Den eigenen Glauben entdecken mit progressiver Theologie - mit Nico Buschmann

Shownotes

Nico Buschmann spricht über seinen Weg in die digitale Theologie. In dieser Folge unterhält sich Lilith Becker mit dem Kölner Pfarrer über Instagram, einen Gott als Grund der eigenen Existenz und sein neues Buch „Gott ist anders, als du denkst“.

Digitale Plattformen verbinden Menschen, begrenzen aber oft die Tiefe der Gespräche. Deshalb möchte Nico progressive Theologie mit seinem Buch für ein breites Publikum verständlich machen. Nico füllt damit eine Lücke: Es gab kaum Literatur über progressive Theologie für Menschen ohne Theologiestudium.

Sein Buch erklärt progressive Theologie und regt zum Nachdenken über den eigenen Glauben an.

Nico Buschmann auf Instagram Das Buch: Gott ist anders, als du denkst

Social Media für Glaube und Kirche - das ist der yeet-Podcast: yeet-Redakteur* innen befragen Expert* innen und Influencer* innen und begeben sich auf die Suche nach den großen und kleinen Perspektiven auf die digitalen Kirchen-Räume und Welten in den Sozialen Medien.

Transkript anzeigen

00:00:01: Es war irre, also irgendwie zu merken.

00:00:04: Ich bin hier auch nicht alleine!

00:00:06: Nicht nur meine Frau und unser Sohn, sondern da ist dieser Grund, diese Sinn, diese Wirklichkeit.

00:00:13: Und die ist da.

00:00:14: Die trägt das mit in dieser Trauer und in der Verzweiflung und in dieser Liebe.

00:00:22: Da bin ich einfach härter geworden weil ich diese Platten-Inhaltslernargument jetzt schon so häufig gehört habe diesen Kreis gelaufen bin, dass ich wirklich versucht habe mit diesen Menschen zu diskutieren und immer wieder gemerkt ist bringt nichts.

00:00:35: Also man kommt dort nicht weiter.

00:00:39: Immer wenn man irgendetwas öffentlich sagt dann gibt es immer zwanzig Prozent.

00:00:44: die finde ich total treu.

00:00:45: Dann gibt es zwanziger Prozent die finden das totale Scheiße und da gibt es sechzig Prozent in dieses eigentlich egal.

00:00:58: Hallo und herzlich willkommen im Yeet Podcast, deinem Podcast für Ethik in der digitalen Kommunikation und Social Media für Glaube und Kirche.

00:01:07: Mein Name ist Lilith Becker und heute zu Gast ist Nico Buschmann.

00:01:11: Willkommen schön, dass du da bist!

00:01:12: Hallo ich freu mich!

00:01:14: Nico aus Köln aus einer ganz neuen Wohnung noch auf ein paar gepackten Kisten.

00:01:18: oder sitzt du schon am Schreibtisch und auf dem Bürostuhl?

00:01:22: Der Schreibtisch und Berufsstuhl stehen schon, aber es sind tatsächlich noch einige Kisten die noch irgendwie ausgepackt werden wollen.

00:01:28: Ja umso schöner dass du dir Zeit nimmst heute ein Stümdchen für diesen Podcast!

00:01:33: Du bist nämlich Pfarrer in Köln und hast eine der ersten Teil digitalen Fahrstellen in Deutschland gehabt würde ich sagen?

00:01:39: Und hast du diese eigentlich auch noch?

00:01:41: Diese twenty-fünf Prozent?

00:01:43: Die habe ich ja noch für den Kirchenkreis Kölnen links reinig.

00:01:48: Da bin ich sehr dankbar drüber

00:01:49: auch vom Kirchenkreis finanziert, also nicht von der Landeskirche.

00:01:52: Du bist ja eine Eke hier?

00:01:53: Genau!

00:01:54: Vom Kirchen Kreis finanziert.

00:01:56: Ja das war damals eine bewusste Entscheidung des Kirchenpreises zu tun.

00:01:59: Das ist in Deutschland, Österreich und Schweiz durchaus sehr unterschiedlich wie digitale Fahrstellen finanzierte sind.

00:02:06: deswegen dieser kleine Einschub hier an der Frage für alle die es nicht so Bockt sorry Und die Erfahrungen, aber die du in dieser digitalen Fahrstelle gesammelt hast.

00:02:15: Darüber wollen wir sprechen, weil du hast es nämlich schon ein bisschen länger?

00:02:18: Seit wie vielen Jahren hast du dich schon?

00:02:20: Seit ... ... zwanzundzwanzig also sechs Jahre jetzt.

00:02:23: Sechs Jahre genau!

00:02:25: Sehr gut bevor du dein siebtes Jahr startest das verfliegste siebte Jahr sprechen wir noch mal über all das was gut war und was vielleicht nicht so gut war weswegen du auch da bist und eigentlich ist.

00:02:36: Du hast gerade frisch einen Buch veröffentlicht.

00:02:39: Eins war progressive Theologie.

00:02:42: Also, progressive Theologie für Nicht-Theologen.

00:02:45: Gott ist anders als du denkst.

00:02:46: heißt das?

00:02:47: Ich bin gerade mittendrin, zwei Drittel hab ich schon gelesen und habe es nicht ganz geschafft bis zu unserem Gespräch.

00:02:52: aber es lässt sich superlesen kann ich schon mal sagen.

00:02:54: also jeder der sonst nicht Theologie studiert hat aber vielleicht auch die die Theologie Studierter mich kann mir auch vorstellen dass es für die auch schön ist.

00:03:01: es ließt sich auf jeden Fall sehr gut finde

00:03:04: ich.

00:03:06: Ich hab so ein bisschen die Vermutung.

00:03:07: Dein Instagram-Accounting hast du im Jahr zehntausend dreizehn aufgemacht, ich würde sagen zwei tausend neunzehn hast du eigentlich richtig mit Inhalten angefangen.

00:03:14: da kommen wir aber gleich noch dazu.

00:03:15: also das ist so ein bischen wirklich digitale Kirche als Creator zu leben oder zu gestalten.

00:03:21: und ich habe das Gefühl dass dieses Buch auch entstanden ist aufgrund all dieser Erfahrungen die Du gesammelt hast im Gespräch mit Menschen in Social Media.

00:03:29: wahrscheinlich nicht nur aber auch vermute ich oder?

00:03:31: Das

00:03:31: Buch ist entstanden tatsächlich wegen Social Median.

00:03:34: Also ganz häufig habe ich irgendwie so diese Anfragen bekommen.

00:03:37: Mensch, ist ja irgendwie spannend oder interessant was du da machst oder finde ich gut?

00:03:40: Was du da tust kann man da irgendwie etwas zu lesen.

00:03:43: Gibt es da irgendwie Bücher zu?

00:03:46: und die Frage musste ich tatsächlich ganz häufig immer verneinen oder müsste sagen Ja im Englischsprach in dem Bereich gibt's irgendwie Büche, die man lesen könnte.

00:03:53: Die sind aber meistens als eher für Theologen geschrieben und Theologinnen geschrieben und natürlich auch für einen ganz anderen kirchlichen Kontext.

00:04:00: Als diese Anfragen sich irgendwann häuften, dachte ich, eigentlich müsste ich mich mal hinsetzen und müsste mal anfangen zu schreiben.

00:04:06: Und das habe ich dann tatsächlich gemacht.

00:04:07: zur anderthalb Jahre immer abends ein bisschen so nach der Arbeit die man als Fahrer hat, aber dann noch so ein bisschen geschrieben und sehr intensiv nochmal Anfang des Jahres im Januar.

00:04:18: Dann habe ich das in paar Verlagen geschickt und dann haben sich mehrere Verlagen gemeldet und fand es irgendwie toll!

00:04:22: konnte ich mir sogar einen aussuchen, das war ganz schön.

00:04:25: Es

00:04:25: ist also dein persönliches Q&A.

00:04:27: und jetzt immer wenn du was beantworten musst wie so du so denkst über Gott, über Sünde, über Vergebung kannst du danach schlagen unter nochmal das Reihengeschreiben in die Kommentare?

00:04:36: Ja es ist vor allen Dingen... Also Social Media hat ja den großen Vorteil dass man im besten Fall eine große Reichweite hat.

00:04:43: Das heißt man kann viele Menschen erreichen.

00:04:45: Die Problematik bei social media ist aber wegen des Mediums viele Inhalte halt einfach nur verkürzt dargestellt werden können.

00:04:52: Also kann natürlich ein Reel machen, indem ich irgendwie bei sich nicht fünfzehn, zwanzig Minuten über so einen Topic rede.

00:04:58: Das wird sich aber kein Mensch im Gänse

00:04:59: angucken.

00:05:01: Wenn ich Menschen erreichen will, dann muss ich mich nach den Regeln des Mediums richten und die sagen halt beispielsweise kurze Reels, maximal neunzehnt Sekunden, die verschreite ich übrigens immer.

00:05:12: Aber Kurze Reals oder man hat dann irgendwie einen Karussellpost mit zwölf Slides Und da kann man natürlich nicht in der Tiefe alles reinpacken was es eigentlich bräuchte.

00:05:20: Sondern du musst halt gucken, dass man es so verkürzt.

00:05:24: Dass es noch argumentativ irgendwie sinnvoll ist und auch nachvollziehbar ist oder stichhaltig ist aber eben kurz.

00:05:31: Und ein Buch zu schreiben ist natürlich dann einfach schön.

00:05:33: also da kann man dann mal wirklich in die Tiefe gehen kann Dinge auch nochmal expliziter und klarer beschreiben sodass sich welche nochmal besser nachvollziebbar sind.

00:05:40: von daher

00:05:41: ist

00:05:41: das Buch echt eine gute Ergänzung zum digitalen Arbeit

00:05:45: Und ich hab's schon gesagt, es macht sehr viel Spaß zu lesen.

00:05:47: Bevor wir da weiterreden ... Ja!

00:05:48: Ich könnte da jetzt schon lauter Sachen sagen und Gedanken, weil ich hab die ganze Zeit welche zu diesem Buch ist.

00:05:53: wirklich sehr inspirierend auf jeden Fall.

00:05:55: Bekommst du jetzt unsere sieben Fragen?

00:05:57: Die jeder Gast und jede Gäste in diesen Podcast bekommt sind immer unterschiedliche.

00:06:03: Du hast was zu trinken.

00:06:04: Ich bin nie bereit, ich hab einen Kaffee.

00:06:05: Sehr schön.

00:06:06: Erste Frage Wie fühlt es sich an, geliebt zu werden?

00:06:11: Also schön wäre jetzt wahrscheinlich etwas zu kurz, es geht wahrscheinlich eher darum wie sich das anfühlt.

00:06:16: Geliebt zu werden fühlt sich für mich an dass ich bei einer Person ganz ich selbst sein darf ohne mich irgendwie verstellen zu müssen und das unbedingte Bedürfnis habe dass diese Personen mich kennenlernen darf so wie ich bin also etwas von mir wissen darf und dass ich von ihnen sehen werde.

00:06:34: Das ist für mich dieses Gefühl wenn man von einem Menschen geliebt wird oder auch von Gott in einer abstrakten Art und Weise.

00:06:43: Gesehen werden, als die Person dem man ist?

00:06:46: Genau!

00:06:47: Und ganz man selbst sein zu dürfen.

00:06:48: Also sich nicht verstellen zu müssen keine Fassade aufsetzen zu müssen, nicht funktionieren zu müssen sondern mit all den Eckenkanten brüchen und denen was ich so bin oder geworden bin sein zu durfen und da angenommen zu sein.

00:07:04: Zweite Frage Wenn du müsstest Mit wem würdest Du den Rest eines Lebens tauschen

00:07:11: Den Rest meines Lebens tauschen.

