Resilienz und Religion - mit Donata Gries

Shownotes

Donata Gries forscht und lehrt zu "Biblioresilienz". Sie weiß: Eine gesunde Ausübung von Religion, ein verantwortlich gelebter Glaube, hilft Menschen dabei, resilienter zu werden und "das Immunsystem der Seele" zu stärken. Dazu berät sie - und gibt auch Tipps auf Social Media. Wie das funktioniert, was Resilienz ausmacht und was Religion - und insbesondere der christliche Glaube - zur Bewältigung psychischer Herausforderungen beitragen kann, erzählt sie in dieser Folge anhand von vielen Beispielen. Und sie erklärt auch, wann Religiosität genau das Gegenteil bewirken kann und toxisch wird… Donatas Agentur heißt "Mensch Management" und die Website zum Thema biblioresilienz.org. Donata ist auf LinkedIn und auch auf Instagram unter @biblioresilienz und @mensch_management. Ihr Buch heißt: "Lass Dein Licht leuchten! Glauben schafft Resilienz – das Praxisbuch." Es ist 2025 im Gütersloher Verlagshaus/Penguin erschienen. Und hier gibt es Infos und die Anmeldemöglichkeit zum "Train the Trainer"-Biblioresilienz-Kurs: https://www.malteser-geistlicheszentrum.de/hauptmenue/wir-fuer-euch-angebote.html

Social Media für Glaube und Kirche - das ist der yeet-Podcast: yeet-Redakteur* innen befragen Expert* innen und Influencer* innen und begeben sich auf die Suche nach den großen und kleinen Perspektiven auf die digitalen Kirchen-Räume und Welten in den Sozialen Medien.

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00:00:01: Menschen brauchen etwas, was über sie selber hinausgeht.

00:00:04: Und ich halte das für das Drama der jungen Generation im Moment, dass ihnen nicht mehr gesagt wird ihr werdet gebraucht für diese Gesellschaft.

00:00:15: Die Mensch muss verantwortlich bleiben und wenn er nicht verantwortliche bleibt für sich und sein Leben dann wird es kritisch.

00:00:21: Ich glaube, dass viele Menschen auch heute radikal überfordert sind mit diesen ganzen Selbstverwirklichungsansätzen die auf nichts mehr zielen aus auf sich selbst.

00:00:30: Das ist zu wenig.

00:00:37: Hallo und herzlich willkommen zum Yeapodcast, dem Podcast für Glaube, Ethics Social Media und Digitale Kirche!

00:00:43: Ich bin Claudius Griegert und diesmal zur Gast ist Donata Greese.

00:00:48: Sie ist Theologin, Coach und Beraterin für Personal- und Organisationsentwicklung und betreibt die Beratungsagentur Mensch Management.

00:00:58: Sie forscht zum Zusammenhang von Resilienz, Sinn und Religion Führungskräfte und Teams in der digitalen Arbeitswelt.

00:01:07: Außerdem hat sie Weiterbildungen in Hypnotherapie, Theaterpädagogik und Yogaterapie gemacht – ganz schön viel!

00:01:15: Schön dass du da bist!

00:01:19: Das kann man schon meinen Alter ableiten.

00:01:24: Ah ja, freu mich sehr dass du da bist weil wir schon beim persönlichen sind.

00:01:28: das alter verraten wir jetzt nicht.

00:01:29: das dürfen die leute versuchen rauszufinden online.

00:01:31: digital war anders aber wir fangen mit trotzdem unserem sowohl gefürchteten als auch geliebten persönlichen einstieg an.

00:01:38: wir haben unsere kleine schnellfrage runde als format schon lange in jit podcast und Auch für dich soll es wieder sieben Fragen geben, die für dich ganz neu und nicht vorhersehbar sind hoffentlich.

00:01:48: Und darfst du ganz spontan beantworten?

00:01:51: Bist du bereit?

00:01:52: Ja!

00:01:53: Dann geht's los.

00:01:54: Frage Nummer eins Es ist Sommerzeit also Urlaubszeit oft auch deine Präferenz Action oder Liegestuhl?

00:02:03: Ich brauche immer auch ein bisschen Action und tatsächlich weiß man auch aus der Forschung im Bereich Erholungskompetenz Also wie gut können sich Menschen erholen dass ein rein im Liegestuhl nicht so erholsam ist, also vor allem nicht nachhaltig erholsam.

00:02:17: Also zwischendurch man halben Tag aber dann brauche ich auch wieder ein bisschen Bewegung und entdecke gerne was.

00:02:25: Das erklärt mir einiges okay weil mir geht es ähnlich.

00:02:27: also ich finde das total toll irgendwie stundenlang auf der liege zu liegen und zu lesen und irgendwann merke Das Kribbeln sozusagen, dass es irgendwann reicht und ich wieder irgendwas Bewegung brauche oder so.

00:02:39: Also

00:02:39: gesunde Wahrnehmung!

00:02:40: Du kannst nicht auf deinen Körper und auf dich verlassen.

00:02:43: das ist

00:02:44: auch super.

00:02:44: Teutäu-teutäuch, glaubt noch auf den Holzkopf.

00:02:47: Das sieht man ja nicht im Podcast aber... Okay passend dazu Frage Nummer zwei zur Sommerzeit Socken in Sandalen ein großes Modestreitthema schon seit Generationen.

00:02:59: was sagst du?

00:03:00: Ja oder nein?

00:03:01: Da sage ich auch, nein.

00:03:02: Das hat allerdings etwas damit zu tun dass sich nicht nur in Deutschland gelebt habe sondern wir haben zwischendurch auch im Südostasien gelebt und entweder man trägt geschlossene Schuhe mit Socken was man da sehr viel tut auch bei sixen dreißig oder vierzig grad Oder man träg sandalen ohne Socken.

00:03:17: Allerdings hab' ich meinen Mann Nation noch nicht missioniert.

00:03:20: Oh!

00:03:22: Okay das heißt da bleibt noch Überzeugungsarbeit zu tun?

00:03:26: Ja ich beschränke mich auf andere Felder

00:03:30: Gibt ja vielleicht auch wichtiger oder Lohnsmetter.

00:03:32: Genau!

00:03:34: Okay, ich habe noch eine Sommerfrage für dich Frage Nummer drei Dein Lieblingssommeressen Was ist das?

00:03:40: Oh, das ist ne interessante Frage.

00:03:42: zum Beispiel Glas, Nudelsalat Also so ein Sujasus und Paprika und Erdnüssen.

00:03:47: Das

00:03:47: klingt gut.

00:03:48: Ein bisschen

00:03:49: asiatisch angehaucht

00:03:50: Wollt grad sagen, dass könnte auch aus der Vergangenheitszeit vor Ort stammen, ne?

00:03:54: Ja genau Ah toll.

00:03:57: Auf jeden Fall esse ich gerne Seißig im Sommer

00:04:00: Ja, verstehe ich.

00:04:02: Wenn man viel schwitzt und Flüssigkeit verliert ist es salzig.

00:04:05: Ich habe dann auch immer großen Bedarf da.

00:04:07: Das kann ich nachvollziehen.

00:04:10: Deine liebste Bibelgeschichte?

00:04:12: Hast du eine?

00:04:15: Ich hab im Moment eine Liebste-Bibelgeschicht.

00:04:18: Ich glaube das wechselt immer.

00:04:19: Und ich hab gerade gearbeitet mit einem Menschen der eher Richtung ADHS geprägt ist und erzählt von seinem Chaos im Kopf.

00:04:30: Er weiß nicht, wie er es beherrschen soll.

00:04:31: Und dann haben wir miteinander zur Schöpfungsgeschichte gearbeitet – ich habe ihm gesagt «Guck doch mal!

00:04:36: Wie Gott das Tohu war Bohut!».

00:04:38: Das ist ja Wüst-und-Lehr in Genesis I. Wie er das beherrschte?

00:04:42: Dann haben wir mitneinanderarbeitet, so zu sagen dieses Chaos in seinem Kopf beherrt indem er Dinge laut ansagt und Gott sprach.

00:04:51: Das ist psychologisch auch nachgewiesen, dass das sehr hilfreich ist, wenn man sich dann selber Ansagen macht!

00:04:58: wie man dann auch tatsächlich ins Handeln kommt und Wasser-und Land trennt.

00:05:03: Darüber haben wir gearbeitet, das war eine ganz besondere Stunde.

00:05:07: Er hatte viel Orientierung, wie er damit umgehen kann.

00:05:09: Und dann habe ich das gleich übernommen und mache mir im Moment auch immer diese Ansagen gesagt.

00:05:14: Jetzt ist Podcast Konzentration nichts anderes mehr dran!

00:05:19: Sehr gut ja, aber ich finde es plausibel.

00:05:21: Das heißt gut, dann probiere ich gerne auch gleich aus.

00:05:24: Danke!

00:05:26: Ansage, jetzt kommt die Frage Nummer fünf.

00:05:30: Also bitte Frage beantworten.

00:05:32: Welche prominente Person geht dir so richtig auf den Nerven?

00:05:37: Oha!

00:05:38: Nur eine

00:05:38: ja?!

00:05:40: Du darfst auch ein paar mehr nennen aber vielleicht werde ich gerade am meisten...

00:05:45: Ja also ich glaube das ist jetzt kein Geheimnis wenn nicht von Herrn Trump, Herrn Putin, Herrn Erdogan.

00:05:51: Das sind alles Leute Die finde ich wirklich so anstrengend, dass ich mir per Bild nicht mehr angucke.

00:05:58: Also weil ich das einfach nicht sehe und find es auch so idiotisch... Ich hör's mir eigentlich auch nicht mehr an!

00:06:03: Ich lese es auch kaum noch was sie von sich geben.

00:06:06: Ja hilft das ein bisschen?

00:06:09: Ja das hilft wobei ich muss ehrlich sagen also ich bin kein großer Fan davon.

00:06:13: Das hat einer meiner Ausbilder auch in der Seelsäule gesagt, wir sind verpflichtet Nachrichten zu gucken und sollen das nicht einfach wegschieben.

00:06:21: Weil viele Leute fühlen sich ja sehr überlastet von den Nachrichten und sagen ich gucke es gar nicht mehr.

00:06:26: Und er hat zu uns gesagt Wir sollen bitte beten während der Nachrichten.

00:06:31: Das hilft sehr und ich glaube auch dass unsere Welt wirklich unsere Gebete braucht und wir uns das nicht leisten können die Dinge nicht zu sehen oder einfach zu ignorieren.

