Zwischen Social Media, Transidentität und einem machtlosen Gott – mit Tovja Mascha Heymann

Shownotes

In dieser Folge spricht die Pfarrerin Tovja Mascha Heymann (auf Instagram bekannt als @tovja_behuetet) mit Lilith Becker über ein Leben abseits klassischer Rollenbilder.

Tovja spricht offen über die eigene nonbinäre Transidentität, die sie als tiefe spirituelle Identität empfindet. Zudem geht es um die gesellschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen, die das Leben mit einem schwerbehinderten Kind in Deutschland mit sich bringt. Ein ehrlicher Austausch über digitalen Hass, den Mut zur Zuspitzung auf Instagram und das Verständnis eines liebenden, aber machtlosen Gottes.

Tovja arbeitet in den hessischen Gemeinden Bad Vilbel-Gronau und Niederdorfelden nahe Frankfurt am Main. Auf Instagram findest du Tovja hier @tovja_behuetet

Transkript anzeigen

00:00:01: Für mich ist meine Transidentität, für mich auch das finden viele überraschend tatsächlich eine spirituelle Identität.

00:00:09: Also es ist nicht eine.

00:00:10: ich bin trans obwohl ich christenin bin sondern ich sage Ich bin trans weil ich christian bin.

00:00:18: Adam in der Bibel war der erste Mensch der das selbstbestimmungsgesetz genutzt hat und sich selbst mit seiner geschlechts identität definiert hatte.

00:00:26: Es ist nämlich nicht Gott der sagt du bist ein Mann Sondern Adam sagt ich bin ja ein Mann.

00:00:33: Eigentlich haben wir das gelernt, es gibt keine richtige und falsche Theologie.

00:00:36: Es gibt Theologie die man schlecht findet, die man kritisch sieht... ...die man kritisieren darf!

00:00:41: Das darf man auch meiner aber falsch ist schon eine ganz schöne Anmaßung.

00:00:53: Hallo und herzlich willkommen zum Yeet Podcast Deinem Podcast für Ethik im digitalen und Social Media für Glaube & Kirche.

00:01:01: Mein Name ist Lilith Becker und heute zu Gast ist Toffia Mascher-Heimann.

00:01:05: Hi, danke schön dass du da

00:01:07: bist.

00:01:09: Danke für die Einladung.

00:01:10: Es ist Tovja, es ist ein langes Ohr.

00:01:13: Oh, genau sorry!

00:01:15: Auf Instagram heißt du also Tovia behütet.

00:01:18: Magst du kurz erklären was das bedeutet?

00:01:19: Weil das ist nämlich eine Name den Du selbst ja gewählt hast auch.

00:01:23: Ja... Also behütete ist natürlich ein super witziges Wort wie so aus christlichem Kontext kam daher dass ich mir unglaublich gerne Hüte getragen habe.

00:01:33: mittlerweile hab ich irgendwie gerade keine passenden mehr durchgetragen Und Tofja ist mein selbstgewählter Name, das ist im Prinzip eine geschlechtsneutrale Form von des hebräischen Namen Tobias.

00:01:48: Also heißt es gleich wie Tobias, Tofjah, also Gaut-Jachweh ist gut, gütig!

00:01:54: Du bist Pfarrerin in Gronau und da gehört noch ein Ort dazu?

00:01:57: Wie heißt der nochmal?

00:01:59: Niederdorfhelden Das ist Bad Filbel-Gronau im Metaorkreis und Nieder-Dorfelden in meinen Kinzigkreis.

00:02:05: Du bist nonminäre Transpersonen Ein Thema auch auf deinem Instagram-Kanal.

00:02:12: Du erzählst von den politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, mit einem schwerbehinderten Kind zu leben.

00:02:18: Und du schreibst über deinen Glauben.

00:02:20: Du schreibest in deiner Instagram-Bio hoffnungslos in Hoffnung verloren... ...und alles was mit machtlosen Glaubens und Sehnsucht zu tun hat.

00:02:28: Das sind so deine Themen!

00:02:30: Deswegen finde ich, du bist die perfekte Mischung aus persönlicher Transformation modernem Glauben und digitaler Nachbarkeit.

00:02:37: Deswegen freue ich mich sehr, dass du heute da bist!

00:02:39: Über dich auf Instagram und über dich als Pfarrerin in der ganz analogen Welt – darüber möchte ich heute mit dir sprechen – und vorher bekommst du sieben Fragen, damit die Zuhörerin dich auch ein bisschen persönlich kennenlernen können.

00:02:49: Bist du bereit?

00:02:51: Okay...

00:02:52: Welche Eigenschaften an Menschen findest du attraktiv?

00:02:56: Selbstbestimmtheit Und Mut

00:02:59: Selbstbestimtheit und Mut.

00:03:01: Wie ist jemand, der das Gegenteil von dir isst?

00:03:06: Jemand, der das Gegenteil von mir ist, ist lauter als ich.

00:03:11: In sozialen Kontexten beherrscht supergut Smalltalk.

00:03:17: Frage Nummer drei.

00:03:21: Mir selbst?

00:03:22: Ich will mit mir selbst im Reinen sein.

00:03:24: Ich weiß gar nicht, ob ich irgendwie anderen Menschen gefallen muss.

00:03:27: Mir reicht es wenn die Menschen mit mir zufrieden sind und mich würden sauer auf mich sagen.

00:03:33: Ja, ist okay.

00:03:34: Passt!

00:03:35: Inwiefern bist du

00:03:42: merkwürdig?

00:03:47: Wofür hast Du als Kind richtig Ärger bekommen.

00:03:56: Also ich hab mal die Wand angemalt, weil ich dachte ach guck mal die ist ganz weiß wie ein Blatt Papier.

00:04:00: warum hat er eigentlich noch keiner drauf gemalt?

00:04:02: und dann... Da haben wir losgelegt, dafür gab es Ärger.

00:04:06: Ja ... Ich weiß das irgendwann mal mit einem Spielzeug zu chaotisch war und dann wurde es konfiziert und ich musste sozusagen unter Aufsicht langsam wieder aufgebaut werden und ordentlich sortiert die ganzen Legosets

00:04:20: usw.,

00:04:20: und dann bekam ich das so sukzessive zurück.

00:04:23: Und das ist ja auch so Halbärger, ne?

00:04:25: Vor allem weil jemand da ... bei einer Unordnung oder die, wie jemand anders als Unordnung gefunden hat auch noch aufgeräumt hat.

00:04:30: Das ist ganz schön nett eigentlich.

00:04:32: Naja, aufgeräuscht ist vor allem kassiertes Kinderzimmer und dein Leer.

00:04:36: Und dann hier ist es... Jetzt darfst du unter Aufsicht ein Lego-Set wieder aufbauen, dann wird das wieder weggestellt und damit man Ordnung lernt.

00:04:44: Ach so okay na gut so ja.

00:04:47: Hast du das als drakonische Strafe empfunden?

00:04:50: Ja!

00:04:51: Hast du deinen Eltern das verziehen heute?

00:04:54: Ich finde, Kindheit ist sehr wichtig und sicherlich auch sehr prägend.

00:04:58: Aber ich bin jetzt nicht so die Freundin davon, in der Kindheit zu wühlen und da irgendwie die großen Trauben zu sehen.

00:05:05: Weil das Leben geht weiter.

00:05:06: Und sicherlich prägt uns Kindheit und Jugend sehr stark.

00:05:10: aber wenn ich immer nur alles dort verurte ... Es ist vielleicht spannend für eine Transgeschichte zu sagen, muss ich gar nicht.

00:05:16: Ich kann einfach weitergehen und mein Leben gestalten.

00:05:21: Für mich nicht die ganze Zeit in der Vergangenheit.

00:05:23: wühlen und daraus irgendwie sozusagen die Zukunft nicht bringen lassen, sondern ich darf jetzt auch Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen.

00:05:30: Und nur weil X, Y gut oder schlecht gelaufen ist, ist das kein Grund, jetzt X oder Y so zu machen, sondern muss es jetzt verantworten.

00:05:39: Jetzt bin ich nicht mehr Kind vom langen... Gott sei Dank.

00:05:43: Ganz gut so!

00:05:47: Das stimmt.

00:05:48: zum Thema Selbstbestimmtheit hat man da ein bisschen mehr zu sagen, wenn man erwachsen ist.

00:05:52: Ist in deinem Testament Platz für Humor?

00:05:56: In meinem Testament, da wir einen Schwerbehindertes Kind haben, ist unser Testament sehr geregelt wie das abzulaufen hat um unser schwerbehindertes Kind zu schützen.

00:06:07: denn man kann nicht einfach so wild und frei vererben sondern muss bestimmte Regeln befolgen damit A. Regelungen, dass der Vormundschaft geregelt sind über Generationen damit ein schwerbenderes Kind auch Geld erben darf.

00:06:21: Das darf es in Deutschland nämlich eigentlich nicht.

00:06:22: Es wird nämlich sofort eingesagt von den Sozialkassen.

00:06:25: Deswegen weiß ich nicht ob da so viel Platz für Humor ist.

00:06:29: Es wäre schön wenn's so gereglt ist das es hinterher nicht zu Streitereien führt.

00:06:33: Aber ich glaube Sophie habe mich auch gar nicht zu vererbt.

00:06:36: Ach spannend.

