Depression und Heilung auf Instagram - mit Judith Beständig
Shownotes
Judith hasst und liebt Social Media zugleich. Vor sieben Jahren hat sie auf Instagram ihren persönlichen Blog begonnen und zeigt dort offen und nahbar die Tiefen und Höhen ihres Lebens. Instagram als Therapieplattform? Nein – so einfach ist das natürlich nicht: Wie Judith auf Instagram, auf ihrer Webseite judithbestaendig.de und in ihrem neuen Buch "Nicht heil, aber doch ganz" ihren eigenen Entwicklungsprozess beschreibt und damit Möglichkeiten als Role Model für andere schafft, erzählt sie Lilith in dieser Folge des yeet-Podcasts.
Social Media für Glaube und Kirche - das ist der yeet-Podcast: yeet-Redakteur* innen befragen Expert* innen und Influencer* innen und begeben sich auf die Suche nach den großen und kleinen Perspektiven auf die digitalen Kirchen-Räume und Welten in den Sozialen Medien.
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00:00:01: Das hasse ich, weil das immer was von mir fordert.
00:00:05: Das heißt wenn ich diese App öffne dann habe ich immer so eine darunter liegende Forderung an mich.
00:00:10: Das mag ich überhaupt nicht!
00:00:14: Mein Ziel ist nicht Kirche im Allgemeinen sage ich jetzt mal zu beschämen oder zu beschmutzen sondern ich weiß dass in Kirche immer Menschen sind die nicht perfekt sind.
00:00:26: Ich bin auch dafür Strukturen anzusprechen die nicht gut sind auf jeden Fall Und wenn sich die nicht ändern, finde ich darf man das auch anprangern.
00:00:37: Jesus hat seine Wunden gezeigt und hat da dieses Vertrauen und diese Beziehung hergestellt.
00:00:43: Das ist das was für mich Gott nahbar macht und wie ich mich auch Menschen nahbar machen möchte.
00:00:55: Hallo und herzlich willkommen im Jied-Podcast Deinem Podcast fürs Social Media und digitale Kommunikation für Glaube und Kirche.
00:01:02: Mein Name ist Lilith Becker und heute zu Gast ist Judith Beständig.
00:01:07: Als ich in den letzten Wochen über dich nachgedacht habe, habe ich voll oft Ausfäsien eingegeben unbeständig!
00:01:13: Ich weiß nicht wieso, kennst du das?
00:01:15: Also nicht selbst wahrscheinlich aber...
00:01:17: Nee, aber mein Name überrascht oft.
00:01:20: Ja beständig wegen dieses Wortes ne?
00:01:23: Ja danke für die Einladung.
00:01:25: Ja dankeschön dass du da bist.
00:01:26: also Judith Bestendig nicht unbeständigt sondern beständig.
00:01:30: Du bist Autorin Du hast einen eigenen Blog unter deinem Namen, Judithbeständig.de und du blockst auf Instagram seit zwei Tausend neunzehn.
00:01:38: Und du hast ein Magazin mitgegründet dass man auf Steady abonnieren kann das Wir-Magazin.
00:01:44: und ich würde so beschreiben das ist ein Magazinen für Frauen jed wegen christlichen Glaubens oder reicht das nicht?
00:01:50: Oder es ist einfach nur magazine für Frauen oder es ist ein Magazine für alle.
00:01:53: wie würdest du sagen was ist das für ein Magazinn?
00:01:56: Unser Wunsch war es einfach von meinen Freundinnen und mir, dass wir einen Ort schaffen an dem Frauen ein schriftliches Zuhause finden wenn sie im christlichen Glauben beheimatet sind aber egal aus welcher Richtung.
00:02:08: Und das wir verbunden sind in dieser Verschiedenheit und dass wir ein Ort schaffen wo das aber funktionieren kann weil wir oft erleben dass man immer nur in seinem eigenen Umkreis zu Hause ist andere Meinungen, andere Sichtweisen stehen lassen kann und erlebt und erfährt.
00:02:27: Und das ist unser Versuch damit!
00:02:29: Was wäre so ein klassisches Thema für dich dann?
00:02:31: Was ihr habt um das zu erreichen?
00:02:33: Ein klassisches
00:02:33: Thema... Also ich glaube es gibt so klassische Themen in denen sich Christen uneins sind.
00:02:38: Sowas wie Herollenbilder und das versuchen wir aufzubrechen und einfach zu zeigen.
00:02:43: hey wir glauben eigentlich alle und warum müssen wir uns auf das fokussieren was uns trennt?
00:02:49: weil wir haben so viel was uns verbindet Und es ist auch so wertvoll und bereichernd, einfach die Erfahrungen und Erlebnisse von anderen zu hören.
00:02:57: Wir versuchen, Geschichten zu erzählen und Offenheit für den Anderen zu schaffen.
00:03:02: Das ist noch nicht alles?
00:03:03: Du hast jetzt ein Buch geschrieben.
00:03:06: Genau!
00:03:08: Also deine Themen in dem Buch oder deinen Blog-Seelenpost hast du einen Newsletter.
00:03:14: Da schreibst du persönliche Geschichten.
00:03:16: Das machst du nämlich auch im Buch.
00:03:17: Du erzählst von deinem Kindheitstrauma, deiner Adoption ... Von deiner Depression.
00:03:22: jetzt erzählst du auch auf Instagram und von deinem Neuanfang.
00:03:25: Das Buch heißt Nicht Heil und Doch Ganz, das ist im Neukirchner Verlag erschienen.
00:03:30: Der Untertitel sind zweiundfünfzig ehrliche Texte über Brüche, Zweifeln und neue Stärke.
00:03:35: Das ist wahrscheinlich auch so aus deinem ganzen Portfolio standen vermute ich mal oder?
00:03:40: Genau!
00:03:40: Ich habe einfach versucht immer Erlebnisse die mich in meinem Leben geprägt haben mit reinzubringen in meine kurze biografische Sicht die Leserin dahin zu führen, dass sie sich selber reflektiert.
00:03:51: Das heißt, sie kann das entweder anhand vom Jahresrhythmus machen einmal die Woche aber ist auch ganz unabhängig davon und das Ziel ist einfach der Leserin zu vermitteln hey was auch immer für Brüche in deinem Leben da waren du bist trotzdem heil und ganz und kannst etwas daraus machen.
00:04:08: Aber es lohnt sich hinzugucken in die brüche und zu schauen Hey was macht mich aus?
00:04:13: Was hat das mit mir gemacht Und muss sich manche Sachen vielleicht auch noch mehr beleuchten.
00:04:18: Ich finde das ja schön.
00:04:19: übrigens, dass wir jetzt nach ziemlich genau sieben Jahren sprechen ... Nachdem du angefangen hast auf Instagram im Jahr twohntausendneunzehn hast du dann nämlich angefangen und da hast du dein erster Poster stand drunter.
00:04:29: ich poste hier über ihr Familie Wohn- und Lifestyle.
00:04:33: Das ist noch so ganz anders als das was da jetzt so steht.
00:04:36: Also es wurde dann schon schnell tiefer aus differenzierter natürlich deine Posts aber Genau.
00:04:44: Und da würde ich gerne mit dir so ein bisschen Revue passieren lassen, diese vergangenen sieben Jahre jetzt gleich in der Folge des Podcasts.
00:04:51: Zuerst haben wir in diesem Podcast immer einen Format, dass wir sieben Fragen auswählen für unsere Gäste die ein bisschen persönlicher sind und euch vorstellen sollen.
00:05:00: Bist du bereit?
00:05:01: Ja nein aber doch!
00:05:03: Du hast was zu trinken und du sitzt gut und so ja.
00:05:07: Die erste Frage Hast du lieber einen großen Traum oder viele kleine Träume
00:05:13: Ganz viele kleine.
00:05:15: Sonst wär's langweilig!
00:05:17: Und wie gehst du mit den um?
00:05:18: Verwirklichst du die von Zeit zu Zeit, schmeißt du sie wieder über Bord?
00:05:21: Mein Ziel ist wirklich ganz viele davon zu verwirklichen habe ich auch schon geschafft und manche hab' ich auch gnadenlos in den Sand gesetzt und danach drüber gelacht oder davor geweint.