00:06:41: Abziehen davon, dass es nicht resilient macht wenn man Dinge ignoriert.

00:06:44: Ja

00:06:44: und sie gehen auch nicht weg davon.

00:06:46: Das ist richtig.

00:06:46: Genau.

00:06:48: Weder Dinge noch Menschen.

00:06:49: Aber das finde ich schon den nächsten tollen Tipp den ich mitnehme.

00:06:51: Ist auch eine Art ... Mit den schlechten Nachrichten oder den anstrengenden und nervenden Nachrichten umzugehen oder Angstmachenden.

00:06:59: Danke auch dafür!

00:07:01: Sehr gerne.

00:07:02: Frage Nummer sechs was machst du lieber?

00:07:05: Rasenmähen oder Schneeschaufeln?

00:07:07: Schneeschaukeln auf jeden Fall

00:07:10: Toll.

00:07:11: Das muss man meist aber nicht so oft, seitdem er gar keinen Garten hat natürlich nur.

00:07:17: Also diesen Wind hatten wir ordentlich was zu schaufeln und dann geht man raus morgens und macht den Weg... Wir haben einen relativ langen Weg, den ich da freimachen muss.

00:07:25: Da fühlt man sich gleich ganz selbstwirksam und es geht so erfolgreich in den Tag rein.

00:07:31: Das finde ich herrlich.

00:07:33: Ja, das verstehe ich und es ist toller bei beiden von diesen Tätigkeiten auch auf Blätter weg machen im Herbst.

00:07:38: Bei all diese Tätigkeit mag ich dass man so unmittelbar den Erfolg sieht.

00:07:41: also man kann zurückschauen und sagt oh guck mal ist jetzt frei sieht jetzt ganz anders aus als vorher.

00:07:46: das ist so schön und befriedigend.

00:07:48: Also

00:07:50: eigentlich ein ganz berühmter Ich weiß nicht mehr wie er heißt leuten und aus der US-amerikanischen Armee hat den Leuten empfohlen morgens, wenn sie aufstehen als erstes ihr Bett machen.

00:07:59: Weil auch wenn der ganze Tag schiefläuft haben Sie wenigstens eine Sache mal gemacht und diesen Effekt hat das Schneeschöppen auch.

00:08:06: Das ist ja

00:08:07: toll!

00:08:10: Und man kann abends, wenn man ins Bett geht, auch sehen dass das geklappt hat nochmal.

00:08:15: Eine Sache wenigsten satt geklappt.

00:08:18: Also ich finde es auch ein super Tipp.

00:08:21: Ist echt toll.

00:08:24: Okay du hast schon fast überstanden?

00:08:26: Vielleicht noch mal jetzt eine schwierigere Frage als Abschlussfrage.

00:08:29: Frage Nummer sieben, wann bzw vielleicht auch worüber hast du das letzte Mal geweint?

00:08:37: Wann habe ich das letzte mal geweint, tatsächlich als ich ein Film geguckt habe und er hat das Paar geheiratet und zwischendurch waren zurückblenden auf ihr Leben und das hat mich irgendwie so getatscht dass ich rein musste.

00:08:53: Schön bist du jemand, der dafür empfänglich ist oder für so gute Storytelling und das dann berührt und emotional

00:09:00: anhälft.

00:09:00: Also wenn es wirklich die Schicksale der Menschen spiegelt, dann ja.

00:09:06: also wenn das zu künstlich ist, dann erreicht mich das nicht so.

00:09:09: aber wenn das wirklich darum geht, wo ich denke, dass erleben Menschen genau das Erleben des Nachvollziehbares.

00:09:14: Genau.

00:09:15: Dann bin ich da sehr erreichbar.

00:09:18: Ja toll!

00:09:19: Vielen lieben Dank, das war's Zur schnellen Fragerunde.

00:09:24: Die letzte Frage war natürlich nicht ganz zufällig nach dem Weinen, ich möchte gerne mit dir viel über Resilienz sprechen.

00:09:29: dazu hast du ja auch ein Buch veröffentlicht.

00:09:31: dazu kommen wir gleich.

00:09:32: Ich will erst nochmal ganz kurz fragen was ich auch schon gesagt habe.

00:09:35: Du hast eine kleine Firma und die heißt Mensch Management.

00:09:39: Da geht es aber nicht darum möglichst gut Menschen zum Managen oder?

00:09:42: Das ist anders gemeint denke ich.

00:09:45: Naja, also es geht schon auch darum wie Führungskräfte Menschen eigentlich richtig führen können.

00:09:51: Hat mir übrigens auch ein ganz tollen Kurs Anfang des Jahres mit den Maltesern zum Thema christliche Führungen und da haben wir anhand von sieben Bibelgeschichten in der Fastenzeit jede Woche eine herausgearbeitet was wir aus dem Christentum der Führer lernen können und auch von Jesus selbst überführen können.

00:10:11: Es war unglaublich inspirierend für alle.

00:10:15: Alle haben viel gelernt, inklusive mir selber.

00:10:17: Und es ist ja was man auch immer wieder reflektieren darf und sollte wie führe ich eigentlich?

00:10:24: Wie wirke ich eigentlich und wirklich so, wie ich wirken möchte?

00:10:28: Und ist das eigentlich wertekonform oder ... Ist das nicht wertekonform?

00:10:34: Ja spannend!

00:10:35: Aber ich bin jetzt mal davon ausgegangen dass es nicht nur um das Managen von Menschen geht sondern auch um das Selbstmanagement generell, also das mit etwas umgehen können oder etwas klarkommen.

00:10:47: Es geht nicht nur um Führung sondern auch um verschiedene andere Angebote die ihr macht?

00:10:51: Das

00:10:51: geht schon auch um die Frage von Organisationen.

00:10:54: Wir haben sehr viel Transformationsbegleitung gemacht oder Change-Begleitungen wenn es ein bisschen kleiner ist und dazu gucken wie stellt man denn Organisationen zukunftsfähig und auch idealerweise resilient auf und da aber eben den Mensch immer mit im Blick zu behalten weil das oft passiert dass wenn man dann ganz tolle Prozessabläufe habt, hat aber leider den Menschen dabei vergessen.

00:11:17: Für mich ist das Zentrum des gesamten Managements auch der Mensch.

00:11:22: Das Management ist für den Menschen da und nicht der Mensch fürs Management.

00:11:25: Und das wird manchmal verwechselt.

00:11:28: In dem Moment wo es gelingt dass der Mensch im Mittelpunkt steht funktionieren die Unternehmen egal an welcher Stelle einfach deutlich besser.

00:11:38: Das hört sich gut an Und scheint mir übrigens auch biblisch entlehnt, weil du gerade gesagt hast vom Sabbat der für den Menschen da ist und nicht umgekehrt.

00:11:46: so kann man es aus Management übertragen.

00:11:48: Vielleicht kommen wir gleich mal dazu.

00:11:50: Du arbeitest oft mit biblischen Geschichten oder biblische Motiven wenn es um das Thema Resilienz und Glaube geht?

00:11:57: Du hast ein Buch dazu geschrieben habe ich eben schon erwähnt mit einem wunderschönen Titel.

00:12:02: das heißt lasst dein Licht leuchten mit Ausrufezeichen am Ende wie meinste diese Aufforderung mal ganz Knapp zusammengefasst.

00:12:11: Ich mache einfach die Erfahrung in unglaublich vielen Trainings und Coachings, dass sich Menschen eigentlich zu wenig zutrauen und zu wenig trauen auch sich zu zeigen.

00:12:24: Und zwar mit sich zeigen meine ich mich insgesamt zu zeigen.

00:12:27: also Natürlich muss ich nicht immer alles private öffentlich machen.

00:12:31: Ist auch klar, aber eine unfassbare Angst davor Fehler zu haben viel Beschämung da ist und Ich meine es wirklich so dass man einfach die eigene Kraft in die Welt bringen kann und viele Menschen unterschätzen das massivst.

00:12:47: Und okay mir ganz ganz wichtig immer wieder menschen Zu ermutigen ihre kraft zu leben Und das was sie der welt geben können, dass auch weiterzugeben.

00:12:57: Das ist ja sehr unterschiedlich.

00:12:58: jeder mensch hat was anderes oder weitergeben kann und das möchte gerne dass die menschen das auch entdecken.

00:13:05: manchmal macht mich mit ihnen auf die suche Was ist denn dein spezifisches?

00:13:10: Damit sich das wirklich entfalten können und in die welt bringen können.

00:13:14: Super ich erinnere mich da ein leitung zum buch schreibst du ja.

00:13:18: Ganz am Anfang steht sogar im Klappentext, dass das Buch eine Entdeckungsreise in die eigene Persönlichkeit sein kann oder sein soll.

00:13:26: Und dann finde ich ganz spannend.

00:13:28: kurz drauf also wenige Zeilen später stellst du selbst die Frage warum braucht es so ein Buch eigentlich überhaupt?

00:13:34: Also gerade als Christian schreibst du da sollte uns doch Selbstannahme geläufig sein.

00:13:40: Und dann schreibst du auch noch weiter und sagst, dieses ständige Selbstoptimieren was man überall angeboten bekommt nervt doch sowieso.

00:13:46: also warum sollte man eigentlich dieses Buch brauchen oder gar lesen?

00:13:50: Jetzt würde ich dich gerne selbst auf deine eigene Frage antworten lassen und vielleicht erzählst du gleich etwas das mit deinem Kirschbaum zu tun hat weil ich das ganz ganz toll finde.

00:13:59: und ob du das jetzt stand jetzt Auch immer noch genau so siehst.

00:14:03: Ja, absolut!

00:14:04: Also ich bin überhaupt kein Fan von Selbstoptimierung.

00:14:07: Ich weiß dass das eine riesen Szene ist und auch Resilienz eine große Rolle spielt in dieser Szene.

00:14:12: Und mir geht es aber da wirklich aus dem christlichen Glauben kommt darum den Menschen zu sagen So wie du bist bis du vollkommen angenommen und so wieder bist bis Du vollkommen in Ordnung und musst nicht damit du gottgerecht wirst oder mit du richtig wirst Oder sonst irgendwas tun.

00:14:29: Aber Es liegt im Inneren des Menschen, liegt ein Bedürfnis sich zu entwickeln und sich zu entfalten.

00:14:37: Und das hat nichts mit Optimierung zu tun, sondern wirklich damit die eigene Kraft in die Welt zu bringen und auch der Welt mitzugeben.