00:06:37: Ja danke schön für den Einblick Das war mir überhaupt gar nicht bewusst.

00:06:40: Stichwort Behindertentestament.

00:06:41: Was kritisierst du an anderen, dass dir selbst nicht gelingt?

00:06:45: Sich von Sachen ärgern.

00:06:47: Nicht ärgeren zu lassen ist und ich denke, das muss dich doch jetzt nicht so ärgermassen.

00:06:52: aber ich lasse mich selbst von Sachen fürchterlich ärgert und beschäftige mich viel zu lange.

00:06:58: Okay, interessante Antwort.

00:06:59: ja es könnte mir auch passieren glaube ich.

00:07:02: Es gibt so ein ganz hübsches Bild da sagt jemand Lass einfach los!

00:07:06: Und das ist eine Person die hängt an so einer Klippe runter

00:07:10: Ja.

00:07:11: Wenn man gesagt, wo kommt das einfach los?

00:07:13: Aber man empfindet es halt gerade als existenziell und ist natürlich ein

00:07:17: bisschen

00:07:17: schwierig loszulassen.

00:07:19: Genau oder einfach auch zu sagen jetzt lacht ich doch von diesem Arbeitsthema XY nicht so ärgern.

00:07:24: Es gibt doch so und so und wenn's mich dann trefft dann will er ja nicht dass edig und fürchterlich.

00:07:31: Da kann man immer besser werden.

00:07:32: Das stimmt!

00:07:34: Das waren deine sieben Fragen schon.

00:07:36: Ich möchte mit dir jetzt ein bisschen über Instagram sprechen.

00:07:39: Puh, kannst du wieder atmen.

00:07:42: Jetzt geht es um Instagram!

00:07:44: Ich finde das die digitale Kirche recht bunt ist und vielfältig und ich finde eigentlich auch hoffnungsvoll und divers.

00:07:52: und so empfindest du das auch?

00:07:54: Und falls ja diese digitale Influencer wählt und die Realität im analogen Leben siehst du da eine Lücke?

00:08:02: oder wie deckt sich das?

00:08:04: oder inwiefern ist auch ganz anders wenn du diese Welten vergleichst, an denen du dich bewegst.

00:08:08: Man muss die Frage sortieren.

00:08:12: Erst mal Instagram empfinde ich das und die digitale Kirche.

00:08:16: Ich glaube, ich hatte immer schon irgendwie Schwierigkeiten mit dem Begriff digitalen Kirchen.

00:08:20: Ich habe den auch tatsächlich lange nicht mehr gehört und gesehen im Social Media Bereich.

00:08:25: Was nicht heißt, dass er nicht existiert aber ich nehm ihn da kaum wahr.

00:08:29: also so zur Anfangzeit meiner Social Media Zeit war das so wie wir sind hier in der Digitalen Kirche.

00:08:36: Die Menschen, die sich darunter subsomieren würden, ist sicherlich sehr vielfältig.

00:08:41: Ich sehe da eine Diskrepanz zwischen dem, was Social Media ist und das, was sozusagen in meinem kirchlichen Arbeitsleben ... Das gibt ja noch mal einen Unterschied zwischen dem beruflichen und privaten oder persönlichen Kirchlichen erleben.

00:08:54: Man ist auch nicht immer nur dienstlich, sondern manchmal auch persönlich privat.

00:08:59: Und da würde ich sagen, es gibt ziemlich einen Unterschied.

00:09:01: Zum Beispiel auf meinem Social Media Account.

00:09:03: Ich rede sehr selten über meine gemeintliche Tätigkeiten.

00:09:08: Sehr selten!

00:09:09: Also ich poste mal eine Veranstaltung oder so und schaut mal das und das findet statt... Oder ich mache mal Sonntagmorgen, wenn ich Gott seh'n Samstag ist heiss hier oder so.

00:09:18: aber ich mach jetzt nicht.

00:09:20: Und heute habe ich Buchgeburtstagsbesuche oder so.

00:09:24: Heute habe ich das und das gemacht, morgen mache ich das im Fahrberuf.

00:09:28: Diesen früh alten Hashtag was FahrerInnen machen, das mache ich nicht.

00:09:32: Ich trenne es bewusst sehr klar weil für mich auch vertrauensbildende Maßnahme ist für den Ort und die Menschen hier, sie sollen wissen dass was bei Social Media passiert.

00:09:46: weil ja einfach so ein Ort einfach super klein ist.

00:09:48: Und wenn ich jetzt zum Beispiel posten würde, ich gehe jetzt irgendwie zum Trauergespräch und der Fall nimmt mich total mit

00:09:53: dann

00:09:54: gucken ja auch Leute aus meinen Gemeinden mein Instagram-Accounts doch vollkommen okay Dann wissen die sofort um welche Personenfall was weiß ich es sich handelt?

00:10:01: Das will ich einfach nicht.

00:10:02: da hab' ich einfach finde ich auch so ein seelsortliches Vertrauensverhältnis.

00:10:06: das soll nicht gestört werden und deswegen habe ich dadurch auch eine Trennung.

00:10:10: also ich mache nicht meine fahramtlichen Alltag zum Social Media Thema was nicht heißt, dass das andere tun und dass es falsch ist oder so.

00:10:17: Ich mach's halt nicht!

00:10:18: Sondern das ist sozusagen so ein eigenständiges Standbein könnte man sagen.

00:10:23: Ich weiß nicht ob hinter deiner Frage so... Das steht, was manchmal so als die digitale Kirche so ein bisschen größer wurde?

00:10:30: Und dass dann so ein bissel Mittelpunkt stand.

00:10:32: Die Frage wie verzahnt man irgendwie Menschen, die kirchliche Inhalte oder religiöse Inhalter auf Social Media

00:10:39: konsumieren?!

00:10:40: mit dem gemeintlichen Leben vor Ort, dass die doch bitte endlich aufschlagen sollen.

00:10:45: Es gab mal so eine Debatte, es ist jetzt auch schon ein paar Jahre her ... Ich weiß gar nicht, ob das sein muss?

00:10:49: Das sind zwei verschiedene Kommunikationssysteme und selbst empfahrend habe ich immer unterschiedliche Kommunikation-Systeme.

00:10:57: Soll ich jetzt die Besucher in von der Trauerfeier abqualifizieren, weil sie nur zur Trauer feiern gehen, aber dort vielleicht ein relativ großes Erlebnis haben oder nicht zum Sonntagsgottesdienst.

00:11:06: Und umgekehrt!

00:11:06: Oder die Leute, denen ich begegne, wenn wir mit der Feuerwehr vor Ort zusammen andachten, feiern.

00:11:12: Die sind selten in den normalen Sonntagsgottesdiensten aber das ist ja auch gar nicht schlimm.

00:11:16: Man muss sich eigentlich abkäufe zählen und dieses Denken.

00:11:18: wir haben immer verschiedene Kommunikationssysteme und Bereiche und Formen des Evangeliums zu kommunizieren.

00:11:24: dann muss ich da auch nicht sagen dass jetzt muss das auf wiegen und brechen irgendwie verzahnen weil das sind zwei verschiedene Formen.

00:11:31: klar wenn wer mich kennt und erlebt, dann merkt man vielleicht schon, dass manche theologischen Wheels oder so aus der Predigtvorbereitung entstehen.

00:11:41: Und das sind Inhalte mal ein bisschen anders aufbereitet und so, aber dass das irgendwie schon zusammenhängt.

00:11:46: Aber dass es jetzt nichts ist was jetzt unbedingt krass verbunden werden muss.

00:11:50: Das ist für mich ein Hobby.

00:11:54: Du bist hart drauf wenn du das nur ... Ja nee doch!

00:11:56: Schön Dankeschön für

00:11:57: dieses Video.

00:11:57: Was heißt hart rauf?

00:11:59: Ja, wenn das Hobby ist auch solche krassen Kommentare auszuhalten auf Instagram.

00:12:05: Deswegen sage ich hart drauf dann kannst schon einiges ab.

00:12:07: Ich sag ja auch mein was ich denke und da muss ich auch aushalten kann.

00:12:11: Das ist natürlich eine gute Ansicht!

00:12:14: Ich würde sagen du lebst und predigst so jenseits von klassischen Rollenbildern und es ist ja auch in Anliegen auf deinem Kanal als Transperson diese klassischen Rollen Bilder zu überwinden.

00:12:25: würd' dich sagen?

00:12:26: Und auch mit der Theologie die du hast.

00:12:29: So klassisch ist ja und du kriegst es auch viel um die Ohren geschleudert, wir waren gerade bei Instagram, dass du irgendwie falsch bist weil du sagst das mehr als zwei Geschlechter gibt schon alleine.

00:12:37: also du denkst Gott jenseits der Schubladen triff's aber immer wieder auf diese Schublade.

00:12:41: vielleicht sind mir diese Schubladen?

00:12:43: herzlich egal.

00:12:44: ich glaube diese Schupladen sind menschlich gemacht.

00:12:47: meine Transidentität ist für mich auch das finden viele überraschend tatsächlich eine spirituelle Identität.

00:12:53: Also es ist nicht eine, ich bin trans obwohl ich christenin bin sondern ich sage Ich bin trans weil ich christian bin das würde ich sogar sagen und ich bin christ in weil ich trans bin.

