Zur Hölle mit der Hölle! - mit Martin Thoms

Shownotes

Die "Hölle-AGBs" - so nennt Martin Thoms die Glaubenssätze, die ihm in einigen christlichen Gemeinschaften immer wieder begegnen. Warum er diese mit einem Tumor vergleicht und wie er sie gerade mit Theologie bekämpfen will, berichtet der Theologe, Prediger, Autor, Dozent und Berater in dieser Folge des yeet-Podcasts. Außerdem erzählt er, wie er die frohe Botschaft des Evangeliums in die Praxis übersetzt und an die Menschen bringt - auch mit Hilfe von Social Media. Und was der Prophet Amos mit all dem zu tun hat…

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Martins Bücher: Zur Hölle mit der Hölle! Neukirchener Verlagsgesellschaft 2026 Die biblische Urgeschichte. Evangelische Verlagsanstalt 2026 100 Argumente für die Allversöhnung (E-Book) "Es ist vollbracht!" Oder doch nicht? Evangelische Verlagsanstalt 2025 Der gottverlassene Gott. Lit-Verlag 2025

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Martins Coachingprogramm ab Herbst: ZEHN. Ein Jahr, das dich verändert

Du kannst Martin auch jederzeit für Seminare, Workshops, Predigten oder Reden jeder Art einladen. Schreib ihm dazu einfach eine Mail an: kontakt@martinthoms.de

Social Media für Glaube und Kirche - das ist der yeet-Podcast: yeet-Redakteur* innen befragen Expert* innen und Influencer* innen und begeben sich auf die Suche nach den großen und kleinen Perspektiven auf die digitalen Kirchen-Räume und Welten in den Sozialen Medien.

Transkript anzeigen

00:00:01: Evangelium, das ist griechisch und heißt frohe Botschaft.

00:00:04: Und das ist für mich so wichtig!

00:00:06: Die Frohe Botschaft erkennt man daran dass sie tief im Herzen froh macht.

00:00:11: Wenn sie das nicht tut wenn man aus dem Gottesdiensten Kopf kleiner ausgeht wenn man aufgrund seines Glaubens kleiner wird dann war es nicht die frohe Botschaft die man allein daran erkennt was sie froh machen.

00:00:23: Jesus wird für niemanden bequem bei Jesus deutlich macht.

00:00:27: wenn du denkst dass der draußen is Dann kannst du dir sicher sein, dass ich morgen mit ihm ein Döner esse.

00:00:32: Und dann komme ich anschließend wieder zu dir und erzähle dir ein Gleichnis wo er das Vorbild ist!

00:00:42: Hallo und herzlich willkommen zum Yeet Podcast.

00:00:45: im Podcast für Glaube Ethics Social Media und Digitale Kirche Ich bin Claudius Grigart und diesmal so Gast ist Martin Thoms Erst Theologe Prediger Autorezent und Berater und seit einiger Zeit auch Mitglied im Yeet-Netzwerk.

00:00:59: Gerade hat er seine Promotion in systematischer Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal abgeschlossen.

00:01:05: Herzlichen Glückwunsch!

00:01:07: Geprägt ist er durch einen ökumenischen Herzschlag, der Landeskirche Freikirche katholisch-glösterliche Spiritualität und methodisches Denken verbindet.

00:01:18: Und das lässt sich auch in seinen Inhalten auf Social Media entdecken.

00:01:22: Sehr sehr spannend finde ich.

00:01:24: Schön dass du da bist Martin.

00:01:25: Hallo.

00:01:29: Martin, in Anfang will ich wie immer die Menschen, die diesen Podcast öfter hören, kennen das schon mit unserer beliebt gefürchteten Schnellfrage-Runde.

00:01:38: In der will ich es ein bisschen persönlicher kennenlernen können vielleicht.

00:01:41: Es gibt sieben Fragen, die du ganz spontan beantworten darfst und die du vorhin nicht kennst.

00:01:45: Das sind jedes Mal andere für jeden Gast jede Gastin.

00:01:48: Bist du bereit dafür?

00:01:50: Ja!

00:01:51: Sehr gerne.

00:01:51: Dann starten wir!

00:01:54: Also Frage Nummer eins, ich habe mal gedacht, ich frage was zum Comicbereich?

00:01:58: Lucky Luke oder Asterix?

00:01:59: welches Team bist du eher?

00:02:01: Asterics.

00:02:02: Okay noch so eine Frage eher griechisch oder eher hebräisch?

00:02:08: Oh da kann ich klar sagen hebränisch weil dort die Aha-Erlebnisse bei mir echt größer waren.

00:02:13: Wow toll Ich kann beides nicht, ich hatte ein bisschen Latein aber ja manchmal beneide ich euch Sprachengebildete da sehr.

00:02:22: Sage Nummer drei!

00:02:23: Welche Insel würdest du gerne mal bereisen?

00:02:27: Oh also Japan ist ja eine Insel soweit ich weiß.

00:02:29: ich will unbedingt nach Japan.

00:02:32: Toll Ja ne große Insel aber natürlich gilt das Insel Super.

00:02:37: Sagen Nummer vier welchen Song kannst du nicht mehr hören?

00:02:41: nicht mehr hören.

00:02:42: Nicht mehr hören, genau!

00:02:43: Was geht dir total auf die Nerven?

00:02:45: Also in der Regel gehen mir auch dann Songs auf den Nerven wenn ich sie mal ganz ganz dolle gemocht habe und dann aber zu viel gehört habe.

00:02:53: es gab diesen Sommerhit Golden.

00:02:55: das ist so ein Kpop-Lied und das hab ich ganz ganz viel gehört Und jetzt brauche ich erstmal eine Pause von... Aber es liegt nicht daran weil ich das Lied nicht mag sondern weil ich es sehr mag und deswegen ne Pause von Brau.

00:03:06: Ich verstehe, ja das ist vielleicht ganz klug.

00:03:08: Das ist ja auch mit Essen oder so ne?

00:03:09: So wenn man das zu oft isst und wenn es das Lieblingsessen ist kann es passieren.

00:03:13: Wir haben früher als Kinder immer gesagt dass man sich daran überist.

00:03:17: ich habe mich daran übergessen.

00:03:18: Ja deswegen frühstücken wir also ich und meine Frau auch immer nur Sonntags Und dann richtig schön.

00:03:24: damit's was besonderes bleibt.

00:03:26: Ja stimmt!

00:03:27: Das ist echt ein guter Plan Gute Idee.

00:03:30: Und was frühstückt ihr?

00:03:31: Wenn wir schon bei den persönlichen Bereich sind, es gibt ja Leute die nur süß frühstücken.

00:03:34: Es gibt Leute ... Bei denen ist Nutella das Wichtigste und es gibt Leute, die machen keine Ahnung, Rühreihe und Käse und alles Mögliche oder gar auch andere warme Sachen noch... Wie macht ihr das?

00:03:43: Ja also eigentlich gehört immer Rühreihe dazu.

00:03:46: Manchmal können wir uns auch ein paar Scheiben bacon und natürlich dann Käse, manchmal noch Joghurtbrötchen Nutella, Marmelade alles Mögliche.

00:03:55: Aber das ist dann meistens auch gleich das Mittagessen weil es dann vierzehn Uhr meistens schon Bären hat wenn man mal ausschläft und nicht in Gottesdienst geht.

00:04:03: genau Ja!

00:04:04: Ist dann eher so Brunch halt ne?

00:04:05: Richtig!

00:04:07: Ja klasse.

00:04:08: Okay Frage Nummer fünf ist nochmal negativ gedreht.

00:04:12: Worüber hast du dich das letzte Mal so richtig geärgert?

00:04:16: so richtig geärgert.

00:04:18: Ach Mensch, bei mir ist es oft so ich ärger mich meistens immer sehr über mich wenn ich mich zu toll über Dinge ärgere über die ich eigentlich nicht ärgern möchte.

00:04:27: Das sind dann ganz unterschiedliche Sachen.

00:04:29: zum Beispiel gibt's verschiedene Alltagsträgerpunkte wo dann so viele Dinge hochkommen und ich ärge mich denn wirklich eben über meinen eigenen Ärger weil ich mich doch eigentlich darüber nicht ärdern möchte und dann merke ich eben dass mein Ärger über den Ärger eigentlich ein viel größeres Problem ist jetzt einfach mal den Ärgar zuzulassen.

00:04:47: Ja, oh Gott.

00:04:47: Wer kennt das nicht?

00:04:48: Aber ich finde es schön, dass du das so benennen kannst.

00:04:50: Total klasse!

00:04:53: Okay Frage Nummer sechs wieder entweder oder Tagesthemen oder heute Journal.

00:04:57: Ich gucke oft tagestehen.

00:05:01: Dann sind wir auch schon bei der letzten Frage.

00:05:02: Du bist biblisch sehr bewandert belesen geradezu.

00:05:07: Welches ist dein Lieblingsprophet

00:05:10: Mein Lieblungsprophet?

00:05:13: Das ist jetzt eine gute Frage.

00:05:14: also Profet, jetzt ist natürlich die Frage ob man zu den Propheten nur diese Prophetenbücher zählt.

00:05:20: Es heißt zum Beispiel auch Mose war ein großer Prophet aber erzählt ja nicht zu den Propheten Aber es gibt schon einen Propheten der ganz faszinierend ist und zwar Amos weil der kritisiert eben das was auch Jesus so stark kritisieren der kritisiert eine bestimmte Frömmigkeit und Spiritualität Die sich ganz doll zu Gott ausstreckt ganz doll Gott vermeintlich liebt aber eben auf Kosten der gelebten Nächstenliebe.

00:05:44: Und das ist für mich so ein ganz entscheidender Punkt, dass es theologisch eigentlich ausgeschlossen ist, wenn man den Spuren je nachgehen will, dass man eine Gottesliebe auf Kosten oder am nächsten vorbei leben kann.

00:05:55: und deswegen ist sich durch die ganz wichtige Akzent dort ja.

00:05:59: Schön!

00:06:00: Ich danke dir Das war's auch schon.

00:06:02: Schnellfragerunde ist überstanden!

00:06:04: Ja, ich muss eine Sache sagen... Ich bin nicht immer der spontanste Typ, deswegen ist das immer der Aufregung so ne schnellfragere Runde.

00:06:11: aber das hat jetzt ganz gut geklappt.

00:06:13: Das hat ziemlich gut hingehauen.

00:06:14: wollt grad sagen?

00:06:15: Das hatte man jetzt nicht gemerkt.

00:06:18: Nee, das merke ich manchmal selber nicht.

00:06:22: Schön Martin, ich will mal so einsteigen wenn man deine Website aufruft die so heißt wie du steht da Gleich ganz am Anfang.

00:06:31: Hi, ich bin Martin!

00:06:32: Ich bin neugierig und ist staune.

00:06:34: Darum liebe ich es über das Leben nachzudenken.