00:07:14: Boah, mit niemandem!

00:07:17: Ich mag mein Leben also... Also mein Leben hat auch seine Schwierigkeiten und seine Höhen und seinen Tiefen aber irgendwie ist das ja mein Leben und darüber bin ich sehr dankbar.

00:07:26: eigentlich sehe ich nicht was sich das mit irgendjemandem tausche wollen würde.

00:07:29: Nö.

00:07:32: Da mache ich nichts mit.

00:07:33: okay du musst gar nix.

00:07:36: Du

00:07:36: bist hier gar nichts in meinem Leben nicht da, ich würd das gerne behalten

00:07:40: Geht mir auch so, ich kann das nachvollziehen.

00:07:43: Wie feierst du die Erfolge deines Lebens?

00:07:46: Ich bin ein sehr kritischer Mensch und ich habe so ... Die blöde Angewohnheit Erfolgen für mich immer wieder ganz schnell klein zu reden also im Sinne von keine Ahnung irgendwas funktionieren.

00:07:55: dann denke ich mehr ja gut aber vielleicht hat es ja nur funktioniert weil da war gerade irgendwie der richtige Wind und irgendwie keine Ahnungen sowieso.

00:08:01: Also ich finde dann immer ganz gute Gründe warum dieser Erfolg eigentlich kein großer Erfolg ist.

00:08:04: Ich hab mir aber in der letzten Zeit tatsächlich angewöhnt Wenn ich das Gefühl habe, es könnte jetzt so ein erfolgreicher Moment zu sein.

00:08:10: Das einfach direkt mit meiner Frau zu besprechen und meine Frau weiß auch schon wie man dann am besten reagiert und die freut sich dann und dann feiert sie ganz doll und so weiter und sofort.

00:08:19: Und da kann ich mich sogar ein Stückchen weit mit freuen.

00:08:20: aber ich arbeite immer noch sehr sukzessive daran nicht mehr meine Erfolge so klein oder von den Ecken abzuschneiden oder zu denken naja, hätte jeder geschafft und wenn man nur die richtigen Ausgangsbedingungen hätte dann könnte das ja sowieso jeder und dass ist gar nichts Besonderes und so.

00:08:34: also von daher arbeite ich gerade sehr an mir dass ich das auch mehr genießen kann.

00:08:38: Ja, das ist aber schön.

00:08:40: die Methode natürlich, jemand anderem das zu übergeben von dem man weiß – die Person freut sich für einen!

00:08:45: Ich habe in der vergangenen Zeit häufiger Sachen gesagt bekommen wie alle, das hast du dir echt verdient und dann hab' ich immer gedacht… Echt?

00:08:52: Habe ich mir das verdient?

00:08:53: Keine Ahnung, wieso?

00:08:57: Ob das was ähnliches ist?

00:08:58: vielleicht weil man auch weiß wenn Sachen auch... Manchmal, Erfolge kosten ja auch manchmal Schmerzen.

00:09:02: Also der ganze Weg und dann kann man sich natürlich vielleicht auch nicht uneingeschränkt freuen, hab ich gerade überlegt?

00:09:07: Weil man das ganze Bild immer im Kopf hat, dass sowohl die Last als auch die Freude, die das bedeutet, hat möglicherweise

00:09:13: ...

00:09:15: Wie jetzt die Veröffentlichung eines Buches.

00:09:17: Das ist ja nicht nur Spaß da zu sitzen, ne?

00:09:20: Vermutlich.

00:09:21: Ich hab mich auch echt durchgebissen also durch einige Kapitel auch und dann kriegt es nachher noch mal der Lektor Sie sind nochmal dieses Kapitel durch, das ist irgendwie total unverständlich und dann muss man da auch wieder ran.

00:09:32: Also es ist ja schon ein Prozess.

00:09:35: Wie dieses Kapitel!

00:09:36: Das war das Beste was ich hier geschrieben habe.

00:09:39: Ja genau richtig, das fand ich besonders toll und dann kommt man irgendwie so ins Gerüben.

00:09:44: Was würdest du tun wenn du nicht scheitern könntest?

00:09:48: Oh was würde ich tun wenn ich nicht scheidern könnte also wenn das auf jeden Fall gelingt was sich anpacken.

00:09:55: Das ist eine gute Frage.

00:09:56: Könnte es was Selbstloses sagen und sagen, ich gehe in die Politik und rette irgendwie die Welt von dem Klimawandel vor den Kriegen.

00:10:02: Und gucke irgendwie das alle irgendwie sich lieb haben oder so?

00:10:06: Das wäre natürlich eine ganz moralisch tolle Antwort, dass jemand machen könnte.

00:10:10: Also weltfrieden wäre natürlich klasse, aber wenn ich jetzt mal ganz konkret, wenn ich irgendwas anpacken wollen... Nicht scheitere!

00:10:18: Ich finde scheitern eigentlich auch ziemlich cool.

00:10:21: Die Problematik ist, dass sie ja scheitert eigentlich ja immer einen super positiven Effekt hat.

00:10:26: Also die Person, die ich geworden bin, weil ich ja ganz häufig gescheitert bin so mein Leben hatte ja ganz viele Brüche und irgendwie Abrisse und Dinge wo ich Fehler gemacht habe.

00:10:38: aber letztlich bin ich die Person heute genau wegen dieser Fehler und weil ich diese Erfahrung gemacht habe.

00:10:42: Ich weiß gar nicht scheitern.

00:10:43: also ist ja etwas cooles Die Freiheitserhandlinge auszuprobieren auf die Schnauze zu fallen dann nochmal neu anzufangen.

00:10:50: Ja, ich meine wenn der Lektor jetzt gesagt hätte also wissen sie Herr Buschmann ne das Buch wir veröffentlichen es jetzt doch nicht.

00:10:57: Das wäre bestimmt echt bitter gewesen und da hat mich aber wirklich interessiert.

00:11:00: also warum nicht?

00:11:01: Also wo sehen Sie da Schwierigkeiten so und dann hätte ich ja wieder was draus gelernt.

00:11:05: Dann wäre ja vielleicht nachher noch ein viel, viel besseres Buch dabei rausgekommen.

00:11:08: Ich habe mir dann wahrscheinlich einen anderen Verlag ausgesucht und gesagt, wir veröffentlichen es doch plötzlich nicht mehr!

00:11:17: Dann wäre ich auch nicht bei dem Verlag.

00:11:18: aber das sind alles irgendwie so Erfahrungen.

00:11:20: Ich bin Mensch der auch predigt und ich versuche das wirklich zu leben dass wir fröhlich scheitern lernen und Mut haben auf die Schnauze zu fallen.

00:11:30: Okay Gut, dann lerne ich das jetzt auch.

00:11:32: Weil mit meinem Fragenkatalog hier völlig scheitere an dir?

00:11:35: Willst du dein Leben nicht tauschen oder willst du dich nicht scheitern?

00:11:39: Du willst unbedingt scheitert!

00:11:41: Na gut... Die nächste Frage.

00:11:43: Womit kommst du immer wieder durch?

00:11:46: Also in meinem Kopf habe ich ja so ein kleines Männchen sitzen, dass mir permanent die ganze Zeit immer wieder einredet, dass ich eigentlich gar keine Ahnung habe und total der Blender bin dass all das, was ich irgendwie bisher erreicht habe in meinem Leben eigentlich auf Zufällen basiert und eigentlich total beschenkt ist.

00:12:04: Und so weiter und so fort.

00:12:07: Von daher mein Kopf würde sagen, damit komme ich eigentlich ganz gut durch mit diesen rumgeworcht.

00:12:12: Jetzt weiß ich aber natürlich auch.

00:12:13: Ich mache auch Therapie aus dem Länger irgendwie so.

00:12:15: Weißt du ja, dass dieses Männchen eine Funktion hatte?

00:12:17: Aber man das Männche nicht voll nehmen sollte.

00:12:22: Womit komme ich durch?

00:12:23: Ich glaube irgendwie so... als unperfekter Fahrer irgendwie trotzdem noch was sagen zu haben, trotzdem noch Menschen zu erreichen können.

00:12:33: Auch wenn ich mir manchmal so die Frage stelle kann nicht das überhaupt irgendwie alles?

00:12:37: Da komme ich irgendwie durch.

00:12:39: also irgendwie komme ich zu den Menschen durch

00:12:41: und das finde ich

00:12:41: schön.

00:12:42: Mit dieser Wendung hatte ich gar nicht gerechnet weil wir gerade über Scheitern gesprochen haben und dass der gerade der unperfekte Fahrer müsste doch zu den menschen durchkommen.

00:12:50: Also weil das perfekte, das glatte Das ist ja gar nicht anknüpfungsfähig.

00:12:54: ne Also wer ist denn perfekt und glatt?

00:12:57: Wer ist perfekt undglatt, also damit komme ich irgendwie durch.

00:13:00: Ich zitiere aus einem vorherigen Podcast nur der verwundete Heilervermarkt zu heilen.

00:13:08: Die alten Griechen wäre auch immer von ihnen das gewesenes.

00:13:11: So klug manche.

00:13:13: Da gab es auch Klug.

00:13:14: Das ist das

00:13:14: Kluge daran ja auf jeden Fall.

00:13:15: Jetzt

00:13:15: waren wir in der Vergangenheit.

00:13:18: was würdest du von einer Wahrsagerin über deine Zukunft wissen wollen?

00:13:22: Hast du mir so leid, dass deine Fragen jetzt ein bisschen auseinander

00:13:25: waren?

00:13:25: Nein, super.

00:13:26: Komm, so ist das.

00:13:27: So gehört sich das!

00:13:28: Ich hab' das schon akzeptiert...

00:13:30: Ich will eigentlich gar nichts über die Zukunft wissen.

00:13:33: Ich will es wirklich nicht.

00:13:34: Also ... Die Tatsache, dass das Leben so unberechenbar ist und so bunt und so aufregend, das will ich mich eigentlich nicht nehmen lassen.

00:13:42: Also stellen wir vor, ich frag die Lasagerin irgendwie.

00:13:44: Wann sterb ich eigentlich so?

00:13:46: Es wäre eine spannende Frage irgendwie und dann würde niemand sagen, ja, am XXIII.

00:13:49: Sitten im Jahr two-thausend dreiundsechzig oder so.

00:13:53: Da würde sich mein Leben ja komplett ändern wenn ich diese Gewissheit hätte.

00:13:56: Das wär glaube ich ganz, ganz schrecklich!

00:13:58: Ich bin sehr froh dass wir nicht in die Zukunft schauen können sondern dass wir dadurch benötigt sind um hier und jetzt zu leben.

00:14:06: Ja... Oh das wäre krass, wenn man so ein Datum hätte und immer Tage abzählen könnte, dass wir schrecklicher Nee, das würde ich auch nicht wissen wollen.

00:14:14: Und überleg mal wie schlimm es dann wäre wenn du dann so einen Tag und ihr habt ja jeder mal von uns, ne?

00:14:18: Da nimmt man sich irgendwie ganz viel vor und dann ist das so ein Tag der läuft komplett ins Leere... ...und verwässert so wie schlimm das dann sein muss.. Dann auf dem Plan zu gucken und sagen mit diesem Tag den hab' ich verschenkt!

00:14:28: Gefühlt also wir haben natürlich niemals Tage verschenken aber... Sondern den hätte ich... Boah, nee, das will ich nicht.

00:14:33: Ja okay können großzügiger sein wenn wir die Zukunft nicht kennen.

00:14:36: Mit uns selbst oder anderen vielleicht.

00:14:39: Ja, schöner Gedanke.

00:14:40: Danke fürs Auseinandernehmen dieser Frage.