00:13:05: also dass das für mich nicht nicht obwohl das ist kein widerspruch das wird ja oft so aufgemacht so weil weiß dieses bild gibt von Christentum hat irgendwie so starre werte und so norm die sehe ich in dem sinne gar nicht so oder so starre Geschlechterkonstruktion.

00:13:20: Sondern ich sehe vor allem das, was für uns fürs Christin tun wichtig ist und was Paul hat geschrieben.

00:13:24: Da ist weder Mann noch Frau da ist wedert Griechen noch Römer noch Freier noch Sklave dass wir in Gott im Christus im Osterereignis verwandelt werden.

00:13:34: Wir glauben als Christen ja die größte Transition ever.

00:13:37: Dagegen ist jede Geschlechtsanklärung der OP eigentlich ein Enknerspiel nicht, das will ich nicht kleinreden.

00:13:42: aber oder jeder geschlechtsankleichende medizinische Maßnahme auf dieser Welt?

00:13:45: wenn wir glauben dass ein Todhaft wieder zum Leben aufersteht dann ist es größer kann man Transition eigentlich gar nicht.

00:13:51: denken und Wandelungen und Veränderungen und deswegen glaube ich dass wenn das bei Gott möglich ist dann ist auch möglich das Geschlecht was übrigens biblisch auch schon eine menschliche Größe ist und gar nicht so sehr eine göttliche Gröse möglich ist.

00:14:05: Adam in der Bibel war der erste Mensch, der das Selbstbestimmungsgesetz genutzt hat und sich selbst mit seiner Geschlechtsidentität definiert hatte.

00:14:13: Das ist nämlich nicht Gott, der sagt du bist ein Mann, sondern Adam sagt ich bin ja ein Mann!

00:14:17: Schau an!

00:14:20: Im Gegenüber zu dem was er erlebt und was er sieht, geschlecht ist immer kontextbedingt.

00:14:25: Vor hundert Jahren früher, ich weiß noch nicht wie ich trans gewesen wäre, zwei Hundert Jahre früher, aber auch eine müßige Frage weil ich da ja nicht lebe jetzt und nur... Ja, nur jetzt leben und ich kann nur jetzt sein.

00:14:36: Ich habe keine andere

00:14:37: Möglichkeit.".

00:14:38: Ich kann nicht einfach sagen, ne?

00:14:39: Ich bin jetzt einfach... Man tut es einmal so als wäre ich hundert Jahre vor mir gelebt, keine Ahnung!

00:14:42: Es geht ja nicht so gut als warhundert Jahre vormir.

00:14:45: Dass du das jetzt so sagen kannst, dass du als Christian gerade trans bist oder trans sein ist auch Christin seien Das ist was du mit der Zeit als Erfahrung veränderlicht hast.

00:14:56: Hast du noch so Punkt in deinem Leben wenn du so zurück guckst wann dir das so aufgegangen ist, dass das dein Glaubenssatz ist sozusagen.

00:15:04: Dass es was du fühlst also gab's so einen Moment wo du das dann gespürt hast?

00:15:09: Ich hab jetzt nicht so irgendwie das eine Erweckungs- oder Outingerlebnis und das war so ne Entwicklung.

00:15:15: für mich stand nie mein meinen Glauben infrage ich nie glauben Zweifel in dem Sinne das Gott nicht isst oder dass sich keine Beziehung zu Gott habe sondern dass ich einfach bin und ich mich im gegenüber zu Gott lernen darf, mich zu verstehen.

00:15:32: So ein bisschen wie dieses was Paulus beschrieben hat im ersten Korinther XIII.

00:15:36: wir gucken durch einen Spiegel, durch den verschwommenen, träckigen gebrochenen Spiegl.

00:15:42: Wir sehen immer nur sozusagen Ansätze von dem was wir sind.

00:15:45: Gott wird uns irgendwann so erkennen wie wir von Gott erkannt sind und dann werden wir uns auch verstehen.

00:15:49: und da so verstehe ich mich dass ich auf diesem Weg bin.

00:15:52: Ob ich damit richtig lege in Gottes Augen?

00:15:54: Keine Ahnung.

00:15:55: Das weiß ich nicht!

00:15:57: Gott wird sowieso anders handhaben, als ich das glaube, meine und denke, sonst wäre Gott nicht Gott.

00:16:02: Ich hoffe nur – das ist vielleicht auch das was du vorhin mit der Insta-Bio meintest – auf die Liebe, die Gott es dir irgendwie als Christin eigentlich verkünden will.

00:16:10: und sollte es so sein, dass wiedererwartend Gott nicht so viel Liebe hat dann kann ich nur sagen ja Gott, dann ist das dein Problem, dann gehe ich halt mit Jesus in die Hölle.

00:16:20: Wenn du nicht lieber hast, dann hast du Jesus Christ in die Bälle geschickt.

00:16:26: Dann ist das so!

00:16:28: Aber dann habe ich zumindest sehr gutes Leben.

00:16:30: Als Transperson in der Kirche und im Netz sichtbar zu sein und aber auch als Eltern von schwerbehinderten... Kind ist es, ich finde das erfordert schon auch Mut.

00:16:39: Also Mut den man nicht freiwillig manchmal hat sondern braucht musst du glaube ich auch entwickeln.

00:16:45: Wie schützt du denn deine Seele und deine Familie auch vor zum Beispiel verletzenden Kommentaren die du echt viel ja auch im digitalen Alltag erlebst?

00:16:54: Du machst häufiger Reels dazu.

00:16:56: da sieht man dann auch diese ekelhaften Kommentare.

00:16:58: oder auch wenn man in deine Kommentarspalte gehst wenn du sie nicht blockiert hast Wie schützt ihr euch und eure Seele?

00:17:27: Ja, oder ist egal.

00:17:30: So ist es ja leider nicht so.

00:17:31: und dann halte ich mich an Jesus macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon denn der ungerechte Mammon dieser Welt vergeht.

00:17:35: also auch Social Media in der Form wird irgendwann vergehen aber solange nutzt sich das um dieses Evangelium zu verkünden oder zu kommunizieren besser.

00:17:44: Verkünden finde ich echt schon blöd und wenn ich abends um irgendwann, wenn ich so Richtung Feierabend gehe dann das durch die Kommentarfunktion einfach ausstellt steht dann auch in der Caption.

00:17:52: Die Kommentar-Funktion ist deaktiviert.

00:17:53: nachts.

00:17:53: wir sollen schlafen und wir müssen...wenn es euch aufregt dann regt es euch halt auf aber dann könnt ihr..wenns euch so aufreget dass ihr da unbedingt was zu schreiben müsst dann tut es aber dann macht's morgen früh wieder ja?

00:18:02: Das sorgt für eine große Ruhe.

00:18:03: und ansonsten ist es so Insta-Kommentare sind Insta kommentare und mich fassen sie eigentlich Kaum an.

00:18:11: Ich mache Reels über diese Kommentare, ich mach das gar nicht so oft.

00:18:15: Teilweise manchmal ist Social Media voll mit Reals über die böswilligen Kommentare und es gibt... ...ich kann auch Inferno-Inzerinnerung oder auch Accounts, die das sozusagen immer wieder machen.

00:18:26: Und dann kommt irgendwie alle drei Wochen, sehe ich von dem selben Creator, der selben creator im Wiederen mal ein Reel, wo sich über die Kommentare aufgeregt wird.

00:18:34: Ich hab's zwei-, dreimal gemacht.

00:18:35: Ich find's langweilig, weil es ist erwartbar!

00:18:38: Und das ist es befeuert, diesen Mechanismus des sich aufregens über etwas.

00:18:42: Man schreibt einen bösen Kommentar und dann wird dieser böse Kommentar genommen um sich darüber wieder aufzuregen.

00:18:47: Also über die meisten Initialkommentare regle ich mich nicht auf.

00:18:50: Ich finde sie manchmal ablösend lustig und unreflectiert.

00:18:53: Das stehe ich vor wenn ich sage, ich glaube an einen machtlosen Gott und dann die Leute in mir die ganze Zeit um die Ohren hauen aber Gott da steht doch in der Bibel Gottes Allmacht.

00:19:01: und ich so ja ich glaube machtlos und machtlos ist nicht allmacht.

00:19:04: bitte zuhören bitte genau hin Hinhören und dann kann es immer noch andere Meinungen sein.

00:19:08: Und die Leute ist einfach nicht zuhören.

00:19:10: zur Ende.

00:19:11: Ja, das ist ja schon fast inhaltlich dieser eine Kommentar an denen ich gedacht habe, da hat jemand geschrieben man sollte dich aus deinem Kular händen.

00:19:17: Ich möchte

00:19:18: jetzt hier nicht Spielverderberin sein aber das kann man ja eigentlich

00:19:22: schon anzeigen.

00:19:24: Das hab' ich auch getan.

00:19:25: Die gibt's auch bei diesen sehr wenig.

00:19:28: Also wirklich so Bewaltung sind wenig.

00:19:30: also klar es gibt doch sozusagen natürlich immer die von Heresy und ich werde in ewigem Feuer brennen wo ich mir denke, wenn du das glaubst ist okay.

00:19:39: Hätte ich neulich eine Diskussion mit einem, es war schon wieder lustig mit so einen ganz strangen Rechtsaußenkatholiken der mir dann erklärt hat was die richtige Lehre ist und soll mich doch bedanken dass die Zähne umhalten.