00:06:37: Ich bin begeistert von Theologie und Spiritualität... ...und brenne dafür andere damit anzustecken.

00:06:44: Also erstmal ist es eine total schöne Begrüßung wie ich finde oder würde dich am liebsten direkt fragen Wie ist es denn zu dieser Begeisterung gekommen?

00:06:51: Und wie machst du das mit dem Anstecken?

00:06:54: Ja Das ist eine sehr schöne Frage, weil viele Leute stellen mich immer vor dann auch mit den ganzen Begriffen und mit meinem Lebenslauf und so.

00:07:02: Aber komischerweise ist noch niemand auf diese Punkte eingegangen, aber habe ich die extra ganz oben hingeschrieben?

00:07:07: Ja!

00:07:07: Weil ich finde das es eben vielleicht noch viel mehr über mich aussagt als jetzt irgendwelche Titelabschlüsse oder Lebenslaufsachen.

00:07:14: wirklich eben meine Grundverwunderung und meine Grundhaltung des Staunens überhaupt im Leben gegenüber.

00:07:23: in mir angelegt.

00:07:24: Also ich kann mich daran erinnern, dass sich auch in meiner Kindheit und Jugend das ganz selbstverständliche alltägliche, dass ich da bin, dass Ich atme und vor allem dass ich ich bin und nicht du!

00:07:33: Und was ist eigentlich dieses ich?

00:07:34: Wie fühlt es sich an du zu sein?

00:07:35: Das sind für mich alles so Sachen gewesen die mich ganz verwundert haben.

00:07:39: Also ich war eigentlich immer schon verwundert und meine Eltern erzählen dann immer, ja Martin kein Wunder du warst als kleines Kind.

00:07:46: auf Kinderfotos sieht man das hattest du immer riesengroße aufgerissene Augen.

00:07:51: so mein Papa hat immer gesagt leuchtaugen.

00:07:53: jetzt würde man sagen die Sterne darin sehen.

00:07:56: und dass ist tatsächlich so.

00:07:58: diese Haltung also die mich glaube ich schon noch ein Stück weit beschreibt diese neugierige augen öffnende Haltung überhaupt dem Leben gegenüber.

00:08:08: diese Faszination und also für mich ist eigentlich Staunen und Faszination das Gegenteil von alles ist selbstverständlich, alles ist normal.

00:08:16: Also normal ist eigentlich gar nichts, ne?

00:08:18: Das ist eben das Faszinerende daran!

00:08:20: Und ich finde eben dass irgendwie wach zu kitzeln bei mir ja hauptsächlich mit Worten man kann es auch anders machen.

00:08:26: Das ist etwas was glaube ich Menschen ganz tief ansprechen kann und was dann natürlich Begeisterung auch erwecken kann, wenn man selbst irgendwie für was brennt dann schwappt das auch über.

00:08:37: Ich mache dafür sozusagen nichts dass ich andere begeisterte sage ja nur deswegen weil andere das sagen dass sich das täte und deswegen kann ich das denn auch sagen.

00:08:46: Ja,

00:08:47: ich glaube das ist ein Modus der wahrscheinlich fast immer funktioniert wenn jemand wirklich seine Begeisterung zeigen kann Dass das andere mindestens mal neugierig macht warum diese Person so begeistert ist.

00:08:58: also das finde ich wirklich Was normalerweise funktioniert, dann müsste die andere Person natürlich gucken ob es für sie auch passt und für sich auch begeistert ist.

00:09:05: Aber neugierig macht's alle mal wenn jemand von irgendwas richtig begeistern ist.

00:09:09: In deinem Fall hast du geschrieben Theologie und Spiritualität insbesondere.

00:09:13: was hat dich dazu gebracht?

00:09:14: Ich mache einmal eine Vermutung warum das mich auch nie ganz losgelassen hat.

00:09:19: wir teilen ein Schicksal sind im Fahrhaus aufgewachsen ist dir das quasi schon in die Wiege gelegt worden?

00:09:25: Ja, also ein Stück weit in dem Fall natürlich schon.

00:09:28: Also für mich ist Gott ganz normales Thema.

00:09:31: Genauso wie ich eigentlich immer davon ausgegangen bin dass meine Eltern existieren.

00:09:36: Bin auch schon immer davon ausgegangen das Gott existiert obwohl sich natürlich das was ich dann damit verbinde über die Zeit natürlich auch stark ändert oder erweitert oder was auch immer vertieft wie man das jetzt auch ausdrücken möchte.

00:09:48: und deswegen war es natürlich schon auch mir in die Wiege gelegt.

00:09:51: aber ich hatte schon auch verschiedene Phasen wo oder weniger interessiert hat und ich habe dann einfach irgendwann gemerkt, ich möchte in meinem Leben... das war mir ganz wichtig.

00:10:02: Wenn man so in der Schule darüber nachdenkt was will man später werden?

00:10:05: Da waren wir eben eine Sache ganz wichtig!

00:10:07: Ich will in meinem leben irgendetwas tun, was auch anderen in irgendeiner Weise guttun kann.

00:10:15: Also ich will nicht nur für mich da sein.

00:10:17: Das bringt irgendwie nicht so viel, sondern irgendwie das auch noch andere.

00:10:20: oder gibt es dann tausend Möglichkeiten was man da machen kann?

00:10:22: Ich habe überlegt ob ich da irgendwie mal Lehrer werde oder irgendwas sozial ist und dann hab' ich aber gemerkt dass mir diese Sache mit Gott das die mich nicht loslässt und dass mir die auch so wichtig erscheint dazu helfen kann, dass Menschen dadurch bereichert werden.

00:10:38: Und das ist ja jetzt die schönste Resonanz, die ich auch immer wieder bekomme.

00:10:41: Dass Menschen sagen Ja durch diese ganze Gottesthematik, durch die Theologie und so weiter fühle ich mich viel befreiter!

00:10:47: Ich kann jetzt mutiger leben, ich kann jetzt aufrechter durchs Leben gehen, ich brauche jetzt weniger Angst haben also... Das ist dann für mich letztendlich das was ich eigentlich immer damit bezwecken wollte nicht nur der Gedanke, weil der Gedankespand ist sondern eben auch für die Konkreten Auswirkungen, die daraus dann

00:11:06: erwachsen.

00:11:07: Da habe ich jetzt gleich im Prinzip eine komplette Handvoll Anschlussfragen aus dem was du gerade gesagt hast.

00:11:12: Die gehen in ganz unterschiedliche Richtung und ich fange mal in einer Richtung an wegen dem Anstecken und was du gesagt hast was tun wo andere auch etwas davon haben oder wo andere irgendwie auch teilhaben können was anderen irgendwie gut tut bringt mich dazu dass du auf der Webseite auch über dich selbst schreibst das du nicht nur für dich studiert hast in dem Fall ja Theologie sondern auch für deine nächste oder deinen nächsten.

00:11:32: Geht das so auch in diese Richtung?

00:11:34: Also welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang Praxis für dich?

00:11:37: Ja, eine riesige.

00:11:39: Ich habe beim Studium was Interessantes festgestellt und zwar habe ich festgestellt dass diejenigen, die noch nicht so viel Praxis haben in der Kirche, die fanden die Theorie unwichtig aber diejenigen die auch schon Praxiserfahrungen hatten, die haben begriffen wie wichtig jetzt die Theorie ist.

00:11:56: weil in der Praxis – ich hab drei Jahre lang in einer freien Gemeinde zeitgleich gearbeitet Und habe da, glaube ich, das Grundkurse durchgeführt und viele andere Sachen.

00:12:04: Da wurde natürlich permanent mit den echten Fragen und auch mit den Vorstellungen über Gott und die Welt

00:12:08: usw.,

00:12:09: auch von unterschiedlichsten Leuten – egal ob es jetzt eine andere Religion sind oder ehemalige Atheisten oder Ateisten oder ehemeilige Zeugen Jehovas – und hab eben gespürt, okay, die Fragen hier gestellt werden, dann kann nicht einfach nur irgendwie platt was daherreden sondern... Ich muss jetzt demütig sein und begreifen, dass obwohl ich Christ bin, obwohl ich Vorauskind bin.

00:12:28: Und obwohl ich denke das es Evangelium ganz einfach ist, dass sich jetzt demötig mich dem Studium hingeben muss um wirklich die Antworten neu zu ergründen.

00:12:37: Das hat dann natürlich was losgelöst weil ich dann gespürt habe, dass dieser Boden, der Ozean tausendfach tiefer ist als ich's jemals dachte.

00:12:44: Gott!

00:12:45: Was alle Menschen darüber gedacht haben vor mir und nach mir und das hat dazu geführt und nochmals tief bis letzten Endes zur Promotion eingetaucht, wenn in die Theologie und das auch weiterhin tun werde.

00:12:58: Aber letzten Enden ist.

00:12:59: am Anfang steht die Praxis und am Ende steht dann auch wieder das Auftauchen in die Praxis, genau diese Fragen der Menschen hinein.

00:13:07: Also Praxis wirklich ganz klar als Antwortengeben verstanden?

00:13:10: Als Antworten, die aus dem Leben rauskommen von anderen Menschen?

00:13:14: Ja, genau.

00:13:15: Eben!

00:13:15: Das ist eben der Punkt.

00:13:16: und dann wird man aber feststellen dass man ja zum Beispiel ich lerne hebräisch, ich lernte griechische, ich lernete Latein es ist doch alles theoretisch.

00:13:23: und weniger haben dazu jetzt Lust.

00:13:24: und ich habe das durchgezogen.

00:13:26: sogar neben dem Studium hab' ich noch extra Kurse besucht und habe dann den ganzen Sommer lang wo alle anderen frei gemacht haben habe ich montag bis einschließlich samstag latein gelernt.

00:13:34: Dazu hat auch keiner Lust.

00:13:35: Ich doch auch nicht.

00:13:36: Aber das hat mich doch nicht interessiert.

00:13:38: Ich muss doch nicht jedes Mal Lust haben.

00:13:40: Ich kann auch mal was machen was sich mir einfach vorgenommen habe und wo ich weiß Was bringt?

00:13:44: Und jetzt weiß ich ja, dass es was bringt.

00:13:45: Dann kommen Leute und sagen hier dieser Bibelfersen dann sage ich Ja, schauen wir mal ein Zypräische ins Griechische!

00:13:50: Und das alles wäre jetzt sonst nicht möglich.

00:13:53: Und dann sagen sie Wow!

00:13:54: Und jetzt boah dieses Wort ist so verstanden.

00:13:57: Endert mein Leben.

00:13:58: Denke ich mir ja deswegen habe ich da acht Wochen lang meinen Sommer mit investiert.

00:14:02: Es zahlt

00:14:02: der letztendlich auf deine Leidenschaft ein oder sozusagen.

00:14:06: Auf das reine Vokabeln-Pauken jetzt nicht so Lust hat es aber es hat ja im Prinzip Was dir wirklich was gibt unterstützt sozusagen.