00:05:31: aber mein Motto is echt lieber probieren als gar nicht versuchen.
00:05:36: Womit hättest du besser nie anfangen sollen?
00:05:39: Ach du meine Güte Oh, schwere Frage.
00:05:42: Ähm ... Womit hätte ich besser nie anfangen sollen?
00:05:45: Ja mit Kaffee trinken ist ein teures Hobby!
00:05:48: Das stimmt.
00:05:49: Da hast du recht ne?
00:05:51: Vor allem jetzt dieser Flat White der so lecker ist und den es überall gibt.
00:05:54: Ich trink tatsächlich meistens einen Milchcafé weil ich mag auch gern den Geschmack von warmer Milch sehr gerne und mag das wenn mehr Milch drin ist als Kaffe.
00:06:04: Na ja, aber da frage ich mich manchmal wieso ich damit angefangen habe, aber es geht zu spät.
00:06:08: Als welches Tier möchtest du wieder geboren werden?
00:06:11: Oh, als Giraffe.
00:06:13: Das weiß ich!
00:06:15: Wieso?
00:06:15: Wer weißt du das so genau?
00:06:17: Weil ich die schon live erlebt habe in Südafrika.
00:06:20: und erstens haben Giraffen mega schöne Wimpern.
00:06:23: also meine Tochter würde jetzt sagen Livegoals und Giraffen kommunizieren über ihre... Die haben hier so kleine Hörner und die kommuniziert auf einer Ebene, die wir ja nicht wahrnehmen können.
00:06:35: Und das finde ich mega spannend und ich finde die einfach ... Die haben den Überblick über alles und sind aber krass schnell und sie werden voll unterschätzt!
00:06:43: Okay interessant.
00:06:44: also ich muss mir mal was über Graffen angucken.
00:06:47: Hör' ich merke hier schon.
00:06:48: Welches Buch möchtest du noch einmal zum ersten Mal lesen?
00:06:52: Ja das ist von Christoph Kramer Super, den Titel weiß ich grad nicht.
00:06:56: Er ist sein erstes Buch, er hat bisher erst eins geschrieben.
00:06:59: Es ist ein Fußballspieler, deutscher Nationalfußballspiela von früher und es ist so eine Coming-of-Age Geschichte und in der hab' ich richtig mitgefiebert und die hat mich richtig an ihren Bann gezogen und ich kann's kaum erwarten, ein neues Buch von ihm zu lesen.
00:07:12: Das ist so Helllila und es is n Sprungturm vorne drauf!
00:07:16: Ja das heißt, dass Leben fing im Sommer an?
00:07:18: Ich hab' net wie Google-Wet vor ihr.
00:07:20: Cool, dankeschön.
00:07:22: ja, da hört sich noch nachher Sommerempfehlung an Und wenn man den Sommer im Winter zurückholen möchte, vielleicht?
00:07:28: Genau.
00:07:29: Wo würdest du hingehen, wenn die Welt untergeht?
00:07:32: Zu meinem Mann!
00:07:35: Ja ... doch.
00:07:37: Zu meinem Safe Space zu dem der mich am allerbesten kennt und dann im Arm hält bis diese Welt unter geht.
00:07:44: Ihr seid mehr als die Hälfte eures Lebens zusammen auch das weiß ich natürlich von Instagram.
00:07:48: Als du neunzehn warst habt ihr geheiratet und jetzt bist du vierundvierzig.
00:07:53: Wir hatten jetzt Silberhochzeit.
00:07:54: tatsächlich
00:07:55: wem musst du unbedingt noch deine Meinung sagen?
00:07:58: In meiner Mutter, aber ... Da bist sie
00:07:59: gerade die Zähne zusammen.
00:08:01: Und die Augen geriss ihr auch.
00:08:03: Ja!
00:08:04: Unangenehm, aber halt wahr.
00:08:07: Ich glaub ich hab mir schon öfters die Meinung gesagt, aber nach dem Prozess der letzten Jahre wär's schon gut das nochmal zu tun.
00:08:13: Aber aktuell ist es nicht dran.
00:08:16: Was machst du komplizierter als es eigentlich sein müsste?
00:08:19: Oh ganz viel... Ich habe in meinem Kopf grundsätzlich immer ein Plan wie Dinge zu laufen haben und wie sie laufen sollten, aber ich teile diesen Plan niemanden mit.
00:08:28: Das heißt andere können es nur falsch machen und da lockerer zu werden.
00:08:33: das ist so mein Ziel.
00:08:34: Es ist ganz egal also Haushalt Ausflüge wie auch immer.
00:08:39: Ich hab immer irgendwie einen Plan wie die Sachen optimal laufen und den Plan mal loslassen.
00:08:43: das wäre ganz gut
00:08:44: Das kenne ich auch.
00:08:45: Ich weiß nicht, ob das gewachsen ist als Mutter, so lange die Kinder klein sind ... Jetzt haben wir bald nicht mehr die Ausrede, weil die Kinder groß sind.
00:08:52: Dann bist du ja verantwortlich für ganz viele Pläne und dann werden sie durchgezogen wie du die machst.
00:08:57: Erst mal zu kapieren, jetzt führen dir auf einmal eigenständige Plänen aus!
00:09:02: Oh ja?
00:09:03: Das waren schon deine selben Fragen.
00:09:05: Chaka.
00:09:07: Genau.
00:09:07: Wir kommen zu Judith beständig auf Instagram.
00:09:10: Zwei Tausend Neunzehn hat das angefangen.
00:09:13: Du hast geschrieben, hey ich bin Judith, meine Kinder sind elf und fünf Zehne und ich schreibe über Wohnen- und Lifestylefamilie jetzt ein bisschen verkürzt wenn du aber darauf zurückguckst.
00:09:22: also es war natürlich länger abhaust.
00:09:25: Aber wenn du jetzt so darauf zurück guckst wer warst du damals?
00:09:28: Und wer hast du dir vorgenommen auf Instagram zu sein?
00:09:31: Wenn ich da jetzt zurückdenk dann war ich eine total unsichere Frau die eigentlich einfach nur vor hatte ein schönes Bild abzugeben und irgendwie weise rüberzukommen, und klug zu sein.
00:09:43: Und irgendwie Vorbild... Aber eigentlich wusste ich gar nicht, wer ich selbst bin!
00:09:48: Es ist total lustig, dass du mir das jetzt vorgelesen hast, weil ich kann mich da nicht mal richtig daran erinnern.
00:09:53: Tatsächlich habe ich manchmal das Gefühl mein Leben hat erst so wirklich mit viertzig angefangen als meine Depression gekommen ist.
00:10:00: Und davor war es eher so, ich erhalte etwas aufrecht Von dem ich denke, dass es richtig und gut ist.
00:10:06: Davon von dieser Reise berichtest du auch?
00:10:09: Und die hat richtig eingesetzt ... Jetzt sagst du, du bist vierundvierzig.
00:10:12: Aber ich würde sagen, sie hat möglicherweise ... ... zwei tausendzwanzig.
00:10:15: ist irgendwas passiert.
00:10:16: Du hast da nämlich gepostet einen Jahr lang.
00:10:19: Am achtenjahr nur zwanzigzwanziger hast du dann noch ein Post geschrieben über das Beantragen der Anerkennung der Erziehungszeit für die Rente.
00:10:26: Da hast du geschrieben, Mädels, heute geht's ums Geld!
00:10:29: kam der nächste Post erst zwei Jahre später.
00:10:31: Ich hab so gedacht, okay da war Corona aber ich glaub bei dir war noch was anderes los?
00:10:36: Wenn wir jetzt in Bewerbungsgespräch werden würden man dann fragen, was war denn los in ihrem Instagram-Lebenslauf?
00:10:41: Frau Beständig!
00:10:43: Da lief einiges... Da wurde meine Glaubenswelt total auf den Kopf gestellt.
00:10:48: also ich bin immer in Freikirchen groß geworden und wir waren sehr lange Teil von einer großen Freikierche.