00:19:48: und dann habe ich nur gefragt Das Nizernum mit oder ohne Filioque.

00:19:51: würdest du mir das bitte beantworten?

00:19:52: Also Filioke ist

00:19:54: so

00:19:54: ein... Vielleicht für die, die das nicht wissen.

00:19:56: Weil es ist so bisschen Specialwischen-Kirchenbeschichte.

00:19:59: So einen Wortzusatz im lateinischen Überlieferungstext des eines Glaubensbekenntnisses was die Ostkirche ablehnt und die Westkircher aber sagt, dass muss rein.

00:20:06: Und darauf kam dann keine Antwort mehr.

00:20:08: Es konnte mir leider nicht beantwortet.

00:20:10: Das fand ich dann schade!

00:20:11: Ich will sagen, Insta-Kommentare sind Insta Kommentare, das nehme ich nicht wirklich ernst.

00:20:14: Also, was mich ärgert tatsächlich?

00:20:16: Die gibt's auch.

00:20:17: Das sind so manchmal so, kommen manchmal wieder von so Kollegen... die mir dann auf einmal nicht sagen, ich bin da ganz anderer Meinung und auch mal Argumente bringen.

00:20:25: Geht's auch an Diskussion?

00:20:26: Das ist voll okay.

00:20:27: für mich kein Problem!

00:20:28: Sondern einfach so hatte ich mal einen, der mir dann sagt damit sei ich doch nicht mehr berechtigt im Farm zu sein wenn ich tatsächlich sowas glauben würde.

00:20:36: Und es ginge um Gnade und Rechtfertigung und nicht um Segen und Umsegen.

00:20:43: Ich hab nur geschrieben am Anfang und Ende aller Begegnungen steht Segen Und das ärgert mich dann.

00:20:48: Wenn ich nachfragen stelle, meinst du es so und da nichts mehr kommt?

00:20:52: Das finde ich dann nur richtig nervig.

00:20:54: Weil ich denke okay diese Kollegen die kann ich auch mal tatsächlich in live begegnen und ich denke mir so.

00:20:59: also Du darfst anderer Meinung sein damit habe ich kein Problem.

00:21:02: aber wenn du dann nicht einmal mehr Nicht mal mehr ins kurs gehen kannst das habe ich einfach öfter zum paar Die nerven mich irgendwelche dummen kommentare die mehrere sie vorwerfen und so die fassen mich nicht an oder die meine Meine gesteckte abwerten weil dies denke ich mir so ja dann macht es doch es hat mit mir nichts zu tun.

00:21:18: Es hat was mit euch zu tun, nicht mit

00:21:20: mir.".

00:21:20: Jetzt ist aber noch nicht passiert, dass so ein Kollege der solche Sachen schreibt, das du ihm dann wirklich begegnet bist in live oder?

00:21:27: Und hast du schon mal jemanden live angesprochen auf die Kommentare?

00:21:30: Bisher tatsächlich noch nicht!

00:21:36: Schade!

00:21:38: Der Tippte mir einfach nur falsche Theologie als Antwort und ich so, ja, auf und unter meine falschen Theologie kann man ja auch so sehen.

00:21:45: Hast Du

00:21:45: Argumente?!

00:21:46: Fragezeichen, kam nichts.

00:21:49: Also Theologie als falsch zu qualifizieren ist schon ... hu?

00:21:54: Weil eigentlich haben wir das gelernt es gibt keine richtige und keine falsche Theologie weil ich kann nicht.

00:21:58: Es gibt Theologie die man schlecht findet, die man kritisch sieht Die man kritisieren darf.

00:22:03: Das darf man auch meiner.

00:22:05: Aber falsch ist schon eine ganz schöne Anmaßung.

00:22:08: Und dann habe ich ihn mehrfach konfrontiert.

00:22:10: Ich frag ja was denn jetzt?

00:22:11: Jetzt kommt noch mal und dann haben nix.

00:22:13: Naja Irgendwann hat er dann blockiert.

00:22:16: Das fand ich schade, aber vielleicht treffe ich ihn irgendwann wieder.

00:22:20: Ja, ich hab den Eindruck Theologie zu betreiben auf Instagram ist auch gar nicht so trivial.

00:22:26: ja weil es ja auch relativ kurz alles ist.

00:22:28: Du musst dich echt kurz fassen und in Theologiestudium... Ich meine man liest ja endlose Abhandlungen über Leute die sich jetzt über zwei Jahrtausende gegenseitig die Meinungen sagen warum das eine falsch das andere richtig ist und es gibt mal wieder neue Entwicklungen.

00:22:42: deswegen Ist das auf jeden Fall eine Herausforderung.

00:22:45: Was würdest du sagen, wie gut ist der Stand der Theologie?

00:22:48: Ich sag's jetzt einfach mal so, du wirst es gleich besser formulieren in Instagram abgebildet.

00:22:53: Wie gut machen wir das schon?

00:22:55: Wie gut macht die Theologinnen und Theologen da draußen was?

00:22:59: Also erst einmal wird unglaublich viel Theologin konzentriert ... Auf Social Media, dass nämlich schon war.

00:23:03: Es gibt ja auch sozusagen selbst das, was so superreichweitenstark Accounts wie Liebe zur Bibel machen oder so, ist ja Theologie!

00:23:12: Ich würde nicht mal mehr sagen, es ist eine falsche Theologie.

00:23:15: Es ist eine sehr kritische Theologie und auch eine machttrunkende Theologie, die versucht andere Menschen in ihre Einflussphäre zu bekommen.

00:23:25: Und deswegen ist sie zu kritisiert, ob sie falsch ist.

00:23:29: Die ist reichweitenstarkt weil sie sozusagen krass dieser Vereinfachungsmechanismus von Social Media benutzt.

00:23:35: Ich hab das Gefühl, dass manche theologischen Content, die ich gar nicht schlecht finde, dich auch mag.

00:23:39: Sie haben das Problem auf Social Media und was ich sage ist sozusagen diesen Versuchen.

00:23:45: Vielleicht ist das auch richtig?

00:23:46: Ich will nicht sagen, dass es falsch ist aber sie versuchen, sie verstehen den Versuch sozusagen der Zuspitzung und damit verschwitteln sie bei Social Media.

00:23:53: Das ist etwas schweres.

00:23:55: Es gibt natürlich auch... Professor in Crowns, die super gute Theologie.

00:23:59: Aber das ist schon wieder so wissenschaftlich was total wichtig ist dass es das gibt.

00:24:03: aber das kommuniziert glaube ich nur in sozusagen nur in die eine Bubble rein und da würde ich mir wünschen mutiger und experimentierfreudiger werden.

00:24:12: Ich versuche es, ich sage nicht, dass jedes Real- und jede theologische Position von mir fertig ausgereift ist, das ist auch ein Denkprozess an dem ich da als Hauschenmediatheil haben lasse.

00:24:21: der kann in einem halben Jahr schon wieder anders aussehen darf es auch.

00:24:24: deswegen ist es trotzdem nicht falsch was gerade ist sondern es ist Versuch aus den Bubbles rauszukommen.

00:24:31: Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir einfach das Zuseher unsere großen Wörter lieben die Wahrheit oder Gnade und Barmherzigkeit, aber wir diese Wörter nicht mehr schaffen zu füllen.

00:24:46: Und damit werden sie so leere, leere Hülsen... Oder wir haben sie vielleicht für uns gefüllt, dass wir es schaffen, ist nichts zu kommunizieren!

00:24:53: Ich schaff das auch nicht immer um Gottes Willen.

00:24:56: Aber da müssen wir mutig werden, da versuchen, zu kommunikieren und drüber zu sprechen aus diesen, ich nenne es mal Bekenntnistextartigen Regularien rauszuholen hinzu.

00:25:07: Wir füllen die jetzt mal mit unserem heutigen gegenwärtigen Glauben und nicht sofort immer mit der Angst oder das könnte vielleicht jetzt nicht hundertprozentig der Confessor Augustana entsprechen oder nicht hundabrozentig Bekenntnis XY oder es gibt da vielleicht die Bibelstelle Y, die dem widerspricht?

00:25:24: Das gibt alles!

00:25:25: Aber wir reden ja erst mal über.

00:25:26: auch dass ist ja die Chance von Social Media.

00:25:28: Es ist immer eine individuelle Klausensbotschaft die ich auch mal so sage, ich glaube, sag ich.

00:25:33: So fängst du an Ich-Glaube und nicht ihr müsst mir glauben sondern ich glaube jetzt XY Und ihr könnt euch dazu verhalten und das wünsche ich mir dass wir da im kirchlichen Kontext in geologischen Kontext mutiger werden Da mehr diese Themen zum Klingen zu bringen und das was uns bewegt zu kommunizieren.

00:25:52: All ansonsten überlassen wir den wie Machtvollzuspitzen und macht Machtvoll erklären wie die Welt zu sein hat.

00:25:59: Das ist sozusagen eigentlich total weder christlichen Theologie zuwider, finde ich.

00:26:04: Weil wir als christliche Gemeinschaft – der Gründungsmoment unserer christlichen Gemeintür ist ja gar nicht Pfingsten für mich, sondern es ist viel früher – nämlich der Himmelfahrt, wo wir auf einmal von unserer Heizgestalt Jesus Christus allein gelassen werden.

00:26:19: und selbst entscheiden müssen, und selbst handeln müssen.