00:14:45: Und du hast mich auf dieses Bild des Kirschbaums angesprochen als ich geschrieben habe.

00:14:49: wie gesagt Ich guck grad in unseren Garten auf den Kirschbaum und da ist ein wunderbarer Baum und trotzdem wächst er weiter.

00:14:58: Leben immer wächst und sich entwickelt, nur was Todes wächst nicht mehr.

00:15:03: Und deswegen ist es eine Ermutigung zur Entwicklung aber nicht zur Optimierung.

00:15:12: Einfach schön, finde ich.

00:15:15: Ermutigend zur Entwicklung und nicht zur Optimierung.

00:15:18: Ich finde es ist auch sehr befreiend weil da liegt eine große Freiheit drin wenn es nicht mehr darum geht besser zu werden und ich habe das ganz viel beobachtet.

00:15:25: wie gesagt bin ja auch Jugendlehrerin und Jugendtherapeutin und auch in diesen Szenen kann man es unglaublich viel Beobachten wie sehr Menschen sich verlaufen.

00:15:36: dieser Selbstoptimierung und sowas für tiefen Schmerz, das auch führt zum Teil.

00:15:40: Und deswegen find ich es unglaublich wichtig!

00:15:43: Ich finde das wirklich total entlastend als Gedanke.

00:15:46: Ich musste wirklich gerade an das Kinderlied denken wir werden immer größer jeden Tag ein Stück.

00:15:51: Das ist ein Glück.

00:15:52: und dann gibt's ja irgendwann auch ganz von allein und das ist ja das.

00:15:55: Also dieses Wachsen dürfen ist ja was ganz anderes als besser werden müssen.

00:15:59: Das sind wirklich fast schon zwei Gegenpolen, finde

00:16:03: Auf der anderen Seite muss man stimmt, vieles passiert auch von allein und wir brauchen uns gar nicht so viel Druck zu machen.

00:16:10: Und auf der anderen seite muss man aber auch sehen dass ja immer auch verschiedene Kräfte auf einen einwirken.

00:16:16: und es ist schon auch wichtig zu gucken an welcher Kraft will ich mich ausrichten also so wie der Baum sicher auch zur Sonne dreht und dann zu überlegen, was ist die Kraft der ich folgen will?

00:16:28: Denn an unserer Aufmerksamkeit wird ja derart viel gezogen auch gerade durch die ganzen Medien.

00:16:34: Und deswegen muss man auch gucken wer darf einen eigentlich immer mal wieder kalibrieren?

00:16:39: und was man auch aus der Psychologie weiß ist dass wenn man jetzt Menschen ganz alleine laufen lässt Dann verliert man manchmal auch die besten Routinen.

00:16:47: und deswegen ist es auch unheimlich wichtig sich im christlichen Glauben immer wieder zu fragen zwischendurch.

00:16:54: Moment, was bedeutet eigentlich der Glaube?

00:16:56: Und was bedeutet diese Geschichte eigentlich im Moment für mich oder in meiner Zeit?

00:17:01: und zu denken wie das brauche ich alles nicht und es reicht ja auf wenn ich das zweimal im Jahr mache und da ist mir egal wo man das macht ob er jetzt in die Kirche geht oder eine Gruppe hat indem man das gemacht oder sowas.

00:17:11: sich ein Podcast anhört eine Predigt digital darüber spreche ich nicht aber es ist wichtig sich immer wieder Und sich zu hinterfragen und zu sagen, oh hier brauche ich eine kleine Kurskorrektur.

00:17:25: Weil sonst verlaufen wir uns.

00:17:27: Ja, Kalibrieren finde ich schönes Wort dafür das dieses Ausrichten einstellen sozusagen also einfach wieder Feintunen wie auch immer.

00:17:35: Da kommen jetzt direkt im Prinzip zum Kern beim Thema Resilienz.

00:17:39: Ich würde gerne dich kurz mal erklären lassen was würdest du eigentlich sagen?

00:17:44: Was ist eigentlich Resilience?

00:17:47: und dann Was ist noch mal im speziellen Biblioresilienz dann?

00:17:51: Das ist ein Begriff, den du geprägt hast.

00:17:53: Dein Instagram-Account heißt zum Beispiel auch so und es gibt auf der Webseite dazu.

00:17:56: Also genau wie würdest du das beschreiben oder erklären?

00:18:00: Ja also Resilienzen.

00:18:02: erstmal möchte ich sagen Es gibt sehr viele Mythen über Resilience.

00:18:06: Das hat auch was damit zu tun dass in der Wissenschaft es ist ein relativ junges Thema Und vieles ist noch relativ umstritten man kann sagen es gibt so eine grundsätzliche Definitionen, auf die sich alle verständigt haben.

00:18:21: Und die sagt Resilienz beschreibt die Resistenz, die Regenerationsfähigkeit und die Rekonfiguration das erkläre ich jetzt noch mal.

00:18:31: also Resilience beschreibt wenn Menschen in Krisen reinkommen sind sie in der Lage resistent damit umzugehen?

00:18:39: Also trotzdem da durchzukommen auf eine bestimmte Art und Weise

00:18:45: wiederstandsfähig

00:18:47: zu sein in dem Moment.

00:18:49: Man muss nur vorsichtig sein, weil ganz häufig damit assoziiert wird ich bin Teflon beschichtet und nichts erreicht mich.

00:18:57: Und das ist ganz falsch.

00:19:00: Das ist nämlich gar nicht resilient sondern im Gegenteil ist schwächt sogar die Resilienz.

00:19:04: Sondern es geht darum da gibt's ganz viel um emotionale Kompetenz.

00:19:08: sagen wir mal Wir würden uns jetzt hier anfangen zu streiten.

00:19:10: im podcast Bin ich dann in der Lage, das auszuhalten?

00:19:15: Dass du vielleicht bestimmte Dinge doof findest und mir das auch sagst.

00:19:20: Und kann ich damit emotional umgehen und deswegen auch weiter gehen?

00:19:24: Oder schmeißt mich das komplett aus der Kurve, wenn du sagst, Sonata, das finde ich jetzt quatsch was du da erzählst.

00:19:29: Ja also das ist mit Resistenz gemeint, es ist wirklich eine emotionale Kompetenz.

00:19:34: dann geht's um Regeneration.

00:19:35: Das habe ich vorhin schon kurz besprochenes Thema Erholung ja sehr interessante Studien zu zum Beispiel von der Sporthochschule Köln dass über achtzig Prozent der Deutschen nicht wissen wie man sich richtig erholt.

00:19:47: Wie erhol ich mich eigentlich nach einer Krise, das ist also ein ganz zentraler Punkt und Rekonfiguration heißt Anpassung.

00:19:57: Also bin ich in der Lage, mich anzupassen an die neue Situation, in der ich mich befinde?

00:20:04: Ich nehme mal ein gesellschaftliches Beispiel als Russland die Ukraine angegriffen hat hatten wir ja eine Situation.

00:20:10: Das haben nachher viele gesagt, hätte man vorher wissen können.

00:20:13: Aber viele haben halt geglaubt da passiert nix mehr.

00:20:16: wir sind miteinander in Frieden und plötzlich mussten die ihre gesellschaftlichen Bilder anpassen uns sagen Wir müssen über Rüstung neu nachdenken.

00:20:23: Wir müssen Bundeswehr neu nach denken.

00:20:24: Und es gab ganz viele neue Fragen.

00:20:26: und der Punkt ist bin ich in der Lage das neu zu Denken oder halte ich an dem fest was sich schon vor dreißig Jahren geglaubten habe?

00:20:35: Dann bin ich nämlich leider nicht so ganz resilient

00:20:38: verstehe.

00:20:39: Und insgesamt kann man sagen, dass dann Resilienz bedeutet das ein Mensch durch Krisen durchgehen kann oder auch eine Organisation.

00:20:47: Man spricht ja von organisationaler Resilience ohne auf Dauer psychische Schäden zu nehmen.

00:20:54: Das heißt, dass man kurzfristig mal Das ist ganz normal und wenn Menschen das nicht tun, weiß man dass sie sogar eigentlich eher gefährdeter sind als Menschen die zusammenbrechen.

00:21:12: Das erinnert mich daran, dass du mal an anderer Stelle gesagt hast Resilienz könnte man ganz kurz fassen oder es gibt gerne mal so diese oberflächliche Beschreibung die psychisches Immunsysteme der Menschen.

00:21:22: Und das erinnert mich daran, dass man ja auch ein Infekt bekommt, krank wird und das Immunystem schützt eine nicht davor sich zu infizieren sondern es schützte einen nur davor daran zur Grunde zu gehen.

00:21:31: Sondern im besten Fall halt den Körper und den Menschen wieder.

00:21:35: Genau.

00:21:35: Das

00:21:37: Immun-System der Seele genau ist sehr schön gesagt.

00:21:42: Genau und dann hast du jetzt gesagt Es gibt aber auch Biblioresilienz.

00:21:46: Das ist eine spezielle Spielart davon sozusagen.

00:21:50: Naja, mich hat interessiert.

00:21:51: Ich habe ungefähr tausend Menschen in Resilienzneminaren weitergebildet.

00:21:55: zum Thema Resilience in der Wirtschaft.

00:21:57: und irgendwann ist mir aufgefallen Stellen Menschen immer spirituelle Fragen Irgendwann landet man da Okay, aber ich gedacht es interessant also vielleicht auch gesagt sie wüssten sich Diologinnen Aber sind schon sehr aufrichtige tiefe fragen.

00:22:11: Und dann hab' ich gedacht jetzt möchte ich das gerne mal wissen ob Religion Resiliens fördert oder nicht.

00:22:16: ja und Ich habe da eine richtige Forschungsarbeit zugemacht.

00:22:20: Ich habe selber eine qualitative Forschung gemacht mit Interviews und dann mit quantitativer Forschung, die auch weltweit veröffentlicht ist also aus afrikanischen Ländern, südamerikanischen, nordamerikanische europäischen Ländern aus Asien.

00:22:32: Also wir gehen aus verschiedenen Räumen und ich habe das miteinander abgeglichen und habe dann festgestellt ja Religion oder Glaube kann sehr resilient machen.

00:22:43: Allerdings, hier kommt die schlechte Nachricht.

00:22:45: Die kann die Resilienz auch sehr zerstören wenn man auf eine toxische Art und Weise glaubt.

00:22:51: das ist es blöder da dran.