00:10:56: Im Januar, zwanzig-zwanzig haben wir uns davon verabschiedet.
00:11:00: Und das war sehr schmerzhaft, weil damit unser ganzes soziales Umfeld weggebrochen ist und auch unser Glaube wie wir ihn bisher verstanden hatten.
00:11:10: Wir haben alles hinterfragt was unsere Identität war.
00:11:14: Das hast du jetzt immer nicht auf Instagram geteilt?
00:11:16: Du teilst ganz viel Persönliches aber da bist du nicht hingegangen.
00:11:20: Ist das bewusst passiert?
00:11:21: Ähm... dass es bewusst passiert, weil ich ... Sachen oft erst heile, wenn ich das Gefühl habe sie passieren nicht mehr aus Nauut heraus oder aus einem Groll.
00:11:33: Und damals hab' ich das nicht geteilt weil mein Ziel nicht ist Kirche im Allgemeinen sage jetzt mal zu beschämen oder zu beschmutzen sondern Ich weiß dass in Kirche immer Menschen sind die nicht perfekt sind.
00:11:47: Ich bin auch dafür Strukturen anzusprechen die nicht gut sind auf jeden Fall Und wenn sich die nicht ändern, finde ich darf man das auch anprangern.
00:11:56: Aber mir ging es damals persönlich nicht so gut und mit dieser ganzen Situation, weil's einfach sehr viel Freundschaftsthemen und persönliche Beziehungen belastet hat.
00:12:07: Wir standen einfach ziemlich allein da und das hab' ich erst mal verarbeiten
00:12:11: müssen.".
00:12:12: So ein bisschen ist das wie so ein Lebensmotto dann auch geworden?
00:12:15: Nicht heil-und doch ganz.
00:12:17: also weil du gerade von diesem Blick Eingangs gesprochen hast... zu sagen, ich schreibe nicht aus der Wut was sehr gesund ist.
00:12:22: Ich hab nämlich auch so ein bisschen alles angeguckt hat.
00:12:25: wir haben relativ am Anfang dieses Podcast den es jetzt bald fünf Jahre gibt mit dem Patrick Senna zu Gast und er gesagt hat Instagram ist keine Therapieplattform und wir haben da irgendwie Ärger für bekommen.
00:12:35: man kann das auch noch mal nachhören hier ganz am Anfang bei den podcast folgen.
00:12:39: Und dann hat jemand gesagt ihr sprecht mir jetzt ab dass sich offen darüber sprechen kann.
00:12:45: Aber so war es nicht gemeint.
00:12:47: Ich finde das interessant, aber dass du jetzt auch noch mal sagst ... Ja ich spreche darüber wenn ich das ... Wenn ich möglicherweise ... Es gibt diese fünf Stufen der Vergebung und du hast gesagt, ich kann ja nicht schreiben, wenn ich wütend bin.
00:12:59: Ist das so, dass du sagst, als ich das Gefühl habe, das vergeben zu haben?
00:13:03: oder wie würdest du's formulieren?
00:13:04: Ab wann schreibst du über deine Themen die dich so tief bewegen?
00:13:08: Das ist alles persönlich!
00:13:10: Ich hab mir zur Grundregel gemacht Sachen erst mit meinen Freunden und meinen wichtigsten Menschen bespreche, bevor sie auf Social Media landen.
00:13:21: Natürlich nicht mein Outfit des Tages oder sonst was – logisch!
00:13:24: Aber ... aber bevor ich nicht mit meinen wichtigstem Menschen ins Gespräch gegangen bin über Dinge die mich bewegen finde ich geht das auch niemand anderen etwas an.
00:13:33: Es ist mir tatsächlich sehr schmerzlich mal bewusst gemacht worden.
00:13:37: Meine beste Freundin, meine längste Freundin hat irgendwann zu mir gesagt Du, ich hab von Instagram erfahren das.
00:13:45: Und dann habe ich gesagt, oh ... und dann hat sie gesagt, es tut mir weh!
00:13:49: Weil also wenn du jetzt mit Instagram erst mal alles bequatschen willst, dann ja schön für dich aber wo bleiben wir denn?
00:13:57: Und mir war das bis dahin tatsächlich nicht bewusst dass das echt auch verletzen kann.
00:14:01: und deswegen ist so ein Ding bevor ich Dinge auf Instagram kund tue da bespreche ich Sie mit meinen liebsten Menschen.
00:14:09: oder Bei so großen Themen wie das, was ich gerade angesprochen habe mit dem Austritt aus dieser Kirche, da wusste ich einfach wenn ich jetzt was schreibe dann, dann reagiere ich einfach nur.
00:14:22: Und ich wollte nicht einfach nur aus einem Reflex raus reagieren sondern ich wollte mich erst mal reflektieren und dann gucken... Wie sehe ich die Sache auch nach einiger Zeit?
00:14:31: Weil bei mir ist es oft so dass ich im Moment die Sachen sehr Schwarz-Weiß sehe Und mittlerweile, jetzt sechs Jahre später denke ich ja.
00:14:39: Ich hatte auch gute Zeiten in dieser Kirche und es hat mir gut getan.
00:14:43: Trotzdem war's gut dass wir gegangen sind und es war richtig und ich sehe die Sachen schon noch so aber es ist wie eine Ruhe eingekehrt.
00:14:52: Ja aber das ist ne gute Regel finde ich.
00:14:53: Das ist krass dass du das so sagst weil ich glaube viele Leute machen das nicht so unterstellig jetzt einfach mal.
00:14:59: Und wenn es tatsächlich so ist, dass die meisten Leute über persönliche Themen schreiben, das erst mit ihren Ängsten bequatschen, nehme ich natürlich alles zurück.
00:15:06: Aber ich finde, wann ... Das wirklich gut, dass du das so machst und schlau.
00:15:10: Ich hab darüber noch gar nicht nachgedacht.
00:15:11: Wann hast du damit angefangen?
00:15:13: Also, wann war dieses Gespräch?
00:15:14: Da habe ich jetzt gar keinen konkreten Zeitpunkt.
00:15:18: Aber sowas wie... Zum Beispiel habe ich letzte Woche geteilt, dass ich mich bei einem Job beworben hab, den ich unbedingt haben möchte.
00:15:26: Das habe ich vorher mit meiner Freundin besprochen, also das ist was.
00:15:30: Ich möchte ja eigentlich in Verbindung sein und so schön Social Media isst und da sind auch einige Personen die mir wirklich regelmäßig schreiben und reagieren aber eine echte Verbindung ersetzt es halt doch nicht Und ins Gespräch gehen dass dann meine Freundin mir sagt Ja warum magst du denn den?
00:15:46: Warum willst du diesen Job unbedingt haben?
00:15:48: Mit mir auch drüber redet Passt es überhaupt zu dir?
00:15:52: Das ersetzt's halt nicht.
00:15:53: Genau, aber an konkreten Zeitpunkt weiß ich grad gar nicht mehr.
00:15:56: Aber selbst so kleine Sachen bespreche ich erst mit Freunden und meiner
00:16:01: Familie.".
00:16:03: Du hast dann als du in den Jahr- und Jahrzehnten wieder eingestiegen bist.
00:16:06: Da hast du dann ein ganzes Jahr lang – also am Anfang hast du täglich einen Post gemacht – einen Dankbarkeits-Tagebuch geführt.
00:16:13: Du hast immer geschrieben, worüber du am jeweiligen Tag dankbar bist.
00:16:15: Hast du da das schon gemacht?
00:16:16: Wahrscheinlich konntest du nicht oder redaktionell leisten.
00:16:19: Nee, nee, nee!
00:16:20: Das ist tatsächlich aus der Situation geboren, dass ich im Jahr- und zwanzig meine erste depressive Episode hatte... ...und ich wirklich überlegt habe wie was kann mir
00:16:32: helfen?!
00:16:33: Und Social Media hab' ich zu der Zeit einfach konsumiert und ich hab dann überlegt hey Dankbarkeit Ich werde mich jetzt einfach herausfordern und jeden Tag was posten, für das ich dankbar bin.
00:16:43: Um mich auch so aus diesem Loch rauszuholen.