00:26:21: Und selbst sozusagen agieren müssen!

00:26:23: Und selbst unsere Hoffnung in die Welt stellen müssen.

00:26:26: Fingsten ist eine schöne Bestätigung aber erst mal sind wir allein gelassen in dieser Welt und können nicht sagen hier unser religiöser Anführer sagt XYZ sondern der ist auch schon sehr widersprüchlich wenn wir Lever gegen uns angucken In diesen Kontext zu kommunizieren.

00:26:40: und so sagen wir wissen es auch nicht besser Wir stellen das einfach mal zur Diskussion.

00:26:45: Ich finde den Gedanken richtig schön, dass das der Startpunkt ist.

00:26:48: Diese Himmelfahrt... Weil vorher hat Jesus ja immer uns gesagt was zu denken ist und was er denkt und da hat ihn die Tische umgeschmissen und hat irgendwelche schönen Gleichnis erzählt.

00:26:58: Und dass das auch der Punkt ist wo wir selber unseren Schmerz und unsere Wahrheit uns trauen müssen laut auszusprechen.

00:27:07: Du hast dafür

00:27:09: auch noch auf die Frage etwas passiert denn jetzt wann kommst du denn wieder?

00:27:12: Es soll da eigentlich gar nichts wissen.

00:27:13: Das sagt Jesus ja in der Apostelgeschichte, also kriegt er den Mund gelegt ist mir auch klar.

00:27:17: aber das ist ein sehr starkes Bild.

00:27:20: die Gestalt auf die wir uns als Christinnen alle berufen hinterlässt uns mit dem ihr soll erst mal gar nichts Wissen und da... Und dann

00:27:27: müsst du auch nicht zu wissen

00:27:28: ne?

00:27:28: Ne müssen wir vielleicht auch nicht sondern wir sollen glauben Wir sollen hoffen Wir sollen lieben Aber wir sollen Nichts wissen und nicht über andere beherrschen.

00:27:39: Ja Du wurdest für eine Weihnachtspredigt ausgezeichnet.

00:27:43: Also du bist eine preisgekrönte Predigerin, in den ukumenischen Predigtpreis hast du bekommen und da wurde dann gesagt dass du das riskante gewagt hast und die Brüche in der Idylle aufgezeigt hast an einer deiner Weihnachtspredigten.

00:27:56: welchen Schmerz oder welche Wahrheit in unserer Gesellschaft trauen wir uns in Kirche viel zu selten laut auszusprechen.

00:28:02: was würdest du sagen?

00:28:05: Vielleicht der Sachverhalt ist nach fast zweitausend Jahren Kirchengeschichte davon mal ausgehen müssen, dass die schöne Hoffnung, das am Ende alles gut wird vielleicht in Frage steht.

00:28:16: Und vielleicht ist nicht.

00:28:18: der Moment gibt es wo Gott alles aufräumt und alles Gut wird und alles Schönes.

00:28:23: Das ist für mich auch dieser Moment von Weihnachten, dass wir ja eigentlich den Schwächsten Gott glauben, dem man sich vorstellen kann als Christin wenn das ein kleines hilfloses Kind ist.

00:28:34: Das ist dann keiner, der irgendwie auf dem Tisch haut.

00:28:37: Das is kein Gott, der die Welt umstürzt.

00:28:40: im Sinne von jetzt räumt er mal auf Auch wenn diese Vorstellung, ich kann es total nachvollziehen, diesen Gedanken so hebt.

00:28:45: Gott wird für Gerechtigkeit sorgen wie jetzt mal hier mit einer großen Faust.

00:28:50: Ich finde ihr auch total verlochen und ich kann jede Sehnsucht danach total verstehen, ich hab sie selbst oft genug Diese Gerechtigkeiten aber wir haben da eigentlich wenig Grund zu... Hoffnungen zu.

00:29:02: Also zumindest so, wir haben da eigentlich wenig Content zu das wirklich zu meinen.

00:29:07: also ist meine Perspektive

00:29:09: Ja ich habe gerade gedacht die Worte Ende und gut sind natürlich auch super erklärungsbedürftig wenn wir ja auch an die Ewigkeit glauben.

00:29:16: und Gut ist ja sowieso auch ein sehr relativer Begriff.

00:29:20: Ja klar, gut ist absolut relativ.

00:29:24: Ich glaube ja auch dass die Vorstellung von der Allversöhnung das größte Gericht eigentlich keine gemütliche Vorstellung ist sondern ein absolut schlimmer kann mein Gericht gar nicht denken.

00:29:32: auf einmal muss ich dann mit denen mich versöhnen die um Gottes willen als um Gottes will also mit dem ich mich dann alles versöhne muss.

00:29:39: Ist schon anstrengend!

00:29:40: Also gut wird es nicht und das ist auch richtig dieses Ende oder so.

00:29:44: wir glauben in die Ewigkeit genau Und die Ewigkeit ist etwas, was vor uns ist.

00:29:48: Was während uns ist und nach uns ist... ...und nicht irgendwelche Anfangen nimmt an irgendeiner Stelle.

00:29:54: Sondern

00:29:55: ich habe gerade diese von diesem Gott der so schwach isst und dadurch eine Stärke gewinnt.

00:30:01: Ja!

00:30:02: Ich hab mir trotzdem ein ganz interessantes Buch gelesen.

00:30:04: Der Mythos der Erlösenden Gewalt von Walter Wink.

00:30:09: Kennst du den?

00:30:11: Da steckt das ganz stark drin zumindest diese Art der Theologie von dieser Schwäche.

00:30:16: Und deswegen habe ich dich jetzt gerade so, ich weiß nicht ob ich es richtig verstanden hab dass die Wahrheit eigentlich ist wie schwach wir eigentlich sind alle.

00:30:24: Wir versuchen uns oft somit Macht zu übertünnchen und mit Stärke.

00:30:28: aber eigentlich die Wahrität die wir nicht aussprechen auch als Kirche würde ich sagen ist dass wir eigentlich es auch nicht wissen und auch schwach sind aber daraus auch eine enorme Stärke ableiten.

00:30:39: Aber das ist natürlich was, was schwer vermittelbar ist.

00:30:42: und jetzt noch ein Social Media!

00:30:43: Ja also

00:30:44: ich finde ja auch Machtlosigkeit ist nicht Unmöglichkeit oder ist nicht Handlungsunfähigkeit.

00:30:49: Das wird dann immer so schön hochgesagt.

00:30:51: Also machtlosigkeit is Handlungs-Unfähigkeit?

00:30:53: Das stimmt nicht.

00:30:55: Machtlosigkeiten ist erstmal nur der Versuch erst mal nur sozusagen sich der Mechanismus von Macht zu enthalten nämlich andere dazu zu bringen bis zu tun was sie nicht wollen

00:31:04: diesen negativen Form von Macht, würde ich sagen.

00:31:07: Vielleicht ist das für mich steckt ja ein Macht auch einfach nur machen oder?

00:31:10: Also dass jemand was macht...

00:31:12: Ich finde tatsächlich Ja da ist sozusagen die deutsche Sprache, wir haben da sozusagen diese Wortverbindung.

00:31:17: aber Macht finde ich als die Macht ist für mich immer eine Form von Beherrschung, auch wenn sie noch so positiv gemeint ist.

00:31:26: Vielleicht ist das auch sozusagen ein Gedanke der gerade für die heutige Zeit wo die Klimakrise zuschlägt nochmal wichtiger ist dass es eben nicht nur um meine individuelle Erlösung geht sondern auch um den Erlösen der ganzen Schöpfung.

00:31:37: und ich nehme mal folgendes Beispiel warum ich finde das macht grundsätzlich immer eine Beherrschungsmoment in sich trägt und beherrschen eigentlich mit Liebe nicht verbinden zu bringen und schon gar nicht mit göttlicher Liebe.

00:31:50: Das heißt nicht, dass Macht erst mal ethisch böse ist oder schlecht.

00:31:53: Sondern das sie erstmal nur sozusagen einfach nicht verzahnbar ist.

00:31:56: wenn wir von der vollkommenden Liebe ausgehen Ein Auto-Unfall passiert und ein Auto rutscht irgendwie in den Seitengraben Und er ist voll mit Brombergestrüpp.

00:32:05: Natürlich muss die Feuerwehr um die Menschen zu retten und es ist auch richtig so dieses Brombergestrüp wegschneiden damit sie da überhaupt herankommt.

00:32:12: Aber im Moment beherrscht Sie diese Brombehecke.

00:32:15: Ich schneide in meinem Garten auch meine Hecken aber ich beherrsche sie in dem moment.

00:32:20: Ja, kann man biblisch sagen.

00:32:21: Sollen wir auch nach Genesis?

00:32:22: Aber wir beherrschen sie und schneiden sie weg!

00:32:24: Wir nehmen diesen Geschöpf Gottes... Wenn ich gerade die ganze Schöpfung des Gottes, dann muss sich auch die Brombe hacken, die mich vielleicht gerade nervt um da in dieses Auto zu kommen, um Leben zu retten, wegschneiden.

00:32:33: Richtig so!

00:32:33: ethisch geboten, keine Frage.

00:32:35: Aber in dem Moment ist eine Macht aus Übung über etwas anderes was sozusagen darunter leidet.

00:32:39: Die Prumpehäcke hatte mit diesem Autounfall nichts zu tun.