00:22:55: Und daraus habe ich dann diese Biblioresilience entwickelt und es ist einfach unglaublich wie viel

00:23:02: Kraft

00:23:03: wirklich drin steckt in diesen biblischen Geschichten und eigentlich alle Spielarten die in der Psychologie besprochen werden gezeigt werden als Resilienzfaktoren.

00:23:13: Alle schon da sind eigentlich in diesen biblischen Geschichten, das finde ich wirklich besonders.

00:23:17: Das klingt total spannend!

00:23:19: Hast du vielleicht mal ein Beispiel?

00:23:22: Also irgendwas was es illustriert und biblisches Motiv eine Geschichte wo du sagst daran kann ich mal zeigen was ich meine.

00:23:27: wenn du sagste ist alles schon da was Resilience betrifft in diesen Geschichten in diesem alten Buch sozusagen.

00:23:33: Ja sehr gerne also.

00:23:35: Ich habe zum beispiel eine Frau begleitet die Eine sehr, sehr schwierige Lebenssituation war Scheidung und so weiter.

00:23:42: Und die auch sehr viel Ärger hatte mit ihren Eltern.

00:23:45: Sie kamen aus diesem Ärger auf ihre Eltern... gar nicht raus.

00:23:49: Und sie kamen gar nicht aus christlichen Kontext, muss ich auch dazu sagen?

00:23:52: Dann haben wir das Gebot genommen du sollst Vater und Mutter ehren und dann guckte sie erst mal so flunschig wie man guckt wenn

00:23:59: man

00:23:59: sowieso keine Lust hat auf Christentum und dann noch mit sowas um die Ecke kommt.

00:24:03: Mit so einem

00:24:04: Geburt her.

00:24:04: Genau!

00:24:05: Und da habe ich gesagt wir gucken uns das jetzt einfach mal in aller Ruhe an und ich würde gerne von dir erstmal wissen was bedeutet eigentlich Ehren?

00:24:12: wann bist Du denn und wofür bist Du schon in deinem Leben geerrt worden?

00:24:16: Und dann waren wir plötzlich bei der Ehrenurkunde vom Sport und Kanal.

00:24:19: Also so, und dann ging es also darum dass man sagt okay wer erkennt die Leistung an?

00:24:23: Ehren heißt Leistung Anerkennung.

00:24:25: Das heißt nicht.

00:24:26: ich finde meine Eltern bedingungslos großartig.

00:24:28: das steht nicht in diesem Gebot sondern ich ähre das was ehrenswert ist.

00:24:34: jetzt gucken wir mal auf das was Ehrenswert ist und vielleicht ist an deinen Eltern nur ernst wert dass du durch sie das Leben bekommen hast Aber auch das ist schon ehrenzwert.

00:24:47: Und dann haben wir dazu gearbeitet und dann fanden sie so ein paar Dinge, wo sich sagt, dass es tatsächlich ernst wert.

00:24:53: Dann habe ich gesagt, das ist wichtig für diese Haltung zu kommen und den Rest gehen zu lassen.

00:25:00: Das hat die ganze Beziehung zu den Eltern verändert wirklich gedreht.

00:25:06: Sie hat das für sich mitgenommen.

00:25:09: über mehrere Wochen jeden Tag ist sie immer wieder in dieser Haltung gegangen, von ich ehre meine Eltern für das und das.

00:25:18: Und es hat das andere so ein bisschen unwichtiger gemacht.

00:25:24: Die Eltern sind wie sie sind und die sind jetzt auch nicht unkompliziert aber sie hatten relativ gutes Verhältnis zu denen entwickelt in dem Kontext an dem es geht.

00:25:32: Wir haben kein Wunder vollbracht und da ist nicht plötzlich die große Fürsorglichkeit entstanden oder sowas.

00:25:38: Aber der Schmerz könnte weniger sein, ne?

00:25:40: Genau.

00:25:42: Und das ist die Zentrale und wenn sie dann da wieder irgendwie ein bisschen rumgespakt haben hatte sich ihre Resilienz zu sagen okay das sind die.

00:25:50: ich bleibe in der Haltung was erisch

00:25:53: Ja ja Spannend

00:25:56: und das ist etwas was häufiger auch passiert und was eigentlich wichtig ist dass es passiert dass ich erstmal auch verstört bin über bestimmte Aussagen oder über bestimmten Texte.

00:26:07: Und deswegen ist es auch so hilfreich, wenn man das gemeinsam macht und nicht alleine.

00:26:11: Weil dann kriegt man die Perspektive von jemand anderem noch dazu.

00:26:14: Aber erst in dem Moment wo ich verstört bin fange ich ja an meine Haltung, die unter Umständen schädlich ist für mich zu hinterfragen.

00:26:22: Also Verstörung ist immer das erste Zeichen dass irgendwas funktioniert sag' ich mal.

00:26:27: Ja verstehe.

00:26:29: Deswegen sage ich auch Das ist ein bisschen was mir sehr wichtig ist Auch im köchlichen Kontext wir dürfen die Leute auch stören

00:26:37: Ja, verstehe ich.

00:26:38: Im konstruktiven Sinne?

00:26:39: Aufwecken

00:26:40: sozusagen!

00:26:41: Genau, schönes Wort dafür.

00:26:43: Esteres

00:26:47: Wort.

00:26:47: Weil du gerade gesagt hast gemeinsam daran arbeiten.

00:26:49: dein Buch ist ja dezidiert ein Praxisbuch.

00:26:53: Ich wollte dich jetzt erst fragen was bedeutet das?

00:26:55: aber man kann ja schon vorweg nehmen Du hast am Ende jedes Kapitels Praxisanleitungen also Impulse kleine Art andacht und so.

00:27:03: Aber es ist ja erstmal etwas was man eher für sich macht.

00:27:05: oder

00:27:07: Also am Anfang stelle ich auch mal fragen, was ist dir an dem Thema wichtig oder was möchtest du entwickeln?

00:27:11: Was sind deine Erfahrungen.

00:27:13: Das ist immer ganz ganz wichtig dass man weiß wo man ist und wo man steht weil wenn ich nicht weiß wo ich stehe kann ich mich weiterentwickeln.

00:27:20: so ist es einfach ich brauche und die Psychologen sagen ja über achtzig prozent der Menschen betrügen sich massiv selber Also mit dem, wer sie sind.

00:27:30: Und deswegen ist das Thema Feedback so unglaublich wichtig und deswegen ist es eben auch hilfreich.

00:27:36: ich habe es extra so geschrieben dass es auch in Gemeinden genutzt werden kann für gemeinte Workshops zum Beispiel oder auch eben für gemeinsame andachten.

00:27:44: wir brauchen auch andere Menschen die uns sagen an der Stelle wirkst du aber so und man ist manchmal ganz irritiert oder ganz überrascht weil man das gar nicht intendiert und auch gar nicht möchte.

00:27:57: Aber diese Standortbestimmung alleine hinzukriegen

00:28:02: ist schon schwierig.

00:28:03: Herausfordernd, ja.

00:28:03: Genau.

00:28:07: Du hast verschiedene Kapitel im Buch?

00:28:08: Ich habe es schon gesagt am Ende von dem Kapitel gibt es Praxiseden sozusagen oder eine Anleitung zum praktischen Umgang zum Üben.

00:28:14: regelrecht die Kapitel handeln Von folgenden Themen Vertrauen Hoffnung Vergebung Dankbarkeit Gemeinschaft und Gebet.

00:28:28: Jetzt würde ich dich gerne mal kätzlerisch fragen, welches ist das Wichtigste?

00:28:31: Ich ahne die Antwort ja schon ein bisschen.

00:28:34: Okay, welche Antwort erahnst du denn?

00:28:36: jetzt bin ich erneugierig!

00:28:37: Also ich tendiere in zwei Richtungen.

00:28:39: Erstens mal würde ich sagen, dass du wahrscheinlich antwortest, dass man keins wirklich herausheben kann weil die natürlich alle ihre Wichtigkeit und Berechtigung haben.

00:28:46: und das wenn man überhaupt eins ein bisschen besonders behandeln müsste.

00:28:49: dann wäre es, dass wir ja gerade drüber gesprochen haben des Thema Gemeinschaft also wie wichtiges gemeinsame arbeiten sozusagen ist.

00:28:58: Du hast mich schon sehr treffend eingeschätzt.

00:29:01: Aber ich glaube, dass das individuell auch unterschiedlich ist.

00:29:04: Ich glaube nicht, dass man sagen kann, es ist für alle das gleiche Wichtigste mit der Typologie zu tun.

00:29:09: Ausbildung in neagramm und enneagramm Coaching.

00:29:12: Und da guckt man ja auch genau, welchen Typ habe ich eigentlich von mir?

00:29:16: Und dann gibt es Menschen die sind kontemplativer für dies das Gebeten wahnsinnig wichtig.

00:29:21: Dann gibt es menschen die sind total positiv und gucken wir nach vorne.

00:29:25: Für diese ist dann hoffnung sehr wichtig.

00:29:27: manchmal geht's auch darum was zu lernen wo man vielleicht noch nicht so stark ist.

00:29:30: Das kann man auch ermitteln.

00:29:32: aber Es ist so dass zurzeit in der Resilienzforschung es gibt sogenannte Resilience Fakt über die spreche ja auch ganz kurz im buch.

00:29:41: Das heißt, das ist das was Resilienz besonders fördert dass wissenschaftlich sehr im fluss und es gibt da sehr unterschiedliche meinungen zu.

00:29:49: ich habe diese sechs punkte hier gewählt weil das in den qualitativen interviews sich gezeigt hat dass das zentrale themen waren.

00:29:57: in der resilienzworschung insgesamt wird das thema gemeinschaft im moment ganz nach vorne gestellt.

00:30:03: also wir leben in einer zeit wo die menschen immer sag mal sozial inkompetenter werden.

00:30:11: Und da war Corona ein Booster vor, da gab es vorher schon Anzeichen für... das hat viel mit der Digitalisierung zu tun und es war ganz lange die Topfaktor Selbstwirksamkeit.

00:30:22: Jetzt ist er so'n bisschen in der Wichtigkeit abgelöst worden durch dieses Thema Gemeinschaft.

00:30:28: Ach interessant!

00:30:30: Da will ich gleich einhaken, dann wollte ich ohnehin jetzt demnächst hier hinkommen.

00:30:32: Für uns ist ja ein großes Thema als JIT-Netzwerk, das Thema Social Media und was das mit Menschen macht.

00:30:39: Und wie Menschen damit umgehen?