00:14:13: Richtig, genau eben deswegen habe ich das auch immer so verstanden.

00:14:16: Ich hab es manchmal zu Studienkollegen gesagt wenn ihr jetzt hebräisch lernt oder Theologie oder Paul Tillig oder Schleiermacher oder Bart oder wen auch immer lest Ja das ist ein Akt der nächsten Liebe für eure Gemeindemitglieder danach.

00:14:29: Das ist nicht nur ihr macht das und ich habe Lust oder nicht.

00:14:32: Selbst wenn du keine Lust hast können wir trotzdem unseren Nächsten lieben Und damit geht's los.

00:14:36: Wir tun das ja nicht nur für uns.

00:14:38: Dacht das schön?

00:14:39: Du hast ein ganz anderes Verständnis von Studium als das Landläufige.

00:14:43: Richtig, ja!

00:14:44: Das war für mich eben ganz entscheidend, deswegen steht das da und ich habe nicht nur für mich studiert.

00:14:49: Ja,

00:14:50: verstehe ich.

00:14:51: Der andere Aspekt ist natürlich der mich jetzt nochmal besonders interessiert.

00:14:55: Du bist tatsächlicher als Fahrerskind aufgewachsen?

00:14:58: Wie hast du das Aufwachsen im Fahrhaus erlebt?

00:15:00: War das bei dir auch so dass es Was viele Menschen, die im Fahrhaus leben berichten nach wie vor auch in veränderten Zeiten.

00:15:07: Doch ein Stück weit ein anderes Leben ist als viele andere erleben also öffentlicher... mit anderen Vorerwartungen, ganz anderem Alltag als bei anderen Menschen die anderen Berufen nachgehen bzw.

00:15:18: deren Väter oder Mütter anderen Berufe

00:15:20: nachgehen.".

00:15:21: Ja also ich weiß das gar nicht so ganz genau weil mir kam es eigentlich nie... Also ich weiß auch gar nicht wie's ist wenn man's anders hat.

00:15:27: aber das war eigentlich nicht so weil mein Papa ist eben Fahrer in mehreren Dörfern gleichzeitig ja?

00:15:34: Das ist eben der Landesgröße ja bekanntlicherweise so dass es nicht pro Ort sondern eben pro So und so viele Mitglieder.

00:15:41: Und wenn du jetzt in der Stadt bist, und du hast ganz viele Mitgliedern auf einem Raum, dann hast du mich mal drei Fahrer oder zwei Fahrer für eine einzige Kirche... ...und wenn du eben in einer dörflichen Region in Ostdeutschland bist, dann hasst du ganz viele Dörfer und einen Fahrer.

00:15:53: Ja,

00:15:53: ein Fahrperson ja!

00:15:55: Einen

00:15:55: Fahrperson.

00:15:56: Und das ist halt immer angewachsen des Umfelds.

00:15:59: Da bin ich nicht der eine Fahrer so, indem man die ganze Zeit kennt, sondern es ist schon ein großes Gebiet.

00:16:06: Es gab ne Zeit da war ich auch mal ganz neugierig.

00:16:09: und habe der Predigt gelauscht, aber so später dann auch in meiner Jugendzeit da bin ich auch in der Regel nicht zum Gottesdienst gegangen weil es dann auch andere Dinge im Kopf hatte.

00:16:17: Also ich hab da nie gemerkt dass ich jetzt irgendwie anders betrachtet werde.

00:16:21: Ich hab auch nie gemerkt das Leute das komisch finden.

00:16:23: Auch in Ostdeutschland habe ich jetzt in meinem Umfeld auch in einer Schule nie gemert Dass jemand das komische findet, dass ich Christ bin oder Pfarrers Kind.

00:16:30: also ich war eher manchmal besonderer Lausebube sag' ich mal der Schule und so weiter.

00:16:39: Ja

00:16:43: gut, das finde ich spannend.

00:16:45: Martin wenn man so verfolgt auch das knüpft ein bisschen daran an was du so alles machst dann bekommt man den Eindruck und das erklärt sich vielleicht auch sehen was du eben vorher erzählt hast mit dem auch für den nächsten sich anzustrecken.

00:16:57: sozusagen.

00:16:58: also wenn man es verfolkt was du tust scheinste unglaublich viel zu arbeiten was Theologie Inhalte und Angebote betrifft.

00:17:05: Du hast im schöner Glauben-Podcast bei Jason Liesenthal gesagt, das geht weil du weder Kinder noch Hobbys hast.

00:17:12: So glaube ich hast es tatsächlich formuliert.

00:17:14: Theologie sei deine Leidenschaft aber ersetzt die Theologie auch So viel von dem, was andere Freizeit und Erholung nennen würden.

00:17:23: Ja also ich kann das so nicht wirklich trennen sag' ich mal ne?

00:17:27: Das ist halt weil für mich eben die Arbeit nicht etwas ist, was sich tun muss um danach dann leben zu können sondern das was man jetzt Arbeit nennen könnte.

00:17:34: Es ist gleichzeitig auch das was andere freizeiten nennen.

00:17:37: Also wenn ich ein spannendes Buch lese oder was tolles schreibe das machen andere nach ihrem Job.

00:17:43: Ich hatte das auch meine Zeit lang wirklich versucht ganz klar zu trennen mach ich meine Arbeit so und dann ist Schluss.

00:17:50: Und jetzt mache ich bei am Wochenende, mache ich das

00:17:52: nicht.".

00:17:52: Dann habe ich auch festgestellt, oh Mensch, ich queme mich damit eigentlich selbst weil ich verbiete mir dann manchmal das zu tun was ich gerne mache.

00:17:59: Das ist doch schwachsinn nur weil es irgendwie in unserem Köpfen so hängt dass man Arbeit und Beruf Beruf und privat so klar trennen muss.

00:18:07: Ich verstehe das schon, man muss es auch in manchen Bereichen klartrennen.

00:18:10: aber wenn man eine Leidenschaft hat die man auch verfolgt dann gibt's natürlich immer Sachen die man blöd findet und immer Sachen, die anstrengend sind immer Sachen wie man schnell vorbeihaben möchte.

00:18:19: aber grundsätzlich geht das nicht dann so klar auf.

00:18:22: Aber natürlich ich verbringe nicht nur Zeit mit Theologie oder Büchern sondern ich verbreche auch ganz viel Zeit mit meiner Frau Anja.

00:18:34: Sachen und koche gerne, also es gibt ja durchaus noch andere Sachen.

00:18:40: Aber es ist eben schon so, weil Leute immer den Eindruck haben dass ich hier auch gleichzeitig schaffe und mache und Bücher und Doktorarbeit Das liegt einfach daran, weil es mir halt auch Freude macht und deswegen ich natürlich dann auch unfassbar produktiv sein kann.

00:18:58: Es fällt dann auf jeden Fall leichter produktiv zu sein.

00:19:00: ja das kann ich sehr gut nachvollziehen.

00:19:02: da kann ich vielleicht direkt anschließen weil du gerade gesagt hast Bücher Podcast bist so viel unterwegs Du predigst Du hältst Vorträge Du gibst Coachings Seminare.

00:19:11: Ein Ziel von dir ist ganz dezidiert Theologie einer breiten Masse zugänglich zu machen.

00:19:16: Das koaspiniert dich auch mit dem was du vorhin als Praxis beschrieben hast.

00:19:20: Und ich frage mich jetzt, wie kann das ganz generell gelingen?

00:19:23: Was sind da deine Ideen zu... Ich äußere mal eine Vermutung oder eine These Social Media.

00:19:28: Da bist du seit gar nicht all so langer Zeit auch sehr aktiv.

00:19:31: Ist das zum Beispiel ein Weg für dich?

00:19:33: ist es zu probieren?

00:19:34: Ja, es ist auf jeden Fall ein Weg das zu probieren.

00:19:37: Also ich hab ja letztes Jahr angefangen im weiß nicht März oder so war das glaube ich und bis dahin habe ich das alles gar nicht gemacht.

00:19:46: irgendwie weil ich halt wusste Ich bin da so einen Typ der dann immer so krübelt über jeden Kommentar.

00:19:51: Und wenn ich auch jetzt immer noch das Gefühl wenn ich was hoch lade Das ist halt ganz komisch Weil normalerweise bin ich ja jetzt hier ich sitze hier am schreibtischen buch um und mich sieht niemand Und wenn ich jetzt mit jemandem spazieren gehe, dann sieht diese eine Person mich.

00:20:05: Es ist aber schon irgendwie ein komisches Gefühl.

00:20:07: Ich lade ein Video hoch und dann plötzlich sehen das alle möglichen Leute es wie in der Erweiterung meines Lebensraums wie eine Verdoppelung.

00:20:14: Das fühlt sich ja immer so an, dass ich etwas hoch in irgendein Raum der Krisengroße ist wo jeder alles sagen kann und bin erstmal so bisschen ausgeliefert.

00:20:21: deswegen gucke ich dann immer nach jedem Video Wenn ich so geladen habe, gucke die erste halbe oder eine Stunde dauernd rein.

00:20:28: Und wenn ich dann so von der bestimmten Personengruppe, oder von bestimmten Leuten die mir auch wichtig sind... Okay, da habe ich jetzt ein Like.

00:20:36: Dann weiß ich okay gut du hast jetzt nicht völlig voran ist das mal ok?

00:20:39: und dann kann ich wieder mich dem normalen Ding widmen.

00:20:41: aber Ich bin mir eben auch nicht so ganz sicher ob Instagram weil es die einzige Plattform dich gerade bespiele Ob das eigentlich die beste Plattform eben ist für das Anliegen Theologiener breiten Masse zugänglich zu machen.

00:20:54: auf der einen Seite ich schwankt da immerhin und her.

00:20:56: auf der eine Seite denke ich ja Weil instagram ist der Ort wo man isst Wo viele Leute sind und wo man auch eben gezwungen ist die Dinge kurz und portiert auf den Punkt zu bringen.

00:21:05: Auf der anderen Seite ist es eben so, dass ich genau weiß wenn ich jetzt mal was Differenzierte sage dann bekomme ich ganz wenig Klicks und wenn man irgendwie seine Parolen raushaut wird das unglaublich gepusht.

00:21:17: und was ich auch das Gefühl habe wenn ich Instagram konsumiere dass ich da eigentlich nicht unbedingt hingehe um etwas zu lernen was sich nach dem Swiping noch weiss sondern man macht das und dann weiß man doch nach einer Stunde überhaupt gar nicht mehr was man vor fünf oder zehn Minuten angeguckt hat.

00:21:33: Ich frag mich dann, wie nachhaltig das ist oder ob es da nicht einfach nur so diese positiven Träger.

00:21:37: Ah okay der hat jetzt das gesagt was ich toll finde, Like?

00:21:40: Oder oh nee der hat das gesagt, dass ich scheißes finde, blöden Kommentar.