00:32:42: die wollte nicht weggeschnitten werden.

00:32:43: sie will wachsen und leben und das darf sich auch irgendwann von Willen da überhaupt sprechen will aber Sie ist einfach erstmal da aber wir schneiden sie weg in den moment um Leben zu retten.

00:32:50: vollkommen richtig Und ich glaube denn ich das hier zu sagen auf Gottes Rettungshandeln übertrage glaube ich dass Gott nicht so rettet wie wir bei uns Rettungen oftmals ablaufen und es ist auch richtig so Macht ausgeübt wird.

00:33:03: Selbst in dem Moment, wo ich mein Kind wiederbelebe über Ich macht über dieses kind aus und weiß nicht oder ein menschen ob dieser mensch das in dem moment gerade wirklich will.

00:33:11: trotzdem ist es ethisch geboten Und ich glaube den

00:33:14: sind also macht ja auch für sorge du hast ja auch mal kärbeln

00:33:17: Ja.

00:33:17: aber in diesem moment ist es trotzdem erstes.

00:33:19: trotzdem eine beherrschung und liebe vollkommende liebe Vollkommen der liebe goddess die will freiheit Die will wie viel dass sie will das gegenüber von freiheit.

00:33:28: und ich glaube Für mich ist wenn Gott sagt ich erschaffe eine welt dann schafft Gott aus Liebe heraus, nimmt schon Macht ab.

00:33:35: Weil Gott bekommt ja in den Momenten gegenüber die Menschen, die Welt, die Schöpfung und die Prombelhecke.

00:33:40: Keine Ahnung!

00:33:42: Und in dem Moment wo Gott diese Weltschaft hat sich selbst für mich, das ist mein Glaube entschieden, sich selbst in seiner Allmacht zu beschränken und seine Macht anfangen abzugeben Aus Liebe heraus.

00:33:53: Für mich ist es die gesamte bimplische Geschichte.

00:33:55: Man sieht voll von Geschichten, wo Gott sozusagen mit seinen machtvollen Handeln scheitert und bereuen muss.

00:34:03: Und umkehren muss, das ist etwas was gerade im ersten Testament sehr stark ist aber eigentlich dass auch im zweiten Testament da ist wenn wir den Kreuzestodier so uns angucken.

00:34:13: So glaube ich das.

00:34:14: Das Gott selbst feststellt so Ich habe Menschen geschaffen die sind mir gegenüber und die liebe ich und den schenke ich ja auch Freiheit usw.

00:34:23: Und misst die Handeln auf einmal ganz anders als ich das vielleicht will oder für richtig halte oder so.

00:34:27: Selbst wenn sie falsch handeln ja handeln Sie erst mal anders.

00:34:31: Also schafft Gott ein Machtsysteme, scheitert damit Geschlechtwortgarten eben.

00:34:36: Dann sollen die davon nicht essen.

00:34:38: aber warum stellt Gott dann überhaupt diesen Baum da in die Mitte?

00:34:42: So, dann ist er halt zornig schmeißt sie raus und am Ende muss man sich eigentlich okay jetzt habe ich den Salat.

00:34:47: also gut dann schenke ich denen halt Kleidung dass die leben können weil das sollen Sie ja und so.

00:34:51: und diese Wellenbewegungen von Gottes eigenem Scheitern weil Gott selbst sozusagen an die Grenze seiner Macht und Gottes macht kommt wenn Gott immer wieder Liebe sein will.

00:35:00: Es ist was mir tatsächlich Hoffnung macht und die Rettung dann für mich daran besteht zu wissen, dass jegliche Machtstruktur dieser Welt eben auch letztlich zum Scheitern verurteilt ist.

00:35:10: Weil sie nämlich nicht beherrschen kann.

00:35:13: Und jegliche Worte, die wir finden für die Macht Gottes sind ja auch nur menschliche Kategorien die letztlich das möglicherweise gar nicht beschreiben können.

00:35:22: Also da liegt ja auch eine gewisse Ohnmacht in unserer Sprache zu versuchen, zu erfassen

00:35:27: was

00:35:27: dieses Göttliche sein soll.

00:35:29: Wo würdest du sagen stoßen Worte an ihre absoluten Grenzen?

00:35:34: Und was tritt dann an Ihre Stelle?

00:35:37: Ich weiß nicht ob Worte... also erst mal wir können der berühmte Karl Barcz satz Wir können nicht von Gott reden weil wir Menschen sind aber wir sind Theologin und müssen oder Gläubige und müssen deshalb von Gott reden, wir scheitern damit immer.

00:35:52: Das ist ja auch das was ich sage.

00:35:53: also wenn ich jetzt irgendwie versuche über Gott zu sprechen verräte es jede Rede von Gott verrät mehr über mich oder Über die Person die sie tut als übergott.

00:36:02: dass ist mir vollkommen klar.

00:36:04: meine gott So hoffe Ich das.

00:36:06: ganz andere ist wenn Gott existiert und dann wird Gott Ehe alles anders machen.

00:36:10: aber Nichts desto weniger glauben wir Als christendes dass Gott sich irgendwie dieser welt als liebe offenbart hat Und deswegen dürfen wir auch von Gott sprechen.

00:36:19: Ich weiß nicht, ob Worte an Grenzen schlossen.

00:36:22: Das ist tatsächlich ... Worte stürzen vielleicht insofern an Grenze als dass manche Worte für jeden Menschen ein bisschen unterschiedlichen Bedeutungsten außen haben und die muss man austarieren.

00:36:31: aber wenn man sie austariert dann öffnen sich Grenzen.

00:36:34: Und selbst Worte sind ja viel, viel mehr als das was ich jetzt sozusagen gerade spreche und was vielleicht irgendwie transkribiert wird sondern Worte.

00:36:42: und Sprache ist also unser Kindesnonnwärrball, also spricht nur ganz wenige Wörter.

00:36:46: aber trotzdem können wir uns unterhalten und kommunizieren und das ist glaube ich das Wichtige dass deswegen glaube ich nicht des Sprachen in dem Sinne an irgendeine Grenze kommt die sozusagen Realität nicht mehr abwerten kann.

00:36:59: Also Sprache hat natürlich eine Grenze in sozusagen, sie kann verletzen.

00:37:03: Sie kann machtvoll genutzt werden und da ist ne ethische Grenze.

00:37:07: zu sagen Ist es geboten.

00:37:10: aber ich glaube nicht dass wir mit Sprache so eingeschränkt sind das wir nicht alles ausdrücken können was wir versuchen auszudrücken sowohl oder das was bei Gott

00:37:19: ist ja die eine Seite was ob wir dann auch verstanden werden von jemand anderen das ist natürlich Die andere Facetten.

00:37:26: Genau, aber wir haben nur Kommunikation.

00:37:29: Wir können nicht nicht kommunizieren.

00:37:31: Ich weiß, es gibt zu diesem Wunsch noch mehr als das, was ich sagen kann und da heißt dann Gott vielleicht gibt's das?

00:37:40: Ich persönlich finde, mich überzeugt das nicht.

00:37:43: Aber das verrät ja wie gesagt erst mal wieder nur über mich, also über Gott oder über

00:37:48: Glauben.

00:37:48: Du hast jetzt gerade beschrieben Gott und wie man nachvollziehen kann dass er immer wieder in Phasen so scheitert Wenn du selber so das Gefühl hast, vielleicht als Elternteil und als Pfarrerin oder auch überhaupt im Leben.

00:38:01: Wenn alles sehr viel ist, wenn du vielleicht extrem erschöpft bist ab und zu was ja alle Eltern kennen oder jeder Mensch in irgendwelchen Lebensphasen die anstrengend sind.

00:38:12: Haarst du dann mit Gott?

00:38:13: Bist du wütend oder wer ist adressat dieser Erschöpfung?

00:38:18: Ich muss niemandem für meine Erschöffung verantwortlich machen also beziehungsweise höchstens sozusagen strukturelle Systeme oder so.

00:38:26: Aber das ist vielleicht auch deswegen, was ich jetzt gerade bei der Aufnahme dieses Podcasts ein bisschen bei mir aus Social Media TV trug, denn ich sage, ich brauche nicht Gott je so tot für die Vergebung meiner individuellen Sünden.

00:38:37: Also ich kann schon zu dem, was Ich tue und weil wir ich lebe, meine Selbststehen und meinen Verantwortung übernehmen.

00:38:42: Und da muss ich mich mit Gotthardern... Verstehe den seelsorglichen Gedanken dahinter und ich finde es auch total stark, gut dass wir eine biblische und christliche Tradition der Anklage Gottes haben.

00:38:54: Aber ob das für mich, meinen Glauben braucht ist, weiß ich nicht oder für mein Selbstverständnis.

00:39:01: Du hast jetzt erst mal Nein gesagt du brauchst das nicht?

00:39:04: Ja genau, brauche ich vielleicht nicht.

00:39:06: Das heißt nicht, dass ich als Paar in eine türkisch-seelsorglich wenn ich das merke okay die Person mir gegenüber die Braucht ist.

00:39:14: Das mag jetzt einiges schockieren.

00:39:15: Wenn ich als Fahrer in Handle, Theologisch-Handler und gucke was braucht die Person, was braucht es gegenüber?

00:39:21: Was hilft ihrer Seele?

00:39:22: Was helft in ihrer Situation Beziehung aufzubauen zu Menschen und Gott?