00:30:40: Wie Kommunikation gelingen kann... Und deswegen ist es natürlich immer eine Herausforderung zu überlegen, gerade Digitalisierung und dann zu über legen welche Chancen stecken drin eigentlich für Gemeinschaft.

00:30:52: Und welche Fallstrecke so ein bisschen?

00:30:54: Ich finde jetzt total spannend dass du mit Biblioresilienz da auf Social Media aufertreten bist also unter anderem ich würde auch zwei Kanäle gerne nähereingehen um hast einen Kanal auf Instagram oder einen auf LinkedIn und interessiert mich aber erstmal generell Funktioniert Resilienz Coaching auf Social Media für dich?

00:31:11: Hast du das einfach mal so ausprobiert oder wusstest du, dass kann funktionieren.

00:31:14: Wenn ja wie muss das gestaltet sein?

00:31:16: und gleich auch die kritische Nachfrage Wie gehst Du damit um, dass Social Media ja hast Ja eben selbst schon gesagt auch ein Gehöriges Potenzial hat psychische Gesundheit und Zusammenleben auch zu gefährden?

00:31:26: eher

00:31:27: Ja, es ist nicht nur Social Media was die psychische Gesundheit gefährdet sondern sind Medien insgesamt.

00:31:33: Also es gibt da auch Untersuchungen zu wo man schon untersucht hat wie hat sich die Sozialkompetenz von Kindern und Jugendlichen mit Einführung des Fernsehens verändert?

00:31:42: Da gibt's auch schon interessante Beobachtungen.

00:31:44: also deswegen ich möchte das nicht begrenzen auf Social Media.

00:31:50: Ich muss sagen, ich bin wirklich keine Social Media Expertin und das ist auch meine Erfahrung die mit dem Biblioressenienzkanal gemacht habe.

00:31:58: Und ich hab dann noch mal eine Fortbildung gemacht bei jemandem der da sehr weit vorne ist in diesem Bereich und hab gemerkt mir persönlich geht's damit nicht so gut.

00:32:09: aber es bedeutet nicht dass es nicht gut ist sondern es bedeutet einfach es liegt jetzt nicht im Bereich meiner Kernkompetenzen.

00:32:15: Vielleicht auch, weil ich eben einfach zu den Boomern gehöre wie meine Tochter sagen würde.

00:32:20: Die sich immer köstlich darüber amüsiert, wie ich mit diesen Dingen umgehe und ich möchte jetzt nicht meine persönliche Erfahrung sozusagen nehmen und sagen es funktioniert nicht.

00:32:30: Weil das wäre absolut falsch!

00:32:32: Es gibt Menschen die machen da hervorragende Arbeit und ich spiele dann nicht in so einer hohen Liga und ist es auch in Ordnung.

00:32:40: also so ist es okay.

00:32:42: Dennoch ist Status Quo, dass halt noch ganz viele Menschen die vielleicht auch Tipps zum Thema Resilienz brauchen könnten.

00:32:48: Noch sich zum Beispiel auf Instagram bewegen und die bedienst du auch?

00:32:52: Und ich finde das machst du ja auch nach allen Regeln der Kunst.

00:32:54: also du machst zum Beispiel ein klassisches Format wie Einlistikel.

00:32:58: sieben brutale Fakten über Wut habe ich gefunden fand dich total spannend und das ausgerechnet zu Weihnachten.

00:33:04: kannst du zum Beispiel mal kurz erklären warum Weihnachten und Wut?

00:33:08: Also deswegen weil Das war übrigens ein Ergebnis des Kurses, den ich da gemacht habe und wo ich gedacht hab.

00:33:15: Ich war nicht so ganz happy mit dem Merding!

00:33:19: Ganz häufig kommt es ja auch zu wirklich vielen Streitigkeiten in den Familien Und sich da einfach mal anzugucken und zu gucken, wie kann ich denn jetzt damit umgehen?

00:33:28: Wenn bestimmte Dinge passieren.

00:33:30: Auch zu sagen es ist übrigens auch normal wenn ich plötzlich einen Tag lang mit meinen Geschwistern in einem Raum sitze die ich sonst das ganze Jahr gar nicht sehe und vielleicht politisch noch andere Auffassungen haben als ich oder sonst irgendwas oder alte Familienmuster von eingeholt wird, womit man denkt auf die amerikanischen längst hinter uns so.

00:33:50: Also da ist es einfach wichtig, sich damit auseinanderzusetzen um diese Resistenz zu haben in der Resilienz.

00:33:57: In dem Moment wo das auftaucht, dass ich sage ja, das halte ich jetzt aus.

00:34:02: Ich ärger mich mal drei Minuten aber länger muss ich mich dann auch nicht ärgern und dann ist gut so.

00:34:07: also deswegen glaube es gibt kaum was Emotionaleres als Fest als Verweimachten.

00:34:14: Ja und ich muss ganz persönlich sagen für mich, ich kann verstehen mit dem Wording gefremdelt hast und trotzdem ist mir jetzt auch gesprungen, so wie es funktioniert auf Plattformen wie Insta.

00:34:25: Hat mir auch einen echten Impuls gegeben.

00:34:27: Du nimmst ja auch tatsächlich an anderen Stellen kein Blatt vor den Mund, vielleicht ist das ja auch Ergebnis deiner Fortbildung gewesen?

00:34:33: Ich habe gesehen, ein Reel zur Fastenzeit heißt zum Beispiel... Auch an beschissenen Tagen gibt es immer ein Highlight!

00:34:39: Das ist gerade ausgetextet.

00:34:43: Machst du das besonders auf Social Media oder würdest du das auch in anderen Zusammenhängen so gradlinig formulieren?

00:34:50: Also, ich bin schon eine Freundin der klaren Borte.

00:34:56: Ich finde es jetzt noch einmal ermutigen, dass du das sagst.

00:34:58: Vielleicht sollte ich's nochmal kontrollieren?

00:35:00: Ich bin ja dann wirklich sehr erst mal auf das Tanz gegangen und vielleicht kann ich's noch mal umbewerten.

00:35:04: Das nehme ich jetzt mal gerade von dir.

00:35:06: Ja gerne!

00:35:08: Da gehts ja um Aufmerksamkeit, ne?

00:35:09: Also denke ich auch erstmal.

00:35:11: Und ist es also... Noch mal, ich finde das unfassbar wichtig.

00:35:15: Ich gucke mir auch häufig eure Sachen an und find sie wirklich gut.

00:35:18: Also ich möchte gar nicht sagen, dass das da nicht vorkommen soll zu sagen, wir werden unsere Stimme jetzt aber nicht leiser machen oder da nicht zeigen weil das Umfeld schwierig ist.

00:35:31: Man muss ja nicht schweigen nur weil es umfeldschwierig ist und ich glaube auf der anderen Seite muss man sich eben auch der Grenzen bewusst sein richtig wissen.

00:35:40: Okay, wenn es jetzt darum geht will ich Wahrheit transportieren.

00:35:44: Also da könnte man jetzt aus NDR Gramm sich ja sowieso sagen eine Person hat ja nie die Wahrheit Es gibt immer neuen Perspektiven bevor man überhaupt die Wahrkeit hat.

00:35:51: aber Man muss eben wissen dass bei allem was auch zum Beispiel über Resilienz kursiert Da bei manchen Sachen denke ich Leute das könnt ihr nicht ernsthaft vertreten Ja und ist man in der Sprache genau und man ist eine Stimme unter vielen und man muss auch wissen dass die Menschen, und das kennst du bestimmt auch.

00:36:12: Ich kenne es auch wenn ich irgendwie hängen bleibe bei Social Media eher so ein bisschen dumpf werden im Hirn und eben ihre Handlungsfähigkeit verlieren und nicht die Handlungs- fähigkeit steigern unbedingt.

00:36:24: und dass die Dinge die man da teilt also wie gehe ich mit Wut um erst wirklich in die Kompetenz eindringen, wenn die Leute es aufnehmen.

00:36:35: Wenn sie's üben und irgendwas aktiv damit machen.

00:36:39: Wozu die soziale Medien nicht unbedingt einladen?

00:36:42: Einer meiner Ausbilder hat immer gesagt, Wissen das nicht zur Handlung führt ist totes Wissen.

00:36:48: Und alles was tot is macht den Menschen krank.

00:36:50: also wenns in uns drin

00:36:51: ist.

00:36:51: Ja das versteh ich.

00:36:53: Muss man einfach gucken aber... Es ist eben eine Unterhaltungsplattform so muss man's sehen.

00:36:58: Aber auch nur Kommunikationsplattform als.

00:36:59: Ich hab' nicht den Eindruck dass das was du inhaltlich machst Reine Promotion für dich oder deinen Unternehmen, oder deine Angebote ist sondern eben.

00:37:07: Sondern es ist tatsächlich hilfreiches gibt Impulse und ich denke immer dass es wo wenn nicht da wo so viele Menschen sind.

00:37:13: also der Impuls muss ja erstmal da sein um überhaupt drüber nachzudenken zu handeln dann als nächstes sozusagen oder als übernächstes vielleicht sogar erst und das erlebe ich zumindest auf dem Insta-Kanal ganz stark so das Thema Impulse.

00:37:24: bei LinkedIn bist du auch ziemlich aktiv.

00:37:26: Da ist die Ausrichtung ganz klein bisschen anders, habe ich einen Eindruck.

00:37:29: da geht es viel um den beruflichen Kontext wenn ich das richtig sehe oder ziehgruppenmäßig.

00:37:33: Genau

00:37:33: genau.

00:37:34: Da gibt's zum Beispiel immer wieder Erklärartikel von dir zu bestimmten Themen kleine kurze gut konsumierbare Artikel die aber jetzt nicht oberflächlich sind oder sowas.

00:37:43: Das ist ein echter Service eigentlich oder?

00:37:45: Ja also schön wenn du so erlebst.

00:37:47: Also so ist es tatsächlich gedacht.

00:37:49: Ich versuch aufzuklären über das Thema aus verschiedensten Perspektiven.

00:37:55: und ja ich weiß nicht, ich habe aber auch in den Marketing-Schulungen gelernt.

00:37:59: Aber wenn du da draus keinen Funnel machst und nicht den Leuten sagst jetzt kommt und macht das und das bei mir dann ist es nicht so günstig.

00:38:06: Und das hab' ich tatsächlich nicht gemacht.

00:38:08: und wenn ich möchte dass die Menschen wirklich das lernen und sich zu eigen machen und damit wachsen müsste ich's eigentlich koppeln mit Angeboten.

00:38:17: Aber so wie ich es verstanden habe, steht ja überall die Möglichkeit das Angebot wahrzunehmen.