00:21:43: Da frage ich mich eben manchmal, wie Nachhaltig Das sein kann.

00:21:46: aber ich mache eben auch immer wieder die Erfahrung des Leute genau dadurch durch diese Videos immer wieder sagen Boah!

00:21:53: Das bringt mich jetzt gerade auf den ganz neuen Gedanken.

00:21:55: dem werde ich jetzt weiter nachgehen und das dann dazu führt, Leben zum Positiven verändert werden.

00:22:01: Und wenn ich diese Erfahrungen nicht regelmäßig hätte, dann weiß ich nicht ob ich das noch so machen würde.

00:22:07: aber diese Erfahrung mache ich eben auch regelmäßig und das ist glaube ich ganz wichtig für mich.

00:22:12: Das ist schön zu hören weil im Prinzip werden mir auch zwei Antworten dazu eingefahren.

00:22:15: Das eine ist dass natürlich ja nicht nur Instagram gibt sondern öffentlich auf sehr vielen anderen Plattformen auch unterwegs.

00:22:22: Bist du oft auch höher als Gast in anderen Podcasts oder auf YouTube, in Videos und natürlich auch analog auf Bühnen.

00:22:28: Manchmal wird es dann auch mitgeschnitten und wiederum als Video hochgeladen.

00:22:31: Und dass das andere natürlich ist, wenn Social Media wirklich einen Vorteil hat der oft zum Nachteil werden kann aber dann ist es ja die Möglichkeit der Kommunikation, der Mehrkanaligkeit, der Rückmeldungen usw.

00:22:43: Da hätte ich nämlich jetzt auch gedacht, kannst dir im Prinzip auch die Leute fragen ob du Mit dem was du tust, was bewegst und sie erreicht und offensichtlich ist das ja so.

00:22:51: Und das kann natürlich auch wieder eine Motivation sein!

00:22:53: Da würde ich dich auch direkt weiter fragen... Du hast schon gesagt, du bist vergangenes Jahr kurz vor Ostern auf Instagram gegangen und hast losgelegt Und rund um die Zeit vom letzten evangelischen Kirchentag in Hannover hast du dann auch ziemlich schnell Reichweite bekommen.

00:23:07: Natürlich mit appointierten Reals damals, aber du hast dann richtig Feedback bekommen und musst es damit umgehen lernen.

00:23:14: Gutes und Schlechtes.

00:23:15: Vom Guten hast Du eben schon erzählt?

00:23:17: Wie hast du denn das erlebt so explosionsartig sozusagen Öffentlichkeit zu haben und Rückmeldung dadurch zu bekommen.

00:23:23: und wie bist du damit umgegangen?

00:23:24: was hat das mit dir gemacht?

00:23:26: Ja, also das war so kurz vor dem Kirchentag.

00:23:29: Ich hab mir halt ein Instagram geholt weil Anja meine Frau eben gesagt hat jetzt wird's aber mal Zeit damit die Leute dich mal irgendwie finden sonst wirst du ja überhaupt gar nicht wie sie dich ansprechen können.

00:23:38: weil ich eben zu dieser zeit einen Buch veröffentlicht habe zu dem Thema Himmelhölle Allversöhnung Gericht also klassisch Theologische Themen dann begründet und das zeigt gleich dann eben den Instagram Kanal.

00:23:49: und kurz vom Kirchentalk habe ich deswegen auch noch mal bisschen plötzlich viele leute mir gefolgt weil ich immer aufs Video reagiert von jemandem, der den Kirchentag ganz niedergemacht hat und dann plötzlich ging das dann ganz schnell hoch weil es auch so aktuell war.

00:24:02: Und natürlich habe ich dann unter solchen Videos aber auch jetzt unter ganz moderaten Videos wo ich versuche Argumente darzulegen kommt das immer wieder vor dass sich Beschimpfpferde als Irrlehrer oder dass der Teufel mich in seinen Fängen hat oder dann mit den Bibel-Zitaten geht von mir und so weiter.

00:24:19: Also es ist auch ganz böse Sachen, ja auch nur Argumente oder manchmal dann auch so Memes wo das so böse Sachen sind.

00:24:26: aber ich will natürlich auch sagen is' auch sehr viel Gute Sachen ne?

00:24:29: Das Schlechte merkt sich dass Menschen ich gönne manchmal irgendwie mehr zumindest hin wie er ich dazu...

00:24:33: Nein das ist definitiv so.

00:24:34: Ja Es

00:24:35: sind eben auch ganz viele Gutes an Aber es ist schon schwierig, es geht nie spurlos an mir vorbei.

00:24:40: also es wäre ja genug!

00:24:41: Das wär ja auch schlimm!

00:24:43: Also ich hoffe mal dass das nie spurlos an mir vorbeigeht weil ich ja empathischer Mensch bleiben möchte.

00:24:48: Und natürlich ärgert mich das, wenn ich früß aufs Handy gucke und das Erste was ich lese ist du bist vom Dämon besessen.

00:24:53: Also selbst wenn man daran nicht glaubt es ist doch irgendwie eine schlimme Beleidigung.

00:24:58: aber ich kann schon sagen dass sich das mittlerweile besser einordnen kann und dass ich das nicht mehr so schlimm finde.

00:25:05: Natürlich wenn ich das lese ergerts mich und ich spüre das dann auch in mir.

00:25:08: das klingt noch ne paar Minuten Nach ein paar Stunden, je nachdem.

00:25:13: Wenn jetzt so andere Sachen am Tag kommen, dann wächst das an und dann muss ich sagen okay, jetzt muss ich mal ganz kurz innehalten und mich wieder befreien und loslassen aber... Ich kann damit schon besser umgehen.

00:25:22: Aber ich glaube was ich eben auch wusste, das wusste ich eben vorher.

00:25:26: Ich wusste zwei Sachen bevor ich angefangen habe mit Instagram, wusste vorher die eine Sache ist.

00:25:31: natürlich werde ich auch negatives Feedback bekommen.

00:25:34: und die zweite Sache die ich wusste Ich muss das Lernen auszuhalten, wenn ich irgendwie irgendetwas Positives in der Welt bewirken möchte.

00:25:44: Dann muss ich es aushalten lernen negatives Feedback zu verkraften.

00:25:49: und dann muss sich immer den Spruch von meinem Physiklehrer von damals denken.

00:25:52: Der hat gesagt merkt euch eins liebe Schüler Wenn euch mehr als siebzig Prozent der Leute mögen habt ihr was falsch gemacht.

00:26:01: Wenn euch weniger als dreißig Prozent mögen, dann habt ihr auch was falsch gemacht.

00:26:04: Also es dürfen... also der wollte damit deutlich machen!

00:26:08: Es gibt niemanden, der irgendwie etwas macht, Substanz hat, was man nicht auch kritisiert.

00:26:13: Deswegen war mir immer klar, obwohl mir das so schwer fällt, so angegriffen zu werden, obwohl es mir so nahe geht, war mir klar okay das gehört dazu.

00:26:20: also da führt kein Weg dran vorbei.

00:26:22: wenn ich jetzt schon irgendwas Positives bewirken möchte dann muss ich das natürlich auch in Kauf nehmen.

00:26:26: Anders geht's nicht.

00:26:27: ob ich das jetzt will oder nicht Es gibt keine anderen Beispiele.

00:26:32: Wenn ich dir zuhörte würde ich vielleicht sogar so formulieren Ich weiß nicht, ob das für dich dann leichter wird.

00:26:36: Aber wenn du was bewirken willst, dann willst du das andere auch in Kauf nehmen und lernen also sozusagen.

00:26:42: Du musst natürlich, weil du keine andere Wahl hast aber da du das ja willst, willst du auch da lernen mit umzugehen?

00:26:48: Gelingt dir das denn?

00:26:49: Du hast eben gesagt zum Beispiel, wenn du aus dem Tag anwächst und sowas, dann musst du mal einen Schnitt machen.

00:26:54: Hast du Mechanismen die dir da helfen oder Rituale entwickelt oder Ideen von anderen?

00:26:59: oder hast du Selbst Tipps wie du es schaffst damit gut um zu gehen?

00:27:03: Ja.

00:27:03: Also für mich kommt da jetzt eben das auch ins Spiel, was man Spiritualität nennen könnte oder was man auch gebeten nennen könnten und zwar eben... Für mich ist Gebet weniger, dass bestimmte Worte formulieren sondern für mich hat Gebet ganz viel mit Loslassen zu tun, mit einem Schritt zurücktreten.

00:27:19: also ich lasse los und das Loslassen bedeutet eben für mich, dass ich einen Schritt wie so raussume.

00:27:25: Ich sehe dann, ich sitze hier in meinem Zimmer in der Wohnung und die Wand ist drei Meter von mir entfernt.

00:27:30: Mein Horizont ist maximal eingeschränkt.

00:27:33: Es gibt nur dieses Zimmer und meine Telefon, und dann gucke ich raus oder gehe raus spazieren und zoome raus und atme aus und lasse los und stelle fest, ach du meine Güte Martin!

00:27:44: Ohne dass du es gemerkt hast, hast du dich jetzt schon wieder so dermaßen wichtig genommen als werde die gesamte Welt jetzt gerade nur drauf und dran dein Video anzugucken oder was auch immer ist interessiert doch unter dem Strich gesehen, interessierts doch hier in Bochum grad nicht mal null Prozent der Menschen.

00:27:59: also ich finde das hat so eine heiße eine gemeinsame Relativierung von meinem gesamten Leben, wenn ich so einen Schritt zurücktrete und loslasse.

00:28:06: Und dann merke ich ach Mensch!

00:28:08: Also jetzt habe ich mich schon wieder so wichtig genommen.

00:28:10: das macht mir selber nur das Leben schwer ja.

00:28:13: Das ist schön also wie so eine Relativierungsmeditation sozusagen.

00:28:16: Richtig.

00:28:17: Ja so sehr gut gesagt.

00:28:19: So würde ich das beschreiben.

00:28:20: Ich

00:28:21: finde aber eine super Idee klasse.

00:28:24: Danke dafür dass du uns da auch daran teilhaben lässt.

00:28:27: Martin, jetzt will ich natürlich wenn ich schon mal einen Theologen von Format im Podcast habe auch ein bisschen theologisch werden und den ich immer mit ein paar Fragen dazu löchern.

00:28:36: Du hast gesagt oder geschrieben jeder der das Wissen will kann dass von dir hören, dass dich das befreiende Potenzial von Theologie begeistert aber du benennst dass es auch das andere gibt.

00:28:46: also ein krank machenden Glauben eine manipulative Spiritualität nennt man so eine leibfeindliche Gesinnung eine angstmachende Zornes- und Höllentheologie und vergleichst es sogar richtig gehen mit einem Tumor.

00:28:59: Wo begegnet ihr sowas?

00:29:00: Und was glaubst du, kann man dagegen tun?