00:39:26: Und wenn ich das Gefühl habe, die Person brauche jetzt keine Vergebungszusprache oder die Person braucht eine Anklage Gottes dann kann ich das aus der Tradition heraus auch umsetzen und finde es richtig, das umzusetzen und finde nicht verlogen oder falsch nur weil für mich ist es nicht brauche.

00:39:40: Das ist vielleicht noch meine Farbenaufgabe.

00:39:42: da hin zu sozusagen, klingt jetzt böse?

00:39:46: Ja.

00:39:46: Ich glaube es wird viele fürchterlich aufregen.

00:39:48: Hin zur Dienstleistung zu sagen, zu einer religiösen Dienstleistungen ich gucke was du brauchst um heil zu sein.

00:39:54: Meine Lieblingsfrage in Trauergesprächen ist Was wünschen sie sich für die verstorben Personen?

00:39:59: jetzt und da erfahre ich unglaublich viel.

00:40:03: Was Hoffnungen sind, was hilft und heilt und trägt und da findet Auferstehungsbericht von den Angehörigen.

00:40:09: Für mich stabte ich mit erleben darf Und da muss ich nicht sagen, in den Bekenntnisschriften steht bla-bla-bla oder da und da steht bla blabla.

00:40:18: Oder im Zweitausendjahr in der Kirchengeschichte wurde das nicht mehrheitlich tradiert oder in der Bibel steht, sondern da spüre ich was.

00:40:25: Das dann ins Gespräch zu bringen mit dem, was in der Tradition steht?

00:40:31: Die Verse die Worte aus der Schrift, aus der Traditionszufindung, die das vor Gott bringe transportieren – das ist doch meine Aufgabe!

00:40:39: Nicht meinen Glauben oder Bekenntnis... da runter zu beten.

00:40:44: Sondern die Hoffnung, die Menschen haben ernst zu nehmen?

00:40:47: Ja weil sie könnte genau so viel richtiger sein als meine eigene und umgekehrt

00:40:52: auch.

00:40:52: Gibt es so Sachen wenn du diese Frage immer wiederstellst wo du sagst das deckt sich.

00:40:57: also ich konnte mir jetzt vorstellen dass Menschen sagen Personen jetzt gut geht.

00:41:02: Also wenn ich mir was wünsche, würde es das sie keine Schmerzen mehr hat zum Beispiel oder Geborgenheit dass die Liebe erfährt solche Dinge.

00:41:08: also ich könnte selbst

00:41:09: vergibt so etwas

00:41:11: durchgehen und ich könnte da zusammen mit einer wissenschaftlichen Erhebungsmethode rangehen und gucken was haben wir Leute gesagt?

00:41:16: dann können sich sozusagen klärpunkte könnt euch alles berechnen.

00:41:19: ja Natürlich gibt es Schwerpunkte und auch da gilt die gaussische Normalverteilung, wo sich in einem bestimmten Bereich der Person jetzt gut gehen soll.

00:41:30: Sie soll erlöst sein oder so, um sich die meisten sammeln.

00:41:34: Ja?

00:41:34: Das ist nicht schlimm!

00:41:39: Ist überhaupt nicht schlimm, sich einfach mal ein paar

00:41:41: Menschen zusammenzusetzen... Nee, ich war... Jetzt hast du das somatematisch gemacht.

00:41:44: Ich wollte das eigentlich emotional hören.

00:41:47: Entschuldigung, ich wollte jetzt eigentlich... Ich wollte das doch jetzt eigentlich nicht mathematisch abwerten, sondern tatsächlich wollte ich dich fragen was sich besonders davon berührt.

00:41:57: Also vielleicht gibt es etwas wo... Das hört er sich nämlich eigentlich so an.

00:42:01: Am meisten hat mich tatsächlich als ich mal die Fragen gestellt was wünschen sie sich?

00:42:05: oder wo?

00:42:05: manchmal auch so versuche ich die Frage Wo ist die Person jetzt?

00:42:10: Wenn da einmal in der Urne kam Da hab ich so singe, ja, dann bin blöde Fragesteller da.

00:42:18: Und dann hab ich gesagt, ist das hoffnungslos?

00:42:20: Nö!

00:42:21: Also es ist erst mal absolut ernst nehmen dessen was es ist.

00:42:25: Die Person isst in der Urna und die bekraben wir jetzt.

00:42:28: Ja Natürlich begraben wir die.

00:42:30: Wir sagen sogar Erde zu Erde Asche zur Asche Staub zu Staub.

00:42:33: Das sagen wir bei den Bestattungstrittos.

00:42:36: Dass das hat nicht tatsächlich sehr berührt weil's dieses absolut Ernstnehmen vom Tod war.

00:42:43: Das nicht heißt, dass es ein anderer schlechter ist.

00:42:45: Klingt jetzt so, aber es war ein singulärer Moment, deswegen treffe ich die jetzt raus.

00:42:50: Oftmals kommen solche Sachen im Himmel bei den Menschen, die sie lieben und das ist ja auch im Prinzip unsere christliche Hoffnung.

00:42:58: Die Auferstehung stellt wieder Beziehungen her.

00:43:03: Und Tod vernichtet Beziehung.

00:43:05: Deswegen kann ich total schätze, wenn das Menschen sagen ... Ich glaube, dass Maria jetzt bei ihrer Geliebten ... oder ich hoffe, dass sie jetzt keine Schmerz mehr hat.

00:43:17: Auch dieses Heilwerden und so ... Und dieses Angenommen sein wird sehr oft gesagt.

00:43:23: Aber diesen Moment in der Urne, dieses Ernstnehmen vom Tod fand ich auch irgendwie ganz stark?

00:43:28: Ja, mir gefällt es deswegen auch weil das nicht überspringt.

00:43:32: Es ist wie der nächste Schritt.

00:43:33: ja die Person ist tot und jetzt ist sie da drin.

00:43:36: von daraus können wir weitergehen.

00:43:42: der Theologie, die wir kommunizieren über Social Media.

00:43:46: Dass wenn wir Worte benutzen wie ... Du sagst ja auch in deinem Realtest.

00:43:49: Für mich ist Jesus nicht, für meine Sünden ist er nicht gestorben!

00:43:52: Schon alleine Leute, die das sehen, die an den Sündenbegriffen nicht kennen oder nicht zuordnen können?

00:43:57: Oder Gottes Allmacht oder Gottes Liebe?

00:44:00: Das habe ich vom Gefühl her, dass es kommunikativ ist.

00:44:04: Jeder hat eine Zielgruppe aber das ist für Leute, Was kann ich sehen und wie führe ich jemanden hin?

00:44:13: Was hast du die Erfahrung gemacht, wie kann man jemandem gut hinführen vielleicht auch über solche Medien zu Themen, die so groß sind.

00:44:21: Wie eben christliche Theologie?

00:44:24: Ich will die gar nicht hinfüllen.

00:44:28: Das ist schon wieder dieser Pfingstgedanke im Sinne von Da kam der Geist und dann ist der Petrus daraus gegangen, da haben wir so richtig schön gedreht.

00:44:38: Und dann sind fünf tausend Leute der Gemeinde zugefügt worden!

00:44:41: Und alle hin in die Hymur und diesen Meer geworden... Das ist ja eine krasse Kirchen theoretische Überforderung, diese blöde Wingsverschleinsten wunderschöne Geschichte.

00:44:51: Warum muss ich Leute dahin führen?

00:44:55: Verkaufslogik.

00:44:56: Also so eine, ich muss als Christentum irgendwie was verkündigen um Menschen zu erreichen und ich muss sozusagen den, was muss sie erreichen?

00:45:04: Die sollen doch jetzt bitte schön endlich mal unsere Fragestellung, unsere Gedanken zur Theologie oder zu den großen Worten und zu den Großen Fragen jetzt annehmen.

00:45:13: Weil ich mir denke so wenn sich die letzten zwei Jahre...

00:45:14: Okay ganz kurze Unterbrechungen ja ganz kurz unterbrechen!

00:45:17: Ich glaube nämlich dass du das schon auch machst.

00:45:19: also deine Weihnachtsprädicht wurde genau deshalb auch ausgezeichnet Weil du nämlich zum Beispiel gesagt hast, was dieses Kind in der Krippe bedeutet.

00:45:26: Du hast gesagt hier ist uns kein Elin mit der Kettensäge und keinen Trump, der irgendwelche Leute begrapscht sondern wir haben da so ein Kind hingelegt bekommen.

00:45:35: Und ich würde schon sagen dass das einen zum Evangelium hinführen ist also zu sagen Was bedeutet es eigentlich?

00:45:41: Immer wieder neu kommunizieren wie's in deine Welt rein spricht Hast du eigentlich gemacht indem du gesagt hast wo sind denn die leute mit ihnen Gedanken was kriegen sie denn mit?

00:45:50: und das dann verknüpft.

00:45:51: Also deswegen überrascht mich deine Antwort jetzt noch ein bisschen, weil ich den Eindruck hab du machst es als Pfarrerin eben doch!

00:45:57: Es kann sein dass ich's tue aber meine Motivation ist nicht ihm jetzt endlich das richtige Layout zu präsentieren um sie zu erreichen oder um ihnen zu erklären so hey euch fehlt was nee genau okay dann habe ich eine Frage falsch erzählt oder ich habe gerade selbst nicht so ganz danke für die Rückfrage nochmal etwas gelernt.