00:38:21: Es ist ja dein LinkedIn-Auftritt und da kann man dich finden und kann sich dann an dich wenden wenn man in die Tiefe gehen will.

00:38:28: aber dafür muss erst mal das Bedürfnis entstehen, hab' ich so das Gefühl!

00:38:33: Wenn man quasi einen ersten Impuls eine hinweisende Hilfestellung bekommt... Du hast noch was anderes Schönes auf LinkedIn?

00:38:39: Das heißt, resiliente Fragen.

00:38:40: Es ist auch so eine kleine Reihe.

00:38:42: Das gefällt mir eigentlich noch besser weil es ja wirklich als Frage formuliert ist die man entweder an sich selbst richten kann oder die man sowieso schon zumindest ging's mir so häufig an sich richtet zu fragen wie bist du das?

00:38:53: Oder ist das deine Rolle?

00:38:55: wenn Du gibst hast Du dann weniger.

00:38:58: Auch schön Wie komme ich müde durch den Tag?

00:39:00: Ich meine wer kennt das nicht?

00:39:05: Was Antwortest Du denn da?

00:39:08: Ich finde das Wichtigste eigentlich Menschen durch Fragen zu aktivieren.

00:39:12: Jetzt komme ich aus der systemischen Beratung, da werden ja sowieso immer auch viele Fragen gestellt an die Menschen und fragen, aktivieren die Menschen?

00:39:20: Und es geht gar nicht so sehr um meine Antworten, weil es kann sein dass ich auf eine Art Mühde durch den Tag komme, die für dich gar nicht passt.

00:39:27: Das soll eher dich zum Nachdenken anregen.

00:39:31: wie kann ich's denn machen?

00:39:32: Also stimmt, ich bin ja meiner Müdigkeit nicht ausgeliefert.

00:39:36: Was kann ich denn tun?

00:39:40: Sehr schön!

00:39:42: Ich will noch ganz kurz beim Thema Social Media bleiben.

00:39:44: wie gesagt ist er für uns auch zentral.

00:39:47: Ich habe etwas ganz Spannendes gefunden.

00:39:48: Ich fange mal so an als Journalistin die wir von der Ausbildung her sind jetzt im Gteam zum Beispiel.

00:39:53: wenn wir Social Media Workshops machen und Fortbildungen dann singen wir immer das Globe Lead of Storytelling In einem deiner Reels, das ich auf Insta gefunden habe, schaust du da aber ganz schön kritisch drauf.

00:40:04: Zumindest was Storytelling und Coaching betrifft?

00:40:06: Wieso kannst du das mal erklären?

00:40:08: Also ich möchte erst einmal sagen die Bibel macht ja auch nichts anderes als Storyteling.

00:40:12: noch ein Löcher!

00:40:13: Und durch das Storytalling bewegt sich die Menschen also... Ich sage jetzt nicht grundsätzlich dass Storytaling falsch ist.

00:40:20: Ja.

00:40:20: Ich finde man muss aber auch hier wieder wissen Wo sind die Grenzen?

00:40:24: Und wird es irgendwie überzogen oder ... und es gibt wirklich Menschen, die unfassbar verliebt sind auch in ihre Geschichten.

00:40:33: Die eine Geschichte über ihr Leben erzählen, die sie manchmal nicht so wahnsinnig stark macht.

00:40:40: Wir haben zum Beispiel ein Seminar gemacht im Resilienzkontext.

00:40:44: Das hieß rewrite your story also schreib deine Geschichte um.

00:40:49: Es hatte eine Frau in diesem Seminar.

00:40:51: Ich weiß nicht, ob die Mutter der Vateralkoholiker war.

00:40:54: Auf jeden Fall ist sie in einem schwierigen Kontext aufgewachsen und hat diese Geschichte neu geschrieben was sie alles gelernt hat durch diesen Alkoholismus und wie sie heute ihre Familie aufgebaut hat, als ein Safe Space.

00:41:10: Und wie sie dafür sensibilisiert worden ist dadurch dass sie das erlebt hat als Kind.

00:41:14: Das ist eine stärkende Geschichte oder anders eine schwächene Geschichte und da muss man einfach beim Storytelling finde ich sehr aufpassen, dass man nicht in der Opferperspektive verharrt und wir erzählen auch Unfassbar viele Opfergeschichten oder Medien erzählen sehr viele Opfageschichten und das finde ich nicht hilfreich.

00:41:35: Ja, ja.

00:41:36: Ich verweise gleich an dieser Stelle mal liebe Zuhörende da draußen an unsere Folge wo auch das Drama Dreieck drin vorkommt.

00:41:43: Da geht es uns genau um diese Perspektivwechsel.

00:41:46: Von daher ist mir das sehr verständlich was du erzählt.

00:41:49: Danke!

00:41:50: Noch ein Aspekt zum Thema Social Media, den ich ganz spannend finde.

00:41:53: Riesenrolle spielt beim Thema Social media und da befassen wir uns auch immer sehr intensiv das Thema Community-Community Management.

00:42:00: Würdest du sagen, dass ist einer der Bezugspunkte, die ja sehr gut auch zum Thema Resilienz passt?

00:42:05: Wenn ich das mal übersetze, Gemeinschaft ist ja auch einen Aspekt von Community oder Gemeinde.

00:42:10: Da hatten wir ja vorhin schon einmal angerissen.

00:42:12: Also da, finde ich muss man auch wieder sehr aufmerksam hingucken.

00:42:17: Also das ist so wie man irgendwie fünfhundert Facebook-Freunde hat aber das hat mit Freundschaft nichts zu tun.

00:42:22: also was macht wirklich Freundschaft aus?

00:42:24: Also was macht eine wirkliche Community aus?

00:42:27: und also ich muss ehrlich sagen Ich bin in unterschiedlichsten Fortbildungen gewesen Auch im USA wo die ja dieses Community-Ding unheimlich hoch hängen Und man ständig in irgendwelchen Communities unterwegs ist wenn man nach Fortbildung ist im Kontext einer digitalen Frottbildung noch nicht die Erfahrung gemacht, dass die Community wirklich digital funktioniert.

00:42:50: Im Sinne von, ich sauf hier gerade ab!

00:42:53: Wer hilft mir raus?

00:42:56: Und ich möchte auch dazu sagen das Thema Gemeinschaft so ein unfassbar starkes ist weil in Gemeinsschaft sich unsere Nervensysteme miteinander verbinden also in Kontakt gehen und das tun sie aber viel, viel einfacher Claudius.

00:43:12: Wenn ich jetzt mit dir in einem Studio sitzen würde, wärst du mir noch ganz anders in Verbindung als wir es jetzt digital sind?

00:43:19: Es ist großartig dass das digital geht darum gibt's nicht aber es ist sehr viel begrenzter dieser Ausgleich den Menschen non-verbal hinbekommen und viel viel besser non verbal hin bekommen auch ohne dass sie überhaupt wissen als sie das geben digitalen Raum können.

00:43:37: also deswegen denke ich, man muss sehr klar sein.

00:43:41: Was kann eine digitale Community?

00:43:44: Ja

00:43:44: und was kann sie nicht?

00:43:46: Und ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht.

00:43:49: damit haben Unternehmen auch häufig mit Modulen gearbeitet.

00:43:54: die Leute waren zwischendurch im digitalen Raum und haben sich dann immer wieder live gesehen und in dem Moment wo es eine Mischung wurde also wo die sich live gesehen haben und sich kannten haben die sich im digitaler Raum auch viel besser unterstützt.

00:44:07: Und insofern muss man gucken, wie man das gut hinbekommt.

00:44:11: Es gibt da bestimmt nicht nur eine Lösung?

00:44:15: Vor allen Dingen geht es nicht ohne Anstrengung, glaube ich.

00:44:17: Das ist ja unser Thema jetzt auch schon in diversen Folgen gewesen und das ist ein Thema seit Jahren für eine gute, wirklich eine hilfreiche und positive Community.

00:44:27: Da muss man auch was tun.

00:44:28: Was Gruppen betrifft kann ich dir recht geben aus eigener Erfahrung.

00:44:32: Zum Beispiel unsere einjährige Fortbildung, die JIT Masterclass auch genauso konzipiert.

00:44:36: Dass wir sagen es gibt zwischen den digitalen Modulen am Anfang und am Ende sowieso ganz wichtig auch analogisch sozusagen wo man sich vor Ort sieht und trifft wenn aus der Lerngruppe wirklich eine Gruppe werden soll oder vielleicht sogar eine vernetzte Gruppe.

00:44:50: Also ich habe das einmal erlebt, es fand ich relativ stark.

00:44:53: Das war eine große Fortbildung in den USA übrigens zum Thema Marketing und da haben die Kleingruppen mit fünf Leuten gemacht und dann haben sie schon geguckt dass man relativ also dass das relativ ortsnah war also damit man auch der gleichen Zeitzone ist Und da gab es immer wieder Aufgaben für diese kleinen Gruppen für diese Fünfergruppen.

00:45:13: Ja und das hat dann auch relativ gut funktioniert muss Ich sagen ja aber Es war gesteuert.

00:45:19: Also es war gesteuerd und was ich sehr viel mache ist, auch gerade wenn ich nur im digitalen Raum bin, dass sich so Peer Groups machen, obwohl die wirklich nur ein eins zu eins Partner haben und sich mit dem Eins-zu-Eins-Partner dann weiter begleiten oder auch unterstützen oder immer wieder mit dem austauschen, denn entsteht zumindest eine Verbindung,

00:45:41: die mehr tief hat.

00:45:42: Ja genau.

00:45:46: Ich will nochmal, wir biegen schon mal auf die Zieh gerade ein so langsam zum Thema Biblioresilienz speziell kommen.

00:45:53: Im Untertitel von deinem Buch heißt es Glauben schafft Resilienze.

00:45:57: also als Aussagesatz liegt natürlich die Frage nah und deswegen stellt sie jetzt auch noch einmal gilt das eigentlich für jede Art von Glaubens also für alle Religionen?

00:46:05: du hast schon gesagt dass gibt Arten der Ausübung des Glaubens, die da auf jeden Fall ganz anders sind.

00:46:11: Also gar nicht hilfreich sind, sondern du hast auf Insta auch mal den Griff toxische Religion verwandt.

00:46:16: also welche Faktoren muss Glaube oder Religiosität oder gar eine Religion haben um hilfreich zu sein beim Thema Resilienz und welche sind eher gefährlich oder kontraproduktiv?