00:14:43: Die siebste Frage damit das hier endlich ein Ende hat.

00:14:47: Darfst du auch auseinander nehmen?

00:14:48: Das ist jetzt hier das Prinzip des Neues.

00:14:50: Was willst Du dir endlich verzeihen können?

00:14:55: Oh, das ist eine gute Frage!

00:14:57: Ich habe in der Vergangenheit öfters... Es gab so drei Menschen die ich wirklich verletzt haben aus den unterschiedlichsten Gründen.

00:15:06: Also Gründe finden man ja immer Leben, Personal wie man so aufgestellt war und so.

00:15:11: Und dann diese drei Menschen denke ich immer mal wieder, die lassen mich ja irgendwie nicht los.

00:15:14: Ich weiß auch den geht es heute Tag gut und so... ...und sind irgendwie ganz happy.

00:15:18: aber das würde ich mir irgendwie gerne verzeihen können.

00:15:20: Das trage ich immer noch als Wunde mit, die man ab und zu wieder aufgeht, wo ich dran denke.

00:15:26: Das wäre schön wenn ich damit irgendwie so ganz fein abschließen könnte und sagen könnte, dass es jetzt irgendwie gut ist.

00:15:31: Und das irgendwie Versöhnung, weil ich auch so ein harmoniebedürftiger Sack bin.

00:15:34: Also ich habe ja immer so das Bedürfnis, dass wir uns alle lieb haben.

00:15:38: Ich glaube da bin ich ganz gut in der evangelischen Kirche.

00:15:42: Als einen wirklich harmoniegedürftigen Verein.

00:15:44: Genau aber das kratzt immer noch an mir.

00:15:48: Das wäre irgendwie schön wenn man das mal halten könnte.

00:15:50: Ja was fehlt denn?

00:15:52: Dass du dir das verzeihen kannst?

00:15:55: Gute Frage!

00:15:56: Vielleicht liegt es auch so ein bisschen daran, wieder dieser kritische Mensch.

00:15:59: Dieser kleine Mann im Kopf und dann sagt er, das ist gar nicht verdient.

00:16:02: Das ist gar nie verdient, dass diese Menschen da so wehgetan und das eigentlich ganz gut, dass du leidest.

00:16:07: Also keine Ahnung was dazu braucht.

00:16:10: Ja!

00:16:10: Du hast es verdient zu leiden?

00:16:12: Okay.

00:16:12: Ja genau.

00:16:12: Wahrscheinlich

00:16:13: sehr.

00:16:14: Ja bestimmt.

00:16:16: Aber doch alle

00:16:17: ja.

00:16:20: Oha Instagram, das waren deine sieben Fragen.

00:16:24: Jetzt kommen wir zu Instagram ein bisschen was bequemerer immer kurz der kleine piesemann aber ja da sprechen wir hinterher noch drüber.

00:16:32: ich habe auch eine meinung zu dem kleinen fiesenmann.

00:16:33: irgendwie.

00:16:34: ich glaube ja mal die wollen auch etwas gut dass so die kleinen fiesen Männer

00:16:37: natürlich haben eine funktion die sind nicht einfach so da

00:16:41: und die kannst du bestimmt noch in dein in deinen team einbinden.

00:16:44: man braucht ja mal diese leute und auch mal die meinungen sagen Was würdest du so deinem Zehn bis dreizehn Jahre jüngeren Ich über Instagram sagen, wenn Du immer heute begegnen würdest?

00:17:13: Mein Zehn- bis drezehn Jahre Jüngeren ich.

00:17:17: Mit dem Wissen, was du heute hast.

00:17:19: Ich glaube ich würde sagen lass dich darauf ein.

00:17:21: das ist eine wirklich große Chance mit wunderbaren Menschen in Kontakt zu kommen ganz viel Glauben zu teilen selbstzuwachsen zu lernen kreativ zu sein Dinge auszuprobieren.

00:17:33: Lass sich nicht irritieren von den ganzen Stimmen die immer wiederkommen werden.

00:17:36: Die werden immer wieder kommen die dir sagen dass es alles totaler Quatsch ist und dass du keine Ahnung hast.

00:17:41: Nimm dir das nicht zu persönlich sondern schau dass du das einsortiert bekommst Und dann hab ganz viel Spaß.

00:17:47: Ganz viel Freude dabei, bei dem du das machst.

00:17:49: Sehr kreativ und trug dich aus!

00:17:51: Du wirst selten in der Kirche so einen Ort haben, an dem du so frei und so kreatif sein kannst wie du dort.

00:17:58: Wie schaffst du das heute nicht persönlich zu nehmen?

00:18:01: Jetzt hast du grad den Ratschlag gegeben, nimm das nicht persönlich was da kommt.

00:18:05: Dennoch ist es ja sehr persönlich, was du auch teilst... ...und wie schaffste du das jetzt?

00:18:10: Genau, also was ich teile ist persönlich und das bleibt es auch.

00:18:12: Es geht mir eher so um die Reaktion, ne?

00:18:13: Also als ich damals angefangen habe wirklich so ein bisschen professioneller irgendwie im Jahr zwei tausend neunzehn irgendwie loszulegen Da haben mich so Rückmeldungen wie Bordeaux bis irgendwie vom Teufel oder bisschen Heretika oder Das was du sagst totaler quatschen.

00:18:27: Du hast gar keiner liest noch mal die Bibel oder so.

00:18:29: Also dass was alles kommt, das hab ich sehr persönlich genommen weil ich mir dachte Bord dann Hast du deine Arbeit nicht richtig gemacht, wenn die Leute das scheinbar nicht verstehen?

00:18:37: Also dann hast du nicht gut genug argumentiert oder dann hast so nicht sauber genug irgendwie die Dinge dargestellt und hab da wirklich sehr häufig bin ich da um mich selbst gekreist.

00:18:45: Und habe überlegt wie könnte ich das irgendwie noch mal besser darstellen?

00:18:47: weil das ist ja eigentlich total logisch und sinnvoll was ich sage.

00:18:50: also ich muss es dann irgendwie nur anders kommunizieren.

00:18:52: Und irgendwann habe ich dann gemerkt... Bin ja Gastdozent im Prediger Seminar hier in der E-Kirche für Social Media.

00:18:59: Und das ist auch, dass man sich den Vikanen und Vikaren immer sage.

00:19:02: Man muss nicht eingestehen es gibt diese zwanzig-zwanzigsechzig Regeln.

00:19:05: Immer wenn man irgendetwas öffentlich sagt dann gibt es immer zwanzich Prozent.

00:19:10: ich finde es total treu.

00:19:11: Dann gibt es zwanzi Prozent die finden das totale Scheiße und da gibt es sechzig prozent in dieses eigentlich egal.

00:19:17: So und wenn man das weiß und diesen Rahmen also immer wenn ich was poste Das ist ja auch bei mir so die ersten paar Stunden und auch die ersten ein paar Tage Da kommt ganz ganz viel irgendwie Lob unterfreundlich Leute Das tut mir gut und das ist natürlich auch echt schön.

00:19:29: Fühlst du dich geliebt und gesehen?

00:19:31: Genau, da fühle ich mich gelieblich und gesehen.

00:19:33: Ganz toll!

00:19:34: Nach dem ersten Tag kommen erste kritische Fragen.

00:19:37: Das liebe ich auch total.

00:19:39: Also wenn Leute unter meinen Posts anderer Meinung sind und anfangen zu argumentieren und man in so ein Gespräch kommt... oder Rückfragen gestellt werden.

00:19:48: Ganz häufig kommt dann irgendwie so, ja wie siehst du denn das und dass?

00:19:50: Und da muss ich ganz ehrlich oftmals zurückschreiben, da habe ich mir gar keine Gedanken drüber gemacht.

00:19:54: Da muss ich erst mal irgendwie recherchieren und mir da auch nochmal selber...und das ist richtig schön!

00:19:58: Dann kommt der Moment meistens so nach zweieinhalb Tagen ab zu auch ein bisschen versetzt.

00:20:03: Dann kommen ganz viele Leute die einfach nur sagen, dass du total schwach sind, du bist ein Heretiker in der Bibel steht was ganz anderes.

00:20:09: liest doch einfach mal die Bibel.

00:20:10: also dann kommst du ganz viel Hate.

00:20:12: Und das ist immer so.

00:20:13: Ich kann posten, was ich möchte.

00:20:14: Ich könnte einfach ein Bild vom Himmel posten und sagen guck mal der ist blau.

00:20:17: und es würden zwanzig Prozent sagen ja eh der Himmel ist blauer total klasse.

00:20:20: dann würden irgendwann Leute sagen ja aber er ist wirklich blau physikalisch betrachtet das ist ja gar keine richtige.

00:20:25: also ne das hat ja etwas mit Wahrnehmung zu tun.

00:20:27: So.

00:20:27: und dann würde irgendwann die leute kommen die sagen du bist total bescheut im Hinblick auf nicht bläudes.

00:20:31: grün steht doch in der Bibel.

00:20:34: Das passiert immer und ich glaube wenn ich damals das gewusst hätte dass das immer so sein wird egal was ich mache wäre ich damit locker rumgegangen.

00:20:41: Du hast am fünften April, zwanzig neunzehn.

00:20:44: Da war so dein erster erfolgreicher inhaltlicher Post, würd ich sagen?

00:20:48: Und zwar über die Herkunft des Talars!

00:20:50: Ja der war dann auch einmal... Mehrere hundert Likes hattest du, vorher waren es mehr so unter hundert.

00:20:55: immer mal und da hast du nur so ein zwei Sätze geschrieben sehr viele Hashtags vor benutzt aber da hast schon längeren Text geschrieben und hast erzählt dass du auch einen Bibelspruch in deinen Talar eingewoben hast.

00:21:06: Dass du diesen Post gemacht hast Weißt du noch?

00:21:09: Du kannst dich nicht daran erinnern, aber hast du irgendwann das Gefühl gehabt, ab jetzt poste ich mehr.

00:21:13: War das ausversehen oder zufällig, dass du auch mal inhaltlich geworden bist?

00:21:18: Ich kann es gar nicht mir ganz genau sagen.

00:21:19: Aber ich glaube, dass es tatsächlich ein sehr bewusster Wechsel war.

00:21:23: Weil Instagram war vorher einfach so ein Bild-Medium.

00:21:27: Also irgendwie ästhetische Bilder, irgendwie schön und es haben damals die ersten Kolleginnen und Kollegen angefangen, tatsächlich auch inhaltlicher was zu machen.

00:21:37: Damals war das Theresa, die ja schon viel früher angefangen hat als ich.

00:21:41: Josephine hat auch angefangen...

00:21:43: Teresa liebt Unseligkeitsdinge, wer das nachschauen möchte?

00:21:46: Und die waren schon echt eine Inspiration.

00:21:49: und das war dann im Vikariat, da dachte ich, okay, ich trau mich vielleicht auch mal irgendwie so ein bisschen was in die Richtung zu machen.

00:21:55: Er hatte natürlich damals noch viel höhere Reichweite als ich weil heutzutage würde man sagen, irgendwie so ganz Mikroinfluencerin, damals hat er irgendwie so tausend-zwei tausende und es war so krass!

00:22:03: Wir haben irgendwie zwei tausend Leute, was ja auch cool ist.

00:22:05: Aber die haben mich so ein bisschen inspiriert.

00:22:07: und dann hab ich irgendwie angefangen, tatsächlich erinnert dich mal so ein bißchen etwas auszuprobieren, hat mir gemerkt oh das interessiert Menschen.

00:22:12: Spannend!

00:22:13: Damit könnte man ja was machen.

00:22:15: Und da habe ich ja irgendwann angefangen so eigene Formate zu entwickeln.