00:29:03: ausrichten, was hilft?

00:29:05: Ja also ich habe das erlebt meistens eben dort.

00:29:09: wo ist auch sehr, sehr viel positive Dinge eigentlich gibt.

00:29:12: Also ich war ja selber auch in einer freien Gemeinde und war auch schon immer ... Auch in meiner Kindheit auf Freizeiten von Personen die man eher in ein eher ... Welches Wort will man jetzt verwenden?

00:29:23: Ohne irgendwelche Schublands oder den eher ... Manche würden sagen Frommeres Spektrum oder einen Evangelikalere Spektrom oder also damit ist gemeint wirklich eben mit auch klaren Linien, mit klaren Grundsätzen, mit klaren Weltbildern Und war damit immer schon auch konfrontiert und dadurch geprägt.

00:29:39: Ich habe das eben auf der einen Seite unfassbar, also ich hatte nirgends vor in meinem ganzen Leben bisher so eine tolle Gemeinschaft wie dort.

00:29:46: Also wirklich eine verbindende... Du wusstest ganz genau wenn irgendwas ist, wenn jemand Unumzug hat du wusst es ganz genau und sofort melden sich zwölf Leute und helfen dir!

00:29:57: So dieser gemeinschaftliche Zusammenhalt unbeschreiblich toll.

00:30:01: und das ist letztendlich glaube ich auch das was im Kern natürlich dann auch das Anziehende ist.

00:30:05: Wirklich diese Gemeinschafe.

00:30:08: Genau, und das ist tatsächlich das was vielen also nicht nur mir sondern auch den mit denen ich unterwegs bin die mir dann berichten dass sie dann eben auch gleich das feststellen was ich gleich erzählen werde aber was ihm natürlich denn auch in anderen Formaten fehlt.

00:30:22: Es ist natürlich schön diese Freiheit zu haben vielleicht auch ein bisschen anonymer zu sein und nicht so verpflichtet zu sein irgendwie Dinge zu tun.

00:30:29: aber gleichzeitig ist auch diese verbindende Gemeinschaft die dann allerdings manchmal eng werden kann.

00:30:37: Das ist dann die andere Seite, die

00:30:38: auch Verpflichtungen mit sich bringt.

00:30:40: Aber gleichzeitig auch das Schöne was man dann eben vermisst, diese verbindliche Gemeinschaft.

00:30:44: Genau aber ich habe dann eben gemerkt dass es da schon auch... Ich nenne das dann halt immer so die Höllen-AGBs gibt.

00:30:51: Es sind nicht das Offensichtliche, aber es sind halt so.

00:30:54: dann diese AGB's Die eigentlich, also ich gehöre ja zu denjenigen der den meisten Leuten weil ich auch selber so war und auch selber ganz viele erkenne.

00:31:02: Weiter in freundschaftlichen Kontaktpflege.

00:31:04: Ich unterstelle den Leuten jetzt nicht dass sie das alles machen bei ihnen das Freude macht sondern ich glaube Sie müssen diese Höllen AGBs eben haben, weil sie glauben dass sie die haben müssen.

00:31:13: Also Höllen AGB sind dann diese ganzen Sachen Man blöd findet, ne?

00:31:18: Also wenn man dann sagt auch Mensch, Jesus liebt alle.

00:31:20: Aber ja irgendwie es gibt schon so Grenzen Wenn du den liebst oder wenn du schon vor der Ehe zusammenziehst Dann wird's schwierig mit im Lobpreisteam Mitarbeit Weil Mitarbeiter setzt eben voraus dass man auch Vorbild sein kann in solchen Sachen.

00:31:34: Oder Ja das ist schön und so Gott liebt allen Menschen aber wenn dein Kind unglaublich ist Und vom Glauben abfällt oder was auch immer Was willst Du machen?

00:31:42: natürlich kommt das in die Hölle.

00:31:44: also Das sind ja alles Sachen.

00:31:46: ja keine Mutter gerne oder kein Vater glaubt das gerne, dass unglaubliche Kinder in die Hölle kommen.

00:31:50: Aber das sind halt zu dieser Höllenangebese.

00:31:52: oder natürlich ist Gott liebe aber er is eben auch ein zorniger, ein mächtiger, heiliger und gerechter Gott der auch mal süß dir an der Bibel.

00:32:01: und tatsächlich sehen wir das in der Bibels erstmal wie ihr da wütet so was wie Völkermorde befielt und was auch immer.

00:32:08: es wird dann natürlich auch drauf hingewiesen und das habe ich dann eben alles gemerkt Und hab dann eben gespürt, okay ich muss diese ganze Sache noch mal grundlegend durchdenken und auch nochmal mich grundlegends auf die Spurensuche machen ob die Antworten und diese Thesen wirklich so halten.

00:32:23: Ich habe da natürlich festgestellt dass ich das nicht haltbar finde.

00:32:27: und jetzt kommt der Punkt was man dem entgegensetzen kann.

00:32:31: Ich glaube dass man diesen Angst machenden und vielleicht auch wirklich krankmachenden Theologien Theologie entgegensetzen muss.

00:32:39: Also es reicht in meinen Augen nicht aus, das rein soziologisch oder rein psychologisch zu betrachten nach dem Motto gut wir haben ... Gruppentynamik, Gruppenstrukturen, die radikalisieren sich oder psychologisch.

00:32:52: Die sind halt so drauf!

00:32:53: Ich glaube das reicht nicht sondern man muss auch theologisch die Sache anschauen und dann auch Theologisch darüber ins Gespräch kommen und theologische argumentieren und es theologischen wiederlegen.

00:33:03: Und das ist eben das wo ich meine Aufgabe als Theologen eigentlich auch darin

00:33:07: sehe

00:33:08: und wo ich finde dass es eigentlich viel zu kurz kommt weil ganz oft eben solche Strömungen Fernsehdokos eben unter anderen Aspekten betrachtet werden, aber nicht Genuin mit theologischen Gegenargumenten.

00:33:22: Was vorgebracht wird und mein Ziel ist natürlich ja nicht das immer nur die gleichen Leute klatschen, die sowieso schon toll finden was ich sage sondern dass die Leute in diesem Mechanismus so zu denken teilweise so höllisch zu denken, dass sie theologische Antworten finden und sehen.

00:33:37: Es gibt da Alternativen die mindestens genauso kohärent sind und die mindest es genau so biblisch begründbar sind.

00:33:44: Und die mindesten ist genauso auf dem aufbauen was Jesus Christus verkörpert und gelehrt hat und wenn ich das irgendwie erreichen kann dann habe Ich das getan was ich tun kann

00:33:54: und die auch im umlauf sind also nachdessen das andere Viele dieser Höllen-AGB-Theologien scheinbar so laut sind, sie sind so verfügbar.

00:34:03: Sie prägen ja tatsächlich Bilder auch bei säkular geprägten Menschen von christlichem religiösem Leben und Glaubensleben.

00:34:10: das was vielfach zur Ablehnung führt beim Menschen die anders sozialisiert wurden weil sie sagen dass ist etwas was ich gar nicht verstehe oder was gar nicht mich irgendwie umtreibt zu diese Gedankenwelten.

00:34:20: Das andere was mir gerade aber einfällt wenn du sagst soziologisch kann man es damit außen nassetzen oder politisch Theologisch und psychologisch frage ich mich gerade.

00:34:28: Es ist ja aber jetzt assoziativ, weil du das Wort AGBs verwendet hast was sich sehr witzig und griff.

00:34:33: Ich finde aber es hat auch für mich

00:34:34: etwas

00:34:36: anderes ausgelöst.

00:34:37: Was für eine Funktion haben denn diese Hölle AGB?

00:34:40: Also AGB haben ja normalerweise die Funktion einen Rahmen festzustecken, Regeln zu klären aber auch Sicherheit zu geben.

00:34:49: Also die Frage wäre im Prinzip wofür braucht man diese ganzen Ängste, die dadurch ausgelöst und irgendwie kassaniert werden?

00:34:56: Was treibt die Menschen um, die an diesen AGB so stark festhalten?

00:35:00: oder wo könnte man ansetzen, um ihnen diese Ängsten zumindest leichter zu machen, dass sie nicht mehr dieser AGB starke brauchen?

00:35:07: Ja, genau.

00:35:08: Das ist eine gute Frage und ich glaube die Antwort die man jetzt vielleicht als erstes geben würde wenn man so von außen drauf schaut würde man sagen ja Angst ist gut um Kontrolle auszuüben oder Macht aus zu üben um letztendlich manipulativ sein willen Abhängigkeiten zu erzeugen usw.

00:35:24: Und ja ich glaube dass das durchaus Punkte sind.

00:35:28: nur was ich eben beobachte und das sind auch die Leute die ich erreichen möchte und zu denen ich ja selber auch teilweise gezählt habe und auch Freunde von mehr Jahrzehnten dass ich und auch die Leute nie da sitzen und überlegen, wie können wir jetzt irgendwie Leuten unsere Abhängigkeit rufen?

00:35:44: Sondern sie ernsthaft und ganz authentisch selbst davon überzeugt sind.

00:35:48: Dass das nun mal der objektive Inhalt des lustlichen Glaubens ist.

00:35:54: Die Bibel sagt, und es ist ja tatsächlich so.

00:35:56: Wenn man die Bibel mit erstmal liest, dann stößt man da auf ganz viele hochgradig brutale Sachen, die in der Regel auch in keiner Perikopenordnung der Landeskirche oder überhaupt von Kirchen vorkommen und geredigt werden.

00:36:07: diese... Also ich sage das auch manchmal Ja, ich weiß nicht ob... Ich habe immer gesagt, ja der Koran sei so brutal!

00:36:12: Ich glaube die Bibels kann da gut sehr gut mitteilen.

00:36:15: Und dann ist aber die Frage wie gehen wir mit dem Text um?

00:36:17: Die Frage der Exegese was ist die Funktion dieser Texte?

00:36:20: und dann ist er immer noch die Frage wenn gibt, selbst auch sich selbst revidiert und mit sich selbst widerspricht.

00:36:27: Und sich selbst auch um Themen ringt was wir dann theologisch letzten Endes natürlich verantwortet nicht einfach nur beliebig aus dem Bauchhaus sondern theologische verantwortete dann letztendlich ist es für Lehrsätze oder für Theologische Sätze formulieren.

00:36:40: aber all diese Sachen sind dann eben ganz wichtig zu sagen und nicht nur würde ich sagen, dabei stehen zu bleiben.

00:36:46: Zu sagen gut okay ihr seid alle Machtbesessen und es ist eure Dynamik weil da gibt's ja gar keinen Grund warum mich jetzt theologisch dagegen argumentieren sollte Weil das ist ja gar keine theologische Frage und damit will ich nicht sagen Es ist natürlich auch Und gerade wenn man vielleicht in andere Länder guckt vielleicht auch nochmal stärker.