00:46:28: Es gibt eine Untersuchung dazu, Kenneth Pergament oder so ähnlich.

00:46:32: Also ein US-Amerikaner hat zu dem Thema religiöses Coping also wie können wir religiös Dinge bewältigen?

00:46:39: geforscht und der hat das sehr präzise rausgearbeitet.

00:46:43: er hat drei Copingstiele benannt.

00:46:46: Der erste Coping Stil ist der sogenannte selbstgesteuerte.

00:46:50: also ich manage mein Leben allein.

00:46:52: kann sein dass Gott da irgendwie da ist aber ich kriege meinen Ding alleine auf die Reihe.

00:46:57: Den zweiten hat er passiv genannt, passiv verschieben.

00:47:01: Und da wird alles Gott überlassen.

00:47:04: Also eigenes Handeln bleibt aus, wenn irgendein Drama passiert in meinem Leben ich bin krank oder es verstirbt jemanden oder so.

00:47:12: Denn das ist alles Gottes Wille.

00:47:14: Das hat der Passiv Verschiebend genannt und der letzte Copingspiel ist kollaborativ.

00:47:18: D.h.,

00:47:19: Mensch- und Gottgemeinsam.

00:47:22: Da könnte man von Dorothe Sölle zitieren, Gott hat keine anderen Hände als die Unserne.

00:47:27: Sie hat das ja auch wieder zitiert von Theresa von Avila wahrscheinlich ganz klar, wo dieses Gebet auch herkommt.

00:47:34: Und es gibt nur eine Art von Religion die Resilient macht und das ist diese Kulaborative.

00:47:39: also in dem Moment wo ich meine Ich kann alles ohne Gott bin ich in der Überheblichkeit und erkenne meine Grenzen einfach nicht an und überschätze mich.

00:47:50: Das ist gefährlich.

00:47:51: und genauso gefährlich ist es wenn ich passiv verschieben bin und sage Es ist alles Gottes Wille in der Unterwerfung bin, also an dem Moment wo eine Religion unterwirft.

00:48:01: Ah, verstehe.

00:48:02: Ist sie toxisch?

00:48:04: Also das Thema toxische Religiosität ist ja ein Begriff, der aus den Untersuchungen zu den evangelikalen Kirchen in den USA kommt und in dem Moment, wo der Mensch sich selbst überhöht, ist es auch toxisch.

00:48:15: Verstehe!

00:48:16: Und was mich jetzt daran interessiert – dass Wort Passiv verschiebt oder die Beschreibung hat mich darauf gebracht.

00:48:21: Das kann ja nicht nur zur Folge haben, dass ich mich unterwerfe.

00:48:25: Unter das was passiert?

00:48:26: Also sozusagen Schicksalsgläubig werde sagen es ist Gottes Wille.

00:48:29: Es kann auch dazu führen wenn ich das jetzt mal richtig interpretiere Dass sich delegiere und gar nicht selbst wirkungsmächtig werde dass ich sage Gott mach du das bitte so.

00:48:40: also Wenn ich vielleicht zu sündig oder nicht gottgefällig genug aber eigentlich reicht es wenn ich bitte Gott nimm du das in die Hand und richtet das.

00:48:50: Also da gibt es ja diesen Witz, wo ein Mann jeden Abend betet du Gott lass mich im Lotto gewinnen und irgendwann hört er so eine Stimme aus dem Himmel.

00:48:57: Ja dann fühl jetzt endlich mal einen Lottoschein aus!

00:49:02: Ja, das ist das was du beschreibst absolut.

00:49:05: Also man muss auch sagen dieses Passivverschiedene auch häufig sehr passiv aggressiv ist dass sich anderen Menschen anfangen vorzuschreiben wie sie zu leben haben.

00:49:13: also dass ich das festlege.

00:49:15: also es gibt kein Offenheit mehr innerhalb der Religion sondern ich sage dir Claudius wenn du morgens nicht deine stille Zeit machst dann ist deine Seele übrigens verloren.

00:49:24: oder wenn du dies nicht tust wenn du das nicht tuste In dem Moment, wo die Religion den Menschen abnimmt über sein eigenes Leben zu entscheiden.

00:49:34: Also natürlich werteorientiert zu entscheiden und wir geben als Religion ja schon Werteorientierung und die Bibel gibt unglaublich viele Orientierungen.

00:49:42: aber dann muss ich als Mensch das mit mir in Einklang bringen meine Konsequenz daraus ziehen und nicht jemand anders sagt mir wie es zu sein hat.

00:49:54: Nehmen wir mal das Gebot, du sollst nicht lügen.

00:49:57: Wenn ich jetzt in einer bestimmten Situation bin und entscheide mich, dass er auch manchmal im Coaching sage, den Menschen wirklich wie grausam es ist was sie mir gerade erzählen oder mache ich es nicht weil ich sie schon?

00:50:10: aber das muss sich entscheiden können.

00:50:12: in der Situation da darf nicht jemand herkommen und sagen jetzt hat dabei hier gelogen oder so.

00:50:16: das funktioniert einfach nicht.

00:50:18: Der Mensch muss verantwortlich bleiben und wenn er nicht verantwortliche bleibt für sich und für sein Leben Dann wird's kritisch.

00:50:25: Verstehe ja und der Teil, der hilfreich ist bei Religionen wenn ich es richtig verstanden habe die kollaborative Variante Die bewirkt dann dass ich sage Ich muss zwar selbst aktiv sein aber ich hab nicht alles in der Hand.

00:50:40: sozusagen ich kann einen teil davon Abgeben das der teil der hoffnung heißt sozusagen oder Zuversicht

00:50:49: Genau.

00:50:49: Es gibt im Englisch diesen Spruch, I did my best now do the rest.

00:50:54: Also das ist so dieses am Abend wirklich auch das abzugeben und sich immer bewusst zu machen ich kann nicht alle Kriege beenden aber Ich kann für Frieden sorgen da wo ich bin.

00:51:06: Ich kann nicht allen Hunger beenden.

00:51:08: Aber ich kann da auf die hungrigen achten um mich herum hungrige Menschen sind und gucken wie ich die versorge.

00:51:13: also ich kann in dem Bereich handeln und ich bin aber trotzdem immer auch auf Gottes Segen, auf Gottes Handeln mit angewiesen.

00:51:24: Und auch die Korrektur durch Gott.

00:51:26: also wenn ich mich dann hinstelle und sage Claudius, wie kommst du da rauf so viel Geld für keine Ahnung dein Auto auszugeben zu sagen Moment wir haben aber auch geschichten in der Bibel wird durchaus ja wenn mir an die Saubung mit dem Denke es gibt Momente wo Luxus durchaus angemessen und in Ordnung ist.

00:51:44: Ja Und das muss auch wieder jeder für sich in seinem Leben abwägen.

00:51:49: Für mich ist ganz einfach irgendwie zu sagen wozu brauchst ein luxes auto?

00:51:53: weil ich hab da Null Feeling für, ich brauche das nicht.

00:51:56: Aber für andere Leute ist es was ganz Besonderes und die stehen bei mir und sagen warum machst du so viel Fortbildung?

00:52:03: Das kostet auch uns Schweinegeld und so ist es eben!

00:52:06: Ja, das heißt ich versuch mal eine Übersetzung.

00:52:09: im Prinzip ist es wichtig sich nichts selbst als allmächtig zu sehen aber trotzdem als wirkmächtig sozusagen

00:52:16: Genau

00:52:18: Okay.

00:52:18: Und um diese Wirkmächtigkeit hinterfragen zu lassen, aus der Art und Weise wie sollen wir wirken in die Welt?

00:52:26: Also habe ich jetzt wirklich aus Liebe gehandelt?

00:52:30: oder hab' ich vielleicht deswegen das gemacht weil ich mir gerade doch eher auf dem Rachefeldzug war?

00:52:36: also was immer jetzt ein bisschen mit Salopp gesagt aber immer wieder das zu nehmen und sich fragen zu lassen von den verschiedensten Texten

00:52:48: Also finde ich total plausibel.

00:52:50: Die Frage, die sich jetzt natürlich gerade zu auftränkt heißt es dass Menschen, die kein Glaubenssystem dahinter haben, die vielleicht sogar dezidiert als atheistisch begreifen, hamster tatsächlich mindestens ein bisschen schwieriger weil sie auf nichts zurückgreifen können was schon mal vorgedacht oder in Bildern vorliegt sondern wir müssen das irgendwie anders generieren.

00:53:10: und geht es dann eigentlich überhaupt?

00:53:12: Also ich persönlich folge da meinem sehr großartigen Lehrer Fulbert Stifenski, bei dem ich studieren durfte und der gesagt hat wer nur in sich gräbt findet kein Gold.

00:53:22: Ich glaube dass viele Menschen auch heute radikal überfordert sind mit diesen ganzen Selbstverwirklichungsansätzen die auf nichts mehr zielen außer auf sie selbst.

00:53:32: das ist zu wenig.

00:53:34: Und wenn man zum Beispiel anguckt, weiß ich nicht ob du das kennst.

00:53:37: Marcel, der hat ja so eine Bedürfnispyramide entwickelt für den Menschen welche bedürfnisse müssen wie erfüllt werden?

00:53:43: und er hat sehr viel später nachdem wir diese Bedürftepyramide entwickeln, weiß nicht wie viele Jahre später, zwanzig Jahre später dem Bereich spirituell als höchsten Punkt dazugefügt.

00:53:53: also ich glaube nicht ein Mensch genügt sich nicht alleine Das funktioniert nicht.

00:53:58: Das heißt, du würdest sagen wenn Menschen die sich als atheistisch bezeichnen also zum Beispiel kein herkömmliches religiöses Glaubenssystem für sich akzeptieren oder gefunden haben dass sie zumindest eine andere Art von Spiritualität nutzen müssten um eine ähnliche Möglichkeit zur Resilienz zu bekommen?

00:54:14: Also ich kenne viele Menschen die dann z.B.

00:54:17: einige Zeit wie Gewerkschaften beraten viele Jahre und die haben dann dieses politische Engagement für sich zur Religion gemacht Und das ist ja auch was, was weit über sich hinausgeht.

00:54:28: Ja ich verstehe.

00:54:30: Und manche Leute machen das Thema Essen zum Religion da wird schon kritisch weil dann sind sie wieder nur so auf sich selbst bezogen und das macht Menschen arm.

00:54:38: also da bin ich hundert Prozent von überzeugt und dass kann man auch wirklich psychologisch in den verschiedenen psychologischen Beschreibungen sehen.