00:22:19: Also auf dem Glas waren wir ja eine der ersten Formate...

00:22:23: Gut old times.

00:22:24: Ja du hast ganz schön viel erlebt und ausprobiert.

00:22:26: Ich hab damit vielen

00:22:27: tollen Menschen tolle Gespräche geführt.

00:22:30: Das war echt schön Und viele tolle Community, die ich immer noch habe.

00:22:34: Es ist jetzt immer noch eine echt sehr aktive Community, Die irgendwie ganz dicht dran sind und das ist schön weil mittlerweile wird es zunimmt schwieriger als Ich bin ja ein großer Fan von kleinen Accounts also egal wer du gerade bist und das vielleicht gerade hörst wenn Du Bock auf Instagram hast und über deinen Glauben berichten dass mache es auch wenn es erstmal Flächen weiß ich nicht Fünfhundert Leute sind oder dreitausend oder so.

00:22:55: Das ist total toll, weil da die Community-Bindung einfach so schön ist.

00:22:58: Also man lernt wirklich Menschen kennen und die lernen einen kennen und man tauscht sich aus und dann ist irgendwie füreinander da.

00:23:04: Ich sage mal ab so einer Größe von zwanzigtausend wird es zunehmend schwieriger, da die Verbindungen zu halten.

00:23:10: Ja du bist jetzt über dreißigtauend?

00:23:13: Worauf verzichtest du denn heute, wo du dich vielleicht früher reingestürzt hast dann?

00:23:17: Also wenn sich das verändert hat.

00:23:18: Ich bin noch ein bisschen härter geworden muss ich sagen.

00:23:20: Früher glaube ich war es gerade so diese plumpen Kritik im Betraf irgendwie sehr einfühlsam und habe versucht das wirklich zu beidseitigen.

00:23:29: Wohlgefallen haben wir nie bedürftiger Sack wieder aufzulösen.

00:23:33: Und da bin ich einfach härter worden weil ich die Platten Inhaltsleerenargumente jetzt schon so häufig gehört habe und so häufig diesen Kreis gelaufen bin.

00:23:41: Dass ich wirklich versucht habe, mit diesen Menschen zu diskutieren immer wieder gemerkt ist bringt nichts.

00:23:46: also man kommt dort nicht weiter.

00:23:48: Was ganz spannend ist diese Menschen ein paar von denen tauchen dann so einen zwei Jahre später bei mir auf und fragen nach Seelsorge was die Teil fein finde und auch voll gut und dann merkt man irgendwie so ja irgendwie weiß ich vor zwei Jahren irgendwie bin ich da ein bisschen reingesütert und dann hab' ich angefangen zu dekonstruieren Kirche rausgeflogen und irgendwie habe ich jetzt Angst.

00:24:06: Also die kommen irgendwann wieder in Teilen, weil ich auch glaube dass man das schwerlich aushält im so einem Kreis sein Leben lang zu sein.

00:24:13: Und die kommen wieder meinst du?

00:24:14: Weil Du dich mit ihnen auseinander gesetzt hast?

00:24:18: Nee, weil vielleicht auch für viele der erste Ausgangspunkt ihrer Dekonstruktion der Kontakt mit meinem Content war.

00:24:27: Fluch und Segen in einem.

00:24:29: Also wenn so Fundies sagen, boah geht mal auf den und den Account von einen Sprung und der erzählt ja zu zahlen Quatsch dann kommen diese Leute ja trotzdem mit meinem Content im Berührungen.

00:24:40: Und bei manchen ist es dann so, ne?

00:24:41: Es leiden sich dann ein bisschen durch die Stänker dann auch aber dann regt sich da vielleicht was und dann denkt man vielleicht doch so ein bisschen nach und Dann kommt man ins Grübeln.

00:24:49: also von daher ich habe schon einige Leute in der Seelsäuhe gehabt digital Die aus diesen Kreisen kamen und diesen Weg

00:24:56: hatten.

00:24:57: Also das ist eine deiner Zielgruppen, Menschen die dekonstruieren.

00:25:01: Und du hast aber auch mal gesagt dein Buch ist auch für Leute, die gar nichts sonst mit Theologien zum Beispiel zu tun haben oder?

00:25:07: Ich habe das Buch also fertig überhabe ich das lesen lassen von einem Arteisten, von einem Piatisten, vom liberalen Theologen, von progressiven, von dekconstruierenden Menschen und es hat für alle irgendwie funktioniert.

00:25:20: Das war schön so.

00:25:21: ne weil genau meine Zielgruppe online sind halt Menschen am Rand der Kirche stehen und gerade so ein Begriff sind zu gehen oder Leute, die schon gegangen sind.

00:25:31: Und die sagen ich kann mit diesen Glauben, diesen Dokumen, diesem Ding... Ich kann damit nichts mehr anfangen!

00:25:36: Ich würde irgendwie gerne etwas sehen in dieser Welt und ich habe das Bedürfnis nach Spiritualität und nach Sinnen aber in diesen Formen ist für mich leer geworden.

00:25:45: Das sind meine Zielgruppen, die ich hab.

00:25:47: Natürlich sind da ein paar Hoferbundene dabei, die vielleicht auch irgendwie Bock haben ihre Kirche nochmal neu zu denken.

00:25:53: Aber hauptsächlich mache ich Content für Menschen, die nicht theologisch studiert haben und die ja wieder dran stehen und im Begriff sind wegzusehen oder schon weg sind.

00:26:02: Ich hatte noch einen Gedanken zu dem Thema weil du gesagt hast Du bist härter?

00:26:05: Ich habe überlegt ob es nicht vielleicht auch klarer ist.

00:26:07: also es gibt diesen Spruch glasklares Nicht-Eis-Kalt Weil ich nehme dich jetzt eigentlich nicht wahr als jemand der kalt ist.

00:26:15: zu den Leuten

00:26:16: Ja, das passiert immer mal wieder.

00:26:17: Das klingt jetzt blöd aber bei mir reißt auch irgendwann der Geduldsfahren.

00:26:21: Ich hoffe dass es wenig passiert, aber ab und zu passiert ist wo ich halt dann einfach glaube ich irgendwie mal sarkastisch oder ironisch bin oder Menschen nicht ernst nehmen.

00:26:30: Und das ist nicht gut muss man einfach sagen.

00:26:32: Aber wenn man jeden Tag irgendwie diesen Ding ausgesetzt ist Es ist doch schwer Nicht über diese Brücke zu gehen weil es halt natürlich auch Schutz ist und einfach ist Dinge sarkasti abzumügeln.

00:26:41: aber ich versuche immer noch Mühe zu geben Ein Stück weit härtern, aber ich bin vor allen Dingen auch klar geworden.

00:26:47: Ja für dich selbst auch ne?

00:26:50: Gibt es was, was du heute hinterfragst?

00:26:52: auch weil du gesagt hast die Plattform hat sich verändert dass du früher auch hingenommen hast?

00:26:56: Momentan ist Instagram finde ich sehr anschränkt geworden was diese ganzen KI basierten Inhalte betrifft.

00:27:03: das nervt mich kolossal.

00:27:04: Instagram ist härter geworden auch also nicht klarer sondern tatsächlich härter radikaler geworden.

00:27:11: Das sind alles Entwicklungen, die gab es vor zehn Jahren in der Weise noch nicht.

00:27:16: Also ich sag mal ab dem Moment irgendwie wo so Instagrammeter geworden ist hat sich das radikal verändert und das ist keine schöne Entwicklung.

00:27:24: Woran merkst du diese Härte?

00:27:26: Nicht unbedingt unter meinen Post jetzt speziell immer aber ab dem moment wo's ins politische geht.

00:27:32: Es ist sehr unerträglich Kommentare zu lesen weil die Menschen sich so würdelos begegnen einfach In einer Art und Weise so schrecklich ist, dass es gar keinen Spaß macht, da in irgendeiner Weise mitzukommentieren.

00:27:45: Und das war früher nicht so um.

00:27:47: Es gab natürlich immer Leute, die irgendwie rumgestenkt hatten aber in dieser Masse und mit dieser Reichweite, das ist schon sehr ungewöhnlich und schlimm.

00:27:56: Also hast du das Gefühl, die abwärtsspiralen sind oder abwertungsspiralen sind mehr geworden?

00:28:01: Die gegenseitigen?

00:28:02: Da ist jetzt von links oder von rechts, sei es jetzt mal drum, sondern der Ton ist einfach erheblich härter geworden und es geht weniger darum ich glaube, Repräsentatives für unsere Gesellschaft.

00:28:12: Es geht bei Diskussionen nicht mehr darum, miteinander zu diskutieren und zu verstehen und zu lernen um sich zu bewegen sondern in Diskussion geht es nur noch darum zu gewinnen.

00:28:22: Ich bin sehr dankbar dass ich glaube immer noch in großen Teilen geschafft habe unter meinen Posts in den Kommentaren das dort immer noch echte Austausch stattfindet mit gegenseitigem Lernen und Respekt also jetzt mal abgezogen von den Leuten die sowieso rumsteckern Aber dass da auch viel Raum ist für einen Sicht und für neue Denken, und für gegenseitige Annahme in der Verschiedenheit.

00:28:44: Und das ist echt ein Geschenk!

00:28:46: Also die sieben Jahre seit dem Jahr zwei Tausend Neunzehn, in denen ich da so rumhänge – auch im Digitalen Kirchebereich – habe ich es eigentlich durchgängig wahrgenommen, dass es auf Instagram Abwertungsspiralen in den Kommentaren gab?

00:28:58: Ich meine vielleicht ist das jetzt stärker geworden mit irgendwelchen Bots.

00:29:04: Und aber auch, dass ich immer fand in digitale Kirch-Accounts.

00:29:08: Was eigentlich schon gab's auch immer wieder diese Phasen, wo Leute wirklich diskutiert haben?

00:29:12: Es gibt auch dieses Gestänker ... Auch immer schon!

00:29:15: Aber ich hab das Gefühl, es ist so ein bisschen angenehmer ab und zu kommt wirklich mal Diskussion zustande.

00:29:21: Das habe ich trotzdem auch noch tatsächlich.

00:29:24: Ich hab deswegen gar nicht so das Gefühl ,dass sich krass verändert hat.

00:29:27: Das

00:29:28: ist auch, wie gesagt nur so meine Sichten.

00:29:30: Irgendwie hab ich das Gefühl... Aber es ist ja vielleicht eine Romantisierung die man ja auch immer macht in der vergangenen Zeit.

00:29:36: In etwa zehn Jahren war das irgendwie einfacher und so.

00:29:39: Zehn

00:29:39: Jahre hatten Dinge ihre Herausforderung und waren irgendwie anstrengend und schwierig im Gotteswöhn.

00:29:43: Es ist vielleicht noch nicht so ne Verklärung aber Ja, ich bin wie gesagt sehr froh dass unter der Regel unter meinem Post noch diskutiert wird wirklich miteinander Und dann Austausch stattfindet Auch mit Positionen, die wirklich... Da sag' ich ja rüber.

00:29:56: also unter meinen Post dürfen auch Leute schreiben, die super konservativ sind und das ganz anders sehen.

00:30:00: Also da wird niemand irgendwie blockiert oder Mundtod gemacht oder so.

00:30:03: Sondern es sind völlig legitime Meinungen.

00:30:05: Und auch bereichernde legative Meinungen.

00:30:08: ab dem Moment wo aber Leute irgendwie diskriminiert werden oder ausgeschlossen oder einfach nur rumgestenkelt werden oder mit Bibel stellen um sich geworfen wird für dich sinnbefreit.

00:30:16: Da habt ihr sicher keinen Mehrwert mehr drin.