00:37:03: Natürlich ist es auch stark manchmal politisch missbraucht der Glaube und die Sätze oder stark verquickt damit auch mit bösen negativen eigentlich antichristlichen Sachen, sage ich mal.

00:37:13: Und natürlich hat es auch psychologische Motive.

00:37:15: also ich habe nicht selten auch das Gefühl dass so Leute oder so superleiter und superprediger auch manchmal vielleicht psychologisch besonders stark zu einem Kontrollbedürfnis oder nazistischen Bedürfnissen eignen oder selber eigentlich massiv unsicher sind.

00:37:29: aber Ich glaube eben dass das alles wichtige Punkte sind.

00:37:32: Aber ihr eigener Anspruch ist ja eben dass es theologisch plausibel ist was Sie letztendlich sagen.

00:37:39: Und mein eigener Anspruch ist, dass ich zeigen möchte, das die theologische Botschaft des Evangeliums noch viel schöner ist als dort behauptet wird und dass man ohne diese Höllen AGBs sehr gut auskommt und dass der Glaube dadurch nicht lauer und schwächer wird sondern noch viel stärker und teilweise sogar noch viel radikaler?

00:37:59: Ja!

00:38:00: Ich wollte auch im Prinzip hauptsächlich und überwiegend auf die Menschen raus bei denen diese Ängste vorherrschten und vielleicht der Grund oder Beweggrund sind Führern und Führerinnen und AGBs, die scheinbar Sicherheit geben zu folgen.

00:38:13: Und wenn du zeigen kannst wie du selbst ja sagst dass es ein befreiendes Potenzial gibt in der Theologie das kann ja engsten massiv entgegenwirken und sie wirklich schwächer machen.

00:38:23: Ja genau.

00:38:24: Das ist ja das Schöne dabei.

00:38:26: Also und was du eben anklingen lässt, es ist auch eben nochmal ganz wichtig, das ist eben letztendlich auch das, wie ich auch teilweise meine Bücher aufbaue indem ich ihm sage Das greife ich auf und ich möchte jetzt zeigen, dass das was dir ganz wichtig ist wenn du dieses Argument formulierst.

00:38:44: Dass das noch

00:38:45: Dollar

00:38:46: glänzen kann!

00:38:48: Wenn du diese Höllen-AGBs weglässt, also ich will sozusagen deutlich machen dein eigenes Anliegen kann noch stärker werden.

00:38:54: Wenn du die Höllen AGPs fallen lässt, also dein eigener Punkt der Liebe Gottes und das was immer ganz stark gemacht wird, das wird noch viel größer.

00:39:04: auch die Bibel glänzt noch viel mehr und Jesus ist noch mehr.

00:39:07: der einzige Weg sag' ich mal wenn Du diese Hölle AGPs wegnimmst und dann... Also wenn ich das zeigen könnte dass es natürlich auch psychologisch sehr bedürflich ist was da hintersteckt Dann gibt's ja eigentlich keinen Grund warum ich mich jetzt dem verschließen sollte, wenn ich spüre dass das was mir eigentlich wichtig ist dadurch mehr glänzen kann.

00:39:23: Ja ja lass es doch mal gerade in ein Beispiel reingehen und das hätte ich jetzt so große Lust um das auch nochmal ein bisschen zu erklären eines deiner zentralen theologischen Themen das findet man auch überall über dich ist Stichwort Allversöhnung Und der ganze komplexe Allversöhnung und Höllentheologie.

00:39:39: Für nicht Theologin ist das erstmal ein ganz schön sperriger Begriff, wie würdest du den vielleicht zu Anfang erst mal für den Einstieg jetzt um mal ein Beispiel zum machen?

00:39:47: Niederschwellig erklären und vielleicht magste ja auch noch erzählen wie es ausgerechnet deinem Strandurlaub dazu kamen dass du auf dieses Thema Allversönung gestoßen bist.

00:39:56: Ja, genau richtig.

00:39:57: Das kann man sehr gut auch kombinieren.

00:39:59: diese beiden Antworten weil Allversöhnung ist natürlich ein sperriges Wort aber es meint eigentlich erstmal genau das was in dem Wort eben steckt dass irgendwie all alles Alles untereinander und natürlich auch mit Gott.

00:40:12: Also dass alles letzten Endes gut werden wird, das alles versöhnelt ist... Das Ende wenn man jetzt darüber nachdenkt in den Himmel kommen ja viele sagen man kommt in den himmel und andere kommen die Hölle.

00:40:22: so das wäre eben nicht all Versöhnung das wäre das Gegenteil.

00:40:25: dann wäre letztendlich das Ende des menschlichen Lebens und vielleicht doch das ende des universums wäre dann eben ein ewiges dual ein ewig schismar Und genau das kann man eben religionen vielleicht auch zurecht vorwerfen.

00:40:37: aber ich würde auch sagen das kann man überhaupt Menschen, egal welcher Art, egal ob es philosophisch, theologisch oder politisch ist vorwerfen.

00:40:45: Dass sie sehr stark eben immer genauso denken in die Erleuchteten und die Unerleuchtete.

00:40:50: In Schwarz- und Weiß-, in die Gute, in die Bösen, in Freunde und Feinde, in Rechtgläubigen, falsch Gläubigungen, Christen und Atheisten usw.

00:40:59: Und genau so dann auch Himmel und Hölle zu sehen.

00:41:02: Gott dann letzten Endes eben so zu verorten, dass er diesen ganzen Mechanismus installiert hat oder sogar befürwortet.

00:41:11: Oder was auch immer, ne?

00:41:12: Und das ist eben genau das wo ich jetzt sage aus theologischen Gründen dass es ganz ganz ganz problematisch ist und auch ganz zentral an dem vorbei geht was eigentlich sich in Jesus Christus offenbart weil sich in jesus christus ja das vollminante Gegenteil zeigt was jedem also egal welchen also auch mir jetzt jede menschen eigentlich gegen strich läuft bei jesus deutlich macht.

00:41:33: wenn du denkst dass der draußen is Dann kannst du dir sicher sein, dass ich morgen mit ihm ein Döner esse.

00:41:40: Und dann komme ich anschließend wieder zu dir und erzähle dir ein Gleichnis wo er das Vorbild ist!

00:41:45: wie zum Beispiel beim Gleiches von Barmherzigen Samarita.

00:41:47: Das hört man immer so schön, die Samaritas sind so die Guten gibt es sogar Organisationen danach benannt sind.

00:41:52: Nein!

00:41:52: Samaritas sind diejenigen die man ganz doll hast im Kapitel vorher sagen die Leute lass Feuer regnet über Samaria.

00:41:59: Also Samariter sind falsch gläubig.

00:42:00: also so wie wenn ich jetzt in eine christliche Gemeindegehe und das gleiche ist vom BarmHerzigen Esoteriker Von Barm Herzigen Moslem Vom BarmHerzigen was auch immer spreche.

00:42:08: Und Jesus sagt dass ist das Vorbild also dieses grenzensprengende umarmete Potenzial Christi.

00:42:14: Und da denke ich eben, dass offenbart etwas von Gott.

00:42:16: Also von der letzten Wirklichkeit überhaupt, ne?

00:42:19: Gott eben und das ist dann eben Allversöhnung deutlich zu machen die Hoffnung zu haben, dass das was sich in Christus zeigt nicht einfach nur mal kurz ein Episode war oder die drei Jahrzehnte andauerte sondern dass das etwas zeigt über den Grundcharakter der Wirklichkeiten das Ende kein ewiges Schissmah sondern universelle Liebe sein kann.

00:42:39: Und genau, das ist mir eben aufgegangen.

00:42:41: Ich war dort in einem Strandurlaub und hab dann halt ganz viele Leute gesehen und ich dachte halt bis dahin dass es ganz normal ist... Dass jeder echte Christ eigentlich wenn er auch die Stellen in der Bibel ernst nimmt wo dualistisch gesprochen wird davon ausgehen muss, dass jeder der Nummer nicht gläubig ist in die Hölle kommt.

00:42:57: also warum soll er denn in Himmel gezwungen werden quasi?

00:43:00: Wenn er das doch gar nicht will?

00:43:01: oder Gott seine Gerechtigkeit und Heiligkeit das nicht zulässt oder was auch immer.

00:43:06: und dann habe ich eben so das gesehen weil ich ein bisschen rausgeschwommen und hat mich dann umgetreten, hab quasi den ganzen Strand gesehen.

00:43:12: Also mir kam das so vor als wenn ich die ganze Welt sehe ja ganz viele unterschiedliche Menschen, Kulturen geschlechter Altersklassen also ganz viel Diversität und Pluralitäten.

00:43:21: Ich habe mir gedacht gut Die machen doch nichts Schlimmes, die sind einfach hier und leben einfach.

00:43:26: Und jeder hat irgendwie auch die gleiche Sehnsüchte und jeder ist so ein Mensch.

00:43:30: Jetzt sollen die einfach alle weil sie nicht die richtigen Sachen denken oder glauben oder was auch immer plötzlich in die Hölle kommen.

00:43:36: das kann nun wirklich nicht sein.

00:43:39: Dann habe ich mich intensiv damit beschäftigt und wollte zeigen dass es nicht nur mein menschliches subjektives Empfinden ist Kacke findet, sondern dass es theologisch und auch biblisch eigentlich unverantwortlich ist.

00:43:52: Und viel zu kurz gegriffen davon auszugehen was natürlich man muss dazu sagen in einer sehr sehr großen breiten einflussreichen Strömung des christlichen Glaubens aber aller Religionen könnte man sagen natürlich das vorherrschende Bild immer auch ist dass man so trennt zwischen den und denen zwischen den Erätikern, den Rechtgläubigen.

00:44:09: und ich erwische mich doch jeden Tag dabei wie ich irgendwie Jetzt auch wieder andersherum in dieses Bild verfallen, dem ich sage ja gut.

00:44:15: Ich der kluge und aufgeklärte Theologe und die ganzen primitiven blöden Evangelikalen.

00:44:22: Nein jetzt würde Jesus zu mir gehen und sagen jetzt erzähle ich dir mal ein Vorbild von beim herzigen Evangelikal.

00:44:29: Das gilt dann für mich wieder genauso!

00:44:30: Jesus wird für niemanden bequem, egal

00:44:33: auf

00:44:33: welcher Seite.

00:44:35: Ja, ich danke dir.

00:44:37: Wer da sich... tiefer einarbeiten will, möchte ich gleich mal an dieser Stelle den Hinweis geben.

00:44:41: Du hast das nicht nur für dich da rein vertieft sondern ganz deinem Motto und deinen Anliegen getreu.

00:44:46: Hast du es für alle zugänglich gemacht?

00:44:48: Und hast gerade zum Thema Allversöhnung bereits mehrere Bücher veröffentlicht wo du das auch argumentativ alles durchgehst.

00:44:55: Ich würde sagen zweieinhalb zum Thema Alversöwnungen alleine.

