbleiben können?
00:36:48: Wird's vielleicht ein Dirk III irgendwann geben?
00:36:51: Also auf alle Fälle werden wir jetzt den nächsten eineinhalb Jahre weitere, wir nennen das immer Sonderauswertungen machen also uns noch spezifischere Zusammenhänge angucken, die wir jetzt noch nicht ausgewertet haben.
00:37:01: Und ja, es gibt zumindest im Hinterkopf die Idee und die Überlegungen bei denjenigen, die die Studie jetzt getrieben haben wie der Macromedia University.
00:37:11: Und auch dem Versicherem Raum der Kirchen möglicherweise wieder in so einem Abstand von drei Jahren noch sowas zu machen.
00:37:17: aber das ist aktuell noch Zukunftsmusik.
00:37:20: Sinn wird's aus meiner Sicht noch ein drittes Mal machen wenn man dann wirklich mal eine Entwicklung und einen Bogen aufzeigen könnte.
00:37:27: Ja, und weil die Daten ja wirklich gebraucht werden würde ich behaupten jetzt auch nach dem was wir gerade wieder besprochen haben.
00:37:34: Und vor
00:37:34: allem ist diese Daten ja aktuell in der Form irgendwo anders gibt und ich glaube wird tatsächlich so eine wichtige Lücke sowohl in einer wissenschaftlichen Forschung als auch in einer praktischen Anwendung damit auffüllen können um die aktuell aus den gerade geschilderten Gründen sich sonst niemand so intensiv kümmern.
00:37:50: deswegen nochmal Ich freue mich über jeden der es nutzt das sind Gott sei Dank viele und dass anwendet.
00:37:55: Ich würde mich freuen, wenn es ein kleiner Wegruf sein könnte für diejenigen, die immer noch glauben.
00:38:00: Digitalstrategien und KI-Strategien sind nice to have!
00:38:05: Ich halte sie wirklich für musthave um auch die Überlebensfähigkeit und die Weiterentwicklung dieser Organisation an die ich an der Stelle auch glaube tatsächlich gewährleisten zu kann.
00:38:15: Ein gutes Schlusswort lieber Holger.
00:38:17: viel lieben Dank für Rede und Antwort für deine Zeit vor allen Dingen aber die ganzen spannenden Ergebnisse aus der zweiten Studie zur Digitalisierung im Raum der Kirchen Dirk II, Dirk.
00:38:27: twenty-sixundzwanzig.
00:38:29: Wer sich dafür weitergehen interessiert findet natürlich alles wichtige dazu in den Show Notes zu dieser Episode Wenn ihr dazu Fragen habt Ergänzung kommentare Anregungen oder auch wenn ja allgemein Lobo der Ärger loswerden wollt erreicht er uns wie immer via Direct Message auf unserem Insta-Kanal Edit unterstrich Netzwerk Oder Natürlich über unsere Website www.jitz.de.
00:38:50: Ja Vielen Dank lieber Holger für deine Zeit, wie gesagt.
00:38:53: Und vielen Dank fürs Zuhören euch da draußen und auf Wiederhören
00:38:58: bitte!
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