00:54:45: wenn weiß man übrigens auch aus der Residenzforschung hat schon die Emmy Werner in ihren ersten Studien gezeigt dass die Kinder Sie hat ja Menschen vom Null bis zum vierzigsten Lebensjahr begleitet, wollte ursprünglich mit ihrer Studie nachweisen dass Kinder aus prekären Verhältnissen sehr viel schlechtere Startchancen haben und hat erstaunlicherweise dann festgestellt das ein Drittel dieser Kinder aber in sehr guten Lebensumständen gelandet sind als sie erwachsen waren.

00:55:11: Dann hat sie ja geguckt woran lag es?

00:55:12: Und hat die ersten Reserienzfaktoren definiert und sie hat ganz deutlich gezeigt dass Kinder die keinen Sozialverhalten haben also nicht in der Lage waren auf Trauer eines anderen Kindes oder auf das Leid eines anderen Kindes zu reagieren, eine deutlich schlechtere Resilienz hatten.

00:55:28: Also Menschen brauchen etwas was über sie selber hinausgeht und ich halte es für das Drama ehrlich gesagt der jungen Generation im Moment dass ihnen nicht mehr gesagt wird ihr werdet gebraucht für diese Gesellschaft kommt und bringt etwas hinein und das ist ein Alleinstellungsmerkmal fast könnte man sagen von Kirche dass sie sagen können, Leute ihr kommt und gestaltet und macht hier Gemeinschaft und Gesellschaft.

00:55:56: Und es ist übrigens das was dir auf dem mit der Jugend macht.

00:55:58: wenn man sich das anguckt und analysiert wie die arbeiten hoch interessant hoch interessant dann haben die eine super Strategie bei Jugendlichen indem Sie ihnen einen Wert in der Gemeinshaft geben und nicht nur einen Selbstwert.

00:56:13: ich finde dazu passt wunderbar geradezu als Abschluss jetzt eine Geschichte oder ein Bild, das ich dir gerne noch mal zurückgeben möchte.

00:56:19: Zumindest hat es mich da ganz stark dran erinnert und ich habe was von dir gelesen.

00:56:22: Das war auch auf LinkedIn.

00:56:24: Darüber bin ich erst einmal gesteupert weil gerade jetzt vor kurzem hier in Frankfurt der europäische Iron Man Triathlon war einem einer aller heißesten Tage aller Zeiten einen wahnsinnigen Hitzeschlacht und wirklich im wahrsten Sinne des Wortes Wahnsinn für Leute teilweise.

00:56:39: Du hast mal über den World Triathlon in Hamburg geschrieben, wo du eine Strecke warst und über deine Bewunderung.

00:56:46: Aber es ist das Spannende gar nicht in erster Linie für die Athletinnen.

00:56:50: Also vielleicht magst du noch einmal erzählen wenn du da ... noch mehr bewundert hast und was das mit dem, was wir eben gesagt haben zu tun hat.

00:56:56: Weil ich finde das illustriert ist eigentlich wunderbar wenn ich dich richtig verstanden habe.

00:57:00: Ja es war einfach so beeindruckend wie die Schwimmerin also als sie ankam aus dem Wasser geholfen wurde sozusagen und die dabei unterstützt wurden um in ihre nächste Etappe reinzugehen und auch dieses wie die Menschen die gejubelt haben und den Leuten Kraft gegeben haben.

00:57:20: Da ist so unglaublich viel passiert, ohne dass die Teilenehmenden das gar nicht geschafft hätten.

00:57:28: Das hat mich wirklich beeindruckt!

00:57:30: Wie viele sich da freiwillig an Rand stellen?

00:57:33: Um die einfach immer nur aus dem Wasser zu hiefen?

00:57:34: Eine nach der anderen oder aus dem Wassern gehieft?

00:57:40: Du hast da geschrieben, glaube ich sogar das sind die wahren Held-Innen des Triathlon oder die mindestens genauso große Held innen wie die Athletinnen selber.

00:57:48: Ja ja ich habe das so empfunden weil ohne die würde es nicht laufen und sind häufig die über die viel zu wenig gesprochen wird und es müssen nicht alle groß sein aber keiner kann groß sein ohne Hilfe und das vergesst mir einfach zu oft!

00:58:05: Schon fast ein schönes Schlusswort, aber alle die diesen Podcast schon mehrfach gehört haben wissen.

00:58:09: Wir haben noch zwei Standard-Fragen, die wir mittlerweile immer zum Schluss stellen weil wir die Antworten darauf so vielfältig und spannend finden und deswegen bekommst auch du, liebe Donata diese beiden Fragen nochmal gestellt in.

00:58:19: die erste lautet So Digitale Kirche beziehungsweise der Hashtag digitale kirche ist jetzt schon seit einigen Jahren Ein feststehender Begriff.

00:58:29: Aber er bedeutet für ganz viele Menschen, ganz unterschiedliche Dinge und viele Menschen verbinden ganz was anderes damit als wiederum andere.

00:58:36: Deswegen wollen wir dich einfach mal fragen, was bedeutet das für dich?

00:58:40: Was verstehst du unter digitale Kirche oder was verbindest du da mit?

00:58:44: Also als erstes gestehe ich dass sich ganz häufig die Predigten digital höre entweder auf Instagram oder auf YouTube.

00:58:51: Das verbinde ich dann mit also viel häufiger als ich selbst in die Kirche gehe Und manchmal gucke ich mir auch digital wirklich Gottesdienste an.

00:59:00: Also das verbinde ich persönlich damit, ansonsten muss ich sagen für mich absolut unverzichtbar bei allen Fragezeichen, bei allem Dingen mit denen man sich da auseinandersetzen muss und wo man gucken muss wie kriegt man es denn?

00:59:12: Ich finde unfassbar wichtig den Menschen kontinuierlich auch immer wieder zu zeigen.

00:59:19: Gott ist auch da

00:59:22: Ja schön danke.

00:59:24: Und jetzt kommt die zweite und letzte Frage, das ist so ein bisschen die Träumerinnenfrage sagen wir immer.

00:59:30: Wenn du dir eine Bühne aussuchen könntest und natürlich ein Thema und vielleicht auch noch ein passendes Publikum dazu.

00:59:37: Worüber würdest du wo also auf welcher Bühnen zu wem gerne mal sprechen?

00:59:43: Ja ich habe da tatsächlich länger drüber nachgedacht weil ich irgendwie auch denke es ist mir eigentlich wichtiger dass die Menschen Zeit haben zum Nachdenken und miteinander zu sprechen als dass sie wieder noch mehr hören.

00:59:54: Ich habe das Gefühl, Leute hören heute viel zuviel und verdauen viel zu wenig!

01:00:00: Nichtsdestotrotz habe ich gesagt, ich hätte gerne ein Saal mit Politikerinnen und Journalisten und würde gern über das Thema resiliente Kommunikations sprechen.

01:00:09: Dafür gibt es auch Regeln und eine der Regeln ist dass man anfängt wo man ist also alles fängt mit Ehrlichkeit an Und ihnen dann den Raum dafür eröffnen für den Punkt wie finden wir eigentlich Ehrlichkeit miteinander?

01:00:25: auch dafür sorgen, dass wir weder so wahrgenommen werden.

01:00:29: Dass Menschen sagen das ist ehrlich und ja... Das wäre mir ein großes Verhandling tatsächlich.

01:00:36: Sehr spannend!

01:00:38: Vielleicht kann man an der Stelle sagen Liebe Politikerinnen da draußen, wenn ihr das hört.

01:00:42: Es gibt die Chance demnächst – das habe ich auch von dir schon gehört -, dass man sich als Trainer in, also nicht nur als Klientin sondern auch als Trainerin bei dir melden kann und sich weiterbilden lassen kann.

01:00:53: Ist das richtig?

01:00:55: Nächsten Jahr bieten wir über die Malteser Akademie einen Train-the-Trainer Seminar an für Biblioressenienz.

01:01:01: Das ist jetzt glaube ich ... Da sind die Politiker nicht so richtig platziert aber!

01:01:06: Für ehrenamtliche Gemeinden Für Diakoninnen, für Gemeindereferenten vielleicht auch für Pastoren und Pasturen weiß ich nicht.

01:01:16: Die sagen das nehmen wir gerne mit.

01:01:18: Also alle Arten von MultiplikatorInnen sozusagen?

01:01:21: Genau es geht uns darum wirklich in den gemeinden Orte zu schaffen wo miteinander Resilienz aufgebaut wird aufgrund des Glaubens Und dafür möchten wir die Leute vorbereiten.

01:01:35: Das heißt, sie lernen natürlich Gruppen zu leiten aber auch zu reflektieren was genaues Resilienz und wie kann ich das eigentlich in den Kontext des Glaubens übertragen?

01:01:46: Und wie sorge ich dafür dass es nicht toxisch wird sondern dass sich wirklich Menschen stark machen weil das ist das worum es geht Wir machen Menschen stark durch Glauben.

01:01:55: Ich danke dir also Ganz klar, wer daran Interesse hat.

01:01:59: Wer überhaupt mehr zum Thema wissen will?

01:02:01: Wer sich für das Buch von Donater interessiert oder alle möglichen anderen Infos findet ihr natürlich wie gewohnt in den Show Notes bei uns.

01:02:09: Alle Links und Infos zu dieser Episode guckt bitte in die Show Notes.

01:02:14: Ja ich glaube das war's für heute Donator.

01:02:16: Vielen lieben Dank dass du uns von deiner Zeit geschenkt hast.

01:02:19: Es war wirklich ja leereich glaub ich kann nicht sagen Für mich habe wirklich viel mitgenommen.

01:02:25: Vielen Dank auch an euch da draußen fürs Zuhören, natürlich.

01:02:28: Wenn ihr noch Ergänzungen habt oder Fragen, Kommentare, Anregungen, irgendwas dazu mitteilen wollt.

01:02:34: Natürlich auch wenn ihr Lobo der Ärger loswerden wollt.

01:02:36: generell wisst ihr erreicht uns via DM auf unserem Insta-Kanal etit unterstrichnetzwerk Oder natürlich über unsere Website www.jith.de.

01:02:46: Zu euch da draussen sage ich auf Wiederhören bitte und zu dir Donator bis bald!

01:02:50: Hoffentlich und vielen Dank nochmal.

01:02:52: Tschüss!

01:02:52: Ja, ganz herzlichen Dank Claudius.

01:02:54: Danke schön.

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