00:44:58: Das halbe erscheint genau genommen jetzt auch erst in wenigen Tagen und heißt schöner Titel wie ich finde zur Hölle mit der Hölle.

00:45:05: Da geht es um Allversöhnung und Aberglaube.

00:45:07: Ist der Glauber in einer Hölle sowas wie Aberglauben für dich?

00:45:11: Ja, das ist aber ein Wortspiel.

00:45:12: ne!

00:45:13: Das Wortspiel Arberglaube basiert eben darauf dass ich ganz viele Christen eben kenne und auch in der Kirchengeschichte die würden eben sagen ja Gott isst Liebe, Gott IST Liebe!

00:45:24: Ja Klasse!

00:45:26: Genau.

00:45:27: und wer tiefer einsteigen möchte wie gesagt wir verlinken das natürlich auch an den Shownotes dem sei zur Hölle mit der Hölle oder eines der anderen Bücher von Martin empfohlen.

00:45:36: Glaubenssätze, Martin!

00:45:37: Hast du auch aufgeschrieben auf deiner Website?

00:45:40: Ein paar ganz wirklich scharf und knapp und komprimiert formulierte.

00:45:45: eine davon laute zum Beispiel ich glaube das hoffen die angemessene Haltung in einer wundersamen Welt ist.

00:45:52: es klingt erstmal einfach schön.

00:45:54: Trotzdem will ich natürlich gerne wissen, so ernst es gerade weil viele Menschen zurzeit formulieren dass sie sehr pessimistisch auf die Welt und ihren Zustand blicken brauchen.

00:46:01: wir sagen Kriege Klimawandel usw.

00:46:04: Warum hältst du das hoffen für angemessen?

00:46:09: Ja, also das finde ich auch ganz schön.

00:46:11: Das ist jetzt der erste Podcast.

00:46:13: da können sich andere podcast meine Scheibe von abschneiden die mich darauf ansprechen.

00:46:18: ja es ging immer nur um Lebenslauf und was auch immer aber jetzt kommt sowohl dieses Ich bin staune Und Jetzt Kommt Meine Glaubenssätze.

00:46:25: Ja weil Es Ist nämlich Interessant dass meine drei Glauben Sätze die ich dort aufgeschrieben habe eigentlich total Unkonkret Eigentlich Auch Teilweise Formuliert sind.

00:46:33: Also Geht's Dann Gar nicht so sehr Um Gott und Was auch immer Aber bewusst, aber um auf diese Frage mit dem Hoffen einzugehen.

00:46:41: Ja ich glaube das in einer wundersamen Welt Hoffnung die angemessene Reaktion ist und zwar dass eine hat einen Grund den ich einfach nur nennen kann von meiner Wahrnehmung der Wirklichkeit und das andere is eben ein Grund den nicht nur theologisch begründen kann und zwar das eine ist eben wenn ich auf die welt blicke und das alles so wunderscham empfinde und staune dann spüre ich, dass in dieser Welt selbst ein Möglichkeitenraum existiert.

00:47:10: Der so dermaßen!

00:47:13: dermaßen viel größer als ich das gerade eben sehe.

00:47:16: Und vielleicht könnte man theologisch sogar jetzt sprechen, dass es eine Wirkung der Sünde ist also im Sinne von einer Verblendung eines lebensverneinenden Verbländungen, dass man diese

00:47:25: Möglichkeiten

00:47:27: abgetrennt ist von diesem Möglichkeit Raum, den es tatsächlich gibt.

00:47:31: Ich merke das ja ganz oft jetzt.

00:47:32: zum Beispiel wenn ich jetzt eine Reise plane und dann fällt plötzlich ein Zug aus, dann ist sofort scheiße jetzt geht's nicht.

00:47:38: aber es gibt jetzt doch mindestens noch sieben Millionen andere Möglichkeiten die ich aber in dem Moment gar nicht sehe.

00:47:44: Eine andere Strecke, ein anderes Verkehrsmittel, einen anderen Tag noch mal eine zusätzliche Übernachtung – was auch immer!

00:47:50: Also der Möglichkeitenraum ist gewaltig unendlich zu unendlichen.

00:47:54: Merkt man ja mit jeder Entdeckung, die in Forschung und Wissenschaft oder im ganz privaten Kleinen passiert das, was Kinder erleben?

00:48:00: Und es ist einfach nichts zu fassen.

00:48:02: Die wahre wirkliche Größe.

00:48:05: Genau.

00:48:06: Den Fehler würde ich sagen….

00:48:08: also mit Fehler meine ich jetzt das, dass Menschen wahrscheinlich naturgemäß eben Sie verlängern die Vergangenheit linear in die Zukunft, um dann eben über die Zukunft sprechen zu können.

00:48:19: Die Vergangenkeit wird praktisch zum Muster mit dem ich den zukünftigen Weg weiter beschreibe.

00:48:25: Aber jetzt ist ja der Punkt dass die Zukunft voll ist mit Möglichkeiten, die in der Vergangenheiten noch nie Wirklichkeit waren.

00:48:31: Also in der Zukunft gibt es wirklich Möglichkeiten und zwar noch nie aktualisierte Möglichkeiten Wirklichkeit werden müssen.

00:48:40: Aber wenn ich jetzt auch mein eigener Lebensweg, wenn ich so zurückschaue und denke ja wie geht es jetzt weiter?

00:48:44: Und nur das an mich ranlasse was ich bisher erlebt habe dann ist klar dass die Zukunft bringt kaum etwas Neues.

00:48:52: Es bringt keine Noti wiederkehren.

00:48:53: aber nein eigentlich müsste man sagen dass sie Zukunft den Primat hat weil der Raum der Zukunft viel größer als der Raum dagegen war.

00:49:01: Fast schon mathematische Logik ehrlich gesagt, oder?

00:49:04: Ja also ich denke schon dass man das so begründen kann.

00:49:08: Bei mir erwächst es eben aus dieser Wahrnehmung des Staunens und auch wenn natürlich Katastrophen usw.

00:49:13: gegeben sind die man überhaupt nicht leugnen darf und der man auch wenn man empathisch ist auch immer mal zerbrechen muss oder gar nicht anders kann als daran zu zerbrechern.

00:49:21: Ist es ja trotzdem auch gleichzeitig wahr, dass die Welt unglaublich gebrochen aber auch unfassbar schön ist Und auch in manchen Situationen, wo wir überhaupt gar nicht davon ausgehen, dass darin was Schönes zu finden ist.

00:49:33: Sich beim zweiten Hinschauen selbst da vielleicht auch noch Schönheit zeigen kann.

00:49:37: also diese Wahrnehmung sage ich mal der Wirklichkeit.

00:49:39: und jetzt kommt natürlich der zweite Punkt und das ist mir natürlich als christlicher Theologe ganz wichtig, dass ich ja davon ausgehe, dass sich Jesus Christus Gott in einer besonderen Weise zeigt.

00:49:52: Und das bedeutet ja nicht nur, dass er sich in Christus im Besonderer Weise zeigt.

00:49:56: In seinem Leben und seiner Geburt sondern eben auch in seinem Sterben und eben auch indem was wir Auferstehungen nennen.

00:50:03: Egal wie wir jetzt den Tod weiter deuten und egal wie wir die Auferstimmung weiter deuten ist doch eine Sache schon immer klar gewesen der Christenheit, dass der Tod und die Aufferstigung hier so irgendwie bedeuten, Das Lebensverneinende, das Böse und auch der Tod eben nicht das Letzte sind.

00:50:22: Sondern wenn überhaupt das Vorletzte ist die Liebe vielleicht stärker als der Tod obwohl sie so schwach am Kreuz hängt Und niemand damit rechnen kann dass sie doch stärker ist.

00:50:31: und deswegen gehe ich sozusagen davon aus Wenn sich das ganze also das universelle ja manche sagen gott manche universe manche was auch immer ist ihm jetzt ganz egal.

00:50:40: aber wenn das Ganze sich in diesem Christus zeigt, der lebt hat, der gestorben ist und der auferstand ist.

00:50:46: Und damit deutlich macht es die Liebe stärker als der Tod.

00:50:49: Dann beschreibt das eben letzten Endes auch... Die ultimative Zukunft und die ultimotive Zukunfts.

00:50:55: Hoffnung ist eigentlich mal, dass eben auch das Leben was gewaltvoll abgebrochen wird.

00:51:01: Und auch das Ungute, was wir hier tagtäglich erleben und wovor wir eben nicht die Augen verschließen dürfen.

00:51:06: Das wäre dann so ein blinder Optimismus.

00:51:08: darum geht es ja gar nicht.

00:51:10: Es geht darum trotzdem und im Angesicht der Krisen eine Möglichkeit sind zu haben und eine Hoffnung zu haben, die sich an den Hoffnungsbildern des christlichen Glaubens für mich als Christian Theologe eben entzündet und ganz massiv eben darin ihre Krönung finden, in dem was Auferstehungen bedeutet.

00:51:28: Dass die Liebe stärker ist als der Tod auch wenn wir sehen dass sie eigentlich ja bärmlich schwach ist, aber trotzdem das sehe ich doch auch.

00:51:36: Das braucht mir jetzt keiner sagen die Liebe ist ganz schwach und Gott Ja das weiß ich doch das sieht man doch.

00:51:40: und dass manche müssten es vielleicht auch wirklich mal mehr sehen Aber trotzdem daran festzuhalten das ist für mich auch das was Leute wie Christina Bruderek eben trotz Kraft nennen Das ist für mei eben da auch etwas ganz wichtiges was dazugehört Also vielleicht um das Prinzip

00:51:55: fast schon wie bei Bloch auch Genau

00:51:58: ja.

00:51:58: also zum Schluss noch einen Einsatz deutlich zu machen Für mich ist eben Hoffnung kein blinder Optimismus, sondern eine Erwartung im Widerspruch zu erfahrenen Wirklichkeit die ich habe obwohl ich auch sehe.

00:52:11: Obwohl ich auch die Krisen sehe und sie nicht einfach nur wegfrömmel aber dennoch eben diese Bilder vor Augen habe und glaube dass wir ohne diesen Bildern auch gar nicht leben könnten.

00:52:20: bei meiner These ist eben was du hoffst bestimmt wie du lebst.

00:52:24: Und wenn du glaubst, dass das Ende Liebe sein wird.

00:52:26: Dann wirst du anders leben als wenn du glaube, dass es Ende ein Dualismus sein wird weil dann wirst Du heute auch schon scheiden zwischen richtig und falschen.

00:52:34: Ja, richtig!

00:52:35: Und wirst vielleicht auch gar keinen Grund haben bestimmte Entscheidungen die zukunftsfähig oder zukunft tragend sind zu treffen, ne?

00:52:44: Ich möchte gerne noch nicht verschweigen, dass die beiden anderen Glaubenssätze dir auf deiner Website stehen, das im Prinzip auch erklären oder genauso begründen.