00:16:45: Das war einfach meine Art wie ich das verarbeitet habe.
00:16:48: Und da sind dann tatsächlich einige auf mich aufmerksam geworden haben es echt auch gefeiert und mir hat's tatsächlich einfach so gut getan weil gefühlt nach einer Woche gehen dir die Sachen, die so obviel sind, die gehen dir plötzlich aus sowas wie ich hab ein Dach überm Kopf, ich hab eine Familie, ich habe Essen irgendwann wird man kreativ und der Blick verändert sich.
00:17:12: Und du siehst dann wirklich Sachen, die halt nicht so offensichtlich sind für die du wirklich dankbar sein
00:17:16: kannst.".
00:17:17: Also das war deine erste depressive Episode, die du so nennen würdest wahrscheinlich?
00:17:22: Was ist das da, was du sagst?
00:17:24: Was total wichtig ist, dankbar Sachen zu finden für die man dankbar ist.
00:17:27: Ist das so eine Methode ...
00:17:29: Das hat mir niemand beigebracht oder gesagt, dass ich es mal ausprobieren soll.
00:17:32: Es war eher sehr impulsiv von mir ein Bauchgefühl, wo ich gedacht hab, das könnte mir gut tun.
00:17:39: Und es hat mir auch so eine Aufgabe gegeben jeden Tag.
00:17:41: Mir hilft das sehr, wenn ich eine Aufgabe habe und weiß wie ein Ziel hab an dem Tag.
00:17:47: Es hat mir niemand gesagt, dass ich das machen soll sondern ich hab einfach gedacht, das wäre jetzt ne gute Idee.
00:17:53: So funktioniere ich grundsätzlich.
00:17:54: Ich hab meistens keinen Plan und gehe mein Bauchgefühl nach und bin ganz spontan.
00:18:00: Und mir hat's tatsächlich geholfen.
00:18:02: also... Menschen mit anderen Augen zu betrachten, Situationen anders anzugucken.
00:18:09: Ja hat mich echt richtig aufgestellt sage ich mal.
00:18:12: Hattest du dir als du angefangen hast mit Instagram und dann auch weitergemacht hast anfangs vorgenommen so was wie ein Rollmodel oder ein Vorbild zu sein?
00:18:22: Oder was war die Rolle, die du für dich da gesehen hast?
00:18:25: Ich habe am Anfang gedacht, ich müsste jetzt irgendwie was ganz Besonderes Tolles machen und dann finden eine alle toll.
00:18:32: Und dann wird man berühmt und reich und keine Ahnung was noch alles?
00:18:37: Hab dann ganz schnell gemerkt das bin ich überhaupt nicht!
00:18:40: Das ist auch total anstrengend und das kann ich auch nicht... ...und hab auch gemerkt es interessiert auch keinen.
00:18:46: Mein Leben ist nicht so interessant dass sich da immer ein Schaufenster sein kann.
00:18:51: Erst als ich angefangen habe Schwachen Momente zu zeigen oder meine ehrlichen Momente.
00:18:57: Da haben die Leute reagiert, dann habe ich gedacht oh interessant.
00:19:02: und hab dann aber gemerkt nee das ist hier kein Geschäftsmodell.
00:19:05: also für mich ist Instagram kein Geschäftsmodell das ist für mich einfach nur... Ich habe gemerkt dass es andere Personen ermutigt wenn ich mich so zeige wie ich wirklich bin und das hat mir total gefallen.
00:19:17: und vor allem habe ich mir gewünscht dass ich sowas gehabt hätte in Zeiten in denen es mir nicht gut ging oder in Zeiten, in denen ich Herausforderungen hatte und das hat mir gefehlt.
00:19:27: Und dann habe ich gedacht, gut, dann kann ich doch so jemand sein weil mir fällt's total leicht über Dinge zu reden, über die andere nicht so gerne reden.
00:19:35: und warum das nicht nutzen?
00:19:38: Also einerseits für andere, dieses Vorbild zu sein und gleichzeitig hast du was für dich gemacht.
00:19:43: Du hast dann nämlich irgendwie im März ein, der März zwanzig zweiundzwanzig wo du jetzt schon drei Monate durchgehalten hattest.
00:19:49: da hast du dann auf einmal geschrieben macht sie eigentlich einen Unterschied ob ich poste oder nicht?
00:19:52: ne?
00:19:53: Ich hatte mir so gewünscht dass ihr so reagiert aber mach dir gar nicht immer.
00:19:56: Aber ich sage euch mal was das hat auch etwas in mir verändert.
00:19:59: einfach Das fand ich auch irgendwie ganz nett, dass du das gestiegen hast.
00:20:02: Ja also natürlich Wenn man sich öffentlich zeigt, dann hofft man natürlich das es einen Unterschied macht.
00:20:08: Jetzt wo ich ein Buch geschrieben habe, hoffe ich natürlich dass dieses Buch Herzen von Menschen bewegt.
00:20:14: Klar!
00:20:14: Ich würde lügen wenn ich sagen wird ist nicht mein Wunsch.
00:20:17: aber trotzdem hat dieser ganze Prozess gerade auch mit diesem Dankbarkeits-Tagebuch hauptsächlich was in mir verändert.
00:20:24: Auch der Schreibprozess von meinem Buch hat hauptzlich etwas in mir verändert.
00:20:28: ja immer so zwei Seiten.
00:20:30: Ich finde das auch deshalb interessant, dass man dir so zugucken kann bei deiner Entwicklung und deinem Prozess auf Instagram.
00:20:36: Weil wir ... Das hab ich auch schon ein paar Mal an diesem Podcast gesagt jetzt schon länger nicht mehr aber... Wir haben relativ am Anfang als wir das Heat-Netzwerk gegründen sollten oder dann gegründet haben und Social Media gelernt habe, es war ja auch im Jahr zwei Tausend Neunzehn.
00:20:48: da haben wir das Wort iterativ gelernt
00:20:50: d.h.,
00:20:51: wie immer versucht, Sachen versucht und guckt ob es klappt.
00:20:55: Und dann weitermacht.
00:20:55: Ich finde das ist bei dir auch ganz schön zu sehen und du reflektierst das sogar öffentlich dass du sagst für wen mach ich das ja eigentlich?
00:21:02: Für dich oder für mich?
00:21:04: Ja cool da habe ich jetzt auch ein neues Wort gelernt iterativ.
00:21:08: Guck ich nachher nach.
00:21:10: Tatsächlich probiere ich Sachen einfach aus!
00:21:12: Ich würde sagen ich mache Sachen so lange bis sie mich langweilen Ich halte schon auch Dinge durch, also keine Angst.
00:21:19: Aber grundsätzlich muss mir Zeug einfach Spaß machen und wenn ich merke interessiert mich nicht mehr dann lass ich's.
00:21:26: oder wenn da kein Feedback kommt wo ich denke es macht einen Unterschied dann lass' ich's.
00:21:31: Oder ich sag halt Leute braucht ihr das überhaupt?
00:21:34: Und du beschreibst zum Beispiel Und im Jahr zwölfzig-dreiundzwanzig ist das dein auch manchmal gespaltenes Verhältnis zu dieser App.
00:21:40: Du postest dann auf einmal zwei Wochen nichts und du kündigst es aber auch an, du sagst dann oh ich hab gemerkt diese App die zieht lenkt mich ab und sie zieht mich hier so rein und ich muss jetzt echt mal Abstand finden.
00:21:50: Ich
00:21:50: habe immer eine gespaltene Beziehung zur Instagram und Social Media.
00:21:55: Das wird immer so sein!
00:22:04: Vier-Eckige Augen habt durch Instagram und denkst du, was hab ich jetzt eigentlich gemacht?
00:22:09: Und auf der anderen Seite habe ich teilweise die schönsten Gespräche auf Instagram.
00:22:13: Und denkst so, oh wow wenn das hätte ich nie erlebt, wenn ich mich hier nicht zeigen würde... Ich lebe so beides aber gleichzeitig wissen es auch die Leute, die meinem Account folgen Wenn ich nichts poste dann geht's mir nicht gut oder ich hab kein Bock!