00:30:18: Die werden dann halt gelöscht.

00:30:19: Wofür nutzt du Social Media heute ganz bewusst?

00:30:21: Und wofür nicht?

00:30:22: was würdest du sagen?

00:30:23: Ich nutze das Social Media weiterhin sehr bewusst für Glaubenskommunikation und theologische Fragen.

00:30:29: Also, was ich auf meinem Account mache ist ja dass ich nach wie vor der festen Überzeugung bin und auch immer wieder merke, dass es funktioniert.

00:30:36: man kann digital Theologie betreiben mit Menschen die nicht Theologien sind Und die Menschen dazu anregen eigenständig über ihren Glauben nachzudenken.

00:30:46: Das funktioniert echt gut So, nach wie vorn!

00:30:48: Da bin ich dankbar und da bin ich sehr überrascht.

00:30:51: Also ich benutze Social Media sehr bewusst nach wie vor für Glaubenskommunikation und für Theologie online.

00:30:58: Bei mir geht es weniger auf dem Account, dass ich grundsätzlich nur über meinen Fahralltag berichte.

00:31:03: oder was macht den Job des Fahrers aus?

00:31:05: Das ist tatsächlich auch ein Teilbereich, über den ich berichte, über dem die mich berühren.

00:31:08: aber hauptsächlich geht's bei mir in meinem Content um Theologie tatsächlich also um die Frage Wie können wir unseren Glauben denken?

00:31:17: Wie können Wir glauben sinnvoll miteinander leben Und das für Menschen, die grundsätzlich erst mal keine Theologen sind.

00:31:22: Ich möchte Menschen dazu bekommen eigenständig über den Glauben nachzudenken.

00:31:26: Hast du das Gefühl, dass du das schaffst?

00:31:28: Ja!

00:31:29: Das würde ich das auch nicht mehr machen.

00:31:30: Also ab dem Moment wo ich das Gefühl habe, das klappt nicht mehr, würde ich auch sagen... ...das reicht jetzt auch.

00:31:36: Es wird auch irgendwann ja Schluss damit ein Sprung so,

00:31:39: ne?!

00:31:39: Also sind wir mal realistisch und haben gerade wieder eine Verschiebung von Menschen, der wandern.

00:31:43: Und ich werde es an ihr werden, wenn ich mein Leben lang auf Instagram einen Sprung mache, also das wird.

00:31:47: irgendwann wird die Zeit kommen, wo man Lebewohl sagt.

00:31:51: Und dann war das eine schöne Zeit.

00:31:53: Ein Spunk!

00:31:53: Ich habe das ganz unterschlagen, dass du ja so heißt auf Instagram und wahrscheinlich... Genau, so heißt es übrigens.

00:32:00: Es gibt bestimmt Leute, die nicht wissen wieso ein Spunk.

00:32:03: Und es gibt das Kinderbuch von Astrid Lindgren, Pippi Langstrumpf, die mit Tommy und Annika auf die Suche geht nach dem Spunk.

00:32:12: Und nach dem hast du dich benannt.

00:32:14: Ich weiß das natürlich schon lange, deswegen war es jetzt mehrfach deinen Namen gesagt.

00:32:19: Der Sprung ist ein Kunstwort was Pippi sich ausgedacht hat und was sie versucht rauszufinden, was das ist.

00:32:27: Also ich würde sagen auch die Entdeckungsreise auf deinem Kanal, was der Glaube für mich persönlich ist?

00:32:36: Was kann ich da

00:32:37: finden?!

00:32:38: Ja, genau.

00:32:39: Am Anfang war es halt einfach die Idee, dass ich einfach gar nicht wusste was für dieses Account so.

00:32:44: und da fing mir dieses Wort an und dachte dieser Account wird jetzt erst mal einen Sprung.

00:32:48: Dann gucken wir mal das sich daraus so ergibt.

00:32:52: Ich liebe ja ganz viele diese Geschichten von Astrid Lindgren, weil die einfach so schön geschrieben sind und so liebevoll.

00:32:58: Und dieses Sprunkwort ist deswegen auch cool, weil ich das Gefühl habe dass es sehr nah mit dem Sündebegriff zusammenhängt sowie du ihn auch verstehst.

00:33:06: Weil Pippi und Annika und Tommy gehen hier auf die Suche ganz weit weg um am Ende ... vor ihrer eigenen Haustür zu landen.

00:33:13: Also im Grunde das, was man ja auch macht bei sich selbst... ...zulanden, bei dem was eigentlich.

00:33:18: Ja ich für mich wäre Sünde auch, ähnlich verstehst du es ja auch,... ...sich selbst zu verlieren, sein eigenes Sein zu verliern nicht zu wissen wer man ist und dann.... Dadurch andere, du schreibst dann glaub ich mit anderen reinzuziehen auch noch.

00:33:31: Ja genau.

00:33:32: Aus Angst aus Wut die dann entsteht so und bei Pippi ist das dann am Ende sagt sie ach guck mal hier vor der Haus Tür also beim ihr selbst.

00:33:39: deswegen finde ich diese Metapher so schön?

00:33:41: ja.

00:33:43: Stimmt aber das stimmt genau.

00:33:45: es passt eigentlich ziemlich genau, jetzt haben wir das vorher gesagt hättest du mal ins Buch geschrieben.

00:33:49: Das nicht.

00:33:49: Aber das ist tatsächlich genau für mich auch dieser Sinn begriffen also dieses vervielen dessen was sich erleben irgendwie an Möglichkeiten

00:33:57: bekommen habe,

00:33:58: also an meinem Leben vorbeizuleben.

00:34:01: Ja.

00:34:02: Obwohl ich sagen würde es ist ja kein ... Nichts was man nicht wieder vorbeileben hört sich so an und verlieren als könnte man's nicht zurückgewinnen

00:34:09: ne?

00:34:09: Jaja klar!

00:34:10: Also die Möglichkeit irgendwie wieder ins Leben zu finden, die is immer da um Gottes Willen... Ist ja auch nicht ein Moment wo ich dann plötzlich mein Leben irgendwie aus meinem eigenen Blick verliere und irgendwie daran vorbeiliebe sondern das passiert jetzt zwischendurch immer mal wieder.

00:34:25: Also mir ja auch, wenn ich irgendwie wieder meine Workaholic-Phasen habe und irgendwie meine keine Ahnung, fünfzig, sechszig Stunden die Woche abzureißen.

00:34:34: Da lebe ich ja nicht!

00:34:35: Da arbeite ich Dinge ab oder da mache ich Sachen.

00:34:39: Und dann stelle ich mir nach einer Woche die Frage, wo ist eigentlich Zeit geblieben?

00:34:42: Wo war ich eigentlich?

00:34:44: Das passiert einem immer wieder.

00:34:46: Genau so kann man auch immer wieder zurück.

00:34:48: Man kann sagen, nächste Woche mache ich das

00:34:49: anders.".

00:34:50: Nächste Woche treffe ich mir mit guten Freunden oder gehe mit meiner Frau was Schönes machen und genieße mal das, was ich an jedem Zeitrag habe.

00:34:57: Interessant dass du es gerade gesagt hast, erinnert mich daran, dass digitale Kirche bei dir handelt ja auf den Accounts auch von unterschiedlichen Dingen – bei dir von progressiver Theologie?

00:35:07: Oder ich finde ja auch das Wort progressiv eigentlich seltsam für die Theologie, die du hast weil ich würde sagen sie ist sehr nah bei Jesus so wie man... Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, sich selber auf Augen Höhe zu sehen allen einen Wert zu geben.

00:35:20: Die Würde des Menschen ist unantastbar!

00:35:22: Das würde ich sagen das ist deine Theologie.

00:35:24: so ein bisschen ja und davon auszugehen dass es für jeden Menschen gilt.

00:35:28: deswegen finde ich das Wort progressiv dann immer so seltsam.

00:35:31: also progressiv und konservativ aber es drückt ja was bestimmtes aus.

00:35:36: Genau, also das Wort progressiv ist halt letztlich ein Rückbezug.

00:35:40: Also weniger was wurde über Jesus gesagt anstatt mehr zu dem zu was sagte Jesus eigentlich?

00:35:46: Was war eben eigentlich wichtig nachdem dass wir irgendwie so vorliegen haben in Quellen?

00:35:51: Also weniger darüber nachdenken wer ist eigentlich dieser Jesus und was muss man eigentlich tun um irgendwie zu glauben oder wozu muss man zustimmen oder einwilligen welchen Glauben setzen?

00:36:00: sondern mehr tatsächlich zu den Basics.

00:36:02: von daher schon progressiv weil In dieser Theologie werden ja – und das hast du bestimmt auch schon bemerkt – einige Dokmon hier einfach über Bord geworfen, die es halt einfach schon sehr lange gibt.

00:36:11: Das entlastet mich auch total wenn man das macht.

00:36:15: Ich erwerfe

00:36:15: jetzt nicht

00:36:17: so lange über Borde.

00:36:18: Deswegen ist es eine sehr nette Erlaubnis in deinem Buch, dass du jetzt von dem Theologen abgesegene Tun zu dürfen sozusagen!

00:36:24: Sehr

00:36:24: gerne!

00:36:27: Ja, die Theologen in meinem Leben haben das auch schon teilweise gemacht.

00:36:29: Deswegen ist es so ein... Ja, ich

00:36:31: mache noch vieles.

00:36:31: Es ist auch nichts großartig Neues.

00:36:33: Ich glaube, ich habe das auch irgendwo im Buch geschrieben und gesagt da ... Also was ich hier erzähle ist jetzt keine neue Erfindung von mir, sondern dass ganz viele Kolleginnen und Kollegen, die genauso glauben und genau so denken, aber sich irgendwie nicht trauen darüber auf nichts zu reden.

00:36:47: Und du zitierst ja auch teilweise, deswegen ist es auch sehr spannend.

00:36:50: Also Sölle und Tillig und Bart

00:36:52: usw.,

00:36:52: die du dann so zitierest also man lernt auch ein bisschen was als Nichtheologin.

00:36:57: Was ich noch eigentlich sagen wollte, manche haben auch in der digitalen Kirche darüber diskutiert.

00:37:02: immer wieder würde ich sagen Es ist auch ein Ort wo diese Institution verhandelt wird und weil Du jetzt gerade sagst wenn Du als Fahrer vierzig, fünfzig, sechszig Stunden die Woche abreißt das ist schon auch immer mal wieder Thema in den Pfarrer-Innenkreisen auch, ins Social Media.

00:37:19: Was das eigentlich für eine Arbeit ist?

00:37:22: Weil die Nordkirche hat ja zum Beispiel damals angefangen mit Vikaren, die Instagram machen sollten und so ein bisschen erzählen sollten um für diesen Beruf zu werben.

00:37:31: Das heißt... Und dann wenn du jetzt gerade so sagst ich verliere mich, wenn ich arbeite und da bin nicht ich selbst Das ist natürlich eine krasse Aussage.

00:37:39: Und wo ich jetzt eigentlich hin will, du hast diese Stelle – seventy-fünf Prozent Fahrstelle vor Ort und zwanzigprozentigitale Kirche.

00:37:47: Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

00:37:48: Was würdest du sagen was ist eine gute Konstellation?

00:37:52: Also da stellen jetzt mehrere Fragen drin weil ich mich auch mal was wäre eigentlich gut für eine Institution wie kann die Leute eigentlich darin auch gut begleiten?

00:38:00: Weil dieser Job diese Zunft dass das Digitale in der Kommunikation auch bedient wird.

00:38:05: Das ist ja eigentlich fast gar nicht mehr wegzudenken, finde ich.

00:38:08: Das stimmt und trotzdem weiß ich, dass meine Stelle aller Wahrscheinlichkeit endet, sieben, zwanzig auslaufen wird.