00:46:15: es geht mir nicht darum denen einen Defizit aufzuzeigen dass sie haben, wenn Sie sich damit nicht beschäftigen.

00:46:21: Und ich kann dieses Defizit dann füllen mit ... Schaut mal her, ihr seid mich reflektiert genug über den Tod oder was weiß ich?

00:46:27: Sondern ich hab ein Evangelium, sondern ich erzähle da tatsächlich von meinem Glauben und entweder dotten die Leute an oder halt auch nicht.

00:46:35: Und meine Motivation ist nicht ... Wahrscheinlich

00:46:38: hatte ich das Wort Hinführen benutzt.

00:46:40: Vielleicht war das

00:46:42: so.

00:46:46: Vielleicht meinte ich eher zugänglich machen.

00:46:50: Laufen muss man selbst.

00:46:52: Es gibt Menschen, für die es in meiner Art zu predigen nicht zugänglich ist und das ist auch okay.

00:46:57: Ich habe mich total über den Predigpreis gefreut.

00:47:03: ja ich hab die Predige auch eingereicht und ich mochte Maxi auch.

00:47:07: Gute Predigt darf ich auch so finden.

00:47:08: Man soll das Licht nicht unter den Schiffel stellen, aber ich würde mir ja nicht anmaßen dass wirklich die beste Predigt im Jahr zweitausendfünfzig war, die in deutschen Sprache umgehalten worden ist.

00:47:18: Das war die Predigt, die unter dem Eingereich der Jury am besten gefallen hat!

00:47:22: So und das will sagen jemand anderen hat sie vielleicht überhaupt nicht gefahren.

00:47:28: Das ist auch vollkommen in Ordnung und deswegen ist eine gute Predigt es für mich dann wenn Sie den Raum lässt, dass Menschen denn durch die Bewegung kommen und wohin diese Bewegung führt, das ist total egal.

00:47:39: Und wenn die Bewegung dahin führt dass die Bewegungen sind, das nicht meins ich glaube oder ich sehe folgendes als Hoffnung oder als in den letzten Dingen dann ist es genauso wertvoll wie wenn Menschen sagen ja da kann ich zustimmen, da gehe ich mit.

00:47:53: Also jetzt beim Einschulungsgottesdienst da stand ein Kind vor mir, einen Eingeladen zum Segen und er stand dann da so und sagt ich will aber keinen Segen.

00:48:00: Aber ich hatte den Reflektorenengeln, denen ihr da verteilt.

00:48:03: Ich habe gesagt okay cool,

00:48:04: das

00:48:05: finde ich richtig stark von dir zu nehmen.

00:48:06: Das finde ich wirklich gut.

00:48:08: behalten ist für dich diese Freiheit in diesen Mut und diese Selbstbestimmtenheit.

00:48:14: Ja das ist schön das auch anzuerkennen dass man die Gegenleistung nicht bringen muss sondern na klar kriegst du auch so Es ist kein Tausch, musst nicht den Segen empfangen um den Reflektor-Engel mitnehmen zu dürfen.

00:48:26: Du darfst nur dem Segen und musst auch den Reflexor-Engeln nicht haben?

00:48:29: Genau!

00:48:29: Also du hast eingangs gesagt Instagram ist dein Hobby.

00:48:33: Was darin ist Hobby oder Leidenschaft für dich?

00:48:36: Wieso machst du das?

00:48:38: Gute Frage So genau weiß ich es nicht.

00:48:40: Ich mach's einfach Mach dir viel wenn der Tag lang ist.

00:48:44: Ja ich würde jetzt in einem Hobby oder einer Leidschaft unterstellen dass sie einem irgendwie auch Kraft gibt.

00:48:49: Deswegen hat mich das so überrascht, dass du es so ausgedrückt hast.

00:48:53: Es gibt tatsächlich so Kraft, dass es viele Begegnungen und Beziehungen Freundschaften entstanden sind, die es wahrscheinlich sonst nicht gegeben hätte.

00:48:59: Dass man auf einmal anderen pflegenden Eltern begegnen kann, weil das tut man im Alltag eher nicht.

00:49:06: Das ist sozusagen für ein sehr wichtiger Bestandteil.

00:49:10: Das war gar nicht so geplant, dass es dann irgendwann so entstanden und man hat sie immer so gefunden.

00:49:15: Aber ist das eben auch eine Kommunikationsform unserer Zeit?

00:49:20: Und ich bin vielleicht nicht gut in Smalltalk, aber ich kommuniziere auch einfach gerne.

00:49:24: Tausche mich gerne aus und höre Positionen und Gedanken.

00:49:28: Ja, und es macht doch ein bisschen spaßlustige Videos zu produzieren sich Gedanken zu vertiefen und auch durch einen oder den kritischen Kommentar noch mal was dazu zu lernen, nämlich auch

00:49:38: gibt's auch manchmal.

00:49:40: So, jetzt unsere zwei Abschlussfragen.

00:49:42: Die eine die stelle ich dir zuerst weil du schon gesagt hast du hast den Begriff Digitale Kirche schon lange nicht mehr gehört und eigentlich so richtig nah ist er dir nicht.

00:49:50: aber ich stelle ihn der jetzt trotzdem.

00:49:51: diese Frage ist nämlich unsere Standartfrage was bedeutet dir digitale kirche?

00:49:56: Genau ich glaube digitale Kirsche hat gar nicht so ne große Bedeutung für mich Aber nicht weil sie als digitale kirche falsch ist sondern weil ich kirche also einen relativ komplexen begriff finde weil der sozusagen so ein bisschen kontaminiert ist mit, es gibt doch die Kirche, die tut.

00:50:14: Entschuldigen Sie, dass das an der Realität vorbei?

00:50:16: Es gibt allein wieviel auch um jegliche Landeskirchen in Deutschland.

00:50:19: Keine Ahnung, ich hab's vergessen.

00:50:20: Zwanzig!

00:50:21: Ja genau also da haben wir schon mindestens zwanzig Kirchen.

00:50:23: jetzt nehmen wir noch den autokifalen Kirchen der orthodoxie dazu und dann nehmen wir nur noch die katholischen Bistümer dazu, die sich unterscheiden.

00:50:29: total dover Begriff.

00:50:31: deswegen würde ich eher sagen digitales Christ im Turm und das ist unglaublich bunt und vielfältig.

00:50:36: Ja schön Danke schön für diese Definition von dir oder Umdeutung.

00:50:42: Die zweite Frage ist, wenn du eine Bühne hättest und dir das Thema ohne dein Publikum aussuchen dürftest – die müssten kommen!

00:50:50: Das Publikums muss kommen und du darfst sprechen, worüber du möchtest.

00:50:54: Vor wem würdest über was sprechen?

00:50:56: Ich würde sagen lass uns alle in die Eisdiele gehen und lass uns Eis zusammen

00:51:00: essen.

00:51:02: Und ich muss mich vorne stehen... Ich hatte mal so ein Neutester-Männlicher-Professor in Griechenland total beeindruckt.

00:51:09: Da waren wir auf Studienreise und er hat einen Vortrag gehalten, das war auch ganz nett und interessant!

00:51:13: Und hinterher sollte es dann eine Diskussion geben... ...und da waren wir als deutsche Studierende wie Karin da und haben uns da einen abgebrochen.

00:51:19: Und noch ne Frage und noch ne frage, so super akademisch und edigastisch.

00:51:22: Ja ja aber wollen wir jetzt nicht backlaweißen?

00:51:26: Warum muss denn immer alles so erklärt werden?

00:51:29: Ich glaube ich brauche keine Bühne und keinen Publikum was ich mir jetzt aussuchen muss.

00:51:33: die ich immer seit sehen muss.

00:51:35: Danke schön, das waren alle deine Fragen für heute.

00:51:39: Die von mir kamen zumindest die andere stellen sich hier bestimmt weiterhin im Leben wie uns allen.

00:51:45: Dankeschön dass ihr dabei wart liebe HörerInnen und wenn ihr Interesse an der Arbeit von JIT habt dann geht doch mal auf jit.de slash Newsletter, da könnt ihr unseren Newsletter abonnieren und bekommt immer die Neuigkeiten aus dem Netzwerk.

00:51:58: Tipps & Tricks für eure Social Media Arbeit!

00:52:00: Und wir haben auch eine Masterclass für euch – eine einjährige Social Media Ausbildung.

00:52:04: Wenn ihr Lust habt, euch Berufsbegleitend weiterzubilden dann könnt ihr auf hiet.de slash masterclass gehen und mal gucken ob das was für euch ist.

00:52:11: Wir haben jetzt zwei Jahrgänger ausgebildet und es war sehr schön.

00:52:14: Es gibt einen Netzwerk und Social Mediatipps und Tricks strategisch, wie man sich da gut aufstellen kann.

00:52:21: Genau das war noch der Werbe-Blog am Ende.

00:52:23: Tobi ja danke schön für deine Gedanken, für das Auseinandernehmen der Fragen, für alle deine Worte und cool dass du auf Instagram so präsent bist mit deiner sehr ich finde merkwürdigen Art also in einem guten Sinne, dass es ja bemerkenswert ist.

00:52:39: Danke

00:52:40: schön!

00:52:41: Ja vielen Dank für die Zeit!

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