00:22:26: Ich verdiene mit sowas kein Geld sondern ich mach' das einfach nur aus Spaß.
00:22:30: Okay, also du machst das solange es dir Spaß macht.
00:22:32: Was würdest du sagen?
00:22:33: Du hast grad gesagt, du liebst es und hast es!
00:22:35: Fangen wir mal mit den schlechten Sachen an.
00:22:37: Ich finde das immer schöner mit dem Guten aufzuhören aber ist ja Geschmackssache... was hast du absolut
00:22:42: daran?!
00:22:43: Also ich würde mich jetzt nicht als Content-Creatorin bezeichnen.
00:22:46: Ich habe ja nur tausend Follower, aber was ich daran hasse ... Dass ich immer das Gefühl habe, ich muss was leisten.
00:22:53: Ich muss irgendwas zur Verfügung stellen und es muss besonders toll und klug und was weiß ich sein?
00:22:58: Lehrreich oder irgendwie inspirierend... Das hasse ich weil da ist immer etwas von mir fordert.
00:23:03: Das heißt wenn ich diese App öffne dann hab' ich immer so eine darunter liegende Forderung an mich.
00:23:09: Das mag ich überhaupt nicht!
00:23:11: Was auch nicht mag is', ich wäre mich dagegen aber ich vergleiche mich halt trotzdem.
00:23:15: Diese zwei Sachen die finde ich ganz schrecklich.
00:23:18: Diese Forderungen an mich doch vergleiche.
00:23:21: Und mich frage, warum machen andere auch nicht viel mehr als ich?
00:23:25: Aber haben irgendwie Zehntausend Follower mehr?
00:23:28: oder warum kann ich das nicht so gut wie andere?
00:23:31: Stellst du dir immer noch die Fragen?
00:23:33: Immer mal wieder?
00:23:35: Die schleichen sich immer wieder rein und manchmal bekämpfe ich sie ganz gut.
00:23:38: Manchmal kann ich sie auch ausblenden – ganz oft auch.
00:23:42: aber manchmal denke ich schon auch, ach meine Güte!
00:23:45: Dann lasse ich diese tausend Leute, die mir dazugucken Einfach mal weg und geh raus, ja.
00:23:51: Geh auf!
00:23:52: Was liebst du daran?
00:23:53: Jetzt hatten wir dieses Hassen aber was liebst Du?
00:23:56: Was ich daran lieb ist dass es für mich wirklich ein kreativer Ausdruck ist Dass ich Menschen Hoffnung geben kann Das mir so viele Personen auch schreiben und sagen hey danke das Du das geteilt hast.
00:24:09: Ich hab gedacht ich bin allein damit Echte Freunde gefunden habe über diese App, über die ich über Social Media hinaus auch Kontakt hab.
00:24:19: Dass wir uns im echten Leben sehen und was ich liebe... Ich bin so eine Netzwerkerin!
00:24:24: Ich lieb das zu wissen, was ist los mit jedem zu reden und mit jedem verbunden zu sein?
00:24:30: Das liebe ich total.
00:24:31: Und das kann man in der Hosentasche mit rumtragen, diese Verbindungen, ne?
00:24:34: Ist eigentlich auch schon... Was würdest du denn heute anders machen?
00:24:38: oder würdest Du es genauso wieder machen weil Du sagst ja, ich habe auch etwas gelernt aus all dem
00:24:42: Ich würde es genauso wieder machen, weil das bin halt ich.
00:24:45: Ich glaube, es ist ganz gut immer wirklich man selbst zu sein.
00:24:49: Also ich könnte jetzt einen Plan machen und überlegen was ich in drei Wochen poste und was weiß ich.
00:24:55: aber es bin halt nicht ich und ich finde es muss am Ende einfach authentisch sein und ich glaub dass es eigentlich das Geheimnis dahinter und ja wenn ich nicht mehr ich selbst wäre dann fände ich's nicht mehr gut
00:25:09: Und es ermöglicht dir immer wieder Pläne zu machen und die dann wieder umzustoßen, ne?
00:25:13: Weil wir das Eingangs auch mal übers Planen hatten.
00:25:16: Ja ich bin gern spontan Ich komme zwar sehr strukturiert und geplant in meinem Leben rüber bei Menschen aber das ist eigentlich ein totales Chaos.
00:25:25: also ich erzähle das auch ganz offen.
00:25:27: ich bin ADHS-lerin und ich habe halt einfach Strategien gelernt wie ich mein Chaos verberge und wie andere das nicht so ganz wahrnehmen Perfektionismus pur gelebt und konnte wirklich den Schein aufrecht erhalten, dass ich immer alles im Griff hab' und das alles läuft.
00:25:48: Und heute gönne ich mir den Luxus zu sagen ne so ist es halt nicht.
00:25:52: und dazu zu stehen und zu sagen nö jetzt habe ich keinen Bock mehr ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen muss das jetzt auch nicht weiter machen war nett.
00:26:00: aber nee lassen wir jetzt mal.
00:26:02: ach ja jetzt habe Ich für ein paar Wochen die Ideen.
00:26:04: Outfit des Tages zu posten mache ich Genau.
00:26:09: Und du bist gekommen von ... Ich poste hier, ich fasse es aber kurz zusammen.
00:26:14: Lifestyle und Wohnen zu.
00:26:15: jetzt sind deine Hashtags, deine relativ regelmäßigen, würde ich sagen Seelenstark- und Körpermut.
00:26:20: Du hast gesagt, als ich dich gefragt habe, wer du im Jahr warst, dass du eine unsichere Frau warst?
00:26:25: Wer bist du jetzt?
00:26:26: Ich hab aktuell das Gefühl, ich bin mehr ich selber als jemals zuvor.
00:26:31: Unsicherheit ist nicht komplett weg, das wäre ne Lüge.
00:26:33: Aber ich stehe ganz anders in dem Leben!
00:26:37: Ich trau mich, mich zu zeigen.
00:26:40: Ich traue mich auch nicht zu zeigen, wenn ich das nicht will.
00:26:43: Ähm...ich habe nicht mehr so Angst vor Bewertung weil ich jetzt mittlerweile gelernt hab, ist ganz egal was andere von mir denken und in den Ja die meiste Zeit krieg' ich das auch hin, dass nicht an mich rankommen zu lassen?
00:26:58: Ich bin total gern Mittevierzig!
00:27:01: Ich will auch nicht Mittezwanzig sein.
00:27:03: Die Zeit war super aber ich bin genau richtig da wo ich jetzt bin.
00:27:07: Ich hab nichts verpasst, ich muss auch nichts hinterherjagen.
00:27:11: Und was ich teile und ob das jemanden gut tut oder nicht habe ich nicht in der Hand?
00:27:16: Das ist ... Ich bin eigentlich happy da, wo ich grad bin!
00:27:19: Du hast dieses Magazin jetzt kommen.
00:27:21: wir waren bei Instagram werden bestimmt wieder drauf zurückkommen.
00:27:25: du hast ein Magazin mitgegründet Wir, das Magazin für christliche Frauen.
00:27:29: Wir haben ja anfangs schon ein bisschen darüber gesprochen und da steht dass ihr eine.
00:27:33: deswegen habe ich mich gerade gewundert als du gesagt hast Ich verstehe mich nicht als Content-Creatorin.
00:27:37: Ich glaube ich habe den Satz irgendwo gelesen wir sind eine Gruppe von Influencerinnen aber eine Influenzerin bist Du?
00:27:44: Ich glaub dass jeder Influenzer ist egal ob ich zu fünf Leuten oder zu tausend oder zu hunderttausend Spreche oder Einfluss hab.
00:27:52: ich nehme immer Einfluß in meinem Leben.
00:27:55: Ja, ich habe dieses Magazin mitgegründet und ich trage das mit im Hintergrund.
00:27:59: Und ich schreibe und mache organisatorisches.
00:28:03: Wir sind mittlerweile sieben Frauen die das zusammen machen.
00:28:05: wir haben mehr Frauen gestartet haben uns jetzt aber reduziert... ...und auch da nämlich Einfluss klar!