00:38:14: also es wird nicht verlängert werden.

00:38:16: Und das hat zum einen damit zu

00:38:17: tun,

00:38:18: dass natürlich die Kirchen immer weniger Geld haben und man schauen muss irgendwie wo welche Stellen behält man irgendwie bei?

00:38:23: Also grundsätzlich wenn Stellen überall reduziert aber ist natürlich eine Frage Vermittelbarkeit.

00:38:29: Also die Frage, die früher immer häufig kamen, die dann irgendwann sich gesetzt hatte als wenn die Stelle da war aber jetzt wieder hoch kommt ist natürlich was haben wir als Kirchenkreis Köln-Links reinig eigentlich davon?

00:38:41: wenn der nette Herr Buschmann irgendwie netten Content macht auf irgendeiner komischen Plattform, für Leute aus Hamburg oder aus Obernieder-Gummersbach oder weiß ich nicht Weiden-Tal im Unterhund zurück.

00:38:54: Also was haben wir davon eigentlich?

00:38:56: Ich glaube gerade die Menschen, die darüber bestimmen – das ist ja bei uns in den evangelischen Kirchen die Siloden -, dass die Menschen wenig Benefit für ihren Kirchenkreis dann sehen Wobei es natürlich schöner wäre, wenn einfach alle Kirchenkreise oder viele Landeskirche ganz viele Menschen aufsetzen.

00:39:12: Weil dann hätten wir ein sich gegenseitig bedienendes Solidarsystem... dann würde halt quasi auch vielleicht weiß ich nicht irgendein Kollege oder eine Kollegin irgendwie aus Berlin, würde Content für Menschen aus Köln machen.

00:39:22: Das wird sich einfach ausgleichen.

00:39:24: Dafür müssten aber alle mitmachen.

00:39:25: also es ist ein bisschen ähnlich wie über Mülltrennen.

00:39:27: Dann müssen halt einfach alle wirklich dann mitmachen damit es auch wirklich funktioniert.

00:39:31: das ist halt das eine.

00:39:33: die andere Frage war ja Wie sieht das eigentlich mit Konstellation aus?

00:39:35: Also Ich bin einer Riesen-Fan von dieser seventy-fünfundzwanzig Kiste weil ich das Gefühl habe dass ich mit den seventy fünf Prozent noch wirklich nah genug am alltäglichen Fahrberuf bin und dort halt wie gesagt auch in dieser Erfahrung, die ich da machen.

00:39:50: Die Themen, die die Menschen dort bewegen ins Digitale ziehen kann.

00:39:54: Fünfzig Prozent wäre mir zu wenig analog.

00:39:57: Das wäre mehr zu wenig.

00:39:59: also ich finde wie gesagt die Kombination seventy-fünfundzwanzig super.

00:40:03: Und fühlst du dich unterstützt jetzt in deiner Arbeit?

00:40:05: Du hast gesagt die Stelle läuft aus hört sich so ein bisschen an als wäre das eigentlich cool dass es so ist und es ist tragisch, dass nicht gesehen wird, dass es bleiben könnte.

00:40:13: Ich kann noch nicht genau sagen, was ist Ende siebenundzwanzig.

00:40:16: So ne?

00:40:16: Also ich weiß nicht wie entwickelt sich das Medium.

00:40:19: oder würde es dann Sinn ergeben irgendwie weiterzuziehen?

00:40:21: und ich wüsste ja auch gar nichts.

00:40:23: Da müsste ich irgendwie nochmal neues Medium komplett lernen, müsste dass da nochmal neu aufbauen?

00:40:26: habe ich da eigentlich die Motivation und Kraft oder ist jetzt nicht auch dann irgendwann vielleicht der Zeitpunkt gekommen, da sage ich überlass jetzt das Feld mal jüngeren Kolleginnen und Kollegen, die ja auch schon ganz viele tolle Sachen machen Also weiß ich nicht, so eine Lisa Kruhe aus Köln auch.

00:40:40: Die irgendwie jetzt ganz neu gekommen ist und die da irgendwie coolen Content macht und die das irgendwie drauf hat.

00:40:46: Warum gebe ich nicht ab?

00:40:47: Ich glaube es wird auch so sein sollte mein Account irgendwann mal schließen dass sich dann auch sagen weil er passt auf Leute.

00:40:52: ich würde euch gerne ganz dringend an empfehlen ein Sprung endet jetzt.

00:40:55: aber Theologie geht weiter und zwar auf diesen Accounts und zieht gerne weiter.

00:40:59: und schaut mal was gibt es noch für tolle Menschen da irgendwie in der digitalen Kirche.

00:41:03: denn es gibt tolle Menschen in der digitalen Kirche und Menschen, die so tollen Content machen, die einfach noch keine Reichweite haben.

00:41:09: Das finde ich immer trage ich weiß nicht wie's dir geht aber das gibt Menschen die haben so kluge und sinnvolle Ideen um diese machen so einen genialen Content.

00:41:15: Aber die haben ja einfach nur die Reichweiten dass es Menschen sehen.

00:41:18: Ja dann drop mal jemandem gerade Lisa Kluge würdest du sagen oder?

00:41:22: Lieser Klugen total Empfehlung.

00:41:24: mit der arbeite jetzt auch ein bisschen an Content Sachen Und wir sind ein bisschen überlegt, vielleicht ein bisschen unterstützen zu können Menschen die jetzt gerade irgendwie da starten und die Bock haben irgendwie digitale Kirche zu machen.

00:41:34: Also vielleicht auch ein bisschen einfach was von Wissen weiterzugeben und die nächste Generation fitzumachen.

00:41:40: Das wäre ein schönes Vermächtnis dann irgendwann.

00:41:42: Genau das war jetzt so die Traum- und Wunschvorstellung?

00:41:45: Was hast du das Gefühl wie ist die Stimmung dafür?

00:41:48: also werden Wie isst die Stimmung für das Thema Creator auskirche Ist in der Kirche dann ein Lobby da für Menschen, die digitale Kirche gestalten?

00:41:58: Auf kirchenkreisebene schwierig.

00:42:01: Auf landeskirchischer Ebene ist es angekommen.

00:42:03: Da sind sie gut miteinander verknüpft und sehen auch die Benefits davon.

00:42:07: Auf kirchengreisebene ist es zunehmend schwieriger geworden.

00:42:09: Da war eine große Einsicht im Zuge der Pandemie zu einer Entwicklung.

00:42:13: Also nicht am Anfang der Pandemie, da war das immer noch alles ... Na ja, der dattelt da so ein bisschen.

00:42:17: Zwei Jahre später war das schon eher deutlicher was wir da eigentlich machen und welche wichtige Arbeit wieder auch machen.

00:42:22: Mittlerweile habe ich das Gefühl, durch diese ganzen Sparprozesse und Kürzungen und Neuausrichtungen ist es wieder veräppt.

00:42:29: Also natürlich mache ich ja neben meiner... also diese twenty-fünf Prozent sind nicht nur rein ein Sprung, ne?

00:42:33: Ich mach auch Referententätigkeit, ich war Vorträge und so.

00:42:36: Das kann man dann anfassen oder da kann man drüber berichten oder das kann man sehen für die meisten Menschen.

00:42:41: aber dieser große Bereich der wirklich viel Raum in Anspruch nimmt, also dieses Instagram Seelsorge, Contentplanung, Community Management und so Das wird meistens halt nicht gesehen oder nicht mehr gesehen.

00:42:53: Also da ist, glaube ich keine große Lobby da.

00:42:55: Auf Kirchenkreisebene?

00:42:58: Und du kannst es auch nachvollziehen weil die immer zuerst auf ihren Vorgarten dann gucken und sagen was bringt uns das hier gerade eigentlich?

00:43:05: Ich kann es nachvoll ziehen so ich halte es aber nicht für klug.

00:43:07: also ich hatte es für keinen sinnvollen Gedanken.

00:43:11: Also wir können nicht mehr in den partiellen Solidarstrukturen denken als Kirche.

00:43:17: Das wird nicht mehr funktionieren, also das muss man natürlich was denn so Gebäude geht oder Personalmanagement oder so.

00:43:22: aber wir müssen uns durchaus größer denken und zusammengehöriger denken.

00:43:25: Was

00:43:26: würdest du sagen, wo sind diese Stellen gut aufgehängt?

00:43:29: Du würdest auch sagen es muss welche geben.

00:43:31: Ich erinnere mich daran dass Fiene Josefine Seligkeitslinge von ein paar Jahren gesagt hat sie ist eigentlich froh das die keine Stelle mehr hat weil jetzt kann sie Instagram eigentlich für sich machen und sie macht's ja gar nicht nur für sich sondern macht da auch durchaus Seelsorge-Tätigkeit.

00:43:42: aber so wie sie es möchte Sie möchte diese digitale Stelle eigentlich gar nicht mehr.

00:43:46: aber ich merke auch dass viele Leute als gibt unterschiedliche Bedürfnisse das aber durchaus auch gut finden.

00:43:51: sowie du du sagst Aus deiner Perspektive sollte das strukturell, ist es am günstigsten aufzuhängen diese Stellenkonstellation?

00:44:02: Das ist eine gute Frage.

00:44:04: Ich muss dazu sagen ich bin ja hier sehr gesegnet in meinem Kirchenkreis weil ich eine unglaubliche Freiheit in meinem Content habe.

00:44:12: Also ich hab keine Person die mir irgendwie auf die Finger schaut oder der ich irgendwas genehmigen müsste oder wo ich so sondern ich darf da einfach walten und machen wie ich möchte Und dass hat auch gut funktioniert.

00:44:24: also diese Freiheit zu haben schafft natürlich Raum für Kreativität, schafft Raum für Content.

00:44:29: Mancher scheitert aber viele Sachen blühen dann irgendwie auf und es hat ja eigentlich auch ganz gut funktioniert die letzten Jahre so.

00:44:35: also von daher bin ich sehr dankbar und ich kenne es halt auch nicht anders dass sich beim Kirchenkreis verortet sind und halten das auch für eine gute gute Regelung.

00:44:43: ob da jetzt die Landeskirche bezahlt im Endeffekt oder der Kirchen Kreis weiß ich nicht.

00:44:48: also geht tatsächlich eher um den Rahmen der gegeben wird.

00:44:51: Also hat die Kirche den Mut jungen Menschen, also nehme ich mich jetzt mal raus.

00:44:55: Ich bin nicht mehr so jung, aber jetzt der nächsten Generation die kommt.

00:44:58: Jungen Menschen so viel Vertrauen entgegenzubringen zu sagen macht einfach mal ihr habt da mehr Ahnung als wir und wir vertrauen darauf dass sie da euer Bestest geben das es gut wird.

00:45:09: So wenn's diesen Rahmen gibt dann entstehen tolle Sachen.

00:45:13: Wenn jeder Post irgendwie erstmal von irgendjemandem genehmigt werden muss oder sich rückversichert werden muss, von irgendeinem Pressestelle oder was auch immer.

00:45:21: Das ist der Tod im Topf!

00:45:23: Also das ist ja die totviergliche Kreativität und das ist dann noch nicht mal authentisch.

00:45:27: Das wäre jetzt im Vorfeld post-absegnend?

00:45:29: Wie ist das Gefühl bei einem Mann im Nachhäufer?

00:45:32: Weil es sind ja nicht nur Menschen... Fundis, wie du sie vorhin auch genannt hast.

00:45:36: Die am Ende kommen und sagen Du Heretika, Du Teufel sondern durchaus aus der Kirchenstruktur haben wir es oft erlebt dass ich weiß jetzt nicht wie's bei dir war das Leute dann sagen was hat denn... Was haben Sie denn da gemacht?