00:52:52: Also da steht der Satz, der direkt davorsteht heißt ich glaube dass die Liebe stärker ist als der Tod.

00:52:57: das hast du gerade eigentlich erzählt und los geht's mit.

00:53:00: Ich glaube dass das Geheimnis der Wirklichkeit Liebe ist Und sich in Jesus Christus ein Gesicht gegeben hat.

00:53:05: Ja Da stimmt Du hast recht Das steht ja schon

00:53:11: Sehr schön wirklich Martin, bei unserem Partner-Netzwerk Reflab in der Schweiz hast du eine kleine Serie mit Beiträgen zu körperbezogener Spiritualität gemacht und auch zum Thema Alltagsmystik.

00:53:23: Was ist dir denn an diesem Themen wichtig?

00:53:25: Hättest du auch was, was ich jetzt mal vermuten würde mit diesen Bereich in die Praxis übersetzen von Theologie?

00:53:32: Meinst also Thema Alltag und wie da spirituelle Erfahrungen zu machen sind?

00:53:36: Thema mein Körper!

00:53:38: Und was darf ich?

00:53:39: Was soll ich?

00:53:43: Ja, also was für mich natürlich ganz klar ist jetzt wenn wir über Gott sprechen.

00:53:48: Dann muss das irgendwie eine Realität sein die nicht nur für einen Teilbereich oder so eine Hinterhoffremdigkeit ist sondern eben wirklich etwas alle Lebensbereiche irgendwie betrifft und eben auch nicht nur meine Seele sondern eben auch mein Körper weil ich als Mensch bin nichts ohne meinen Körper.

00:54:04: Ich kann ohne Körper keinen Bein trinken!

00:54:06: Ich kann keine Klinge hören.

00:54:11: Also ohne Körper geht die Sache nicht.

00:54:13: Und genau deswegen betone ich das eben so stark, weil es auch in der Tradition manchmal unterbetont wurde – zugunsten einer leiblosen Seele quasi, die mich im Kern ausmacht.

00:54:22: und deswegen dieses Körperbetonte ist mir eben ganz wichtig um eben auch das Ganzheitliche der Theologie, des Ganzheitlichen eines Gottesbildes und natürlich auch das ganzheitliche einer Spiritualität, die dem Leben dient,

00:54:34: ausdrückt."

00:54:36: finde ich sehr, sehr nachvollziehbar.

00:54:38: Dann lass uns doch jetzt wenn wir auf die Zieh gerade dieser Podcast-Folge einbiegen.

00:54:42: Ich könnte noch stundenlang mit dir weiterreden nochmal vielleicht in diese Richtung reden was der Körper gerne tut.

00:54:48: Wir hatten es bei den sieben Fragen schon mal ist zum Beispiel Musik genießen also hören einer der Sinne die direkt angesprochen werden.

00:54:56: Ich erinnere mich gerade dass du im Vorstellungsreal auch Fragen beantworten musstest oder deinem Einstieg ins Zietnetzwerk gesagt hast, weil ich ein Song du gerade ganz viel hörst.

00:55:05: Hast du genau diesen Song Golden von den K-Pop Demon Hunt genannt?

00:55:10: Den du jetzt gesagt hast und dich inzwischen überhört hast also, dass du ein bisschen zuviel gehört hast.

00:55:15: Und ihr hattet damals aber was mit deinem Blick auf die selbst zu tun.

00:55:18: ist das richtig?

00:55:19: Erinnere mich da richtig!

00:55:21: Ach so, ja stimmt!

00:55:22: Jetzt hast du mich gerade selber in der Sekunde darauf gebracht.

00:55:25: Das wusste ich auch nicht mehr.

00:55:26: Ja ne genau das stimmt weil das war sowas wie mein Selbstwirksamkeitslied.

00:55:30: Weil es eben darum geht ja raus zu gehen und zu scheinen und zu leuchten.

00:55:34: Und auch zu der Rhythmus.

00:55:35: also wenn ich dann zum Beispiel einen Termin hatte wo ich aufgeregt war habe ich Kopfhörer aufgesetzt und bin dann ab der Straßenbeinhalte Stelle zum Termin bin ich dann im Schritt von dem Rhythmuss gelaufen und wusste okay Martin jetzt lass Du alles rausholen.

00:55:49: Das hast du genau richtig.

00:55:51: Dann drängt sich doch gerade zu die Frage auf, wenn der jetzt gerade Pause hat dieser Song?

00:55:55: Was hörst du denn jetzt gerade oder welche Rolle spielt überhaupt vielleicht auch Musik für dich?

00:55:59: Du hast ja auch meine Lobpreisband gespielt.

00:56:02: Ja ich habe immer in einer Lobpreispand gespielt hab auch eine Zeit lang selber so Lieder geschrieben sage ich mal so auf dem Klavier.

00:56:09: Genau also jetzt komme ich nicht mehr ganz so viel dazu.

00:56:13: was ich regelmäßig mache ist schöne Sachen kochen, dass ich dann Jazz Musik im Hintergrund anmache um so ein bisschen runterzukommen und ich hab auch manchmal so einen Fable.

00:56:24: Weil ich auch in meiner Zeit lang sehr intensiv Kraftsport betrieben habe da hab' ich halt immer so wirklich auch epische Musik gehört und das ist dann auch das was mich manchmal dann ermutigt und Kraft gibt und auch diese Selbstwirksamkeit die man manchmal braucht.

00:56:36: ja

00:56:37: total schön Martin, jetzt kommen noch zwei Fragen die alle unsere Gäste gestellt bekommen.

00:56:43: Zwei Standartfragen nennen wir die, die in meinem Sinn Abschluss bilden.

00:56:46: Die erste lautet so Digitale Kirche bzw auf Instagram und auch auf vielen anderen Plattformen der Hashtag digitale kirche.

00:56:54: Was bedeutet das für dich?

00:56:57: Was fällt dir dazu ein?

00:56:58: es kann für jeden Menschen was anderes bedeuten.

00:57:00: Es gibt da sehr viele Interpretationen Haltung Meinung zu.

00:57:02: wie ist denn bei dir?

00:57:04: Ja also digitale Kirsche.

00:57:07: Ich bin da gar nicht so tief drinne, wie man das jetzt vielleicht vermuten könnte.

00:57:10: Aber das was digitale Kirche für mich im Moment eben bedeutet ist dass es ein Raum ist wo Menschen ganz leicht, ganz unverbindlich schnuppern können.

00:57:20: erste Versuche also wieso in Kirchengebäude was komplett aus Glas isst?

00:57:25: Also nicht so ein steinerndes Gebäude wo man gar nicht weiß wenn ich da jetzt reingehe ist vielleicht alles ganz anders als es außen aussieht sondern irgendwie Teilweise transparente.

00:57:35: Mal zu schauen, okay wenn man eine Frage hat sich selbst so informiert also so ne ganz niedrige Schwelle um in Kontakt zu kommen mit diesen Inhalten aber natürlich auch mit seinen eigenen Fragen und vielleicht auch dadurch Resonanz spüren kann.

00:57:47: Wie schön!

00:57:48: Fast wie ein Einstiegsdroge nur nicht so negativ konzentriert.

00:57:52: Ja genau im Grunde genommen so ja.

00:57:55: Danke Martin.

00:57:57: die letzte Frage heute für dich Wenn du dir eine Bühne und ein Thema passend das Publikum dazu aussuchen könntest.

00:58:06: Worüber würdest du, wo und zu wem gerne mal sprechen?

00:58:12: Ja also ich würde ja am allerliebsten mit den Leuten sprechen die ich auch eigentlich viel adressieren möchte.

00:58:20: Und zwar Leute die Dinge anders sehen als ich.

00:58:22: Also die diese Höllen-AGBs haben aber vielleicht auch Leute die keine frommen Höllen AGBS haben sondern Leute die so richtige Hardcore Christentum Kritiker sind Also irgendwie so ein Publikum aus eher Leuten, die da ganz kritisch eingestellt sind und ich würde dann gerne eben den Vortrag halten.

00:58:40: Und würde vielleicht so thematisch denso überschreiben warum der christliche Glaube oder warum die frohe Botschaft oder warum Jesus Christus noch viel viel viel besser und viel schöner und fröhlicher ist als wir alle dachten.

00:58:55: Ja weil mir das eben so wichtig es deutlich zu machen dass Evangelium das ist griechisch und heißt frohe Botschaft.

00:59:01: Und das ist für mich so wichtig.

00:59:03: Die Frohe Botschaft erkennt man daran, dass sie tief im Herzen froh macht!

00:59:08: Wenn sie das nicht tut, wenn man aus dem Gottesdiensten Kopf kleiner ausgeht und aufgrund seines Glaubens kleiner wird... die frohe Botschaft, die man allein daran erkennt, dass sie froh macht.

00:59:19: Und das ist mir eben so ein wichtiges Anliegen.

00:59:21: und wo mein Herz blutet wenn das was frohe Bootschaft isst oder heißt genau das Gegenteil es und letztendlich so bisschen sehe ich das eigentlich in der Aufgabe eines Theologen da drin das eben deutlich zu machen.

00:59:33: Die Theologie von einer frohen Botschaft spricht die Kirche von einer Frohen Botschaft spricht und das ist nicht nur ein Postulatis sondern Sie auch wirklich froh machen muss.

00:59:43: Oh, danke für diese Worte.

00:59:44: Es ist eigentlich so einfach wenn man dich das so sagen würde.

00:59:47: Ich danke dir sehr dafür!

00:59:50: Und überhaupt Martin, danke ich dir für deine Zeit dass du da warst, dass du uns von deiner Zeit und deinem Wissen geschenkt hast ganz im Deinem Sinne Praxis zu schaffen sozusagen.

01:00:00: und natürlich danke auch euch da draußen an den Endgeräten weil was wäre das Ganze ohne Zuhörende?

01:00:05: Dann wär's auch vergeblich.

01:00:06: also danke euch fürs Zuhören.

01:00:07: alle Infos und Links Zu dieser Episode und vor allen Dingen zu Martin's Arbeit natürlich gibt es wie immer in den Shownotes.

01:00:13: Da könnt ihr nachgucken, wenn ihr was wissen wollt!

01:00:16: Und wenn ihr sonst noch Ergänzungen habt oder Fragen oder Kommentare zu dem, was ihr gehört habt vielleicht auch Anregungen, Vorschläge für Gästeinnen usw.

01:00:24: Lob und Ärger natürlich.

01:00:25: auch erreicht ihr uns entweder über eine DM auf unserem Insta-Kanal et jedunterstrichnetzwerk Ich werde nicht müde das zu erwähnen Oder noch einfacher über unsere Website iit.de.

01:00:34: da findet ihr alle Kontakte und ein Formular und E-Mail Adressen.

01:00:38: anderen Podcast folgen zum Nachhören.

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