00:28:11: Aber für mich bin nicht die klassische Influencerinnen Ende zwanzig die Make-up Tipps teilt und die zeigt wie schön ihr DM Hall ist.
00:28:23: Das bin ich nicht.
00:28:25: Deswegen bezeichne ich mich jetzt nicht wirklich als Influencerin, aber trotzdem nehme ich Einfluss.
00:28:30: Und was sich an unseren Wir-Frauen so toll findet ist dass bei denen egal es ob ich zwanzigtausend Follower habe oder tausend sondern wir nehmen uns an wie wir sind und wir wissen wir nehmen ein Fluss.
00:28:43: Jede auf ihre Art und auch ganz unterschiedliche Art.
00:28:47: deswegen gut irgendeinem Titel muss man dem Kind geben Influenzerinnen.
00:28:52: Wie lange gibt es euer Magazin schon jetzt?
00:28:54: Wir haben jetzt einjährigen Geburtstag gefeiert.
00:28:57: Verlust
00:28:58: auch dann, Abos!
00:28:59: Genau und still going strong.
00:29:02: Ja wir lernen viel.
00:29:04: Wir haben ganz am Anfang gesagt, wir geben uns einen halben Jahr und gucken erst mal.
00:29:09: Haben wir da Bock drauf macht uns das Spaß wird's angenommen und es wird angenommen.
00:29:14: Und ja, da wird noch einiges in der Zukunft kommen.
00:29:18: Das ist ein reines Online-Magazin.
00:29:20: Es ist ein Online-Magazin, kostet um die drei Euro im Monat.
00:29:23: Kann man monatlich auch kündigen und ja kommt dann ins E-Mail Postfach wöchentlich!
00:29:29: Wir haben nicht eine monatliche Ausgabe, wir haben ein monatliches Thema und wöchenlich kommt dann die E-mail in das Postfach der Abonnenten und dann liest man die Artikel.
00:29:38: Da bin ich gespannt, du hast schon einiges ausprobiert.
00:29:42: Du hattest auch mal einen Laden zum Beispiel wo du Kinderklamotten verkauft hast und jetzt machst du ein Magazin.
00:29:47: Jetzt hast du dich von Job beworben weil ich vermute das ist natürlich hart bei drei Euro im Monat.
00:29:51: Und ich hab gesehen ihr habt irgendwie ... oder so was glaub ich?
00:29:55: ne?
00:29:56: Da kann man kein siebenköpfiges Redaktionsteam von bezahlen!
00:29:59: Deswegen ist es schon euer liebhaberin Projekt momentan.
00:30:04: Vielleicht wirft das dann auch für die ein oder andere, hoffentlich mal irgendwas ab.
00:30:07: Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen.
00:30:10: Danke!
00:30:10: Das Interessante ist, dass ihr das als Influencerin ... Deswegen hab ich es nochmal gesagt gegründet habt weil ihr natürlich dann auch über eure Reichweiten möglicherweise auch Werbung gut machen könnt ne?
00:30:20: Für euer Produkt.
00:30:21: Gelingt euch das was würdest du sagen?
00:30:25: Also ich glaub da ist noch viel Luft nach oben.
00:30:28: aber wie du gesagt hast Wir machen das wirklich alle als Herzensprojekt und eigentlich ehrenamtlich.
00:30:34: Deswegen konnten wir da bisher noch nicht so die Energie reinstecken, Marketing technisch auch noch ein bisschen Gas zu geben.
00:30:41: Ich glaube aber dass wir schon eine Gruppe an Menschen abholen weil wir das ja auch an den Zahlen sehen, dass Leute nicht kündigen sondern wir kriegen auch Nachrichten zu den Artikeln und Feedback und ich finde es sehr schön, dass es langsam wächst und dass es nicht so ein Hype ist
00:30:59: Genau.
00:31:00: Ja, habt ihr verschiedene Rollen dann?
00:31:02: Also ich könnte mir vorstellen weil du jetzt sagt kriegst auch Nachrichten dass ihr die Rolle von einer Community Managerin wahrscheinlich auch braucht oder antwortet jeder auf seiner eigenen Artikel.
00:31:10: Ne wir haben schon so Rollen untereinander nicht krass offiziell aber wir haben jemand die die Chefredaktion übernimmt und wir haben eine Person die sich um Social Media kümmert um Grafik Und andere die einfach Autorinnen sind und im Redaktionstreffen das wir monatlich haben Ideen beisteuern.
00:31:30: Aber wir finden uns da auch noch, also wir werden das jetzt noch auf breitere Schultern verteilen und dem Ganzen noch mehr Stabilität geben.
00:31:38: Also guckt ja doch mal vorbei!
00:31:39: Sag mal ganz kurz die URL weil man findet bei Viermagazin ganz viel.
00:31:43: was gebe ich am besten ein damit ich euch schnell finde?
00:31:46: VierMagazin und Steady, STEADY Die URL ist so lang, die kann ich jetzt hier nicht nennen.
00:31:53: Aber dann kommt ihr dahin?
00:31:54: Aus Daddy und wir Magazinen.
00:31:56: So hab' ich's letztlich auch gefunden!
00:31:58: Oder bei Instagram, bei WIRMPUNKT-Magazine.
00:32:00: Ja genau, werde ich beides natürlich verlinken... Wir kommen zu deinem Buch.
00:32:06: Ich hatte schon gesagt vorhin, dass ich den Eindruck habe, weil es heißt ja auch der Untertitel, nicht Teil und doch ganz, da der Untertitel sind, das ist zweindfünfzig ehrliche Texte über Brüche, Zweifel und Stärke.
00:32:16: Wie ist es dazu gekommen, dass du einen Buch geschrieben hast?
00:32:20: Kurze Vermutung, weil du ja sowieso schon Posts und Blogst.
00:32:25: Tatsächlich wollte ich schon immer ein Buch schreiben.
00:32:27: Ich dachte an irgendwie eine Biografie oder so mit meiner Lebensgeschichte und was ich so erlebt habe bisher.
00:32:34: aber tatsächlich ist dann der Verlag auf mich zugekommen und hat einen Treffen vorgeschlagen und ich war total motiviert und bin da hingegangen und hab noch Freundinnen gefragt oh, was wollen die bloß von mir?
00:32:46: Und dann hat eine Freundin, die Autorin ist gesagt.
00:32:49: Die will sicher, dass du ein Buch für sie schreibst und ich so war es panik hab' dann so einen Exposé vorbereitet.
00:32:55: tatsächlich habe ich einfach mit KI... Ich wusste nicht wie man Exposée vorbereitet!
00:33:00: Ich hab mal KI gefragt und dann habe ich gedacht okay ich bereite mal was vor und dann hatte ich das Treffen zwei Stunden bestes Gespräch wir haben's richtig gut gehabt und hab auch meine Idee gepitscht.
00:33:13: Und am Ende sagt die Verlagschefin, ja aber Biografien machen wir nicht.
00:33:16: Ich dachte so... Chance verpasst?
00:33:20: Mist!
00:33:21: Ja sie überlegt mal und so.
00:33:22: Dann bin ich nach Hause gefahren und hab gedacht okay Judith you had one job eine Aufgabe.
00:33:27: du hast versaut das war deine Chancen Buch zu schreiben scheiße So.
00:33:33: dann bin ich noch hause und habe gedacht es kann's jetzt nicht gewesen sein und hab gedacht wie kann ich denn das Thema in ein anderes Format verpacken?
00:33:42: Und habe diesen Vorschlag dann der Verlagschefin geschickt und die hat gesagt, machen wir.
00:33:50: Ich glaube zwei Wochen später hatte ich einen Vertrag für das Buch.
00:33:53: Ich muss ehrlich sagen dass es so läuft ist so typisch Judith mal wieder total spontan und impulsiv.
00:33:59: aber davon kann man als Autorin oder freie Autorinnen die das robimäßig macht natürlich nur träumen.
00:34:04: andere verschicken zig Exposés und kriegen keinen Vertrag.
00:34:08: So ist es dazu gekommen und dann hab' ich da unterschrieben.
00:34:11: Und danach habe ich gedacht, ach du meine Güte.