00:45:47: Herr Buschmann!

00:45:47: Was soll das denn jetzt?

00:45:48: Das versteh' ich aber nicht.

00:45:50: Was hast du dafür Erfahrungen gesammelt?

00:45:53: Also ich hab zum einen sehr positive Erfahrung gesammlt.

00:45:55: also ich habe eine Zeit gehabt, von ein paar Jahren, da hab' ich Reels produziert oder Posts.

00:46:02: Die waren sehr dekonstruktivistisch.

00:46:04: also da wurde es sehr geguckt, guck mal das sind das Stimmen der Bibel ja gar nicht.

00:46:07: und dann war dahinter ein Punkt so und irgendwann hat mir ein Kollege gesagt wofür machst du das?

00:46:14: Also was ist der Benefit davon?

00:46:15: Du deconstruierst es irgendwie und sagst ja das sind die Stimmen der Bibeln nicht.

00:46:18: und was sollen die Leute jetzt damit machen?

00:46:21: Das fand ich einen guten Impuls weil der mich dazu gebraucht hat zu sagen, nee eigentlich will ich ja auch anderen Content.

00:46:26: Ich bin tiefgläubig so ne?

00:46:27: Also du bist ja auch in meinem Buch gelesen haben und ich bin sehr überzeugt.

00:46:30: also der Glaube ist für mich Existenzgrundlage von dem was ich bin.

00:46:34: Und diese Rückmeldung war warum immer so destruktiv?

00:46:37: Was kann man denn dann ein konstruktives mitmachen?

00:46:39: das habe ich dazu gebracht zu sagen ich will keine Prost mehr haben die nur dekonstruieren sind sondern ich will auch mal sagen was bringt es eigentlich sinnvoll für den Glauben?

00:46:47: Was bringt diese Erkenntnis?

00:46:49: Was hat das Relevantes dieser Information.

00:46:51: Es geht nicht nur um, guck mal hier ich kritisiere irgendwie die Bibel oder so sondern es soll immer auch darum gehen was hat das jetzt eigentlich relevantes persönliches positives für meinen Glauben?

00:47:01: und das war toll.

00:47:02: also deswegen bin ich da sehr dankbar gewesen auch Kritik zu bekommen von einer Person die einem ganz anderen Lager ist eine hochluterisch so gar nicht so mein Ding.

00:47:10: aber das kann ich gut hören.

00:47:11: nehmen das gut auf.

00:47:12: manchmal ist halt einfach so ja dann ärgern sich vielleicht auch Kollegen manchmal vielleicht auch, weil sie dann merken dass die mit ihrem eigenen Glauben da irgendwie in Schwierigkeiten kommen.

00:47:22: Wenn Sie Dinge nicht einfach mehr so hinnehmen das ist halt auch noch eine Kehrseite und es ist auch vollkommen legitim und das sage ich ja glaube ich auch an jedem zweiten Posts was wir auch schon seit Jahren.

00:47:31: Ich habe nicht die Wahrheit mit Löffeln gefressen!

00:47:33: Ich sage nicht die allgemeingültige Wahrheit an die jetzt alle zu glauben haben sondern ich bin ein Teil eines vielfältigen Spektrum der evangelischen Kirche in Deutschland.

00:47:42: So wie ich darf man bei uns auch glauben, so wie ich glaube muss man aber nicht glauben.

00:47:48: Und das ist... Also deswegen bin ich so gerne Protestant.

00:47:50: Deswegen bin ich auch so gerne Teil dieser Evangelischen Kirche in Deutschland, weil sie halt so vielfältig ist und was das in Ordnung ist.

00:47:56: Da darf es hochriturgische Lutteraner gehen die irgendwie evangelischem Messenfeiern so, da darf es Reformierte geben, die irgendwie ganz liturgisch reduziert predig fixiert sind, da da das progressive Theologen geben, da dafür es irgendwie Piatistinnen und Piatisten geben... Und das ist doch Das ist auch geil.

00:48:14: Das ist ein wahnsinniger Schatz, den wir da als evangelische Kirche in Deutschland haben.

00:48:17: Ich sehe das als einen großen Vorteil und halte dann gerne aus, wenn Kollegen oder Kolleginnen einmal kommen und sagen du für mich ... ich find diesen Content ganz schrecklich und das ist für mich theologisch nicht sinnvoll Ja?

00:48:29: Und dann gehörst du auch nicht zu meiner Zielgruppe?

00:48:32: Ja!

00:48:33: Klassischer Antwort.

00:48:34: Du hörst nicht zu meine Zielgruppen.

00:48:38: Dein Buch... Wir haben immer schon wieder drüber gesprochen.

00:48:40: jetzt im Verlauf.

00:48:41: Für wen ist das Buch Nico?

00:48:44: Es ist für alle Leute, die irgendwie in sich spüren, dass sie eigentlich gerne glauben wollen.

00:48:51: Die in Kontakt kommen wollen... mit mehr, was da ist von dem ich ausgehe.

00:48:57: Es ist für Leute die zweifeln, die ganz kritische Fragen haben an den Glauben und es ist für Menschen, die sich eigentlich schon verabschiedet haben von ihrem Glaubem und sagen damit kann ich gar nichts mehr anfangen.

00:49:05: Und es ist auch für alle Leute, die komplett überzeugt sind von ihren Glaubens, die sie herausfordern lassen wollen und vielleicht auf eine oder andere neue Frage kommen wollen.

00:49:12: Das ist ein Buch für ganz viele unterschiedliche Menschen.

00:49:17: Und welches Bedürfnis erfüllt dein Buch?

00:49:19: Wo du das Gefühl hast dass haben andere bisher nicht erfüllt Auf

00:49:24: Deutsch eine neue, in Anführungszeichen Form des ehrlichen Glaubens zu präsentieren.

00:49:33: Also wie kann ich in einer hoch digitalisierten Welt wo alles irgendwie wissenschaftlich begründbar und belegbar ist?

00:49:40: Wie kann ich da sinnvoll christlich glauben und das auf ne ehrliche Weise ohne dass mein Kopf verdrehen muss sondern dass es Sinn ergeben kann und dass es vor allen Dingen tragen und halten kann?

00:49:51: dieser Glaube diese Lücke füllt das Buch ... im deutschsprachigen Raum.

00:49:54: Hast du da Vorbilder gehabt, dem englischen Sprachegen?

00:49:58: Ja!

00:49:58: Du nennst auch glaube ich ein Paar in einem Buch also...

00:50:00: Ein Paar kommt wieder, ich bin ein großer großer Spong-Fan muss ich einfach sagen.

00:50:05: Ich fand diesen Menschen so unglaublich genial ehrlich und authentisch in seinen Glauben In der Art und Weise wie er ja sein Beschiffsamt irgendwie gelebt hat.

00:50:15: Der hatte ja auch ganz viele Ganz viele Gegner gehabt, die da wirklich, also noch riesigen Timesartikel gehabt haben in Bischof.

00:50:23: Irgendwie zerstört das Christentum oder so.

00:50:25: ich weiß gar nicht mehr genau wie es hieß.

00:50:27: Also der hat auch viel viel Gegenwind abbekommen aber der war Der war so authentisch in der Art und Weise wie er geglaubt hat dass sich ihm das einfach abnehmen Und seine Argumente sind so stichhaltig und so ernst und so klar Dass sie für mich einsichtlich sind und der ist ein großes Vorbild.

00:50:42: Ja, Spong hast du gerade gesagt.

00:50:44: S-P-U-N-G wäre das nachgekommen... John

00:50:46: Shelby Spong.

00:50:49: Leider vor zwei drei Jahren ist er leider verstorben.

00:50:53: Magst

00:50:53: du ein seiner Bücher besonders empfehlen?

00:50:57: Eines was wirklich jeden empfehle kann ist Why Christianity Must Change Or Die.

00:51:02: Das ist auch großartig.

00:51:04: also wenn man mit Spong einsteigen möchte dann Why Christianity must change or die und die These würde ich so unterschreiben.

00:51:12: Und alles hat sich im Kirche verändert.

00:51:14: Wir sind heute ganz anders Kirche als Menschen, das für dreihundert Jahre war.

00:51:17: auch die katholische Kirche ist ganz anderes Kirche also das für drei vierhundert Jahre.

00:51:21: Es gibt keine Kirche, die sich nicht verändert.

00:51:23: Das gibt es nicht.

00:51:25: Es gab eine ursprüngliche Kirche wie immer so schon wahr.

00:51:29: Ja und es gibt auch keinen Menschen der sich gar nicht verändert.

00:51:32: uns heißen nur auf Zellulera Basis.

00:51:35: Ja klar dass wir ja total schrecklich wenn wir uns nicht verändern würden.

00:51:39: Also du hast gesagt, es erfüllt was im deutschsprachigen Raum nicht gab.

00:51:42: Gibt's vielleicht auch?

00:51:43: Weil wir haben vorhin darüber gesprochen.

00:51:45: das macht natürlich Freude dann sowas zu haben aber auch Schmerzen.

00:51:48: Was sind so deine eigenen verarbeiteten Schmerz in diesem Buch?

00:51:53: Meine eigenen verarbeiten schmerzen.

00:51:57: Also natürlich, es kommt an einer Stelle vor.

00:51:59: Ich hatte als meine Frau noch schwanger war mit unserem Sohn, da hatte ich so ein bisschen positiv von so einer Episode beschrieben dass sich nach den ganzen gescheiterten Schwangerschaften die wir so gehabt haben super negativ eingestellt und mich überhaupt nicht freuen konnte bzw wollte weil ich dachte freu dich mal nicht zu viel um meine Therapeuten mir dann damals gesagt hat du wirst ja beschworen ob sie sich jetzt freuen oder nicht.

00:52:22: das ändert nichts am Ausgang.

00:52:24: Und wenn Sie sich jetzt komplett freuen und darauf einlassen, und das passiert irgendetwas Schlimmes dann wird es nicht schlimmer sein nur weil sie sich gefreut haben.

00:52:31: Aber dann dürfen Sie diese Freude mitnehmen.

00:52:34: Das habe ich gemacht und in diesem Buch geschrieben.

00:52:36: Dann ist tatsächlich anderthalb Monate später unser Kind hier gestorben und wurde in der stillen Geburt zur Welt gebracht was normal... Da schreibe ich gerade ein zweites Buch quasi noch drüber dass wir da auch so bisschen mit verarbeitete die Fortsetzung von dem jetzt.

00:52:49: Was für mich ein absolut heiliger Moment war.

00:52:52: Das habe ich da tatsächlich mit bedacht.

00:52:53: Also, man musste nachträglich nochmal quasi in dieses Buch eingreifen um dann noch mal eine klirrende Fußnote dazu zu stellen.

00:53:01: aber das hat mir vor allen Dingen diese Zeit klar und deutlich und bewusster gemacht dass das was ich glaube an diesen tragenden Grund, dass der hält, dass er wirklich da ist in den Momenten in denen alles irgendwie zerbricht.

00:53:15: Das hat mich irgendwie auf eine ganz komische Art und Weise tief traurig gemacht aber auch auf der anderen Seite gefreut zu merken dass dieser Glaube halt eben nicht nur Kopfsache ist, nicht nur etwas was man sich irgendwie ausdenkt oder zusammenrechnet.

00:53:26: Oder mit Dokumen jongliert oder so, sondern das ist wirklich was ganz Faktisches, es ist was trägt und das... ...ist in diesem Buch glaube ich unter anderem spürbar.

00:53:37: Das Freude dann auch nicht einfach sowas ist, was heißt unbeschwert Vertrauen ne?

00:53:43: Weil das ist es dann ja nicht mehr!