00:34:14: Jetzt muss ich das ja auch schreiben!
00:34:16: Auch was hab' ich mich da eingelassen?
00:34:17: Ich sag ganz oft zu Sachen Ja und hinterher checke ich, dass sich das dann ja machen muss und weiß nicht so recht, packe ich das... ...und dann habe ich in meinem Urlaub angefangen zu schreiben.
00:34:27: Ich habe eine Woche verlängert.. ..und saß da in Südfrankreich im Zelt und hab
00:34:31: geschrieben."
00:34:32: Ja, da gibt's auch einen Posts.
00:34:33: Das habe ich auch gesehen auf Instagram Aber da hast Du nicht das ganze Buch geschrieben in einer Woche.
00:34:38: Ich habe das tatsächlich immer so zwischendurchgeschrieben.
00:34:41: Ich schiebe immer Sachen sehr gerne auf,
00:34:44: d.h.,
00:34:44: als die Deadline war um mein Manuskript abzugeben hat noch ziemlich viel gefehlt.
00:34:49: aber meine Lektorin hat an mich geglaubt und hat gesagt ich mache erstmal korrigiere erst mal das was du schon geschrieben hast und den Rest gibst du mir immer wieder.
00:34:57: Und mit diesem Druck hab' ich es dann geschafft mich immer zwischendrin in so einem Co-Working-Space gesetzt oder habe mich hier artisch gesetzt.
00:35:05: Aber das war schon harte Arbeit, weil man stellt sich das immer so romantisch vor ein Buch zu schreiben aber es ist einfach Stress!
00:35:13: Ja ja ne ich stelle mir das gar nicht so romантisch vor muss ich ganz ehrlich sagen.
00:35:17: Ich finde das ist schon hart so lange Texte zu schreiben.
00:35:20: Tatsächlich hab' ich relativ kurze Texte und ich find's viel herausfordernder in nem kurzen Text auf den Punkt zu kommen und wirklich das zu vermitteln, was ich vermittlen will.
00:35:29: Wenn ich nicht drum herumreden kann sondern es kürzen muss und es sind zwei in fünfzig Impulse geworden Und ich fand's viel schwieriger mich kurzzufassen
00:35:38: Ich meinte auch mit langen Text tatsächlich dass man daraus ein ganzes Buch macht Was dann insgesamt ein langer Text ist nämlich über zweihundert Seiten.
00:35:46: hast du da vollbracht?
00:35:48: Und erzähl doch mal ganz kurz was über die Zielgruppe, weil das Konzept ist so.
00:35:51: Du erzählst was?
00:35:52: Eine persönliche Geschichte.
00:35:54: Du erzählt wie du damit umgegangen bist oder was du gelernt hast und dann stellst du Reflexionsfragen und dann gibt es einen Bereich für Notizen.
00:36:01: Also klar kann man jetzt sagen, die Zielgruppe sind hauptsächlich Frauen zwischen ich würde mal schätzen ... und Ende Fünfzig oder Sechzig.
00:36:11: Ich glaube aber auch dass es Männer ansprechen kann die Themen, über die ich spreche nicht nur Frauen betreffen.
00:36:19: Die sind universell.
00:36:21: Ich rede über Identität, über Körperbild, über Verluste ... Über Lebensgeschichten, über Krankheit.
00:36:31: Genau!
00:36:32: Aber ich glaub tatsächlich schon, dass Frauen zwischen twenty- und sechzig sich da gut abgeholt fühlen?
00:36:39: Ja.
00:36:39: Und was soll denen das ermöglichen?
00:36:41: Wenn du das jetzt ... Wenn ich das jetzt machen möchte, was würdest du dir wünschen?
00:36:45: Ich meine wie es dann kommt.
00:36:46: Hast ja früher schon gesagt, was deine Followerinnen damit machen, da kannst du nicht beeinflussen.
00:36:52: Aber wenn du es dir wünschten dürftest, was würden die Leute damit anfangen?
00:37:13: einfach zu gucken.
00:37:15: Ach ja, stimmt!
00:37:17: Das ist in meinem Leben auch passiert.
00:37:18: Es war Teil von meinem Leben aber muss ich den vielleicht noch bearbeiten?
00:37:24: Sind da Sachen resultiert daraus die mich heute aufhalten oder die mich richtig stark gemacht haben?
00:37:32: Ich würde mir einfach wünschen dass diese biografischen Einblicke in mein Leben und diese Reflexionsfragen danach so ein Raum eröffnen für die Leserin wo sie Hoffnung kriegt oder glücklich zurückgucken kann, oder sagt Mensch das ist ein Bereich da muss ich mir vielleicht auch Hilfe suchen.
00:37:51: Mir ist aufgefallen auf Instagram ist es eigentlich ganz klar weil das sehr persönlich ist alles was du machst.
00:37:57: auf deinem Blog hast du geschrieben dass du keine Therapeuten bist und kein Coach und dass man sich wenn man Themen hat professionelle Hilfe suchen soll.
00:38:06: und irgendwann wurde das offensichtlich nötig weil deine Themen so persönlich sind.
00:38:11: wie ist das gekommen?
00:38:13: Das ist tatsächlich, dass ich zwanzig-zweiundzwanzig entstanden bin als ich das erste Mal mit Depressionen zu kämpfen hatte.
00:38:19: Weil ich das erstemal gefühlt nichts mehr im Griff hatte.
00:38:24: Da ist mir die Kontrolle weggebrochen über mich und wie ich meinen Alltag leben kann.
00:38:31: Da hat meine Hausärztin gesagt, wollen sie nicht vielleicht mal zur Therapeutin gehen?
00:38:38: Ich hab in dem Gespräch immer noch gedacht, was brauch ich nicht?
00:38:41: Das betrifft ja andere.
00:38:43: Also so schlecht geht's mir nicht.
00:38:44: Aber tatsächlich habe ich das Angebot angenommen und hab dann in kürzester Zeit eine Therapeutin gefunden.
00:38:51: Ich glaub zwei Wochen später.
00:38:53: Und hab dann wöchentlich Therapie gehabt... ...und hab da erst gemerkt wie nötig ich es hatte.
00:39:02: Ja!
00:39:04: Und aus diesem Vorbild heraus Würdest du auch sagen, ich hatte nämlich die Fantasie.
00:39:09: Dass Leute dich dann auch mit so persönlichen Themen, die sie beschäftigen, angeschrieben haben und dass du deswegen sagst na' Ich kann dir von mir erzählen aber ich bin nicht diejenige, die euch therapiert.
00:39:21: Das kommt manchmal vor das Leute mich anschreiben und mir auch von ihren Struggles erzählen ja?
00:39:27: Ich höre da auch zu weil das ist wer ich bin.
00:39:32: Aber tatsächlich, Ratschläge gebe ich jetzt nicht in dem Sinne.
00:39:35: Sondern ich sag wirklich hey hast du Menschen in deinem Umfeld mit denen du da ein echt drüber reden kannst oder bist du therapeutisch versorgt?
00:39:44: Genau und versuche eher da Ratsschläge zu geben weil ich damals an den Punkt niemand hatte der mir das so ganz konkret gesagt hat.
00:39:52: Also möglicherweise ist es was du machst er... Ich hätte könnte man jetzt als kirchliche Wort dafür wäre wahrscheinlich Seelsorge beistehen Oder wie würdest du sagen?
00:40:02: Ach, ich würde es nicht mal so beschreiben als ich glaube.
00:40:05: Ich bin einfach Mensch und versuche wirklich wenn jemand mir antwortet oder mir schreibt von seinen Problemen einfach da zu sein.
00:40:13: Ich versuch auch nicht groß jetzt auf die Themen einzugehen um mich da reinzubringen sondern ich versuch wirklich zu gucken wo hat die Person schon ein soziales Netz und sie darauf hinzu verweisen.
00:40:24: Ich glaube ich wäre eine ziemlich schlechte Seelsorgerin.
00:40:29: reden gerne mit mir.
00:40:30: Ich höre einfach auch gern zu und erzähle von mir, aber als Seelsorgerin würde ich es jetzt nicht
00:40:36: bezeichnen.".
00:40:37: Und so ein bisschen tiefstapleren müsste auch?
00:40:42: Weil du hast gerade beschrieben, finde ich was für mich schon Seelsorge wäre.
00:40:45: Einfach zuhören und dann verweisen gucken was für ein soziales Umfeld da ist wo man jemanden hingeht.
00:40:50: naja Du hast geschrieben an einer Stelle Heilungen beginnt mit der Begegnung mit Wunden Und es gibt einen spruch der griechen Der alten Griechen die sagen Ich weiß gar nicht wer's genau gesagt hat nur der verwundete Arztvermarkt zu heilen.
00:41:04: Da muss ich dran denken, als ich den Satz von dir gelesen habe.
00:41:08: Heilung beginnt mit der Begegnung mit den Wunden.
00:41:10: und deswegen auch dass du dazu sagst, dass du keine Therapeuten bist, das wichtig ist, dass Leute das wissen.
00:41:15: aber dennoch hast du beschrieben, dass die Leute, als du angefangen hast dich verletzlich zu zeigen deinen Inhalt dann auf einmal interessant fanden.
00:41:23: Ja gibt es tatsächlich ... Das ist ein cooler Spruch, den hab' ich noch nie gehört.
00:41:27: richtig interessant.
00:41:29: Es gibt was in der Bibel, was mir... Was das für mich ganz gut beschreibt.
00:41:35: Als Jesus auferstanden ist, hat er sich ja seinen Jungen gezeigt und beim ersten Begegnung war Thomas der Zweifler nicht dabei.
00:41:44: Und als er ihn später getroffen hatte, wollte er seine Wunden an den Händen sehen und erst dann hat er geglaubt das es ist.
00:41:52: Jesus hat seine Wunde gezeigt und hat da dieses Vertrauen und diese Beziehung hergestellt für mich Gott nahbar macht und wie ich mich auch Menschen nahbar machen möchte.
00:42:05: Und, ich finde es toll dass Jesus uns da sogar ein Vorbild ist das er sich traut die Wunden zu zeigen, dass er nicht sagt hört mal zu Ich bin aufverstanden und ich fahre jetzt in den Himmel sondern Er is' da und begegnet uns Menschen mit seinen Wunden und dem zweifelnden Thomas der das
00:42:21: braucht!
00:42:22: Ich glaube wirklich, dass wenn jemand noch nicht durch was Schweres durchgegangen ist Das er dann auch nicht gut andere begleiten kann,
00:42:30: tatsächlich.
00:42:32: Ja es ist ein Thema mit der Empathie und für mich hat das glaube ich einen Teil auch in einer Geschichte in deinem Buch mit dem Thomas und mir hat das ... Ich hab mal auch den Onkel, der Thomas heißt deswegen der unglaubige Thomas sagt man ja auch oder der zweifelnde Tomas.
00:42:45: Für mich hat was du beschrieben hast auch Thomas so ein bisschen rehabilitiert.
00:42:48: also ich fand das ganz schön wie du's beschrieben hasst.
00:42:51: Ich habe Thomas immer so gesehen als diesen Aufklärerischen der alles hinterfragt Also aus dem Sinne der Aufklärung heraus.
00:42:58: Ich möchte das jetzt ganz genau wissen, aber eigentlich ist es genau das Gegenteil.
00:43:02: er wollte das fühlen.
00:43:04: So ist gar nicht um den Verstand, dass ging um das Fühlen und das hast du schön rausgearbeitet an der Stelle.
00:43:09: also deswegen danke für diesen Perspektivwechsel.
00:43:12: Ja, bei mir kommt Thomas eben auch immer schlecht weg und hat irgendwie für mich nicht so einen guten Ruf.
00:43:17: Und als ich das aber gesehen und kapiert habe, hab' ich gedacht, oh der ist mehr ähnlicher als ich gedacht hab', weil ich muss Dinge auch spüren... Wenn ich Sachen nur lese oder höre oder so, dass es nicht meins, ich muss es wie fühlen!
00:43:28: Das ist dann die Frage welche Sinne angesprochen sind.
00:43:31: ne?
00:43:32: Genau.
00:43:32: Der kinesthetische Sinn, dass man's anfassen möchte.
00:43:36: Das waren schon alle deine Fragen.
00:43:38: Ich hab noch zwei, die wir standardmäßig an immer dabei haben.
00:43:41: Das machen wir jetzt seit fünf Jahren so.
00:43:43: Deswegen machen wir da jetzt noch weiter mit.
00:43:45: Es gibt immer interessante Antworten finden wir.
00:43:48: und die erste Frage, die alle bei uns bekommen ist wenn du eine Bühne hättest vor wem würdest du über was reden?
00:43:55: Darfste dein Publikum und deinen Thema komplett selbst wählen?
00:43:59: ich würde also mein Publikums während meine leiblichen Eltern Und ich würde darüber sprechen, welche Auswirkungen ihre Lebensentscheidungen auf mich hatten und würde mich freuen dass sich einfach mal ausreden darf.
00:44:18: Und einfach mal ganz klar sagen kann was es mit mir gemacht hat das sie mich zur Adoption freigegeben haben beziehungsweise Ich aus dieser Familie genommen worden bin und wird einfach gern meine Sicht der Dinge in alle Ruhe und mit aller Reflektiertheit mittlerweile gern erklären, sagen und ihnen das vor Augen führen.
00:44:40: Schön!
00:44:41: Die Antwort hatten.
00:44:42: wir glaube ich noch nie, dass es so persönlich geworden ist.
00:44:44: Also das tatsächlich ganz konkret... Ganz nah beziehungsweise auch gar nicht so nahe Menschen oder biologischen Nahe Menschen.
00:44:52: Ja.
00:44:53: Die zweite Frage was ist digitale Kirche für dich?
00:44:58: Digitale Kirchen ist für mich dass ich das vorrecht habe, über diese Medien mein Glauben mit jeder Person auf dieser Welt eigentlich teilen zu können und Gleichgesinnte zu finden.
00:45:13: Und auch Menschen zu finden die vielleicht anders glauben dieses Vernetzt sein.
00:45:17: Das empfinde ich als große Bereicherung und gibt mir total viel!
00:45:21: Für mich ist digitale Kirche ist wie Kirche, die freigesetzt worden ist aus einem Gebäude rauszugehen und nach außen zu strahlen.
00:45:29: Und jetzt wirklich überall sein darf.
00:45:31: also es erfüllt für mich eigentlich den Auftrag, den Jesus uns gegeben hat.
00:45:35: Kirche ist wichtig aber für mich nicht der einzige Weg gläubig zu sein.
00:45:40: Dankeschön!
00:45:42: Das war der Jinn Podcast und das war Judith Beständig und du hast uns erzählt von deinem Buch dass es jetzt zu kaufen gibt Nicht heil und doch ganz im Neukirchner Verlag erschienen.
00:45:53: Ich werde's in Schoenauts verlinken, du hast einen eigenen Blog, Judith beständig.de Und du schreibst für das Wir-Magazin auf Steady, dass du mitgegründet hast.
00:46:02: Das werd ich alles verlinken.
00:46:03: Gibt es noch was?
00:46:03: Dein Instagram-Account natürlich!
00:46:05: Der kommt auch noch an die Schoennauts.
00:46:06: Gibts noch etwas, was ich unbedingt verlinken sollte?
00:46:09: Nö, einfach viel Dank fürs Gespräch Lilith.
00:46:12: Ja sehr gerne, danke schön für deine Zeit Und wenn ihr uns folgen wollt, dann abonniert sehr gerne diesen Podcast oder kommt auf unsere Website jid.de.
00:46:22: Da haben wir wieder was.
00:46:23: Neues-Masterclass.
00:46:24: Wir haben eine Social Media Masterclass die jetzt in den dritten Jahrgang geht und wenn ihr Lust habt über das Thema Digitale Kirche und Glaubenskommunikation etwas zu lernen einen Netzwerk zu gründen und Social Media zu lernen Dann schaut euch das doch mal an.
00:46:38: Danke schön liebe Judith dass du da warst.
00:46:40: es war sehr
00:46:40: schön.
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