00:53:45: Ja aber einfach zu erleben, dass das was ich glaube, dass da Realität ist.

00:53:52: Also wie gesagt, ich stand da... also zum einen diese Geburt, die hat sie gedauert und ich habe noch keinen Raum gesehen der so voller Liebe war als dieser Raum.

00:54:01: Der ist übergequollen.

00:54:02: Ab und zu sind immer mal ein bisschen pausen.

00:54:05: Da bin ich dann mal kurz raus gegangen und dachte so krass gerade das alles zerbrochen und guckst runter und merke aber ich steh noch irgendwie stehe ich noch.

00:54:14: letztendlich genuinen.

00:54:15: das, was Tillig sagt.

00:54:16: Das ist dieser Mut zum Sein, den wir uns nicht selber geben können, sondern den wir irgendwie geschenkt bekommen.

00:54:22: Also dieser Grund der trägt auch wenn irgendwie alles weg ist.

00:54:25: Das wäre deine Definition des Heiligen?

00:54:27: Der Grund der Trägt auch...

00:54:29: Ja, dieser ganze Raum war heilig!

00:54:32: Es war irre.

00:54:33: Ich habe noch nie diesen Grund oder Gott würde man es übersetzen.

00:54:37: Ich hab Gott noch nie so gespürt wie in diesen sechzehn Stunden im Kreisaal Weil da war Leben, da war Tod.

00:54:45: Da waren Freude und Zusammenhalt.

00:54:48: Da war tiefe Trauer.

00:54:51: Das Leben war in diesem Raum konzentriert an diesem Ort.

00:54:55: Und es wurde sichtbar für mich in diesem Kind, was wir da bekommen haben – James.

00:55:02: Ich weiß noch, meine Frau ist dann irgendwann aus dem OP raus.

00:55:04: Also musste nachher quasi noch medizinisch versorgt werden Und die war dann noch so zum Halbschlaf und die lag dann vor mir.

00:55:10: Und hinter mir lag irgendwie mein totes Kind mit dem Tisch eingewickelt, ganz süß.

00:55:14: Das war irre also irgendwie zu merken.

00:55:16: ich bin hier auch nicht alleine Nicht nur meine Frau, sondern da ist dieser Grund diese Sinn Diese Wirklichkeit Die trägt das mit in dieser Trauer und in dieser Verzweiflung und in der Liebe.

00:55:34: Ich habe gar nicht das Bedürfnis, jetzt noch andere Fragen eigentlich zu stellen die nicht damit zu tun haben.

00:55:39: Du schreibst aber ein zweites Buch darüber.

00:55:41: deswegen dann an dieser Stelle weil da steckt noch so viel... Da stecken ganz viele Fragen noch dahinter glaube ich die man dazu stellen kann.

00:55:48: Ja sind aber heute wegen noch eines anderen Themas der Digitale Kirche ist fast mehr zu dreieiner hin zurückzukommen.

00:55:55: Darfst du gerne?

00:55:55: Ich lockere mal die Stimmung ein bisschen.

00:56:00: Und wir sind schon am Ende angekommen.

00:56:02: Also diese Szene, das beschreibst du auch und danke an deine Frau dass sie das auch zulässt weil wir auch häufig in digitale Kirche ja auch schon darüber diskutiert haben in den vergangenen sieben Jahren mindestens was ist eigentlich persönlich?

00:56:14: Was ist privat?

00:56:15: Theresa Lieb war eine der ersten die diese Frage aufgeworfen hat.

00:56:19: auch Sie hat ja über acht Fehlgeburten erzählt.

00:56:22: dann haben andere Leute gesagt wie viel dürfen Fahrer eigentlich von sich erzählen?

00:56:26: so ist es nicht zu privat was ihr da macht.

00:56:29: Letztlichkeit, das ist nicht nur was, was Social Media verlangt.

00:56:33: Sondern es ist etwas, was Menschen auch bewegt.

00:56:36: Wir haben vorhin über das Perfekte.

00:56:37: du bist nicht der perfekte Fahrer Gott sei Dank weil Menschen sind nicht perfekt und Menschsein ist nicht perfekt sondern wir sind perfekt geschaffen so wie wir sind aber mit all den Abgründen die wir haben gleichzeitig.

00:56:50: Und deswegen danke schön aber auch für deine ganzen Emotionen die Du dann auch preisgibst und auch an Deine Frau.

00:56:57: Deswegen freue ich mich auf Dein zweites Buch.

00:56:59: Ja, ja.

00:57:00: Ich beschreibe noch dran mal gucken also ob ich

00:57:01: es da rauskomme oder so oder

00:57:02: nicht.

00:57:03: Seh schon du hast bald keine Zeit mehr.

00:57:04: Du kommst in der Regel

00:57:05: kleine Kritiker und dann irgendwie sagst du hast das überhaupt gut genug?

00:57:08: Kann man das überhaupt...ja genau!

00:57:10: Aber mal gucken.

00:57:11: Weil ich höre schon du has bald keine zeit mehr für Social Media weil du musst Bücher schreiben.

00:57:16: Habs ja auch die letzten Jahre geschafft.

00:57:18: da ein bisschen dranzenschreiben

00:57:19: von dir.

00:57:20: Wir haben noch zwei Abschlussfragen habe ich dir versprochen.

00:57:23: Bin gespannt.

00:57:24: Die eine davon ist wenn du eine Bühne hättest über welches Thema würdest du vor wem sprechen?

00:57:29: Du hast ja viele Bühnen, aber wenn du es jetzt mal so ganz für dich entscheiden dürftest.

00:57:34: Aber ich liebe es... Also das ist vielleicht auch ganz glücklich dass ich das liebe, aber ich würde über Glauben und über Gott erzählen weil das ist etwas was mich trägt und was irgendwie ich liebe is.

00:57:46: Genau!

00:57:47: Da würdest Dich dann neben den am Kölner Dom in der Fußgängerzone stellen?

00:57:50: Der schreit kehrt um!

00:57:51: Ihr seid da!

00:57:53: Genau richtig!

00:57:54: Oh Gott, der war echt noch der Typ Wahnsinn,

00:57:58: ja.

00:57:58: Aber hey!

00:57:58: Er hat es in meinem Buch geschafft.

00:57:59: also von daher genau.

00:58:01: Ja weil wir ihn auch alle kennen.

00:58:03: Wir kennen diesen Menschen der das macht diese Menschen die das rufen und uns so verstören.

00:58:09: Und wer wäre dein Publikum?

00:58:12: Am liebsten irgendwie... Also jetzt so von der Zielgruppe her gedacht oder?

00:58:17: Wenn du da gerne hättest Die müssen kommen wenn du sagst Es

00:58:20: wäre natürlich total klasse wenn das menschliche Menschen sind die total empfänglich dafür sind was ich sage Aber eigentlich ... – Zwanzig

00:58:26: Prozent von denen sind das.

00:58:28: Eigentlich hätte ich auch gerne total ganz viele Leute, die mit Glauben überhaupt nichts anfangen können, irgendwie die Atheisten oder so.

00:58:34: Das finde ich eigentlich irgendwie am schönsten, mit denen ins Gespräch zu kommen.

00:58:37: Also ich glaube... Die besten Ausgangspunkte für meine theologische Entwicklung hatte ich mit Menschen, die an Genostiker waren oder Atheistin.

00:58:46: Weil sie sind brutal ehrlich und die stellen halt einfach gute Fragen so, ne?

00:58:51: Die sich viele Christinnen und Christen halt nicht zu fragen!

00:58:54: Trauen.

00:58:54: Deswegen ich liebe Arteisten und Angenostiker, weil die sind echt eine Bereicherung für meinen Glauben gewesen.

00:59:00: Von daher dürfen wir gerne

00:59:01: im Publikum

00:59:01: sitzen.".

00:59:02: Ja!

00:59:03: Die legen halt das an Glaubenssätzen offen was nicht kongruent ist oft?

00:59:08: Genau ja total klasse.

00:59:10: Echte Bereicherung.

00:59:11: danke an alle Arteistinnen und Angynostiker für eure Mühen.

00:59:14: Ich habe davon gehört.

00:59:18: Was ist jetzt die zweite Frage?

00:59:20: Was ist digitale Kirche für dich?

00:59:22: Ich habe jetzt so eine Definition mal irgendwie vor Jahren geschrieben, die ich immer noch irgendwie Karriert verkünde.

00:59:28: Also ein nicht verfasste Sozialgestalt christlichem Glaubens.

00:59:31: Die lebendige Botschaft und die lebendigen Haxes der Fronbotschaft ist im digitalen Raum irgendwie so aufgeschrieben.

00:59:38: Ich würde heute sagen ganz platt.

00:59:40: Digitale Kirche ist eine Gemeinschaft von Menschen, die auf der Suche sind, die eine gewisse Zusammengehörigkeit empfinden über dieses Thema Und für mich nach wie vor eine der liebevollsten, konstruktivsten Gemeinschaften die ich kenne in Kirche.

00:59:59: Das Analoge kann manchmal viel brutaler sein als das Digitale und von daher bin ich sehr froh dass es diese Community gibt.

01:00:05: Ja woran liegt das?

01:00:06: Weil der Abstand größer ist?

01:00:09: Weil es nicht so stark parochial ist.

01:00:10: also die Menschen suchen sich ja ihre Leute.

01:00:13: das heißt diese Communities bestehen aus Leuten die einer ähnlichen Suchbewegung sind und neugierig sind, also zumindest bei mir auf dem Account habe ich glaube natürlich auch bei anderen Leuten.

01:00:24: Das hat ein bisschen mehr Homogene als so eine Parochie und dadurch dass es so viele Angebote gibt das irgendwie auch die Bereitschaft glaube ich höher sich auf andere Dinge einzulassen und nicht so stark zu denken, aber das würde ich glaube ich so beschreiben.

01:00:39: Hierarchiefreier Hier raschiefreier, da können wir noch mal wirklich darüber diskutieren.

01:00:44: Das wird dir immer so gedacht, digitale Kirche ist irgendwie egalitär oder so, das ist auch nicht ganz wahr.

01:00:49: Da geht es ja nochmal um Frage von Macht und Reichweite.

01:00:52: Also das sollte man sich ausklammern.

01:00:54: also wenn ein Riesen-Account irgendwie seine Leute auf mich hetzt habe ich wenig Chancen nicht dagegen zu werden.

01:00:59: dann werde ich halt einfach platt gemacht.

01:01:01: Also ganz frei und gleichberechtigt ist es nicht.

01:01:04: Aber es geht in eine Richtung!

01:01:06: Da dürfen auch Leute, die jetzt nicht mit Theologie studiert haben, dürfen sagen und dürfen über den Glauben erzählen.

01:01:11: Und dürfen diskutieren – das finde ich toll!

01:01:13: Danke schön, dass du heute da warst und dass du da bist.

01:01:18: Wenn du Interesse an hast oder die du gerade zuhörst an Social-Mediaarbeit für digitale Kirche und Glaubenskommunikation dann höre doch gerne diesen Podcast.

01:01:27: Oder wir haben was für Leute, der noch tiefer einsteigen wollen nämlich unsere Yeet Masterclass.

01:01:32: Die startet im März, in dem dritten Jahrgang.

01:01:36: Ein Jahr Social Media Ausbildung, berufsbegleitend und das findest du auf unserer Website jid.de.

01:01:41: slash masterclass Genau ansonsten wenn Du mit uns in Kontakt sein möchtest, Kritikfragen Anregungen Zweifel dann schreib' uns doch sehr gerne zum Beispiel bei jid-Netzwerk auf Instagram.

01:01:54: Danke schön Nico fürs Dasein.

01:01:56: Sehr sehr gerne alles Gute.

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